2009 Giftepapst Daunderer verbesserte die Welt

2009 Giftepapst Daunderer verbesserte die Welt

Moderne Anleitung zum Umgang mit Giften Autobiografie 3.Aufl.

 

Vorwort

Herkules nicht Don Qichotte

Herkules f�r den Umgang mit Giften ist die Antwort auf die Frage von �Bild der Wissenschaften� im Leitartikel von 1/1990 auf die Frage �Don Quichotte oder Herkules� in der 2.Auflage der Autobiografie. http://www.toxcenter..de/artikel/3PMW1S.php&word=Herkules

Die Erstauflage von 2002 �Kampf gegen Gifte� ist nun mit den weit �ber hundert Erfolgen im weltweiten Kampf gegen Gifte nach Jahren gegliedert.

Der Winkelkampf mit den letzten R�ckzugsorten der Giftverherrlicher wie bei Amalgam tr�bte lange Zeit den Blick f�r das Wesentliche.

Meine umfangreichen Informationen �ber Gifte, ihre Wirkung und ihre Alternativen f�hrten weltweit zu einem bedachteren Umgang mit Giften.

 

1943 Lebensbeginn ist Krankheitsbeginn

Der Heimaturlaub im Januar 1943, bei dem ich entstand, rettete wohl meinem Vater das Leben. Er war wehrpflichtiger Luftwaffenarzt in Russland. Kurz nach seiner Heimatfahrt erfror seine Einheit in Kiew. Wegen der extremen K�lte von minus 40 Grad, erhielt er dann den (" Gefrierfleisch"-) Orden. Anschlie�end kam er wegen eines Knieschusses und einer schweren Ruhr in das Lazarett nach Riva. Sp�ter k�mpfte er im hei�en Sardinien und in S�dfrankreich.

Meine Mutter war damals Chef�rztin der Lachner-Kinderklinik in M�nchen. Sie hatte neben dem Dreimonate alten Bruder Walter noch eine gro�e Kassen-Kinderpraxis in M�nchen an der Ohlm�llerstrasse mit 5000 Krankenscheinen pro Quartal. Au�erdem war ihr Vater gestorben und die Mutter krank.

Der immer gr��er werdende Bauch machte die extreme Belastung von allen Seiten neben den h�ufigen Bombenalarmen in M�nchen zur Qual.

Mitte September waren die Praxis und alle Entbindungskliniken wegen der dauernden Bombardierungen durch Amerikaner evakuiert. Auch die Familie war evakuiert bei Verwandten, dem Lehrer Daunderer in Bodenmais.

Auf einer Zugfahrt dorthin meldete ich mich an und kam auf einem Zwischenhalt am 13.September in Landshut zur Welt. Nach acht Tagen wurde ich im eiskalten, unheizbaren Schulhaus in Bodenmais mit einer schweren Lungenentz�ndung wegen Todesgefahr vom Lehrer notgetauft. Taufpate war Onkel Fredo. Sie meinten: �Gleich wird er ein Engerl�. Wenn Die w�ssten!

Ich erholte mich rasch, blieb aber immer  stark unterern�hrt.

 

1944 Opas pr�gten sozial, national und umweltfreundlich

Das Gl�ck, dass beide Opas herausragende Pers�nlichkeiten waren, hat mein Leben au�erordentlich sch�n und abwechslungsreich gestaltet. Verst�ndlich, dass sich ihre Kinder auch ebenb�rtige suchten.

Ihre herausragenden F�higkeiten lagen auf sozialem, nationalem und umweltschonendem Gebiet.

Der m�tterliche Opa Alois litt sehr unter der Unf�higkeit der damaligen �rzte des Gesundheitsamtes, die seinen j�ngsten Sohn Beppo im sechsten Lebensjahr durch eine hundertfache Digitalisvergiftung mit telefonischer Empfehlung in den Tod gejagt hatten. Nat�rlich stand die Aufkl�rung �ber die spezielle Dosierung bei Kindern im Vordergrund seiner Intentionen.

Beide T�chter �bten sp�ter die Kinderheilkunde aus. Meine Tante studierte zun�chst  wegen ihrer enormen Fingerfertigkeit Zahnmedizin, brach jedoch wegen der sadistischen und asozialen Empfehlung: �Gold f�r die Reichen, Amalgam f�r die Armen und Dummen� sofort das Studium ab und machte ebenso wie ihre kleine Schwester Humanmedizin. Das Amalgamthema blieb lebenslang ihr �rgernis, sie ging nur zum Chef der Zahnmedizin in der Uni, starb aber letztlich durch dessen Pfusch.

Meine Mutter erf�llte voll Opas Wunsch, arbeitete lange in der Kinderklinik der Universit�t, f�hrte dann die Kinderklinik an der Lachnerstrasse und bis zur Berentung eine kassen�rztliche Kinderpraxis.

Die S�hne blieben wie der Vater technisch orientiert. Der �ltere Ali wurde Chef des Technischen �berwachungsvereins und starb am Herzinfarkt nach dem Absturz der Seilbahn auf die Zugspitze mit vielen Toten. Er regte sich furchtbar auf, weil alle seine Warnungen vor dem zu schwachen Seil in den Wind geschlagen hatten.

Dies war f�r die ganze Familie der Anlass, Warnungen un�berh�rbar kund zu tun.

Opas zweiter Sohn Alfred wurde Chefkonstrukteur f�r �berschallflugzeuge bei BMW und verwirklichte Opas Ideen.  

Der v�terliche Opa Wilhelm gr�ndete mit drei Postlern die Witwen- und Waisenkasse f�r Postlerwitwen, die ohne jegliche Unterst�tzung mit vielen Kindern waren, wenn der Vater verungl�ckte oder jung starb.

Das Konzept war so gut, dass die Versicherung riesig wurde und nat�rlich f�r allle offen stand und alles versicherte. Opa blieb bis zu seinem Tod (22.1.1961) Aufsichtsrat-Vorsitzender.  

Der m�tterliche Opa war k�nigstreu, betonte stets, dass seine Vorfahren zur Schutztruppe von K�nig Ludwig II in Neuschwanstein geh�rten und wurde von K�nig Ludwig III mit Orden ausgezeichnet.

In Rosenheim gr�ndete er den Heimat- und Kriegerverein und organisierte seine Aktivit�ten. Der Gemeinde Pullach schenkte er ein Grundst�ck f�r die Errichtung eines Kriegerdenkmals des Ersten Weltkrieges. Viele Familienmitglieder sind damals gefallen.  

Der v�terliche Opa war Mitbegr�nder der Bayerischen Volkspartei, zog mit ihr den Reichstag und wurde von Hitler lange Zeit verfolgt, konnte jedoch stets fliehen. Nach dem Krieg f�hrte er als Ausgleich f�r die Unbill durch Hitler als Ministerialdirektor das Postministerium in Frankfurt und baute das Postwesen nach dem Weltkrieg wieder auf.  

Umweltfreundlich gl�nzte der v�terliche Opa in der M�nchner Hauptpost nach dem Ersten Weltkrieg dadurch, dass er zur Reinhaltung der M�nchner Luft alle 100 Lastwagen der Postzusteller batteriebetrieben machen lie�. Es soll die erste Umweltschutz � Ma�nahme der Welt gewesen sein.  

Der m�tterliche Opa regte die Gr�ndung des Isartalvereins an und r�hrte die Werbetrommel so, dass alle Grundst�ckstreifen entlang der Isar von diesem Verein aufgekauft werden konnten und ein durchgehender Wanderweg vom Norden M�nchens bis zu den Alpen geschaffen wurde zur Erholung f�r die M�nchner.

Auch untersuchte er die Keimbesiedelung des Isar-Wassers, regte Badeverbote an und verlangte einen Stopp der F�kalieneinleitung der Anlieger in die Isar, die Ringkanalisation. 

Nachfahren gro�sinniger M�nner sind entweder gel�hmt durch ein zu �berm�chtiges Vorbild � oder sie streben lebensl�nglich an, ihnen nach zu eifern.

 

1945 Stark durch �berwundene lebensbedrohliche Krankheit

In der Kinderarztpraxis der Mutter, die nach dem Ausgebomtsein im Wohnzimmer stattfand, infizierte ich mich mit der Diphtherie. Nachts trat pl�tzlich ein Herzstillstand auf. Meine Mutter riss mich aus dem Bett und f�hrte erfolgreich meine Wiederbelebung durch. Danach blieb ich ein schw�chliches, krankes Kind, �ber dessen Krankheiten immer geredet wurde. Es blieb ein Migr�neherd rechtshirnig, der fast t�glich schmerzte und lebensl�nglich immer schlimmer wurde.

Immer h�rte ich: �wenn du �berleben willst, musst Du ein guter Arzt werden�.

 

1946 Sonnenuhr z�hlt heitere Stunden nur

�Mach es wie die Sonnenuhr, z�hl die heiteren Stunden nur�.

Das erste, woran ich mich erinnern kann, ist eine von meiner m�tterlichen Oma in zwei Minuten gezeichnete Sonnenuhr auf einem Blatt Papier, auf das schr�g ein Draht geklebt war und dann an Fenster in die Sonne gestellt wurde. Oma sagte, es ist wichtig, nur sch�ne Dinge in Erinnerung zu lassen und das H�ssliche rasch zu vergessen. Wenn man oft genug dar�ber geredet hat, vergisst man es leichter.

Aus der Katastrophenforschung wissen wir heute, dass dies der einzige Weg ist, um f�rchterliche Erlebnisse ohne Schaden f�r die Seele zu verarbeiten. Fr�her halfen hierbei Pfarrer, heute Psychologen. Auch wei� man, dass Negativerlebnisse die Neuaufnahme hemmen und langfristig zu Alzheimer f�hren.

Wer viel erlebt hat, muss emsig darauf achten, dass er von Negativem abgelenkt wird durch Erinnerungen an Sch�nes und Zukunfttr�chtiges. Ich mache dies mit einer Unzahl sch�ner, angenehmer Bilder, Tiere und Pflanzen im Garten.

Hier wird auch fast nur Erfreuliches aufgelistet.

 

1947 Soziales Interesse durch Oma gef�rdert

Oft krank, die Mutter bei Hausbesuchen, betreute uns Buben ihre Mutter. Meine Oma hatte 4 Kinder (eines starb mit 6) durch 2 Weltkriege und ihre Studien mit Rat und Tat begleitet. Sie war die hochintelligente Frau eines Physikprofessors. Ich sehe mich noch heute mit ihr fr�hlich auf dem Sofa sitzend und laut lachend. Sie rief stets �Maxi mit dem goldenen Haxi� und lernte mir, alle Schicksalsschl�ge locker zu verarbeiten. Mutter erz�hlte oft deprimiert �ber das Schicksal der kleinen Patienten, viele V�ter gefallen und die extreme Hungersnot in der Stadt. Da es keine Medikamente gab, starben viele an Infekten. Oma erkl�rte mir die Zusammenh�nge und weckte in mir das Interesse, m�glichst viel zu helfen. Dann ist sie verhungert, weil sie alles Essen heimlich uns Kindern gab, wir hatten nichts zu essen, da Mutter beim Betteln bei Bauern nie was bekam. Ihr Tod war f�r mich und meinen Bruder f�rchterlich. Vater war Jahre vermisst, dann fand man ihn in franz�sischer Kriegsgefangenschaft. Mutters Klinik und Praxis lagen in Schutt und Asche. In unserer Mini-Wohnung waren amtlich Fl�chtlinge und unsere Tante, einquartiert. Mutter besprach alle Krankenschicksale mit ihrer Schwester, die auch in der Wohnung als �rztin arbeitete. Die m�tterliche Oma Marie starb am 25.1.1947.

 

1948 Physikalische Gesetze bestimmen die Welt

Oma erz�hlte mir viel von Opa, der zwei Jahre vor meiner Geburt starb und ein bekannter Physikprofessor war. Er lehrte, dass alles, was als Wunder empfunden wurde, von physikalischen Gesetzen ableitbar war.

So hatte er in M�nchen in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, wo er einen Ehrenposten hatte, einen Diskussionsabend mit Albert Einstein organisiert, der von allen bayerischen Wissenschaftlern als �Spinner� verschrien war. Opa meinte, dass �Alles Neue� an den alteingesessenen Holzk�pfen scheitert�. Ein Wissen, dass exakt auf die Toxikologie zutrifft!

Erst 2006 wurde mit einer Raumsonde die �Zeit-und-Raum-Formel� von Albert Einstein hundert Jahre sp�ter (!) eindeutig bewiesen.

Opa meinte auch, dass Neues immer nur von einem einzigen Menschen entdeckt wurde und erst dann, wenn die Masse daran Geld verdient, wird es in die Gesellschaft eingef�hrt � ohne von seinem Entdecker etwas zu wissen.

In seinem Haushalt dominierte die Physik. So hatte er Jahre vor den anderen ein mechanisches R�hren-Telefon und Funkempf�nger und Sender zwischen den Arbeitsstellen. Deren Relikte bastelte ich sp�ter um auf Diodenger�te, h�rte damit den Polizeifunk ab  und lernte die Grundprinzipien des Mobilfunks einzusch�tzen

Opa meinte, Aufgabe der Jugend ist es, m�glichst viele der physikalischen Gesetze kennen zu lernen und sich so besser in der Welt zurecht zu finden.

Unwissen physikalischer Gesetze ist der Boden f�r sch�dlichen Aberglauben.

 

1948 Chemische Gesetze bestimmen den K�rper

Gro�vater hinterlie� mir einen umfangreichen Chemie-Experimentierplatz, mit dem ich alle wichtigen Versuche etwa ab dem 12.Lebensjahr unternahm. Wenn auch der Anfang mit der Schwarzpulver-Herstellung begann, Blaukrautsaft als Lackmus diente und sp�ter die Raketentreibstoffe des Mitsch�lers Reiserer im Gymnasium �berpr�ft wurden, so ging es �ber in die Messung von Blutzucker mit dem Photometer und dem Drogennachweis mit einem gro�en Computerger�t in der Praxis.

Opa hatte zu seiner Doktorarbeit  Anfang des 20.Jahrhunderts auf einer freien Wiese vor der Aiblinger Hofm�hle, in der er mit seinen vier Kindern wohnte, bei jedem Wetter die Ionendichte in der Luft gemessen und so nebenher festgestellt, dass das Wohlbefinden der Menschen davon abh�ngt. Dadurch und durch den vermeidbaren Tod an Diphtherie seines J�ngsten, hielt er die Medizin f�r die eigene Familie am wichtigsten. Umfangreiche Kenntnisse in der Chemie hielt er f�r die wichtigste Voraussetzung f�r einen guten Arzt. So kann ich nicht verstehen, dass heutige Medizinstudenten  nichts mehr lernen in Physik und Chemie, sondern einfach in die Biochemie geworfen werden. �ber Wirkungen von Arzneimitteln untereinander, die Interaktionen, lernen sie ebenso wenig wie �ber Vergiftungen. Umweltvergiftungen wie durch Zahngifte oder Wohngifte werden wie ein Fremdwort in der Ausbildung ignoriert.

Der m�tterliche Opa Prof.Dr.Alois starb am 2.5.1941.

 

1948 Der Notfall lehrt die Wichtigkeit der Vorsorge

Nicht Kinderb�cher, sondern der Polizeibericht interessierte mich. Johann Freudenreich schrieb in der S�ddeutschen Zeitung so spannend und lehrreich, dass ein intensives Interesse an Ursache und Wirkung entstand. Giftunf�lle, Giftmorde und Selbstmorde mit Gift erregten mein besonderes Interesse. Auf einer langen Wanderung mit einem Freund aus der Kriegsgefangenschaft des Vaters, Herrn Hirsch aus dem neu gegr�ndeten Bundeskriminalamt in Wiesbaden, erfuhr ich ganz genau, wie man Gifte im Labor nachweist, wie heimt�ckisch sie sind, wenn man nicht daran denkt und, dass es praktisch niemand gibt, der sie zu heilen versteht. Hirsch empfahl, sp�ter ans Bundeskriminalamt zu gehen. Er war �berrascht, mit welchem Interesse man so fr�hzeitig an eine Sache herangehen konnte.

Zuf�llig entdeckte ich von der Gerichtsmedizin die Doktorarbeit meiner Mutter, in der beschrieben wurde, warum junge M�nner ihre schwangeren M�dchen aus Furcht vergifteten. Man sprach von einer Spitze des Eisberges. Die Schwester der Mutter schrieb in der Rechtsmedizin ihrer medizinische Doktorarbeit �ber den Blutgruppennachweis im Leichenblut.

Dass Giftm�rder straffrei ausgehen konnten, war f�r mich unfassbar. Das Unrecht lie� mich nicht mehr los.

 

1949 Nur die Schulmedizin half wieder zum �berleben

Nach jahrelang 5 bis sechs eitrigen Anginen mit Sulfonamid behandelt, trat eine generalisierte schmerzhafte starke Schwellung aller Gelenke mit Fieber und einer Herzschw�che auf, ein Rheumatisches Fieber. Die erste Penicillinspritze half nach 9 Monaten Bettl�grigkeit. Bis dahin klapperd�rr, war ich pl�tzlich fett und bewegungstr�ge. H�usliche T�tigkeiten wurden durch die lange schwere Krankheit die Regel.

 

1949 Kind als Ebenbild Gottes nach Romano Guardini

Seit einem Jahr unser Nachbar auf dem zweiten Stockwerk in der Kunigundenstr. 51 war der bekannte katholische Religionsphilosoph Professor Romano Guardini, ein Jesuit.

Auf der Treppe traf er nach der Visite des Chefs des Kinderkrankenhauses und seiner Diagnose, dass meine Erkrankung unheilbar t�dlich sei meine weinende Mutter. Er ging an mein Bett, um mich zu tr�sten und  sagte  zu mir, �ich sei als Kind ein Ebenbild Gottes, auf das noch gro�e Aufgaben warten. �rzte h�tten oft gro�e Probleme, die Wahrheit zu finden, um das Richtige zu tun�. Das tr�stete mich sehr, denn als Kleinkind war ich wie alle Kinder in der Gro�stadt spindeld�rr und nach meiner schweren Krankheit das fetteste Kind der Klasse. Aber, wenn Gott auch so aussieht, dann war es mir egal. In der damaligen Hoffnungslosigkeit erschien er mir wie ein Engel. Ich war noch lange schwer krank, aber seine Worte brachten mir ungeahnte Energien. Auch sp�ter halfen sie mir �ber schwerste Krankheiten hinweg.

Ich sagte ihm einmal: �Sie sind mein Papst�, da ich von Mutter h�rte, er sei ein hoher Kirchenf�rst und das Bild von Papst Pius XII hing �ber seinem Arbeitsplatz. Romano weinte daraufhin leise und sah mich gl�cklich an. Seither wusste ich, wie zart alte M�nner sein k�nnen. Er sagte, er verehre den Papst sehr, dieser m�ge ihn aber nicht. Sp�ter erfuhr ich, dass er nie mit Leuten gesprochen hat und ich der einzige war, der in seine Arbeitszimmer gehen durfte. Ich verstand ihn kaum, da er extrem leise sprach und hoch geistig war. Damals wollte ich auch Philosoph werden. Ich fragte ihn st�ndig, was Philosophen tun. Einmal ging ich mit Mutter am Sonntag zu seiner Predigt in der Ludwigskirche. Er sprach so leise, dass ihn niemand verstand. Die Kirche war zum Bersten voll.

Dies sagte ich ihm dann. Daraufhin soll er einige Male lauter gepredigt haben.

Er war ein liebensw�rdiger, leutescheuer, kleiner Mann. Seine zwei Haush�lterinnen hatten nach dem Krieg die Aufgabe, jedem Bettler eine hei�e Suppe, ein gro�es St�ck Brot und eine Mark zu schenken.

Als Kind beobachtete ich durch das Guckloch unserer gegen�ber liegenden Wohnung, wie die Armen durch ein Runenzeichen an der T�rklingel nur an dessen T�re l�uteten und nicht an den acht anderen im Haus. Alle bedankten sich sehr h�flich f�r die �gro�herzige Spende�, jedoch warfen sehr viele das Brot in den M�ll und kippten die Suppe aus dem Stiegenhausfenster, um nur mit dem Geld weiterzugehen. Verstehen konnte ich das nicht, denn alle litten damals sehr unter dem Hunger.

Als Guardini auszog, mieteten meine Eltern auch seine Wohnung und ich bezog Guardinis Arbeitszimmer. Meinen Schreibtisch stellte ich dort auf, wo seiner stand. Der Blick aus dem Fenster in die Abendsonne nach Westen erinnerte mich an die Spitzweg-Bilder. Sehr beeindruckt war ich vorher von seiner riesigen Bibliothek in der Garage, die wir auch bezogen.

Seine Predigten beeindruckten mich sehr, da er zwar leise aber sehr tiefsinnig �ber die Schwierigkeiten sprach, die elementaren Lebensweisheiten den Menschen zu vermitteln. Er kam mir vor wie Albert Einstein der Seele. Unbedingt  wollte ich seinen Wissensstand �ber die Psyche des Menschen erreichen und wie er Vortr�ge halten und B�cher schreiben. Daraufhin legte ich mir den Grundstock zu einer naturwissenschaftlichen Bibliothek.

Er lehrte mir, dass es au�er unseren herrischen und strafs�chtigen Religionslehrern in derselben Kirche Leute gab, die mit Grips und guten Gedanken die Seele in die richtige Bahn lenken konnten. Er war f�r mich der beste Psychotherapeut, den es je gab. Beichte verstand er als Psychoanalyse. Meist betete er als ich ihn besuchte. Das Gebet verstand er als Eigenanamnese und Fahrplan f�r die Zukunft. Gott war sein fiktiver Psychoanalyst. Er lebte wie Jesus und wollte als �Handwerker der Seele� Jedermann seine Hilfestellung anbieten. Statt der damals �blichen Strafen in der katholischen Kirche wie ewig im Fegefeuer schmachten, glaubte er an die Kraft der positiven Worte, hatte f�r jeden Tag einen aufmunternden Spruch. So erz�hlte ich ihm, dass unser Stadtpfarrer meinte, es sei eine �Tods�nde�, wenn kranke Kinder nach Mitternacht etwas essen w�rden und nicht n�chtern gegen Mittag in der nach Weihrauch stinkenden Kirche die Kommunion empfangen w�rden. Wenn sie bei �belkeit erbrechen w�rden, w�rde �der Leib Christ� auf den Boden fallen. Er riet, zum �heimlichen Essen� und meinte, Pfarrer k�nnten sich oft nicht mit Krankheiten befassen. Daf�r g�be es �rzte, die oft die Funktion des Pfarrers erg�nzen m�ssten. So meinte er sp�ter, mein Vater sei f�r ihn ein Vorbild, da er als Arzt besonders f�rsorglich mit sozialen Problemen umgeht und sich weniger mit Medikamenten befasst. Arzt sein erkl�rte er als �Helfer in allen Lebenslagen�, Pfarrer als �Wegweiser f�r eine gesunde Seele�.

Als Geschenk f�r seine gro�e Hilfe an mich, f�hrte ich schon in der Schule und dann lebenslang eine kostenlose Giftinformation rund um die Uhr durch � immer mit dem Gedanken an Romano Guardini. 

Eingerahmt h�ngt in meinem Zimmer sein lieber Abschiedsbrief vom 2.8.1954, als er in die Merzstr.2 umzog und ich in sein Zimmer einzog.

Sein gewidmeter Spruch hing stets an meinem Schreibtisch:

�Die WAHRHEIT des DENKENS besteht darin,

einen Gedanken nach seiner ganzen Tiefe,

H�he und Breite durchzuf�hren

und vor keiner Konsequenz zur�ckzuscheuen.

Die WAHRHEIT des TUNS ist anders.

Sie besteht darin, die schmale Stelle

der M�glichkeit zu suchen und die eigene Kraft

in das rechte Ma� zu bescheiden, wissend, dass

der vollzogene Ansatz durch die innere Logik des Lebens

selber weitergef�hrt wird.�          (Romano Guardini)

 

Herzliches Dankesch�n meinem hochverehrten Vorbild!

 

1949 Religion St�tze f�r die Psyche

Alle meine Familienangeh�rigen waren zwanglos religi�s und sahen dies als erforderlichen Halt vor den vielf�ltigen Lebenskrisen. Mein Vater wuchs in der M�nchner Ebenau auf mit seinem gleichaltrigen Nachbarn und sp�terem Krankenhauspfarrer Adolf Federl. Er spielte als Kind stets neben der Eisenbahn an einem kleinen Altar und sein Freund zelebrierte feierlich. Seine Familie ging Sonntags in die Michaelskirche wegen des konzertanten Hochamtes der Jesuiten. Hier spielte auch sein Geigenlehrer, der Konzertmeister der Oper mit.

Der Opa Alois m�tterlichseits trat aus seinem M�nnerbund Freimaurer �Die Loge� sofort wieder aus, als er deren Frauen- und Kirchenfeindlichkeit erkannte. Wegen den geistreichen Predigten der Jesuiten war er mit seiner Familie auch oft sonntags in der Michaelskirche.

 

1949 Wahrheit Vorraussetzung f�r �rztliches Tun nach Guardini

1949 fand Romano Guardini im Gespr�ch mit mir:

        Krankheit ist ein v�llig normaler Zustand bei jedem Menschen

        Kranke kennen K�rper und Seele viel besser als immer Gesunde

        Voraussetzung einer Heilung ist der Wunsch danach und die volle Mitarbeit des Kranken

        Wer diese Zusammenh�nge nicht sieht, dem kann ein Arzt nicht helfen

        Schwere Krankheiten kann man erst heilen, wenn schwere Komplikationen offenkundig wurden

        Dem Kranken darf sein Kranksein nicht zum Vorwurf gemacht werden.

        Heilen ist ein Akt, der dem Leben hilft, nicht als Reparatur eines Maschinendefekts.

        Jeden Menschen gibt es nur einmal, er ist  unersetzlich.

        Kranke bringen das Heilungsgeschehen in Gang durch ihr Vertrauen zum Arzt.

  

1950 Psychiatrisierung unestetisch nach Guardini

Nach Guardini � ist Krankheit nicht nur ein physiologischer, sondern auch ein psychologischer, genauer gesagt, ein personaler Vorgang. Das unwillk�rliche Gef�hl kommt leicht in die Lage, dem Kranken sein Kranksein zum Vorwurf zu machen.

Die Krankheit ist nicht nur ein biologisches, sondern auch ein biografisches Geschehen.

Der Arzt muss um diese Dinge wissen. Nat�rlich nicht so, dass er �berall Psychogenesen vermutet oder in der Biographie des Kranken herumw�hlt. Angesichts gewisser Modeerscheinungen wird man sogar Zur�ckhaltung vor dem Innenleben des Kranken anempfehlen.

1950 Alles erforschen schafft Kenntnisse

Getrieben von einer unstillbaren Neugierde schaute ich  in alle Schr�nke und K�sten und merkte sich jeden Inhalt bis ins letzte Detail. Nichts hielt mich ab, die geheimsten Verstecke, wie die Uraltbibel im Silberschrank aus der verschlossenen unteren Schublade anzuschauen. M�hsam musste vorher mit vielen Tricks der Schl�ssel organisiert werden.

Nichts war vor Nachforschungen sicher: Alle unbelichteten Filme wurden aufgedreht, alle Parf�mfl�schen erprobt, alle Zigaretten, die ich fand, aus dem Papier geholt, berochen. Wegen ihres absto�enden Geruches wurden sie mit Parf�m versetzt. Der Tabakrauch wurde beim Opa zu hassen gelernt. Er vernebelte seine Wohnk�che stark. Sp�ter starb die Oma angeblich durch diesen Rauch, den sie sehr ha�te, am Krebs als Passivraucherin. Niemand anderer in meiner Familie hatte geraucht.

Immer, wenn die Eltern etwas suchten, fragten sie mich, wo es sei. Ich wusste, wie ein Lexikon, was in ihren Schr�nken war. Dabei gab es jedoch oft ein Donnerwetter, als offenkundig wurde, dass ich auch wusste, was in einem hermetisch verschlossenen Schrank war.

Sp�ter dehnte sich die Neugierde auf die vollen Speicher und Keller aus. W�hrend der Sprechzeiten des Vaters als praktischer Arzt und der Mutter als Kinder�rztin suchte ich in diesen Paradiesen. Dabei fand ich das Bild von Dr. Koch.

 

1950 Selbst ist der Mann als Heimwerker

Auf den vielen Schn�ffelwegen ging soviel zu Bruch, dass notgedrungen versucht wurde, m�glichst viel wieder heile zu machen.

Was bei Uhren, Fotoapparaten und anderem misslang, klappte jedoch bei Elektromotoren, mechanischen Rasierklingen-schleifern und sonstigem. Die Mechanik der 50iger Jahre war noch auf Reparaturen eingestellt.

Neben einem umfangreichen Sortiment aus alten Schraubenziehern und Zangen kam ein L�tkolben und ein breit gef�chertes Sortiment von Schrauben hinzu. Jedes alte Instrument wurde daf�r ausgeschlachtet.

Sp�ter entstand f�r den Bruder, der sich immer viel kaufte und schenken lie� , eine M�rklin - Eisenbahn - Platte. Sie war durch die unz�hligen L�mpchen und Schalter ein ewiger Anlass zum Kurzschluss-Beseitigen.


Auch eine selbst gebastelte Krippe war durch die �ber 30 L�mpchen nicht zur Beschaulichkeit, sondern zum Schalten und Richten da.

Zuletzt wurde jedes Instrument im Hause korrekt repariert, vom v�terlichen EKG bis zum Staubsauger oder der Schreibmaschine.

Der H�hepunkt begann, als im Schuppen zu Pullach das erste Handfunkger�t um 1910 von Onkel Ali entdeckt wurde. Es war ein polierter Holzkasten mit gro�en Drehkn�pfen und Schaltern, drinnen mit Drahtspulen und Drehkondensator. Statt der kaputten R�hren baute Max eine Diode ein und empfing nun �rtliche Radiosender.

Da sich kein Mensch mit Funkinteresse fand, konnte das Senden nicht erprobt werden. Ein Sendedraht vom Fenster quer �ber den Garten in der Kunigundenstr. 51 verrostete im Laufe der Jahre ungen�tzt.

Lebenslang hatte ich mit der umfangreichen Ausr�stung meiner �Bastelkeller� alles Handwerkliche im Haus und Garten selbst durchgef�hrt. So hatte ich jedes gemietete und sp�ter eigene Haus auch von au�en gemalert � mit der auf langen Gasrohren aufgeschraubten Rolle, da ich nicht schwindelfrei bin.

 

1950 Schmerzmittel meiden ist Suchtprophylaxe

Als ich etwa 6 Jahre alt war, f�hrte Vater mich feierlich an der Hand ins Sprechzimmer. Es war zu Weihnachten; ich erwartete  eine  �berraschung. Da �ffnete Vater den wei�en Glasmedikamentenschrank und holte eine vergilbte Packung Morphiumampullen heraus. Dem tief entt�uschten und uninteressierten Max (er kannte sie l�ngst vom heimlich Suchen) erkl�rte er: Als Medizin-Angeh�riger bekommst Du so etwas bei jedem kleinen Schmerz. Das hilft, aber es gehen damit nicht nur die Schmerzen, sondern auch all deine Probleme weg. Probleme sind aber in jedem Leben. Wenn du wieder einmal Probleme hast, dann willst du wieder ein Morphium. Das ist Sucht. Sucht macht die Medizin unm�glich. Ich wei� nicht warum, aber dies habe ich mir von Vater gemerkt und alle Drogen wie die Pest gemieden. Die Medizin wollte ich nie gef�hrden.


Wenn die Mutter Sonntagsdienst hatte, dann holte bei jedem zweiten Hausbesuch ein Morphinist die Not�rztin. Sie wurde oft bedroht. Daher fuhr meist Vater ihre Besuche. Dabei fuhr ich oft mit, vorher hatte ich immer das Telefon bedient und alles aufgeschrieben. An einem Sonntagabend wurden wir in die Fuchsstra�e in Schwabing in ein zerbombtes Einfamilienhaus in den notd�rftig abgedichteten Keller gerufen. Dort wurde Vater mit einer Pistole bedroht, er solle dem beinamputierten Alkoholiker und Morphinisten Morphium spritzen. Er hatte jedoch nie Morphium dabei. Sp�ter erkl�rte mir Vater, wie sinnlos es sei, dass das Gesundheitsamt jedem Morphinisten eine gro�e Menge Morphium zuteilt und trotzdem jeder S�chtige unzufrieden ist. Vierzig Jahre sp�ter wiederholen Unerfahrene diesen Unsinn mit Methadon bei Fixern- obwohl es einen traumhaften Entzug mit Naltrexon bei Fixern gibt, wie wir l�ngst nachgewiesen und im Handbuch der Drogen ver�ffentlicht haben.

Binnen drei Tage ist damit ein Morphinist frei von Morphium - wenn auch der k�rperliche Entzug 6 Stunden lang relativ heftig ist. Aber er ist nicht ann�hernd so schlimm wie eine Geburt, die ja viele weibliche Drogenabh�ngige schon hinter sich haben.

Danach folgt sechs Wochen lang der psychische Entzug, der in geringem Ausma� ja das ganze Leben lang anh�lt.

 

1950 Befunde nur �ber Normales

Mein Tutor, Prof. Romano Guardini sagte:

�Der �rztliche Beruf darf nur auf dem ruhen, was normalerweise verlangt werden kann: sorgf�ltiger wissenschaftlicher Vorbereitung, ehrlicher Pr�fung, pers�nlicher Opferbereitschaft. Ist mehr da, dann umso besser; die Grundlage kann es nicht sein.�

Nur Befunde von Krankheiten, die jeder Arzt schnell behandeln kann werden aufgeschrieben, z.B. von:

Was die Masse der �rzte nicht kennt, wird nicht befundet, da ihr der Befund sonst eine Riesen-Arbeit mit �rger einhandelt.

Nur f�r den Eigenbedarf z.B. in der geschlossenen Psychiatrie, wo der Patient seine Befunde nicht erh�lt, wird offen geschrieben.

Das TOX CENTER unternahm die letzten 25 Jahre den waghalsigen Versuch, allen Patienten ihre Befunde im Original zu �bersenden und moderne Therapien zu nennen, die nur von erfahrenen Wissenschaftlern zu behandeln sind.

 

 

1951 Guardini litt am Zahnarztpfusch

Prof.Dr.Romano Guardini, unser T�rnachbar im Elternhaus, litt unter st�ndigen Zahnschmerzen und � zum Zahnherd passend � unter verschiedenen Organbeschwerden. So hatte er bei Magenschmerzen Schmerzen am Zahn 36 sowie am sechsten Zahn im Oberkiefer bei einer qu�lenden Trigeminusneuralgie.

Mein Vater empfahl, dringend zum Zahnarzt zu gehen. Dieser fand jedoch nichts. Statt einem OPT machte er eine Einzelaufnahme dieses Zahnes � ohne was zu sehen. Das gleiche war bei den Schmerzen der Schneidez�hne, die seine Depression verst�rkten.

Mein Vater warnte, dass dies im Alter unertr�glich w�rde.

Da er der Ansicht war, dass man von �rzten ohnehin keine besonderen Leistungen erwarten kann, lenkte er sich erfolgreich mit religionsphilosophischen Gedanken ab, die er zu Papier brachte.

Ohne den Pfusch seiner Zahn�rzte h�tte er nie seine 1800 Schriften verfassen wollen: Ironie des Schicksals?

 

1951 Vorbild Dr. Koch mein Robin Hood der Mediziner

Dr. Georg Koch,  unser Vorfahre, dessen Bild seit 1951 stets �ber meinem Bett hing, f�hrte als erster Direktor des k�niglichen Leprosenkrankenhauses am Nikolaiplatz, dem sp�teren Schwabinger Krankenhaus, um 1820,  eine Traummedizin durch:

 Er behandelte alle Armen kostenlos, von den Reichen nahm er sehr viel Geld.

Als k�niglicher Leibarzt bekam er sehr viel Geld, was die pr�chtigen M�bel, die von ihm noch da waren, belegten.

Fortan war Koch mein Lebensziel. Das Bild, das von den Amerikanern 1945 wegen seines forschen Blickes mit dem Bajonett am Auge durchstochen wurde, lie� ich von daf�r verdientem Geld (Taschengeld bekam ich nie) in der Pinakothek in M�nchen von dem Chefrestaurator Dr.Lohs und Frau D'Ailly richten. Beim Brand des Glaspalastes war das Bild verschollen, sp�ter wurde es wieder entdeckt, da es kurz abgeh�ngt worden war. Der Maler von Kellerhoven, der erste Direktor der Akademie der Sch�nen K�nste in M�nchen hat im Biedermeier Stil ein bestimmtes, aber herzensgutes Bild gemalt. Kochs Doktorarbeit verbrannte in der Staatsbibliothek 1944 in M�nchen. �ber eine Tante in F�ssen kamen �ber den Gro�vater m�tterlicherseits alle Wertst�cke in unsere H�nde.

Nun trat die Sammelperiode ein. Alles, was �ber Koch in Erfahrung gebracht werden konnte, hatte ich gesammelt

 

 

1952 Liebe zu alten M�beln

Verwandte, die Osterrieder, bekamen alle antiken M�bel im Krieg geliehen, als sie ausgebombt waren. Sie wollten sie behalten, man musste sie beknien. So entstanden die ersten Briefe auf der Schreibmaschine, die Max tippte. Er hatte sie von alten Rechtsanwalt Briefen abgeschrieben. Die Mutter hielt den Versuch f�r v�llig wertlos, unterschrieb aber die endlich tippfehlerfreie Fassung m�rrisch. Infolge des barschen Tones gaben die Verwandten nach jahrelangem Briefverkehr und Rechtsanwaltsdrohung 1955 uns die M�bel zur�ck. Alles war erheblich besch�digt, der gro�e, eingelegte Barockschrank vorne mit �lfarbe �bergossen, eine Kiste mit herabgefallenen Furnieren lag dabei. Vater war entsetzt �ber den Gestank nach altem Holz und den Holzwurm. Das Aussehen war erb�rmlich. In einer einj�hrigen Arbeit wurden alle Furniere ihrem Platz zugeordnet. Der Gro�teil der M�bel fand seinen Platz im Speicher. Der Barockschrank hatte es Max angetan. Vater wollte ihn verheizen, Mutter war abwartend. Die Entscheidung fiel, als Vater anbot, an seiner Stelle einen neuen Sperrholzschrank vom Schreiner, dem Vater eines Mitsch�lers zu bestellen. Max hatte 40,- DM gespart und den Vater des Mitsch�lers Brunner Otto, einen Antiquit�tenh�ndler, in die Wohnung geholt. Der war begeistert. Das sei der einzige erhaltene Barockschrank aus der M�nchner Schule, 1779 steht gro� oben drauf. Er wollte ihn sofort f�r 4.000,-DM kaufen - ein unvorstellbar hoher Preis f�r damals - mehr als ein Volkswagen kostete. Jetzt war der Schrank von Interesse. Papa willigte ein zur Restaurierung, die Max ganz bezahlte. Ein fehlendes Scharnierteil vom Schlosser gegossen und F��e, nach eigenem Entwurf vom Schreiner gedrechselt, vervollst�ndigten das Bild. Dem ging ein eingehendes Studium des Barocks und seiner Schr�nke voraus. Nat�rlich litt darunter das Interesse am Gymnasium, das ohnehin nur mitlief.

 

1952 Kunst vertreibt Langeweile

Gespr�che mit Restauratoren der alten Barockm�bel ("dieser Fu� stammt aus einer sp�teren Periode, ebenso die Beschl�ge") und dem Chefrestaurator Lohse der Alten Pinakothek in M�nchen wegen des "Koch-Bildes", des ersten Arztes in der Familie, f�hrten zur intensiven Besch�ftigung mit der Kunstgeschichte.

Zu Weihnachten kam das 2b�ndige Werk der Kunstgeschichte von Hamann hinzu. Viele G�nge in die M�nchner Museen verfeinerten den Blick. Besonders begeisterten die hellenistischen K�pfe in der Glyptothek.

Von einer m�hselig herausgefundenen Tongrube bei Mainburg wurde ein Sack Ton und Schamotte angefordert (5.-DM). Schwierig war die Abholung von der Eisenbahn.

In der Stadtb�cherei war ein Heftchen "K�pfe modellieren". Nun wurde jeder interessante Kopf aus der Stra�enbahn zuhause in Ton modelliert, anfangs clownhaft, dann Kinder, dann zarte M�dchen. Zuletzt der Liebling, Prinzessin Friederike von Preu�en.

 

 

1953 Sammeln und ordnen lehrt die Ausgangslage

Nach dem Sammeln und Restaurieren der alten Familienm�bel aus der Barockzeit kamen alte M�nzen dran, die gem�� M�nzkatalog genau zugeordnet und beschriftet wurden.

Dann kamen Briefmarken hinzu. Beschr�nkt war die Sammelwut durch das fehlende Taschengeld und das Ende der Best�nde bei allen Familienmitgliedern.

Sp�ter wurden alle Rezepturen aus Drogerien und Giftbehandlungsarten gesammelt. Deren erste Ver�ffentlichung war die Jahresarbeit vor dem Abitur- ein geschichtlicher �berblick der Medizin seit Paracelsus mit einem gro�en Literaturverzeichnis, bewertet als beste Klassenarbeit.

 

1953 Lateinlehrer Alkoholiker und andere Lehrer

Lehrer hinterlie�en einen nachhaltigen Eindruck. Ein bitterer Geschmack bleibt zur�ck. Da war die erste Lehrerin, Frau Aum�ller. Sie pr�gelte t�glich viel. In Erinnerung blieb, als sie mich als F�nfj�hrigem 15mal  auf dieselbe Hand immer wieder Tatzen schlug, weil ich einen Buchstaben auf meiner Tafel nicht sauber schrieb. Die Zeilen verschwanden, ich f�hlte mich todmatt, mechanisch wankte ich zur Tafel zum Strafempfang. Zuhause waren alle entsetzt. Das 5j�hrige Kind hatte 41�Grad Fieber mit Angina. Alle schimpften lauthals auf die Lehrerausbildung.


Im n�chsten Jahr rief ein Lehrer stets: "Eglfing (unsere Nervenklinik) mach Tore weit, der .... (Mitsch�ler mit Fehler) kommt im Dauerlauf". Auch bei ihm war der Stock h�ufiger als ein Lob.

Nur vier von 60 Sch�lern kamen ins Gymnasium. Der Religionslehrer im Max-Gymnasium schimpfte st�ndig: "Was soll ich mit dem kindischen, kleinen Max?". Er war der J�ngste der Klasse. Aber der Frechste und Geschw�tzigste. Ein Jahr sp�ter starb der Religionslehrer.

 Der Biologielehrer Eichinger meinte beim Elternsprechtag �ber den Elfj�hrigen: Sehr an Biologie interessiert, aber sehr stur. Den kann niemand "�ndern".

Der Sportlehrer Durst war am Neuen Realgymnasium als einziger sehr lieb und geduldig. Als erster dr�ngte er den dicklichen und v�llig unsportlichen Max nicht zu Glanzleistungen. Nach einem halben Jahr starb er bei einem Skiausflug der Parallelklasse auf einer Bergh�tte nachts am Nichterkannten Blinddarmdurchbruch.

Der Lateinlehrer war Alkoholiker. Max redete laut und schnippisch �ber seine Abh�ngigkeit. Vor jeder Unterrichtsstunde trank er Bier. Als Max seine Aktentasche mit den Bierflaschen hinter der Tafel versteckte, brach die offene Feindschaft aus. Sie endete mit dem Wiederholungszwang dieser Klasse. Im n�chsten Jahr starb der Lateinlehrer an seiner alkoholischen Leberzirrhose.

Als der Englischlehrer bei einem harmlosen Wort urpl�tzlich einen irrsinnigen Wutanfall bekam und wie besinnungslos auf einen Vierzehnj�hrigen in der Bank sitzenden mit einem 1.50 m langen, schwerem Lineal einschlug, auf Kopf, Schulter und H�nde, die Klasse wie erstarrt da sa�, da beschloss Max eisern, nie mehr bei Unrecht unt�tig zuzusehen. Lehrer durften das um 1960.

Heute ist alles viel subtiler. Die heutigen Schulen sind extrem gifthaltig (PCP, Formaldehyd, Blei, L�semittel, PCB), die Sch�den viel nachhaltiger. Behindertenschulen sind am gifthaltigsten.

Im Medizinstudium war ein Physiklehrer, der alle M�dchen schikanierte. Im Physikum nahm er sich eine Kommilitonin vor.

Max machte ihr Zeuge f�r eine Beschwerde bei der Fakult�t. Daraufhin schikanierte er Max, der sich nichts gefallen lie�. Dem Physiklehrer (dem Schwiegersohn des Ordinarius) wurde daraufhin die Pr�fgenehmigung der Universit�t entzogen. Max mu�te wegen des 6er in Physik daraufhin das Physikum wiederholen trotz seines Einspruchs wegen der Schikanen.#

 

 

 

 

 

1954 Romano Guardini Leitspruch f�r Daunderer

 

DIE  WAHRHEIT  DES  DENKENS  besteht darin,

   einen Gedanken nach seiner ganzen Tiefe,

   H�he und Breite durchzuf�hren

   und vor keiner Konsequenz zur�ckzuscheuen.

   DIE  WAHRHEIT  DES  TUNS  ist anders.

   Sie besteht darin, die schmale Stelle

   der M�glichkeit zu suchen und die eigene Kraft

   in das rechte Ma� zu bescheiden, wissend, dass

   der vollzogene Ansatz durch die innere Logik des

   Lebens selber weitergef�hrt wird.�

 

1954 Alltag mit Kranken

Nach Auszug des liebensw�rdigen und imposanten Religionswissenschaftlers Prof. Romano Guardini war im selben Stockwerk des Mietshauses Kunigundenstra�e 51 in M�nchen Schwabing neben der Wohnung die Arztpraxis des Vaters als praktischer Arzt und die der Mutter als Kinder�rztin. Es war ein Familienbetrieb ohne Hilfen. Mutter machte die Buchhaltung, die Abrechnung, das Telefon und den Postverkehr. Vater pflegte sein gro�es Aquarium und die vielen Blumen. Nur selten spielte er Geige oder Klavier.


Alles drehte sich um die Kranken. Wenn unsere Eltern miteinander sprachen, dann waren immer Probleme mit Kranken im Spiel. Schnell lernten wir Kinder, dass uns nur dann nicht das Wort verboten wurde, wenn wir auch etwas �ber Patienten fragten.  Auch wenn uns die �rztliche Schweigepflicht fest eingebl�ut war, so wussten wir viel von den Patienten. Zahllose Opernbesuche fielen ins Wasser, weil beim Schlie�en der Haust�re beim Gehen Vater zu einem Asthmatiker gerufen wurde. Fast keine Nacht verging, in der nicht irgendjemand klingelte oder anrief. Es waren alles Lappalien. Ernstlich Kranke wagten damals sehr selten, einen Arzt zu sich zu bem�hen.   Angeh�rige waren oft sehr hilflos. Vom Anrufer konnte man sich kein Bild machen. Bei "mein Mann schnauft seit 3 Stunden so komisch" lag dieser schon Stunden tot im Bett. Bei "ich ersticke an einer Mandel" und Auflegen des H�rers, machte eine muntere 20j�hrige mit Mandelentz�ndung die T�re auf  als die Feuerwehr die Drehleiter aufgestellt hatte und den Notarzt schickte.

Als ich 7j�hrig mit meinem Vater in der vollen Stra�enbahn stand, hustete ein ausgemergelter junger Mann extrem bellend und spukte ohne vorgehaltener Hand viele Trambahng�ste an. Frierend und voll Ekel schmiegte ich mich an meinen Vater, den gro�en Arzt und fragte  ihn, warum der Mann dies tat. Vater sagte: "Das ist der typische Husten der offenen Lungentuberkulose. Jetzt hat er sicher Dutzende angesteckt. Das wollte er. Todkranke Lungenkranke machen das absichtlich aus Hass auf Gesunde." Bis heute geht mir dieses Erlebnis nicht aus dem Kopf. Immer wieder fragte ich die Eltern. Heute wei� ich, dass dies ein Zug vieler Kranker ist.

Zu Besuch kamen zu uns h�ufig �rzte und Apotheker, allen imponierte es, wenn ich 4j�hrig  sagte "ich werd` Hausarzt". Es war ein sehns�chtig erstrebtes Ziel.

 

1955 Entspannungstechniken zur Problembew�ltigung unerl�sslich

Auf Veranlassung meines Vaters lernte ich mit 12 Jahren Yoga, autogenes Training und Hypnose.

Die Eltern beherrschten sie auch. Sie besuchten zweimal im Jahr ausw�rtige �rztekongresse, auf denen ich dann in die Kurse ging. Es brauchte etwa drei Jahre bis ich es im Schlaf beherrschte. Dies war das Geheimnis, wie ich alle Nervenbelastungen bis zum heutigen Tag locker bew�ltige. Auch meinen Kindern und allen Praxishilfen habe ich das gezeigt. Niemand hat es ernstlich ge�bt. Heute vertrauen alle auf �Valium�. Arbeit ist jedem zu m�hselig.

Im Krankenhaus Schwabing lehrte ich im gro�en �bungssaal f�r Schwangerengymnastik Chef�rzte, �rzte, Schwestern und Patienten freiwillig au�erhalb der Dienstzeit das Autogene Training. Viele �rztekontakte stammen von damals. Sp�ter lernten alle Patienten diese Entspannung. Einmal war eine Patientin, die pl�tzlich st�ndige lebensbedrohliche Asthmaanf�lle nach ihrer 14. Bauchoperation hatte, in der Gruppe. Gemeinsam mit ihrem Freund hatte sie in einer einsamen Bergh�tte bei Kreuth Yoga in h�chster Vollendung gemacht. Zuletzt wollten sie gemeinsam Harakiri machen als h�chste Joga-Stufe. Als sie zweifelnd ins Tal ging schlitzte sich ihr Freund alleine den Bauch auf. Sie fand ihn tot. Auf den Schock reagierte sie mit vielen Krankheiten. Spontane Fragen der Mitpatienten beantwortete sie erregt mit dem Satz: "Yoga ist eine Religion, die nichts in diesem Land zu suchen hat." Die Patientin wurde durch autogenes Training geheilt.  

 

1955 Tiere lehren Verhaltenstherapie

Da es 40 Mio Jahre l�nger Katzen auf der Erde gibt, kann man vieles von ihnen lernen, wie man erfolgreich durch das Leben geht:

viel schlafen und danach sich fest dehnen, das letzte St�ck im Teller liegen lassen, auch wenn es besonders gut schmeckt, gleichrangige und andere M�tter immer als Feind betrachten, immer m�glichst viel lieben und Kinder kriegen, m�glichst viel Hautkontakt und gegenseitiges Abschlecken auch vom gleichen Geschlecht, keine Gelegenheit zum Genie�en auslassen, bis ins hohe Alter m�glichst viel spielen, Kinder haben durch ihren Leichsinn eine hohe Sterblichkeit, ebenso M�nnchen, wenn sie nicht kastriert sind. Junge Katzen werden im Alter von 3 Monaten von den Eltern in die Fremde gejagt - andernfalls gehen die Eltern. Katzen hassen Pop-Musik und lieben leise klassische Musik (wie alle Tiere). Meine etwa 4o Katzen im Leben haben mich das t�glich gelehrt, weswegen die letzten hier mit aufgef�hrt werden sollen.

Mittelalterliche Katzen haben stets einige eitrige Z�hne. Wenn man will, dass sie noch ein Jahrzehnt l�nger leben, muss man alle Z�hne ziehen und die Nahrung einweichen.

Durch positive Anregungen war Max seit der Kindheit von dem Beruf des Tierarztes begeistert. Unz�hlige Tiere begleiteten seinen Lebensweg. Neben V�geln, Igeln und Katzen waren Schafe am eindrucksvollsten. Eines Tages rief seine Frau in der Klinik an und sagte, dass alle Schafe mit schweren Vergiftungserscheinungen sterbend im Garten liegen, nachdem sie aus ihrem Gehege ausgebrochen waren und die Blumen um das Haus herum unbemerkt gefressen hatten. Max eilte heim. Aus einer gro�en Spritze spritzte er ihnen eine Kohlesuspension ins Maul. W�hrend vorher laufend aus dem After w�ssriger Stuhl floss, kam nach wenigen Minuten Kohlestuhl und der Durchfall h�rte sofort auf. Sie tranken dann viel Wasser und waren am n�chsten Tag wieder fit.

Diese und �hnliche Erfahrungen sprachen sich bei Tier�rzten rasch herum. Die Universit�ts-Tierklinik rief schon seit Jahren bei Vergiftungsf�llen von Tieren bei Max an. Viele Massenvergiftungen bei Pferden, K�hen und Schweinen waren erfolgreich behandelt worden.

W�hrend Katzen das ganze Leben begleiteten begann die Massentierhaltung in den 90er Jahren in Kreta. Zweimal sechs Wochen wurde dort am Umweltgifte- Buch geschrieben. Besonders im Fr�hjahr, als noch keine Urlauber dort waren, aber auch im Sp�therbst scharte sich ein Heer junger und schmusiger Katzen um den konzentrierten Schreiber, der unabl�ssig schrieb und f�tterte, die S�ulen eines Katzenlebens.

Nebenbei wurden die Vorteile einer giftfreien medizinischen Versorgung genossen wie Warmbad gegen Fl�he und fachgerechte Ern�hrung gegen W�rmer. Die Existenzk�mpfe verschwanden unter der reichhaltigen Ern�hrung. Durch ein sauberes Katzenklo aus frischem Meersand in Obststeigen waren sie auch nachts stets um mich herum. In sechs Wochen wuchsen sie stark ans Herz. So war es logisch, da� nach dem letzten Kreta-Aufenthalt nach acht Wochen die beiden Lieblinge mitgenommen wurden. Da die 90j�hrige Mutter mit zwei gebrochenen und operierten H�ften im eigenen Mammuthaus zum Pflegefall zu werden drohte, war kein weiteres "Kreta" mehr geplant.

Lisa war eine fast verhungerte kretische Katze, die in der Mittagsglut in der Altstadt von Paleochora etwa in der dritten Lebenswoche auf die Hose kletterte und mich nicht mehr verlie�. Ich nahm sie in die Hand und ging in ein Cafe, da alle Gesch�fte Mittagspause hatten. Dort bat ich um eine Scheibe Schinken, das sie gierig fra� ebenso wie den angebotenen Schluck Milch. Der Kaffeehausbesitzer und viele Passanten, die den "gspinnerten" Professor aus Deutschland kannten, gaben der kleinen Katze keine �berlebenschance. Zudem waren die Einheimischen gewohnt, so kleine Katzen stets umzubringen. Ein Hochp�ppeln galt als falsch. Ein Katzenleben ist dort nichts wert. So wie wir unsere Kinder abtreiben, so werden dort fast alle jungen Katzen get�tet. Die Umstellung auf normales Futter f�hrte zu einem heftigen Dauerdurchfall, der so heftig war, dass ein �berleben des Katzenjungen unm�glich schien. Der Kampf dauerte drei Wochen. Erst als ein zweites junges K�tzchen dazu kam, das "Lisa" liebte, war der Kampf gewonnen. "B�rli", ein etwa gleichaltriger Siamkater  stammte aus einem Wurf aus dem Dorf von der Boutiquebesitzerin. Diese wollte ihn nicht hergeben, da er "eine ganz besondere Katze" sei. Ich hatte mich unsterblich in ihn verliebt. Er schlief nachts in ihrem Bett an ihrem Hals, tags�ber tollte er im Laden, am Nachmittag schlief er im Laden in den weichen Schals. T�glich ging ich hin und bettelte um ihn bis ich ihn endlich bekam. Schon auf dem Heimweg verdrehte er allen Passanten den Kopf. Ein Neidischer rief: "Halt, der geh�rt zur Boutique". Auf die Antwort, ich h�tte ihn geschenkt bekommen: "Aus Kreta darf man keine Katzen ausf�hren. Siam B�rli entz�ckte durch sein erhabenes Selbstbewusstsein alle. Er passte prima zu mir. Wir liebten uns von der ersten Stunde. Der Apotheker verkaufte "seinem Doktor", der ihm bei allen Fragen bereitwillig geholfen hatte "zwei ausgef�llte Impfp�sse". Mit der aus Deutschland bereits mitgebrachten Katzentasche kamen beide kretischen Katzen nach M�nchen. So wie er in Kreta mit seinen ca. 12 cm Gr��e knurrend in Angriffshaltung die Stra�enkatzen von seinem Futtertrog vertrieben hatte, so verschaffte er sich in M�nchen schon als Winzling Respekt von den Menschen und verlangte immer das beste Futter f�r sich. Seine Lisa schleckte ihn fortw�hrend und verw�hnte ihn unabl�ssig. Er liebte dunkelroten Samt und schlief nachts nur am Hals seiner Bezugspersonen.

M�hsam versuchte er tagelang mit Lisa im Stiegenhaus Kinder zu zeugen. "Der trifft nie" kommentierten Besucher die Bem�hungen. Aber es klappte. Lisa gebar im M�rz 1999 drei s��e K�tzchen, die alle verschenkt wurden. Eines bekam Christianes Schwester auf ihrem Reiterhof, zwei mein Sohn Peter in der Etagenwohnung. Wegen Umzug und Renovierung holte er sie erst nach vier Monaten. Wir hatten uns schon zu sehr aneinander gew�hnt: P�nktchen und Anton hatten mein Herz erobert und genossen mit ihren Eltern die Freiheit im Garten. Die Trennung war f�r alle f�rchterlich: Ich heulte 14 Tage, ebenso Lisa, die laut miauend alles absuchte. Die abgegebenen Katzen machten Randale in der Mietwohnung.

 

Stammbaum

6/97 von Kreta Lisa + B�rli (zog 1/00 zur Nachbarin Sachs)

3/98  P�nktchen + Toni ( Sohn Peter bis6/06)

3/99 Zebra, Hearty :  4/00   Schnecki

7/99 Wutzi, Blacki  :  5/00  Sascha,  Sara,  Struppi,   Laura

5/0 Fuchsi,    Cleo    

Ich hoffte st�ndig, dass sie wieder gebracht w�rden. Aber sie wurden von Sohn und Schwiegertochter sehr geliebt. Ich durfte auch mein Wort nicht brechen, da sie gleich nach dem Wurf versprochen wurden. Da bohrte sich eine Sturheit in mein Herz, nie mehr Katzenkinder herzuschenken. Im M�rz 1999 kam der n�chste Wurf: Zebra, eine bildh�bsche, liebensw�rdige getigerte Katze und Hearty eine wei�e, gro�e, klobige Katze mit einem Herz auf dem Fell. Daraufhin brachten wir ein Schild am Eingang an: "Vorsicht, beherzte Katze".

Im Juli 1999 folgte der dritte Wurf von der schon sehr genervten Lisa mit ihrem B�rli. Jetzt kam eine kohlenrabenschwarze, scheue Katze Blacki und eine wei�e Katze mit schwarzer Kappe, 2 schwarzen Flecken seitlich und am Schwanz. Siam�hnlich war seine Psyche: freundlich, schmusig und anh�nglich.

Lisa und B�rli wurden nun in der Universit�ts-Tierklinik sterilisiert.

Im April 2000 warf Zebra mit Hearty einen "Inzucht-Wurf" mit 4 Kranken: zwei starben sofort mit Spina bifida und H�ftmissbildung, der dritte war sehr krank. Er hatte ein zu kleines Gehirn wohl durch eine Zyste, die zur Spina bifida geh�rt und einen Unterzucker, der bei Hunger eine sofortige Nahrungszufuhr erforderlich machte. Diese extrem anh�ngliche, egoistische und schwer kranke Katze machte mehr Arbeit als die �brigen Katzen zusammen. Tag und Nacht war er in meinem Arm, fett und anh�nglich und �beraus z�rtlich. Wir liebten uns wahnsinnig und verga�en alles um uns. Die Tierklinik meinte, er werde nicht alt. In der Natur w�re er schon l�ngst tot. Durch seine Ataxie war er sehr unbeholfen  wie ein MS-Kranker Amalgamgesch�digter.

Ein Jahr alt lief er rollig an einem hei�en Sonntag weg und starb sicher im Unterzucker. Noch nach zwei Jahren werden vor seinen vielen Fotos noch viele Tr�nen vergossen. Kranke Kinder wachsen so tief in das Herz der Eltern. Das kann nur derjenige verstehen, der es erlebt hat.

Die abg�ttische Liebe zu Katzen kann nur derjenige verstehen, der es erlebt hat. Beim Schreiben dieser Zeilen kommen pl�tzlich drei Weibchen unserer 12 Katzen zum Schreiber mit feuchten Augen und setzen sich schnurrend mitten auf das Manuskript - w�hrend zum Gestreicheltwerden stets die M�nnchen als erste kommen. Tiere sind feinf�hlig, wenn man mit ihnen tolerant und sensibel umgeht.

"Katzen brauchen einen Sklaven, Hunde brauchen einen Herrn".

Als Rentner lebe ich allein mit 12 Katzen, w�hrend ich im Stress Hunde oft mehr sch�tzte.

Im Mai warf unsere scheue Blacki nach Kopulation mit Wutzi 5 Kleine: Sascha, ein Halbsiam wie der Gro�vater B�rli mit einer liebensw�rdigen, stets vermittelnden Psyche. Sara, seine kleine Siam-Schwester, hellgrau mit dunklen Ohren und Nase. Beide sind von Anfang an ein liebendes Paar. Struppi, eine schwarze Katze mit wei�en Ringen um die Augen wurde anfangs "Professor" genannt, erwies sich aber als sehr scheu wie die Mama, ebenso Laura, eine schwarze Katze mit wei�en Pfoten und einem seidenweichen Fell.

Lina, schwarzgefleckt wurde einen Tag vor Weihnachten �berfahren.

Blacki versteckte alle Kinder stets im Keller und zog von einem Versteck zum anderen.

 

1956 Psychoenergetikum Klassische Musik

Vater, der nur sehr selten Geige oder Klavier spielte, hatte Unterricht beim ersten Konzertmeister in der Oper. Vater wollte Geiger werden, sein Vater empfahl ihm jedoch "Chirurg zu werden". Zu diesem  Konzertmeister, Herrn Rosenbeck, wurde ich nun auch geschickt.

Der liebe alte Herr, der nie ein M�dchen kannte, plauderte flei�ig mit mir, bis Evi List zum Unterricht kam, die  16j�hrige Tochter des Direktors der M�nchner Oper. Nun plauderten alle drei. Zuletzt wurde eine Melodie von beiden Sch�lern gespielt. Ohne �ben blieb es lange Zeit dieselbe Melodie - ein leichtes St�ck von Liszt. Evi sang im Kinderchor und ich war immer in der Oper, wenn sie sang; bis dreimal in der Woche. Bei "Meistersinger von N�rnberg" hatte sie lange Rollen. So war ich damals mehr als 15 Mal in dieser siebenst�ndigen Oper.

Auch in der Er�ffnungsvorstellung des neu aufgebauten Nationaltheaters nach dem Krieg, regelm��ig als �Theaterarzt� und regelm��ig seit meiner Berentung bin ich mindestens zweimal w�chentlich in der Oper.

Die Eltern freuten sich ganz besonders �ber ihren geplanten Opernbesuch.

War es doch so, dass fr�her stets, wenn die herausgeputzte Familie die Haust�re verschloss, um zur Oper zu fahren, ein wohlbekannter Nachbar aufgeregt herbeist�rmte, seine Frau verblute. Mit steter Regelm��igkeit hatte er mit einer Stricknadel der auf dem K�chentisch liegenden Frau die Geb�rmutter zur Abtreibung angestochen, und abends (der "Oper Freitag") kam es zur heftigen Blutung. Die notwendige Krankenhauseinweisung durfte damals nur ein Arzt durchf�hren. Also blieb die ganze Familie zu Hause und schimpfte �ber "die Patienten".

K�he geben viel mehr Milch, wenn Mozart im Kuhstall pl�tschert, viel weniger bei Pop-Musik. Der Ideenreichtum, der einen �berf�llt, wenn man in der klassischen Oper sitzt, ist unvorstellbar. Viele erkennen dies heutzutage neu. Nicht umsonst ist  Anna Netrebko � mein Idol � heute an dritter Stelle in den Charts. Mit frenetischem Beifall hatte ich 2003 ihren Erstauftritt in der M�nchner Oper bei Traviata beklatscht � wissend, dass nun endlich eine junge, h�bsche S�ngerin dem jungen Publikum die Kraft der klassischen Musik her�berbringt.

Seit 35 Jahren schrieb ich in der Oper die kniffeligsten toxikologischen Probleme, bei denen neue Ideen gefordert waren, wie BSE, Mobilfunk und Gifte im Alltag so wie hunderte Erg�nzungslieferungen des Lexikons �Toxikologische Enzyklop�die�.

Mein �Stammplatz� in der Galerie direkt an der B�hne erlaubt mein Papierrascheln.

 

1957 Depressive Mitsch�ler in Lampenabteilung geschickt

Nach einem schwierigen Lampenkauf bemerkte ich, dass ich die folgenden Tage viel fr�hlicher war. Depressive lehrte ich, wie man mit diesem Problem umgeht:

  1. Autogenes Training erlernen
  2. Schlafentzug
  3. Ausdauertraining
  4. Teekanne Johanniskraut abends
  5. und ich schickte sie f�r 20 Minuten in die nahe gelegene Lampenabteilung eines gro�en Kaufhauses vor meiner Praxis.

Wenn ich einen gro�en Frust hatte, ging ich mittags zwischen den Sprechzeiten auch dorthin.

  1. Sp�ter wusste ich, dass Amalgam stets hierf�r die Ursache ist und empfahl, an einer ge�ffneten DMPS-Ampulle 6x zu schn�ffeln (heute DMSA).

In Deutschland starben 2005 durch Selbstmord doppelt so viele Menschen (10 260) wie bei Verkehrsunf�llen (5 361).

Jede Depression birgt ein Selbstmord-Risiko, daher sollte man sie sofort anpacken und alles dagegen unternehmen.

 

1957 Chemie die Mutter der Innovationen

Vom Gro�vater gab es zahlreiche  Chemikalien, vom Schwarzpulver �ber gelben Phosphor, Kaliumpermanganat bis zum Salpeter, Bunsenbrenner und viele Reagenzgl�ser.

Alles eignete sich f�r Knallexperimente. Blaukrautso�e als Indikator und vieles mehr sammelte sich in einem Labork�stchen in Vaters Praxis. Beim Chemieh�ndler der Universit�t, Viktor von Scheffel, konnte man f�r Pfennige manches erwerben. Es wurde die ganze Chemie durcherprobt.

Ein stiller Mitsch�ler, der Klassenprimus Reiserer, Sohn des BASF Personalchefs, erz�hlte, er tr�ume, einen besseren Raketentreibstoff zu entwickeln als Wernher von Braun. Er sammelte vom Truppen�bungsplatz der Amerikaner in M�nchen Freimann Blindg�nger- Raketengeschosse.

Die wollte er mit einer neuen Mischung f�llen. Eines Tages wollte er das herausgekratzte Pulver haben, das in einer Blechdose, auf dem Fensterbrett seines Bubenzimmers in der Morawitzkystra�e 1 gegen�ber unserem Gymnasium, in der hei�en Sonne stand.

Da sich die Dose nicht �ffnen lie�, nahm er einen Schraubenzieher.

Dabei explodierte die Dose. Durch den f�rchterlichen Knall flog die Zimmerwand in den Garten, die Haust�r ins Stiegenhaus und der Freund war mit Splittern �bers�t. Zum Gl�ck f�hrte ein Splitter im Auge nicht zu Sehst�rungen und die Splitter in der Brust verheilten folgenlos. Am Anfang wusste man jedoch lange nicht, ob er �berlebt.

F�r mich war deprimierend, dass kein behandelnder Arzt wusste, welche Gesundheitsgefahren durch die verbrennenden Chemikalien zu erwarten waren. Alle waren hilflos.

Etwas ahnten meine Eltern und daraufhin wurde die gesamte Chemieausr�stung in Kisten verpackt in den Keller gestellt und jede  T�tigkeit verboten. Mein Sohn Michael erbte sie und arbeitete h�chst gewissenhaft damit. Die Weltraumrakete hatten ja andere schon gebaut.

 

1957 Zahn�rzte haben mutwillig meine Gesundheit zerst�rt

In meiner fr�hen Jugend haben Zahn�rzte unter dem Vorwand der freundschaftlichen Hilfe meine Gesundheit zerst�rt.

Im 14.Lebensjahr verpasste mir der Chef der Uni-Zahnklinik- Orthop�die, Prof. A., eine unn�tige Spange, da meine Schneidez�hne 1,5mm auseinander standen. Da sie sehr wehtat, trug ich sie nie, ebenso das Nachtgebiss, bei dem man zu ersticken drohte. Es waren die ersten untauglichen Versuche, aber meine Eltern zahlten alles privat, da wir nicht versichert waren.

Dann schlug er vor, dass sein Sohn, ein Anf�nger der Zahnmedizin,   wegen zwei kleiner L�cher in den Backenz�hnen alle 16 (!) Z�hne mit Gold �berkront, �dann m�sste ich nie wieder zum Zahnarzt�. So sollte sein Sohn etwas lernen, da im Studium f�r das Riesenheer von Studenten keine Patienten sich als Opfer zur Verf�gung stellten. Die Ausf�hrung war kostenlos, nur f�r das Gold musste 50 DM bezahlt werden. Besonders die ersten Kronen waren untauglich, entz�ndeten wegen �berstandes das Zahnfleisch, waren viel zu hoch und mussten unz�hlige Male erneuert werden. Zwei fielen immer wieder heraus, zuletzt wurden sie mit dem �neuesten Kleber� eingeklebt. Nach dem Abnehmen der Krone stellte ich fest, es war AMALGAM � als �Kleber f�r Gold�! (nat�rlich lies ich sie sofort beim Bemerken ziehen, die restlichen danach).

Danach begann f�r mich ein f�nfzigj�hriges Martyrium. Mit jeder neuen Krone nahmen Migr�neanf�lle stetig zu. Dann wurde ich zittrig, anfangs nur bei Belastung, sp�ter auch in Ruhe � bis zum heutigen Tag. Von einem bed�chtigen, ruhigen Jugendlichen wurde ich immer agiler, unternehmungslustiger und flei�iger. Das Gymnasium wurde zu meiner �Nebenbesch�ftigung�, Hobbys und lernen f�r das Medizinstudium f�llten meinen ganzen Tag. W�hrend einer schweren infekti�sen Gelbsucht ans Bett gefesselt, unternahm ich meine Namensforschung. Zun�chst sah alles sehr positiv aus. Die Wesensver�nderung wurde bewundert. Dann wurde das Zittern l�stig. Da ich keinen Alkohol trank, konnte es das Volk nicht einordnen. Meine Eltern und die �rztin Tante hatten es auch leicht, also war es �vererbt�. Mit 17 fertigte und bewertete ich in der Praxis meines Vaters EKG. Eines Tages schrieb ich mir eines, weil ich kurzatmig wurde und Herzrhythmusst�rungen hatte. Eine starke ST-Hebung erinnerte mich an einen Herzinfarkt. Mit der Kurve ging ich zu meinem EKG � Lehrer, der es als typische akute Herzmuskelentz�ndung durch einen Eiterzahn beurteilte. Seit Monaten hatte ich klopfende Schmerzen unter dem Auge. Bei Druck auf den oberen Backenzahn wurden sie unertr�glich. Die Blutsenkung war hoch.

Sofort ging wieder in die Uni Zahnklinik zu Prof.A. Er r�ntgte und �sah nichts�. Ich verlangte, er solle diesen Zahn ziehen, da ich mir sicher war, er ist der Verursacher meiner Myokarditis. Er meinte, �man zieht keine Z�hne�. Ich verlangte es entschieden.

Nach dem Ziehen schmeckte und stank alles nach Eiter, die Wurzel war angefressen. Jetzt sah er es auch ein. Meine Tante, die Zahn�rztin, bezeichnete es als �Pfusch�, wie die Krone von Prof.A`s Sohn gemacht,  hinten klaffte und eine Karies sich nach oben entwickeln konnte.

Die Myokarditis heilte ohne Antibiotika folgenlos aus.

1981 meinte mein Zahnarzt-Nachbar meiner Kassenarztpraxis in M�nchen, ich m�sse diese Zahnl�cke unbedingt �berkronen, damit sich das Gebiss nicht zu sehr verschiebe. Ungern stimmte ich zu, verlangte eine reine Keramik. Da sein Zuschleifen der Nachbarz�hne zu schlecht war, ging nur eine Gold-Keramik. Aber statt Gold hat er das billigere Palladium einarbeiten lassen.

Dieser Pfusch tr�gt mir bis an mein Lebensende wahnsinnige Rheumaschmerzen ein. Da ich keine Medikamente schlucke, werde ich jeden Tag stark an die pfuschenden Zahn�rzte erinnert und grantig.

Als ich 1991 in den USA auf dem Amalgam-Weltkongress meinen Vortrag hielt, kamen viele Zahn�rzte auf mich zu. Ich hatte berichtet, dass ich unter einer schweren Goldvergiftung mit Gold- und Palladium-Allergie leide. Im Kaugummitest hatte ich 400�g/l Gold, ein einmalig hoher Wert. Ein Hom�opath brachte mir gegen die akute starke Migr�ne spontan hom�opathische Goldtropfen. Ich schluckte 15 davon. Daraufhin kam es zum Aufflackern der Gold-Allergie. Wegen Schwindel und Schw�che musste ich auf die anschlie�end geplante 8 t�gige Tour verzichten und mit meiner Tochter, der Dolmetscherin sofort den R�ckflug antreten.

Zuhause wurden sofort alle Metalle entfernt, obige Z�hne gezogen und kurz darauf alle Z�hne gezogen. Die Migr�ne bildete sich rasch zur�ck, es blieben heftigste rheumatische Gelenkschmerzen.

Stolz kann ich verk�nden, dass ich nie mehr Zahnschmerzen haben, nie mehr Zahnarzt-Pfusch erleben werde und nie mehr eine Zahnarztpraxis (f�r mich) betrete.

Andererseits ist klar, dass Urteile eines einzigen Zahnarztes bez�glich teuerer Alternativen von mehreren Seiten gr�ndlich abgekl�rt werden m�ssen, man sich das verwendete Material unbedingt schriftlich best�tigen lassen muss und sich nie auf das gesprochene Wort verl�sst.

Im Zweifel ist der Verzicht auf Z�hne besser als aufgeschw�tztes allergisierendes Material im Mund (Kopf).

  

1958 Wir stammen alle von Bauern ab

Krank von einer hepatitishaltigen Fischsemmel von der Auer Dult studierte ich die Ahnenforschung des m�tterlichen Gro�vaters. Weit reichte sie zur�ck. Vom Vater gab es nichts. Daraufhin beschloss ich, zu kl�ren, warum sie bei Mutter nicht weiter zur�ck ginge und Vater sollte auch seine Vorfahren erfahren. Mit einer alten Schreibmaschine schrieb ich einen der Briefe des Gro�vaters mehrere hunderte Male schnell ab und fragte ein Jahr lang die zust�ndigen  Pfarrer: "Sehr geehrter Herr Hochwohlgeboren...". Geduldig unterschrieb Vater alles, was in seinem Namen versandt wurde. Auch bezahlte er hunderte von Urkunden, die daraufhin kamen. So entstand ein weit gef�chertes Gebilde, das zum Teil bis ins 15. Jahrhundert zur�ckreichte. Im Drei�igj�hrigen Krieg wurden alle Kirchenb�cher zerst�rt. Der Umfang der Arbeit entspricht einer Doktorarbeit. Ich lernte dabei, ein Lexikon aus tausenden Details anzulegen. �ber 7.000 Namen wurden dokumentiert.  Sp�ter kamen die Ahnen der Ehefrau dazu. Den Familiennamen " G�nshirt " fand man seit Jahrzehnten sehr l�cherlich. Der Gro�vater Wilhelm lie� ihn daher in seiner Jugend �ndern in die einzig erlaubte L�sung mit "ae". Als Kinder litten wir sehr unter den H�nseleien in der Schule und auf der Strasse mit "G�nsehirt, Schweinehirt usw.. Meine Eltern konnten sich die Geb�hren einer �nderung nicht leisten, da sie damals gesetzlich einen hohen Prozentsatz des Verm�gens und Einkommens gekostet h�tte. Nur f�r Studenten war es kostenlos. Mein Vater wollte eine �nderung in den M�dchennamen seiner Mutter "Betz". Damals gab es im Telefonbuch in M�nchen f�nf "Max Betz" und zehn andere "Betz". Man h�tte alle damals schriftlich um Erlaubnis bitten m�ssen. Daraufhin erg�nzte ich die vom Gro�vater begonnene Ahnenforschung. Das Ergebnis war, dass die Ahnen der Mutter - beginnend 1604 mit dem Schmied Hans in Schlicht in der Oberpfalz, ab 1719 Lehrer - viel vollst�ndiger zu erfassen waren als die des Vaters. Mein Bruder Walter und ich beschlossen, den M�dchennamen der Mutter zu �bernehmen. Der Vater erteilte jedoch nicht die daf�r notwendige Unterschrift. Daher konnten wir erst mit Vollj�hrigkeit, die damals erst mit dem 21.Lebensjahr erfolgte, die �nderung durchf�hren. Bruder Walter hat sie daher ein Jahr fr�her erhalten. Stolz  trug ich bis zum Verschlei� den F�hrerschein mit mir, in dem "Gaenshirt amtlich in Daunderer" ge�ndert war.

Dabei lernte ich als 17�hriger Ordnung halten und systematisch zu arbeiten, der Voraussetzung f�r das Schreiben des riesigen Toxikologischen Lexikons.

 

 

1959 Jeder Vergiftete wird psychisch krank

Diesen Lehrsatz meines Vaters, einem damaligen Psychosomatiker und Hom�opathen h�rte ich oft.

Mein Vater wollte eigentlich Chirurg werden, bis zu einem Schl�sselerlebnis. Sein Chefarzt verlangte von ihm, dass er einem jungen, minderbegabten M�dchen, die im 6.Monat schwanger war und sich auf ihr Kind freute, eine Abtreibung gegen ihren Willen machen sollte und sie dabei sterilisieren sollte.

Es war wie ein Befehl im dritten Reich, das Leben galt als nicht lebenswert. Da das M�dchen flehentlich um sein Kind bat, lehnte mein Vater den Eingriff ab. Sein Chef Leebsche - ein Sauerbruch-Sch�ler - entlie� daraufhin meinen Vater 1939 fristlos. Der n�chste Arzt machte den Eingriff. Mein Vater sollte ein Disziplinarverfahren wegen Versto� gegen das �rztegesetz erhalten. Dazwischen kam der Krieg. Als Fliegerarzt bem�hte er sich viel um die Zivilbev�lkerung  in Russland bis 1942, dann in Sardinien und S�dfrankreich. Unter der Folter der Franzosen bei der Gefangennahme h�rte er vom amerikanischen Rot- Kreuz- General, dass die USA daf�r sorgen werden, dass nie mehr ein Deutscher ein Gewehr in die Hand nehmen muss. Dies wurde zum Leitspruch meines Vaters. Es gefiel ihm sehr gut. Er wurde wieder gefoltert, als er als Lagerarzt in altdeutscher Schrift "Hunger�deme" auf die vielen Leichenschauscheine schrieb, die ans Rote Kreuz gingen. Nach einer Inspektion des Lagers durch das Rote Kreuz wurde das Essen gerecht verteilt und pl�tzlich starben keine Gefangenen mehr durch Hunger - jedoch wurden viele zerfetzt durch die Minen, die sie suchen und unsch�dlich machen mussten. Nach Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft 1947 bem�hte er sich intensiv um die psychischen Beschwerden seiner Patienten. Er beobachtete, dass diejenigen viel nerv�ser waren, die an vielbefahrenen Stra�en oder in Pressspanverkleideten Zimmern lebten. Dann kam "Omca, die Pille f�r die Psyche" und "Valium, zur Beruhigung der Nerven" auf. Jeder Hausarzt verschrieb allen Patienten "ihre Nervenpille". Vom Rheuma, bis zum Asthma, von der Schlafst�rung bis zum Zittern, jeder erhielt dieselbe Pille und immer mehr. Eine "Sprechstunde" bestand eigentlich nur in der Befragung, welches Medikament man heute verschrieben haben wollten. Der Arzt bekam - gleich, was er machte - eine Scheinpauschale im Vierteljahr von 5.-DM. Das muss man wissen, wenn man h�rt, dass manche Patienten eine Stunde und l�nger im Sprechzimmer sich ausredeten oder ausweinten.

Immer mehr Patienten kamen mit seelischen Problemen, die langen Wartezeiten vertrieben die akut Erkrankten aus der Praxis. Der Vater wurde durch die pausenlosen Gespr�che immer nerv�ser und strapazierte sich.

Sein Psychiater - Kollege machte nur EEG und verschrieb Valium, die "abgeschobenen" Patienten kamen wieder unzufrieden zur�ck.

Eines Tages erz�hlte mir mein Vater: "Ich glaube, es war der gr��te Fehler der Medizin, allen Kranken Psychopharmaka zu geben, anstelle auf ihre Probleme einzugehen. Wer einmal Psychopharmaka bekam, kommt nicht mehr davon los - wie beim Rauchen. Reden unter Psychopharmaka bringt nichts mehr. Absetzen tut sie auch keiner".

Noch 1977, als ich einen gro�en Vortrag in Neuburg an der Donau hielt und sagte, dass man wegen der Suchtgefahr m�glichst kein Valium u.a. verschreiben sollte, wurde ich von Hunderten Land�rzten niedergebr�llt, die riefen, dass "es jeder braucht und ich als Universit�tstheoretiker den Mund halten sollte". Ich musste damals den Vortrag abbrechen.

Da er es gelernt hatte, machte er anfangs bei Privaten manchmal eine hom�opathische Anamnese. Er sagte, dies kann bis zu 8 Stunden dauern. Wenn er gut war, fand er ein Mittel in einer Potenz und wenn alles stimmte, wurde der Kranke gesund. Sp�ter musste er viel hetzen und f�hlte sich selbst sehr krank, sodass er keine Zeit und Kraft mehr hatte f�r eine klassische Hom�opathie. Je besser die Leute verdienten, desto ungeduldiger waren sie in der Arztpraxis.

Hinzu kam das Gef�hl, dass nur etwas half, wof�r die Krankenkasse viel bezahlen musste - quasi als Strafe f�r die eigene Krankheit.

Wir Kinder halfen in der Praxis aus. Ab meinem 6.Lebensjahr bediente ich mit sonorer Stimme das Telefon und entschied aufgrund meiner Erfahrungen am Mittagstisch f�r wen Vater oder Mutter da waren oder nicht. Ab dem 10.Lebensjahr �ffnete ich au�erhalb der Sprechzeiten die T�re und f�hrte dieselben Entscheidungen weiter.

Ab dem 14.Lebensjahr erlernte ich bei Kursen EKG anzulegen und auszuwerten. Vater kaufte damals als erster niedergelassener Arzt ein mobiles EKG von Siemens. Vater war dar�ber sehr froh und fast alle Patienten mit einer "Herzneurose", also vermeintlich eingebildete Kranke, hatten schwere organische Ver�nderungen wie Schenkelbl�cke, Herzrhythmusst�rungen, T-Ver�nderungen und andere Durchblutungsbedingte Organsch�den. Der Vater eines 14 j�hrigen Nachbarm�dchens, das ich wegen ihrer Reifr�cke sehr verehrte war bei Allianz in der Beschwerdeabteilung und regte sich sehr auf und klagte �ber dauernde Herzschmerzen. Man fand auch im EKG nie etwas. Als meine Eltern gerade fort waren, l�utete er  ganz zaghaft und ging leise und vorsichtig zur T�re herein, nicht klagsam. Sofort wusste ich, das ist was Besonderes. Ich schrieb ihm eigenm�chtig mit 15 Jahren ein EKG. Dort fand ich einen schweren akuten Herzinfarkt. Damals bekamen nur �rzte ein Klinikbett von der Bettenzentrale. Wie gewohnt rief ich unter dem Namen meines Vaters an, bekam es sofort und mit Blaulicht kam der Kranke in die beste Klinik. Er �berlebte und war mir sehr dankbar, da ihm jeder sagte, was f�r ein Riesengl�ck er hatte, denn es war ein riesiger Infarkt. Das erh�hte meinen Ruf in  der Gegend ungemein. Zum Vater kamen daraufhin viele Herzkranke.

Daraufhin wertete ich auch f�r die Tante und andere �rzte das EKG aus. Ab dem 18.Lebensjahr f�hrte mein Bruder Laboruntersuchungen am Photometer durch und wollte Kardiologe werden. Die Ausbildung dazu schloss er aber nicht ab.

 

 

 

 

1959 Ein gesundes Kind ist froh

Diesen Satz h�rte ich von meiner Mutter, einer  Kinder�rztin, sehr oft.

Meine Mutter war als Assistentin der Haunerschen Kinderklinik der Universit�tspoliklinik unter Prof. Pfaundler, sp�ter als Chef�rztin der Lachner Kinderklinik und einer Kinderarztpraxis mit 2400 Krankenscheinen und 2600 Privaten pro Jahr in M�nchen-Giesing rege interessiert an allen Dingen, die die Lebensplanung betrafen.

Ihre Doktorarbeit hatte sie in Rechtsmedizin �ber die T�tung Schwangerer gemacht. Sie hatte eine ungeheuere Liebe zu kleinen S�uglingen. Sie wollte unbedingt das Geheimnis ergr�nden, warum scheinbar gesunde S�uglinge pl�tzlich starben. F�rchterlich waren f�r sie die Erinnerungen an schwerkranke S�uglinge, die gesund wurden, man rief ihre Mutter an, morgen fr�h kann das gesunde Kind abgeholt werden und da empfing die Mutter eine Ordensschwester mit der Hiobsbotschaft:" Heute fr�h wurde ihr Kleines von den Engerln geholt". Aus unerkl�rlichen Gr�nden lag der S�ugling pl�tzlich tot im Klinikbett. Bei der Leichener�ffnung wurde nichts gefunden.

Erst in unserer Zeit haben Rechtsmediziner als Ursache gefunden, dass die M�tter hohe Amalgamkonzentrationen hatten und das Gehirn der Neugeborenen dies nicht vertrug, so dass sie im Schlaf pl�tzlich nicht mehr atmeten, eine so genannte Schlafapnoe.

Meine Mutter lehrte mich, darauf zu achten, dass es nicht so wichtig ist, wie viele Spurenelemente oder Vitamine in den K�rper hinein kommen durch Nahrung, sondern wieviele dem K�rper unmerklich geraubt werden durch Gifte. Sie verteufelte den Versuch, neue Medikamente am Menschen auszuprobieren, da man die eigentlichen Sch�den erst im Alter erkennen k�nne.

 

1959 Gold f�r die Reichen, Amalgam f�r die Dummen unsozial

An diesem Lehrsatz der Zahnmedizin scheiterte das  Zahnmedizinstudium meiner Tante, die auch in dem �u�erst soziale eingestellten haus aufgewachsen war.

Da Vater lange Zeit als Lagerarzt in franz�sischer Kriegsgefangenschaft in Tunesien war, wohnte die Schwester meiner Mutter bei uns. Sie hatte 1923 mit dem Zahnmedizinstudium begonnen. Sie verlebte sich in ihren Lehrer. Vertraulich warnte er:" Amalgam ist f�r uns �rzte sehr gef�hrlich, nur Arme und Dumme bekommen es, Reiche bekommen Gold". Dieses Unrecht verkraftete sie nicht. Trotz ihres ausgepr�gten handwerklichen Geschicks und einer umfangreichen zahn�rztlichen modernen Ausr�stung von ihrem Vater wechselte sie zur Humanmedizin und wurde Ober�rztin in der Kinderklinik unter meiner Mutter und sp�ter erfolgreiche �rztin u.a. auch am M�nchner Waisenhaus. Ihre damaligen Kenntnisse �ber die Gef�hrlichkeit von Amalgam w�rden noch heute jeden Zahnarzt zum einsamen Experten erheben.


1960 Massenvergiftung auf Rezept  - die Elterndiskussion �ber Contergan

Beim Essen wurde zuhause nur �ber Patienten geredet. Vieles blieb in bleibender Erinnerung. Hier nur ein Beispiel. Vater berichtete, dass eine junge Frau von ihm immer Contergan verschrieben haben will, von dem er jetzt gelesen habe, dass es wom�glich f�r Missbildungen bei Neugeborenen verantwortlich sei.

Die �rztekammer habe aber w�tend dagegen geschrieben, dass der Arzt Lenz ein eindeutig widerlegter Wichtigtuer sei. Meine Mutter konterte daraufhin: "Solange der geringste Verdacht besteht, dass etwas Missbildungen macht, darf es auf gar keinen Fall verschrieben werden".

Der Vater sp�ter: "Als ich es ihr verweigerte, ging sie zum Kollegen, der es ihr weiter verschreibt. Jetzt habe ich wieder eine Patientin verloren". Die wochenlange Diskussion ging weiter: "Der Klinikarzt muss das tun, was der Chefarzt verlangt, der Kassenarzt muss das tun, was die Kassen�rztliche Vereinigung vorschreibt, nur der Privatarzt ist frei."

Nach einem Jahr wurde Contergan vom Markt genommen. Erst danach erfuhren die �rzte von den Tausenden ungl�cklichen Kindern ohne Arme oder Beine und, da� der Kinderarzt Lenz l�ngst ausf�hrlichste Beweise seiner Untersuchungen vorgelegt hatte, die nur von der Herstellerfirma Gr�nenthal mit Erfolg lange juristisch verz�gert wurden. Dumm standen dann die �rzte da, die lange ihrer �rztevereinigung geglaubt hatten.

Mein Vater hatte danach die Faustregel zu tausenden neuen Pr�paraten, die jedes Jahr ungepr�ft auf den Markt kamen: "Erst wenn ein Mittel zwei Jahre auf dem Markt ist, dann versuche ich es bei meinen Patienten". Dies ersparte ihm sp�ter vielen �rger und etwa die H�lfte der neuen "Superschlager" gab es nach dieser Zeit gar nicht mehr.

 

1960 Pharmaindustrie f�rdert die willenlosen �rzte

Die Flut an �rztemustern f�r die beiden Praxen war unvorstellbar. Die Vertreter brachten bis 100 oder mehr Packungen ihrer neuen Pr�parate. Am Tag kamen bis zu 10 Vertreter. Da stets viele Patienten da  waren, lie�en sie meist wortlos von vielen verschiedenen Pr�paraten (bis zu 8) viele Muster da.

Vater war zu allen Vertretern sehr freundlich. Ich h�rte oft, wie er sagte, das sei sehr gut und er verschreibe es gerne. Dann warf er es in den M�ll. Zwar bekamen viele Patienten �rztemuster, aber viele lehnten es auch ab, da sie wollten, dass ihre Krankenkasse daf�r bezahlt. Max richtete Vater eine Kammer ein f�r �rztemuster mit Schuhschachteln in Regalen nach Gruppen geordnet. Vater ordnete an, dass alle neu entwickelten Arzneien zwei Jahre warten m�ssten, bis er sie erstmals bei Patienten versuchte. Da in dieser Zeit sehr h�ufig �ble Nebenwirkungen bei den neuesten Mitteln bekannt wurden, musste er gut die H�lfte nie einsetzen. Ich hatte die Aufgabe, die veralteten und gef�hrlichen Arzneimittel auszusondern. Schon mit 12 Jahren kannte Max, wie seine Freunde  ihre Automarken, die Arzneimittelgruppen. Vater war sehr ungl�cklich, dass eigentlich alle Patienten mit dem Wunsch nach einem schnell wirkenden und m�glichst teuerem Arzneimittel kamen. Warten, Naturmittel, Hausmittel oder Billiges war sehr verp�nt. Wirkungslose Arbid Schnupfen-Tropfen wurden pro Tag bis zu 10 Mal verlangt.

 

1960 Lehre, warum die Mutter an allem Schuld sein soll

Vater und Mutter waren der Ansicht, dass jeder, der ein guter Arzt werden wollte eine gute Ausbildung in der Psychoanalyse haben sollte - etwas, was ihnen in den 30er Jahren v�llig fehlte.

Damals gab es nur "organische Krankheiten" - bei psychischen St�rungen waren es angeborene ( Hitler: "minderwertiges Erbgut" ) oder durch Virusinfektionen erworbene Hirnst�rungen. Freud hielten sie f�r einen Sexisten, aber der modifizierte Umgang mit der Erkennung und verhaltenstherapeutischen Beseitigung von psychischen Auff�lligkeit schien Ihnen in den 60er, dem ersten massiven Auftreten von psychischen St�rungen durch Umweltgifte dringend erforderlich. Sie arbeiteten zum Teil erfolgreich mit dem Leiter der psychotherapeutischen Gesellschaft, Dr. Fleischer in M�nchen zusammen, der auch die Bef�higung f�r eine Lehranalyse hatte. Diese  kostete etwa das Zehnfache eines gesamten Medizinstudiums. Damals zahlten Krankenkassen daf�r auch nichts. �rzte waren ohnehin nie krankenversichert. Das Geld zahlten meine Eltern gerne. Sie hielten es zum Aufarbeiten der vielen Nachkriegsprobleme f�r sehr wichtig:

Kleinkinder, die oft in der Nacht schrieen und weinten: "ich h�re wieder die Sirenen, m�ssen wir wieder in den Luftschutzkeller, brennt dann unser Haus ab?", dann das extreme Hungern der Stadtkinder nach dem Krieg, der Vater 4 Jahre vermisst und danach aus der Kriegsgefangenschaft als Fremder zur�ckgekehrt, dann der Wiederaufbau bei dem die Kinder bei der vielen Arbeit oft st�rten.

Der Ausblick vielen Gesch�digten helfen zu k�nnen, lie� mir den Aufwand gerechtfertigt erscheinen. Aber schon zu Beginn traten Streitfragen auf, deren Kl�rung offen blieb. Der Therapeut glaubte, dass nur eine privat mit 200.- DM (1963) bezahlte Analysestunde erfolgreich sei und eine Kassen�bernahme zum Scheitern f�hre, ich glaubte, dass gerade arme Kassenpatienten am meisten profitieren w�rden.

Die Familien- und Eigenanalyse verlief gut. Dramatisch wurde der Verlauf, als der Therapeut seine eigenen Vorstellungen mir aufzwingen wollte. Anfangs reagierte ich mit Selbstmordgedanken, nach jeder Stunde wollte ich mir das Leben nehmen. Dann ging ich nur noch einmal im Monat dorthin. Zu Ende ging die fruchtlose Diskutiererei, als er mir 20 j�hrigen vorwarf, dass ich zuwenig Distanz zu den Mitmenschen habe. Er s��e mit seiner Frau - ebenfalls eine erfolgreiche Psychotherapeutin - abends im Riesen - Wohnzimmer 5 Meter (!) voneinander entfernt im Lehnst�hlen und diskutiere mit ihr. Ich erkl�rte dass ich am liebsten mit meiner Freundin eng umschlungen k�ssend und h�ndchenhaltend im Auto �ber sch�ne Sachen schw�rme und, dass ich schnell meine Mitmenschen f�r sympathisch empfinde und jedem helfen m�chte. Wie eine Platte mit Sprung kam er monoton immer auf dieses Thema zu sprechen und wollte einfach nicht glauben, dass ein 20 J�hriger anders leben kann als ein frustrierter 55 J�hriger. Ich erkl�rte unter Protest, dass ich die Psychoanalyse als den gr��ten Betrug der Medizin im 19. Jahrhundert empfinde und ging nicht mehr hin.

 

1961 Nur, wer schwer krank war, sch�tzt Leben und Medizin

Viele Krankheiten konnten nur durch die Medizinkunst der Eltern und sp�ter der eigenen erfolgreich �berwunden werden.

Gleich nach meiner Geburt, auf einer Bahnfahrt nach Bodenmais, in Landshut, wurde das schw�chliche, kranke M�xchen vom Lehrer im Schulzimmer notgetauft. Nach vielen Kinderkrankheiten riss die Mutter, als Chef�rztin einer M�nchner Kinderklinik bei einem Erstickungsanfall das tote Kind zur Wiederbelebung aus dem Bett. Es ging gut.

Im 5. Lebensjahr ging ich bei meinem ersten Schwimmbadbesuch unerlaubt ans Schwimmerbecken w�hrend sich die Eltern sonnten.

Auf bemoosten Stufen glitt ich aus und fiel ins Wasser. Unter Wasser sah ich eine dicke Frau vor sich, streckte die Arme und "schrie laut". Der anschlie�ende Todeskampf war lang. Zuf�llig fand der Bruder mich Leblosen mit Kopf nach unten im Wasser liegend. Er lief zum Vater, dieser fischte mich heraus, lie� das Wasser herauslaufen, mich bei den Beinen haltend und holte mich wieder zum Leben zur�ck.

Etwa mit 14 blieb das Herz wieder stehen, als ich als Radiobastler zum besseren Empfang die Antenne in den Mund nahm, die Erdung in die Hand und mit der anderen Hand versehentlich die Steckdose ber�hrte. Durch den hellen Schrei in der Nacht alarmiert, st�rzten die Eltern herein und halfen.

Die zweite Diphtherie war mit 7 Jahren einem rheumatischen Fieber gefolgt, das mich wegen der damals wirkungslosen Antibiotika mehrere Monate ins Bett zwang. Vom mageren wurde Max nun zum fetten Kind.

Die endlose Kette mit eitrigen Anginen (bis zu 80 Krankheitstage im Schuljahr) wurde mit einer dritten Diphtherie gekr�nt.

Jetzt kamen die Mandeln heraus und Jahre v�lliger Gesundheit folgten.

Dann legte Prof. Ascher in der M�nchner Zahnklinik trotz eines ausf�hrlichen Verbots der Eltern heimlich als Unterf�llung unter die Goldkrone eines Backenzahnes und in einen freistehenden Weisheitszahn Amalgam. Zusammen mit zahlreichen Goldkronen begann damit eine Mundgalvanik sowie Zittern und Migr�ne. Sp�ter war der Blut-Allergietest der Lymphozyten auf organisches Quecksilber und Gold positiv.

Mit 18 st�rzte ich beim Reiten kopf�ber bei Schlo� Elmau vom Haflinger auf eine Felsplatte. Das Pferd war im Galopp gestolpert und gest�rzt. Der mitreitende Bruder meinte damals: das h�rte sich an als ob jemand mit einem Pr�gel auf Holz schl�gt. Damit begann die Kopfschmerzperiode. 1975 bei extrem starken Kopfschmerzen diagnostizierte man erstmals vom Reitunfall Bandscheibenvorf�lle der Halswirbels�ule. Es trat eine Migr�ne mit Sehst�rungen hinzu.

Bei einem schweren Migr�neanfall kam es zu einem Herd im Kernspin im Bereich der Schl�fe, der sich wieder zur�ckbildete.

Die Migr�ne trat immer in der Erholungsphase auf, am Wochenende, sp�ter jeden Morgen um 4��bis 6�� Uhr, die Anf�ngliche konnte man noch mit Arbeit vertreiben, die Morgendliche zwang zum Umdisponieren. Prof. Brandt, der Ordinarius f�r Neurologie der Universit�tsklinik Gro�hadern in M�nchen meinte 1991 dazu tr�stlich: "Herr Daunderer, ich garantiere Ihnen, Sie leben noch 5 Jahre".

Anfangs fanden Chefarzt Gadomski und seine erfahrene Masseurin Hesse den Schl�ssel zur L�sung mit einer sanften Massage. Mit dieser und Halskrause verschwanden die heftigsten Schmerzen. Wenn der Kopf nachts richtig gelagert wurde, traten keine Anf�lle mehr auf. Nachundnach wurden von Tapparo alle Z�hne gezogen, die diskret auf Eiter sa�en,  die Verspannung der Halsmuskulatur verschwand dadurch.

Unter unauff�lligen Z�hnen waren �ble Eiterherde, die vorher auf Neuraltherapie (Anspritzen mit Bet�ubung) Reaktionen der zugeh�rigen Muskulatur gezeigt hatten. Hierdurch entstanden Spezialkenntnisse der Herdforschung, die zusammen mit toxikologischen Untersuchungen zur Kenntnis der Giftherde f�hrten.

Nachdem die Masseurin in Rente ging �bernahm der Wasserstrahl im Warmbad zwischen den Bergen im Trimini alle 14 Tage diese heilende Funktion.


1962 Bodechtel sagte: Jedes Gift macht psychisch krank

Der Vater sagte immer: "Die Umweltchemie macht alle psychisch krank, was zu Asthma, Herzinfarkten, Rheuma und Krebs f�hrt."

Prof. Bodechtel, der Lehrstuhlinhaber f�r Innere Medizin in M�nchen pr�zisierte: "Jedes Gift macht psychisch krank." Beide Eltern gingen immer, wenn sie konnten nach ihrer jeweiligen Ausbildung in die Vorlesung von Bodechtel.

Auch meine sp�tere Frau ging mit mir in diese Vorlesungen � au�erhalb unserer Pflichtzeiten.

Gleich nach dem Abitur schickte mich mein Vater zum Famulieren zu Prof. Bodechtel, dem Lehrstuhlinhaber in Innerer Medizin und dem Urvater der Neurologie auf seine Station. Auf eindrucksvollen Visiten mit 30 �rzten lernte ich Kerns�tze wie:

        "Jede Nervenerkrankung hat m�glicherweise Gifte als Ursache, nur sind wir oft zu schlecht, diese zu erkennen"

        "Jedes Gift macht psychisch krank"

         "Die Anzahl meiner t�dlichen Fehldiagnosen misst derzeit eine Legion" (1000 Mann, der Verfasser)

         "Amyotrophe Lateralsklerose und Multiple Sklerose sind immer Quecksilberfolgen".

        �Der K�rper hat nur eine Krankheit�

Oft lachten seine Assistenten ungl�ubig. Heute wei� ich warum, keiner seiner Sch�ler  geschweige alle heutigen Neurologen befassen sich nur im entfernteren mit der Krankheitsursache.

In allen heutigen Lehrb�chern steht "Ursache unbekannt".

Liebevoll ging Bodechtel mit seinen Patienten um. Dabei entstand in mir die tiefe Sehnsucht, mich mit den Ursachen von Nervensch�den und Krebs zu befassen. Ich wollte helfen, die Medizin menschenfreundlich zu gestalten.

  

1962  Nur wenige �rzte k�nnen viel                              

Ich litt sehr unter dem Pfusch der konsultierten �rzte:

        der Schularzt im Max-Gymnasium, ein bekannter Kinderkardiologe diagnostizierte nur beim Abh�ren eine Herzmuskelentz�ndung und verbot die Teilnahme am Turnunterricht. Ich wurde immer dicker.

     Nat�rlich war alles Unsinn, aber die Angst verfolgte noch lange die Familie.

        der Chefarzt der HNO-Klinik im Krankenhaus M�nchen-Schwabing schnitt bei der Mandelentfernung mit dem S�gemesser aus Versehen das Z�pfchen fast weg, was lebensl�nglich zum leichten Verschlucken f�hrte; au�erdem verletzte er mit einem tiefen Schnitt den ganzen Gaumen, was danach viel weher tat als die ganze Mandelentfernung,

        der Chefarzt der Orthop�dischen Klinik diagnostizierte bei Knieschmerzen einen Morbus Schlatter, d.h. die Kniescheiben w�ren nicht richtig angelegt. Drei�ig Jahre lang waren die Knie dick geschwollen und sehr schmerzhaft. Zum Rheinunfall von Sandoz reiste ich mit zwei Kr�cken und st�rksten Knieschmerzen an. Stets tat dabei der dritte  Zahn unten weh. Nach einer Bet�ubungsspritze dort ("Herdtherapie"), waren die Knie minutenlang vor Schmerzen unbeweglich, dann verschwanden die Schmerzen f�r Tage v�llig. Nach dem Ziehen aller Z�hne waren s�mtliche Schmerzen wie weggeblasen, alle Schwellungen blieben aus,

        der Zahnarzt im Krankenhaus M�nchen-Schwabing bohrte versehentlich im rechten oberen Backenzahn zu tief, weil er �ber einen interessanten Fall berichten wollte. Daraufhin setzte er ohne zu fragen eine adrenalinhaltige Bet�ubungsspritze zur Wurzelt�tung. Dabei erlitt ich einen allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit. Sp�ter t�tete er dann die Wurzel ohne Bet�ubung, ich machte mir vorher stets eine Hypnose.

Einige Jahre sp�ter hielt ich einen EKG-Kurs vor Studenten und entdeckte dabei bei mir eine Herzmuskelentz�ndung, die von Kardiologen best�tigt wurde. Auf der Suche nach der Ursache fand sich dieser tote Zahn. Der konsultierte Chef der Zahnklinik hielt ihn nach dem R�ntgen f�r v�llig unauff�llig. Max verlangte jedoch das Ziehen. Daraufhin entleerte sich �bler Eiter, der im Labor best�tigt  wurde. Die Herzerkrankung verschwand sofort wieder.

        der Nachbar, Zahnarzt Dr.Kern, redete mir ein, dass der fehlende Zahn 6 rechts oben unbedingt �berbr�ckt werden m�sse, um das Kiefer nicht schief werden zu lassen. Er setzte eine teure Palladium-Keramik ein und sofort  traten erhebliche Schmerzen im rechten Nacken ein und verschlechterten die Symptomatik der Bandscheibensymptome am Hals,

        der Chefarzt Ascher der Zahnklinik in M�nchen lie� seinen Sohn an mir kostenlos das Goldkronenlegen �ben. So erhielt ich 16 riesige Goldkronen (�auf Krone gebohrt�).. Daraufhin  entwickelte sich  eine Goldallergie mit Zungenbrennen, st�ndiger Unruhe  und  Getriebenheit und Kopfschmerzen. Jeder befragte Hautarzt meinte, eine Allergie auf Gold g�be es nicht. Im Kaugummitest lag der Abrieb von Gold bei 400 �g/l. Eine hom�opathische Zufuhr von Gold verschlechterte die Allergie auf Gold dramatisch. 1995 wurde bekannt, dass Gold bei der gesunden Ratte Autoimmunkrankheiten ausl�st. Max hatte Autoimmunteste auf Rheuma stark positiv. Alles verschwand auf die Entfernung von Gold unter Dreifachschutz und Ausfr�sen des Kieferknochens nach Ziehen aller Z�hne,

        alle w�hrend des Lebens konsultierten Neurologen (Max Planck Institut Prof. Strian, Dr. Feike u.a.) diagnostizierten eine gef�hrliche "Migr�ne accompagn�e" mit einer L�hmung des rechten Armes bei fehlender Kreuzung der Hirnnerven auf der gleichen Seite wie der Migr�neherd im EEG oder Kernspin. Nicht sie, sondern "der Patient selbst" erkannte als Ursache der vor�bergehenden L�hmungen den Bandscheibenvorfall am Hals, der zugleich mit der Migr�ne auftrat,

        der Chefarzt der neurologischen Universit�tsklinik, Prof. Brandt, fand nach einer station�ren Durchuntersuchung als Ursache eines qu�lenden Drehschwindels, der immer  dann auftrat, wenn ich mich links ins Bett legte, eine "�berarbeitung durch B�cherschreiben, Praxis  und Vortr�ge". Es erfolgte auch eine Vorstellung beim Psychiater, der eher hilflos wirkte. Zuhause das Ergebnis �berdenkend kramte ich ein altes R�ntgenbild mit Bandscheibenvorfall am Hals heraus, lie� ein neues Kernspin beim Nachbarn anfertigen und fand eine Einengung der Halsschlagader bei der Linkslage. Eine  richtige Lagerung im Bett und fachgerechte Massagen beseitigten den Schwindel v�llig.

        der Zahnarzt, der alle Herdsanierungen durchf�hrte, Dr.Tapparo, empfahl statt die beherdeten Z�hne zu ziehen, mit Hard-Laser die Wurzeln zur Durchblutung anzuregen. Dies hatte nur den Effekt, dass alle Zahnwurzeln massiv eitrig wurden und jahrelang nach dem Z�hneziehen noch eitrig blieben. Sein Kommentar war: "Max, wenn du deine Z�hne ziehen l�sst, machst du den gr��ten Fehler deines Lebens. Sofort l�sst du dir dann Implantate von mir setzen". Alles war Quatsch: nur das Z�hneziehen brachte eine wesentliche Gesundheitsverbesserung, an Implantate war bei einer Metallallergie ohnehin nie zu denken.

        das qu�lende Jucken eines Hodens wurde von Dermatologen zun�chst als Pilz abgetan, Pilzsalben halfen nichts, jedoch Cortison. Ich entdeckte selbst, dass er eine Allergie auf seine Latexmatratze hatte. Nach Austausch der Matratze in eine Vertr�gliche, war die Allergie an dem einen Hoden, der bei der Seitenlage zuunterst lag, sofort verschwunden.

Nicht umsonst sagte mein Vater: "Es gibt in ganz Deutschland nur eine Handvoll �rzte, die ihr Fach k�nnen. Wenn du Medizin studierst, musst du ganz gut sein, schlechte �rzte gibt es l�ngst genug! Wenn du als Kranker �berleben willst, musst du dir selbst helfen k�nnen."

 


1963 Ohne Flei� kein Preis

Staatsexamen und Promotion waren in M�nchen. Bei der Doktorarbeit 1977 verglich Max bei allen Tausenden in der Weltliteratur ver�ffentlichten F�llen des weiblichen Unterleibskrebses das Auftreten der verschiedenen Ausbildungsgrade. Er fand dabei, dass der Krebs von der Entstehung, die man dort an der diskreten Ver�nderung der Zellen erkennen kann, �ber das Auftreten der ersten b�sartigen Zellen bis zum schweren sich �berall einsiedelnden Krebs 30 Jahre ben�tigt. Jedes der Stadien braucht etwa 7 Jahre. Diese Latenzzeit fand sich dann bei allen Chemikalien, die in geringen Mengen auf den Organismus einwirken, den Umweltgiften, wieder. Dies war der Anlass, den Satz von Paracelsus (Die Dosis macht das Gift) f�r Umweltgifte zu verfeinern:

Dosis = Konzentration mal Zeit.

Vater meinte "heute sehe ich mindestens einmal in der Woche Hautver�nderungen". Daher sollte ich unbedingt in die Universit�ts-Hautklinik gehen. Da man dort nur dann in der Ambulanz  arbeiten darf, wenn man mindestens ein halbes Jahr auf der Station arbeitete, arbeitete ich dort unbezahlt und ging nur in die Ambulanz. Braun-Falco, Bandmann und viele andere zeigten hunderte interessante F�lle mit Nachweis. Am wichtigsten war das Erlernen des Allergietestes auf der Haut. H�chstens vier Substanzen wurden 124 Tage aufgeklebt, da man sagte, nur das schont den Patienten  und bringt Ergebnisse. Sp�ter zahlten die Kassen nur noch einen Bruchteil, daf�r 80 Teste auf einmal. Daher wurden jedes Mal 80 Teste aufgeklebt. Da man diese Tortur nicht lange aush�lt, wurde das Pflaster am n�chsten Tag wieder abgerissen. Allerdings fand man auch fast keine Allergien mehr.

Daher haben die Haut�rzte eine gro�e Mitschuld, dass heute jedes dritte Kind unter schweren Allergien leidet und sich niemand um die Ursache k�mmert.

Dann kam Max in die Chirurgie ins Josefinum. Infolge einer zittrigen Hand kam ich zum An�sthesisten, der die Narkose lehrte. Viel Arbeit in zwei Operationss�len zwang, dass jeder allein arbeitete. Narkose und erfolgreiche Wiederbelebung lernte Max rasch. In der Haunerschen Kinderklinik in der Chirurgie hatte ich die Erfahrungen mit S�uglingen und Kleinkindern sammeln k�nnen. Dann folgte die Stelle in Innerer Medizin. Chefarzt Prof. Bauer war unser Nachbar. Er hatte das Ahnenbild von Koch f�r seine 200 Jahres-Festschrift des Schwabinger-Krankenhauses als Bild des ersten Chefarztes ben�tigt. Er bekam es zu sp�t. Trotzdem blieb er wohlwollend. Als er h�rte, dass Max Intubation und Wiederbelebung beherrsche, gab er ihm den Auftrag zur Einrichtung der ersten Intensivstation, die Max zur Behandlung von Vergifteten einrichtete, trotz heftiger Diskussionen �ber "Schl�ucherlschieber" und "Vergiftete wollen sterben" und jugendlichen "Schlafmittelvergifteten geh�rt der Hintern versohlt".

Kurz darauf wurde 1971 der erste Notarztwagen der Feuerwehr bereitgestellt, in dessen Kernteam Max mitarbeitete. F�r Vergiftungen hing Max Privatnummer am Funk f�r unbekannte Notf�lle.

Vater sagte immer, dass ein Arzt zun�chst ein R�ntgenbild lesen sollte, ehe er den Befund liest. Dadurch erwarb ich mir schon zuhause fundierte R�ntgenkenntnisse. Am Ende der internistischen Ausbildung arbeitete ich ein halbes Jahr nur auf der gro�en  R�ntgenabteilung, sodass ich die Zulassung zum  R�ntgen bekam. Damals wurde noch die Auswertung des Kieferpanoramas gelehrt und alle �rzte kannten Eiterherde, die nat�rlich vor einer Cortisonbehandlung oder Zytostatikabehandlung entfernt werden mussten, da sonst der gesamte Kiefer vereitert. Durch ein Dekret der Zahn�rzte wurde dies v�llig unterbunden. Kein Arzt schert sich heute um diese Diagnostik. Auch Heilpraktiker d�rfen keine Herddiagnostik im Zahnbereich durchf�hren.

 

1963 Chinesische Akupunktur direkt von der Quelle

Prof.Dr.Albert Schretzenmayr, der Vater meiner Freundin Evi II., hatte in China die erste Medizinische Universit�t aufgebaut und erz�hlte mir von der Akupunktur im chinesischen Alltag, wie sie Sch�ler anwandten und sich riesig �ber die immer sofort funktionierende Alternative Aspirin freuten. Dies war der Anlass daf�r, mich selbst zu belesen und sie bei mir auszuprobieren. Sp�ter hatte ich alle Akupunktur-B�cher in Zeitschriften beschrieben und noch in der Klinik ab 1970 erfolgreich angewandt.

Auch erz�hlte er mir von dem chinesischen Quecksilber-Gegengift DMSA, das ich erst im Jahre 2006 nachbauen lie�.

 

1968 Lewin sagt Jedes Gift macht krank

Durch die "Weltgeschichte der "Gifte" und das Lehrbuch "Toxikologie" entdeckte ich Louis Lewin (1850-1929). Dieser hatte in Berlin als prominenten Patienten den Direktor der Max-Planck-Gesellschaft, den Chemieordinarius Stock. Er hatte sich im Labor eine schwerste chronische Quecksilbervergiftung mit Zittern und hochgradiger Verbl�dung zugezogen. Lewin erkl�rte ihm, wenn er gesund werden will, muss  er sein Amalgam entfernen lassen und darf kein Gold bekommen. Er gab ihm Gegengifte. Stock wurde gesund, geistig frisch und sehr alt. Von 1919 bis 1945 schrieb er zahllose Artikel �ber das "Verbrechen an der Menschheit mit Amalgam".

Lewin hatte jung mit seinen Lehrern  gebrochen, arbeitete sehr viel, schrieb drei Lehrb�cher und j�hrlich 5 Ver�ffentlichungen. Als klinischer Toxikologe durfte er in der Universit�t nicht lesen, er mietete sich einen eigenen H�rsaal, den er mit seinen Ver�ffentlichungen finanzierte. Seine Familie meinte, er h�tte keine H�rsaalgenehmigungen erhalten, weil er gl�ubiger Jude war.

Lewin ist der Urvater der Umweltmedizin und des Drogenentzugs, mit den Worten: "Wer da sagt, dass ihm Gift nichts anhaben kann, der irrt sich". Seine Aktivit�ten konzentrierten sich auf den Arbeitsschutz des Chemiearbeiters. Ausspr�che wie obiger garantierten dem h�chstqualifizierten Wissenschaftler schon vor 100 Jahren, noch ehe die chemische Industrie in Deutschland das gro�e Sagen hatte, dass er keine Lehrbefugnis an der Universit�t bekam. Solche Gedanken und Denker sollten nicht Schule machen.

Auch im Drogenbereich r�umte er mit der M�r von ungef�hrlicher Substitution auf, die nach 100  Jahren mit Methadon gerade wieder ihre Bl�te erlebt: er korrigierte den kokains�chtigen Freud, man k�nne die Kokainsucht mit Morphin heilen, und betonte die beiden unterschiedlichen Abh�ngigkeitstypen.

In allen Bereichen eckte er naturgem�� mit den chemiefanatischen Oberschichten an, die in keinem Falle die Wahrheit h�ren wollten. Im Gegenteil wurde damals von �rzten Zigarettenrauchen als Medizin bei allen m�glichen St�rungen Kindern verschrieben- trotz der unerh�rten Warnungen von Lewin.

Vom Schicksal Lewins konnte ich lernen:

- klinische Toxikologiekenntnisse werden von niemand gerne gesehen

- Aufstiegschancen f�r klinische Toxikologen gibt es keinesfalls

- ein klinischer Toxikologe ist von jedermann verhasst

- au�er betroffenen Patienten und gelegentlich Gerichten sch�tzt niemand die Meinung eines klinischen Toxikologen. 

Das Berufsbild eines klinischen Toxikologen au�erhalb der Chemieindustrie und ihrer Tochterinstitute passt nicht nach Deutschland- in die Wiege der Chemieverharmloser.

Das Schicksal des Deutschen besteht unweigerlich darin, in seinem Chemiefanatismus elend zugrunde zu gehen- die gl�hende Zigarette in der Hand. Lewin lehrt uns, dass dieser Beruf in Deutschland keine Zukunft hat. Trotz aller dieser Vorkenntnisse und Vorurteile ist dieser Beruf der sch�nste, interessanteste und einflusstr�chtigste, den ich mir vorstellen kann.

Wie sch�n und abwechslungsreich dieser Beruf f�r jemand ist, der sehr viel wei� und Mut hat, ahnt man erst, wenn man �rzte erlebt hat, die im Sprechzimmer nur einen Schreibtisch haben und ausschlie�lich davon leben, jedem Kranken eine Krankmeldung mitzugeben. Lewin starb zum Gl�ck vor dem "Dritten Reich".

Ansonsten w�re er sicher als Industrieskeptiker so wie seine Frau und seine T�chter im KZ umgekommen. Das Hitlerdenken bestimmt allerdings heute noch die gesamte Medizin mit Vertrauens�rzten, Kassen�rztlichen Zwangsvereinigungen und Heilpraktikern - die in der Welt einmalige Erfindung Hitlers anstelle von gut ausgebildeten Medizinern. Nach Hitler:� Der gute Deutsche ist gesund, wenn nicht, soll er auf eigene Kosten zu ignoranten Quacksalbern gehen.�

Lewin war mein Vorbild als klinischer Toxikologe.

 

1969 Krebskranken Giftmeidung und Sanierung empfohlen

Seit meiner Doktorarbeit 1969 �ber die Krebsentstehung hatte ich stets allen Krebskranken empfohlen, alle bekannten Karzinogenen �ngstlich zu meiden.

Herdsanierung:

Seit man wei�, dass Eiter unter den Z�hnen einen Krebs verursachen kann, habe ich auch empfohlen, jeden Eiter unter den Z�hnen so fr�h wie m�glich zu entfernen, um Krebs zu verhindern und dies nat�rlich bei schon erkanntem Krebs erst Recht. Da die Krebsentstehung in der Regel 30 Jahre braucht, darf man nicht erst dann handeln, wenn die Krebserkrankung schwarz auf wei� steht.

 

1969 Anlaufstelle f�r Schwervergiftete gegr�ndet

Prof. Dr. Jakob Bauer, der Chefarzt des damals gr��ten Krankenhauses in Deutschland mit 4000 Betten, musste erstmalig eine Intensivstation f�r sein riesiges st�dtisches Krankenhaus mit 4000 Betten einrichten und betreiben. Als ich mich Jahre vorher bei Ihm vorstellte (er wohnte drei H�user neben uns in der Kunigundenstra�e in Schwabing), klagte er mir, dass keiner seiner Assistenten dazu Lust und Kenntnisse hatte, keiner konnte intubieren, Venenzug�nge legen oder Notfall-Ekg befunden. Der menschenscheue und spr�de Arzt kam mit mir gut ins Gespr�ch, da er h�rte, dass in meinem Zimmer das Bild des ersten Chefs seines Hauses vor 150 Jahren hing, unseres Vorfahren Dr.Koch. Er war begeistert, als er h�rte, dass ich seit 6 Jahren f�r meinen Vater Ekgs machte und auswertete und in der An�sthesie intubieren und Venenzug�nge lernen wollte. Er bot mir die Planung und Einrichtung der Intensivstation an. Sofort sagte ich zu und begann noch vor der �rztlichen Approbation als Medizinalassistent dort.

Die Einrichtung der Intensivstation war nicht leicht. Zwar hatten Firmen teure und nutzlose Ger�te dem Chef aufgeschwatzt, wie ein 24-Stunden-Speicher f�r zwei Ekgs, mit denen man nach einem Todesfall r�ckwirkend das Ekg ausdrucken lassen konnte. H�tte ich noch keinen "Dr." gehabt, w�ren die ersten 60 F�lle daf�r geeignet gewesen. Man erkannte die Sauerstoffmangelzeichen fr�h.

Aber die wichtigsten Dinge wie Intubationstuben wurden von der Verwaltung abgelehnt zu kaufen. Verzweifelt kam ich aus dem Zimmer des Verwaltungsleiters Stiller nach Ablehnung meiner Bitte, da lief ich der An�sthesie-Oberschwester in die Arme. Sie bat mich, eine handvoll kaputter alter Tuben von den Stationen zu bringen.

Sie nahm diese, zog an den Aufblasschl�uchen, riss sie ab und machte jeden Tubus kaputt. Dann schickte sie mich damit erneut zum Verwaltungschef. "Na also", sagte dieser. Reparaturen sind der Haushalt B und daf�r haben wir immer Geld, w�hrend Neuanschaffungen der Haushalt A sind, das muss ein Jahr vorher angemeldet werden. Das war also die Schwierigkeit der "Neueinrichtung einer Intensivstation". Mit diesem und �hnlichen Tricks bekam ich in der damaligen Sparzeit alles zusammen.

Durch meinen Giftnotruf rund um die Uhr wurde die Intensivstation 16c rasch zur TOX-Schwabing, die alle schweren Vergiftungen aufnahm. Regelm��ige w�chentliche Fortbildungen f�r das gesamte Personal durch mich fanden so rege Teilnahme, dass sie sp�ter im H�rsaal oder in der Bibliothek durchgef�hrt werden mussten. Der Chef wollte dies nicht, da er seine Ruhe bis zur nahen Pensionierung haben wollte, aber er redete auch nicht dazwischen.

Unser Notarztwagen, den ich h�ufig fuhr, wurde im weiten Umkreis zu Vergiftungen geschickt und galt bei der Feuerwehr als "TOX-NA".

In der Freizeit richtete ich ein TOX-Labor ein und am Tag nach der Fortbildung, an der ich die Er�ffnung verk�ndete standen �ber 30(!) Infusionsflaschen vor der Labort�re - meist ohne Name, nur die Station und als Frage "Gift?". Nat�rlich war dies sinnlos und h�tte mich mindestens vier Wochen lang besch�ftigt. Sofort schloss ich daraufhin wieder das Labor und lernte daraus, dass trotz einer Fortbildung �ber klinische Toxikologie das Verst�ndnis der Mediziner f�r dieses Fach gleich Null ist - ein Umstand, der heute drei�ig Jahre sp�ter  identisch herrscht. Jeder leidet unter Vergiftungen, keiner ist jedoch bereit, dar�ber etwas zu lernen.

Aber dies war der Anfang, w�chentlich ein Merkblatt �ber Vergiftungen zu schreiben, das an alle verteilt wurde.

 

1970 Viel Neues erk�mpft

Alle Chefs stie�en sich anfangs meist  daran, dass ich Neues einf�hrte: Prof. Bauer ha�te bei dem jungen "Schl�ucherlschieber" die Intensiv Technik. Er verbot ausdr�cklich eine Intubation und K�nstliche Niere �ber die damals einzig m�gliche Bauchwandsp�lung. Als Max dies doch von Ober�rzten durchf�hren lie�, forderte er ihn vor die Intensivstation, packte ihn am Kittel und sch�ttelte ihn heftig: "Hier bin ich der Chef, das lasse ich nicht zu." Max: "Dann wollen sie das junge M�dchen sterben lassen". Sie starb. Ich ging von der Klinik und suchte eine neue Stelle. Nach 14 Tagen Stellensuche: "Ach arbeiten Sie mal bei einem anderen, anerkannten Chef" und vielen Abfuhren ging ich zu meinem alten Oberarzt Br�uninger. Der sagte: "Auch der Chef ist seither nicht mehr da. Geh schleunigst auf deine Intensivstation, arbeite weiter und halte deinen Mund."

1971 holte ich aus freien St�cken den Klinischen Pharmakologen der Universit�t, Prof.Kampfmeyer, zu Visiten auf meine Station und fragte ihn bei jedem Patienten, wie sich die meist zugleich vom alten Stationsarzt angeordneten Medikamente untereinander vertrugen. Er hatte so starke Bedenken wegen den Interaktionen, dass zuletzt h�chsten 3, maximal 4 Einzelpr�parate �brig blieben. In den Klinikbesprechungen berichtete ich �ber unsere gr��ten Fehler. Als Nebeneffekt sanken die Medikamentenkosten um 60%. Wenn dies heute irgendwo nachgemacht w�rde, h�tte die mit Sicherheit dramatische Einsparungseffekte bei den Arzneimittelkosten und sicher eine wesentliche Reduzierung der heute allj�hrlich mindestens 17 000 Arzneimittel �Toten.

Nach Bauer's Pensionierung kam Begemann. Er verlangte eine Zusage, keine Drogenabh�ngigen auf seiner Abteilung zu behandeln. Sie liefen daraufhin - wie zuvor auch - als Leberkranke, Magenkranke, usw. Trotzdem machte ihn der Ruf der Abteilung als "Toxikologie "  dann stolz. Das Taschenbuch �ber Vergiftungen erschien, der Notarztwagen lief, alle Vergiftungen des gro�en Hauses wurden auf seiner Intensivstation behandelt. Da empfahl er mir: Nehmen Sie auf ihrer Station doch 15 Drogenabh�ngige statt nur 2 zum Entzug auf. Auf meine Ablehnung (Fixermilieu, Schwesternprobleme) meinte er: "Dann sind Sie halt doch unf�hig". Er nahm zwei Patientinnen auf seiner Privatstation auf, doch als sie von dort Apothekeneinbr�che unternahmen und festgenommen wurden, war er sehr ern�chtert.

- Als ich 1972 feststellte, dass ein 12 Betten-Zimmer ohne Planung der Verwaltung auf meiner Station existierte und seit Jahren mit verlegungsf�higen Schlaganfall-Patienten belegt war, beschloss ich, dieses Zimmer zu r�umen und daraus einen Aufenthalts- und Speiseraum zu machen. Ich organisierte Rehabilitationspl�tze oder Pflegeheimpl�tze f�r die Patientinnen, ich bestellte neue Tische und St�hle. Expatienten stifteten einen Fernseher. Als sich Angeh�rige beim Chef beschwerten, dass sie nun weiter zum Besuchen fahren m�ssten, drohte mir der Chef mit Ent lassung. Als aber dann aus der ganzen Bundesrepublik Teams zur Besichtigung kamen, bezeichnete er mich �als sein bestes Pferd im Stall�. Die Patienten wurden gedr�ngt, zum (warmen!) Essen in diesen Raum zu kommen, viele mussten sich erst zuhause das Gebiss bringen lassen und die Liegedauer war wesentlich verk�rzt. Abends sa�en sie gemeinsam vor dem ersten Fernseher in einem M�nchner Krankenhaus.Nach der �berwechslung in die Uni-Klinik �rgerte sich der Chef v. Clarmann �ber die vielen Notarzteins�tze und Hubschrauberfl�ge zur �bernahme aus anderen Kliniken.

Dann hielt er den Physostigmin-Test zur Erkennung einer Psychopharmakavergiftung f�r obskur, solange bis er ihn unter seinem Namen ver�ffentlichte.

Zwei Assisten der II.Medizinischen Klinik, die Nachtdienst auf der TOX hatten, lehnten ab, ein 6 j�hriges mongoloides M�dchen mit einer ausw�rts �bersehenen schwersten Paraquatvergiftung zu behandeln. Nach einer n�chtlichen R�cksprache mit dem Chef der Klinik musste ich sie dienstverpflichten (bei ihrer Weigerung w�ren sie fristlos entlassen worden), danach haben sie sich mit dem erfolgreichsten Fall der Weltgeschichte habilitiert, weil sie ihn im Kampf gegen mich so gut dokumentiert hatten. Sp�t am Abend hatte eine 15 j�hrige Schwestersch�lerin angerufen, seit 3 Tagen l�ge auf ihrer Station der Universit�ts-Kinderklinik ein Kind mit einem dicken, wei�en Belag auf der Zunge, das jetzt immer schwerer atme. Als die Eltern es brachten, sagten sie, dass sie einen Schluck aus einer Cola-Flasche aus dem K�hlschrank getrunken hatte, in der ein Unkrautvernichtungsmittel war. Ich bot ihr an, ein Konsil zu machen. Sie hatte jedoch Angst vor der Stationsschwester. Dann riet ich ihr, jetzt bei Dienstschluss etwas Patientenurin mit dem Fahrrad vorbeizubringen. Der Schnelltest auf Paraquat war dick positiv. Wir �bernahmen das Kind. Da in der Weltliteratur kein Fall war, der bei einem so sp�ten Behandlungsbeginn �berlebte, lehnten die Assistenten ab. Ich f�hrte ehrgeizig die Behandlung selbst durch. Dabei  fiel mir auf, dass das beginnende Lungenversagen auf ein toxisches Lungen�dem zur�ckzuf�hren war. Ich lie� ihr einen Cortisonspray zur Abdichtung der Lunge neben der umfangreichen Therapie erstmalig einatmen. Das rettete ihr das Leben. Weder Eltern noch Kinder�rzte bekamen daher eine Gerichtsverhandlung. Die Assistenten lie�en sich von allen Seiten beweihr�uchern.

-Ein 50j�hriger Glied vorzeigender Tierpr�parator wollte sich nach seiner Identifizierung mit Arsen, das er zum pr�parieren verwendete, umbringen. Als er wieder umdisponierte, kam er zu uns.

Es war fr�hzeitig und dank DMPS und Dialyse h�tte er �berleben k�nnen. Aber trotz sofortiger Magensp�lung und �rtlicher Gegengift-Applikation stiegen die Giftspiegel unter der Dialyse.

Ich wollte den Magen-Darm Trakt im Liegenr�tgen, um zu sehen, ob Metalldepots dort w�ren. Da die R�ntgen�rzte der Klinik nicht wussten, dass Metallsalze R�ntgenkontrastf�hig sind, lehnten sie ab, die R�ntgenbombe zur Dialyse zu schicken. Dann rief ich den R�ntgen-Ordinarius zuhause an, auch er lehnte ab. Dann alarmierte ich die Berufsfeuerwehr M�nchen und bat f�r den Notfall um das transportable R�ntgenger�t. Im R�ntgenbild des Magens fand man dann ein riesiges Arsengeschw�r durch das eingelagerte Arsen. Noch ehe es chirurgisch entfernt werden konnte, verstarb der Patient mit sehr hohem Arsenspiegel im Blut. In der Rechtsmedizin nahm ich den herausoperierten Magen in Alkohol mit und lie� von dem ignoranten R�ntgenarzt ein R�ntgenbild anfertigen und beides seinem Ordinarius bringen. Ich verzichtete leider, auf den Leichenschauschein zu schreiben: "starb, weil die R�ntgen�rzte unserer Klinik ablehnten, den Magen zu r�ntgen".

-Der Chef hielt die Ver�ffentlichung einer Giftliste mit allen bekannten Chemikalien und ihre Behandlungsempfehlung f�r eine zu gro�e Konkurrenz f�r den Giftnotruf, der auch an der Abteilung angegliedert war. Die Aufstellung der Gesetze einer chronischen und Umweltvergiftung hielt er f�r v�llig unopportun, zumal auch der Giftnotruf dem Bayerischen Innenministerium unterstellt war.

Zum offenen Bruch kam es, als ich das Lehrbuch "Klinische Toxikologie" herausbringen wollte. Da er nur als Autor am Kopf stehen und nichts eigenes schreiben wollte, lehnte ich ab und verlie� die Abteilung.

- Die Kassen�rztliche Vereinigung, der ich als Kassenarzt unterstellt war, verk�ndete zwar, dass sie stolz sei, einen klinischen Toxikologen zu haben, verbot jedoch diese Bezeichnung, da sie diese nicht kenne. Der Justitiar  schrieb sogar an Chemiefirmen, dass es stimme, dass ich ein selbsternannter Toxikologe sei, obwohl er die Ernennungsurkunde der Universit�t M�nchen im Original hatte.

- Die Kassenvertreter erkl�rten, dass es nach Kassengesetzen nicht statthaft sei, Drogenabh�ngige ambulant zu entziehen  auch wenn dies erhebliche Kosten einspare; den DMPS-Test verboten sie, die toxikologische Untersuchung des Urins untersagten sie.

Zwar �berreichten sie die Erm�chtigung als Umweltarzt, doch leiteten sie ein Disziplinarverfahren wegen eines Notarzteinsatzes

im Auftrag einer schwerst Formaldehydvergifteten  Anliegerin der Fa. Pfleiderer in T�lz ein  die Patientin starb. Es sei kein Notarzteinsatz n�tig gewesen. 8000.- DM Geldstrafe. Dann leiteten sie ein Disziplinarverfahren wegen der Ablehnung der Langzeituntersuchung der Bewohner einer Dioxindeponie (Bille, Hamburg) und der Kritik an Zahn�rzten wegen der Amalgamverarbeitung ein. Dies wurde vom Gericht abgelehnt.

Die Giftschleuder wurde geschlossen.

- Immer, wenn ein Zahnarzt auf einem meiner vielen Vortr�ge oder internationalen Symposien h�rte, dass Amalgamd�mpfe beim Legen oder Herausbohren sein eigenes Hirn sch�digen und zu Autoimmunkrankheiten f�hren k�nnen ebenso wie Gold, baten sie mich, ich m�chte daf�r sorgen, dass Alternativen mehr Geld bringen, sonst blieben sie beim Alten. So als ob Geld die Gesundheit sch�tzen w�rde.

- Der damalige Direktor der Universit�ts-Zahnklinik bat um ein Gespr�ch mit mir und erz�hlte mir, wie gef�hrlich Amalgam sei, er entstamme einer alten Zahnarztfamilie, die nie Amalgam eingesetzt habe. Wenn ich daf�r sorgen w�rde, dass Amalgam verboten wird, w�rde mein Kopf in die Ahnengalerie im Treppenhaus kommen, wohin er mich f�hrte. Als er meine Verachtung sah, schrieb er bewusst wahrheitswidrig im Standesblatt, ich w�rde nur Reklame f�r mein TOX-Labor machen, um damit viel Geld zu verdienen. Er wusste genau, dass ich nie einen Labortest durchgef�hrt oder berechnet hatte, sondern stets an das beste Labor verwies, das es daf�r gab.

Umweltgifte  meiden, die Zukunft

Bei zahlreichen Hubschrauber  Eins�tzen und dann bis 14t�gigem Tag - und Nacht Dauer - Beobachtungsdienst auf Intensiv f�r einen einzigen Schwervergifteten, kam mir der Gedanke, dass es unsozial ist, alle Kr�fte f�r einen einzigen zu opfern, anstelle sich mehr um alle unsere Kinder zu k�mmern, die ausnahmslos durch Umweltgifte vergiftet wurden.

Kein Kind tr�gt nicht mehr oder minder gro�e Sch�den durch Gifte davon, die sein Leben erheblich beeintr�chtigen. 2000 S�uglinge sterben allj�hrlich den Krippentod, in ihrem Hirn findet man riesige Amalgammengen von der Mutter und PCP von der Holzvert�felung. Jedes Kind leidet unter Blei aus dem Benzin, ist nerv�s und kann sich nicht konzentrieren. Viele Kinder haben durch Cadmium aus Kunststoffen Knochenst�rungen. Jedes zweite Kind wird durch seine Eltern durch Zigarettenrauch erheblich k�rperverletzt  ja tr�gt eine Krebsbelastung davon.

Diese und viele anderen Ursachen von Leiden, die die Medizin als "von unbekannter Ursache", "genetisch bedingt" oder "famili�re Belastung" abtut, wollte ich exakt untersuchen.

Wie ein Lauffeuer sprach sich herum, dass die bisher von Haus�rzten als "psychisch Kranken" nun pl�tzlich ernst genommen und untersucht wurden.

So kam die Tochter eines bekannten M�belmalers aus den Alpen mit jahrelangen Unterbauchbeschwerden, mehreren ergebnislosen Operationen und nach dutzenden Facharztbesuchen zu mir.

Ihr Hausarzt hatte zuletzt ihrem Mann empfohlen, sie �bers Knie zu legen, da sie eine eingebildete Kranke sei. Da das Leiden pl�tzlich nach Streichen aller M�bel ihres verstorbenen Vaters mit

Xyladecor  Holzwurmtod der Firma Desowag, die in Frankfurt angeklagt war, begann, wollte er vorher noch einen Toxikologen fragen. Wir fanden sowohl im Blut als auch im Hausstaub eine Mehrtausendfache Holzgifte  Konzentration. Auf meinen Vorschlag verlie�en sie sofort das vom Vater angemalte Holzhaus mit allen M�beln und stellten es als Museum zur Verf�gung. Schlagartig besserten sich viele Beschwerden. Das Gef�hl, dass sich die �rzte nicht mit den heutigen Krankheitsursachen befassen, blieb jedoch bis heute erhalten. Immer wieder treffen sie auf �rzte, die das Wort Lindan noch nie geh�rt haben und heute (1994) noch nicht wissen, wie es sch�digt.

Vom Neurologen wurde ein 50j�hriger Mann �berwiesen, der seit Jahren zunehmend eine Ged�chtnis- und Gehschw�che aufwies. Infusionen und Pillen halfen nichts. Im Test fand sich eine chronische Blei-, Quecksilber- und Palladiumvergiftung. Akute Werte lagen alle im Normbereich. Gegengifte erbrachten eine leichte Besserung.

Ursache war eine bleihaltige Zinnkanne, die er zur Hochzeit bekam, t�glich zum Kaffeekochen benutzte, das fertige Getr�nk bis zum Abend drin lie�, die Gewohnheit, mit Schuhen in die Wohnung zu gehen und den Bleistaub der Innenstadt  Stra�e dorthin zu bringen sowie Amalgam- und Palladiumz�hne im Mund. Nach Abstellen aller Ursachen, wurde er in 2 Jahren v�llig gesund.

Ein erfolgreicher B�chermaler war vor Jahren nach Wien zu Dr. Perger gefahren, weil er als Ursache seiner Nervosit�t und Ged�chtnisst�rungen eine Blei- und Quecksilbervergiftung erkannte. Dieser gab Vitamin C und Zink und alles besserte sich. Nach Jahren war es wieder das gleiche. Jetzt diagnostizierten wir, dass er vor 10 Jahren seinem kleinen Sohn aus alten Bleibuchstaben einer Druckerei tausende "Zinnsoldaten" gegossen hatte und seine Wohnung noch voll Bleistaub war. Unter Gegengiftgabe und einer Wohnungssanierung wurde er bleibend ges�nder. Die Amalgamvergifteten Zahnwurzeln und sein daraus entstehender Alkoholismus verhinderten seine Heilung. Aber ein lange Vergifteter hat selten die Kraft, alles zu seiner Genesung erforderliche, durchzuf�hren.

Berufsbild des klinischen Toxikologen

W�hrend der Toxikologe seine Kenntnisse aus M�useversuchen und B�cherlesen bezieht, hat der klinische Toxikologe von Anfang an Kranke, die er heilt. Tiefe Kenntnisse der An�sthesie (Schockbek�mpfung, Beatmung, Dosierung von Medikamenten), der Neurologie (Hirn-,Nervensch�digung), Psychiatrie (Umgang mit ver�nderter Bewusstseinslage), der Gastroenterologie (Ver�tzungen), der Lungenheilkunge (Lungenreizstoffe), der Gastroenterologie (Sp�lungen), der Augenheilkunde (Ver�tzungen), der Kinderheilkunde, der Frauenheilkunde sowie der Dermatologie sind erforderlich.

Nur, wer mindestens 5000 akut Vergiftete behandelt hat, von denen etwa 100 verstorben sind, kann chronisch Vergiftete behandeln. Die Voraussetzung f�r die Behandlung einer chronischen Vergiftung sind umfangreiche Kenntnisse dar�ber, wie das Gift akut wirkt. Nur wer wei�, wie heimt�ckisch ein Gift akut wirken kann, kann erahnen, wie gef�hrlich es bei chronischer Einwirkung ist. Todesf�lle nach akutem Giftkontakt sind die beste Lehre �ber die Heimt�cke von Gift.

Zwangsl�ufig kommt hinzu, dass man, wenn man viel �ber Gift wei�, jede weitere Vergiftung verhindern will. Dann st��t man aber gegen eine Mauer von Beh�rden, Firmen, Verb�nden, Kollegen und Patienten. Ausnahmslos alle macht man sich zum Feind. Jeder hat Angst vor Ver�nderungen und schiebt drohende Umsatzeinbu�en vor. Kollegen wollen lieber Folgen statt Ursachen behandeln. Patienten wollen erst eine Intervention, wenn die Folgen un�bersehbar sind. Von der Ausbildung her vermeidet ein Arzt alles, womit er sich unbeliebt machen k�nnte. Die Universit�t erzieht zum folgsamen Assistenten, der alles macht, womit er seinem Professor Freude machen k�nnte. Eine eigene Meinung wird stets mit einer Entlassung quittiert.

Ursachenvermeidung f�llt ausschlie�lich in den Aufgabenbereich der Politiker, diese sind jedoch nur so gut wie ihre Berater, zudem k�nnen sie nur das bestimmen, was das Volk will und bef�rwortet.

Der letzte Chef Clarmann meinte zwar "ein Toxikologe muss giftig sein", aber man d�rfe "sich nie mit der Industrie anlegen" und "nie selbst etwas machen, nur die zust�ndigen Beh�rden einschalten". Dies verbot ihm vollst�ndig, sich mit Umweltgiften zu befassen. Ver�nderungen kann nur derjenige erreichen, der selbst sehr viel wei�, zugleich eine starke Autorit�t ist und zudem in keinster Weise finanziell oder weisungsabh�ngig von anderen ist, sowie �ber ein starkes Selbstbewusstsein verf�gt. Alle vier S�ulen der Unabh�ngigkeit aufzubauen, ben�tigt etwa 20 Jahre Berufserfahrung. Erst dann war es m�glich, gro�e Probleme anzupacken, wie Drogen, Amalgam, M�llverbrennung und Passivrauchen.

Alles w�rde ich heute wieder so machen wie damals.

 

1970 Im Notfall erkennt man die Krankheit blitzschnell

Sofort nach der �rztlichen Approbation am 1.1.1970 fuhr ich f�r Vater, Mutter, Tante und viele andere �rzte den �rztlichen Notdienst der Kassen�rzte mit dem Taxi in M�nchen. Die ungeliebten Dienste waren nachts und an Wochenenden. Kein Kassenarzt hatte damals wie ich ein mobiles EKG mit sich, ebenso wie Beatmungsbeutel und alles f�r eine Wiederbelebung. Daher wurde ich von der Zentrale stets zu allen lebensbedrohlichen F�llen und nat�rlich zu vielen Todesf�llen gerufen.

Die Einzelabrechung brachte viel Geld, besonders wenn man viel machte.

Sp�ter wurde ich  Einsatzleiter im �rztlichen Notdienst - ein Ehrenposten, da man nur 100.- DM pro Nacht bekam � aber ich bekam Tiefsch�rfende Einblicke in die Psyche Kranker und besonders ihres Umfeldes.

Zwar konnte ich bei den oft langen Schimpfkanonaden eifrig weiter am TOX Buch schreiben, aber mich unbekannterweise als "Nazi- Schwein", "Halbgott in Wei�" u.a. titulieren zu lassen, erregte mich nur anfangs ma�los. Eine Nacht blieb in bleibender Erinnerung. Bis Dienstantritt in der Notdienst Zentrale fuhr ich als Feuerwehr Notarzt tags�ber. In der Zentrale angekommen beklagte ich mit dem Feuerwehr Telefonisten die vielen unn�tigen Notarzteins�tze. Ich versprach ihm, wenigstens in dieser Nacht keine "faulen Eier" zu liefern. W�hrenddessen telefonierte eine Telefonistin h�chst �ngstlich mit einer Schwerkranken, die sie nicht verstand. Ich sollte mich einschalten. Nur sehr m�hsam verstand ich "ersticke", nach vielem Nachfragen "Giselastra�e", dann fiel der H�rer weg. Schnell schickte ich die Feuerwehr mit Drehleiter dorthin. Sicher war die Patientin erstickt; war sie tot? Am Telefon h�rte man nichts mehr. Kurz darauf h�rte ich Sirenen, es wurde aufgelegt. W�tend rief der Funker der Feuerwehr zur�ck: Ein Trupp legt die Leiter an den zweiten Stock, der Notarzt rast die Treppe hoch, l�utet �berall. Da macht lachend ein junges M�dchen auf, sagt sie h�tte geschwollene Mandeln und:"wenn man nicht �bertreibt, kommt ja niemand ins Haus". W�tend fuhren alle ab, bei uns wurde kein Hausbesuch angefordert. Noch verbittert schimpfend erreichte uns der n�chste Notruf vom Hotel gegen�ber, es rief der Nachtportier an, ein Mann s��e blau nach Luft schnappend in der Hotelhalle. Sofort wurde ich eingeschaltet und fragte nach den n�heren Umst�nden. Er lehnte ab:"Fragens net so saubl�d, da stirbt einer" und legte auf. Schnell beorderte ich den Notarzt dorthin. Kurz darauf rief mein Feuerwehr Telefonist zur�ck: "Jetzt reichts! Der Pf�rtner wollte, dass wir einen gesunden, leicht Betrunkenen mitnehmen. Der lehnte jedoch ab".

Wir schimpften weiter, da kam der n�chste Hilferuf. Ein 16j�hriges M�dchen rief an, bitte kommen's, mein Papi hat wieder einen Herzinfarkt, wie voriges Jahr. Eingehend erkundigte ich mich wieder, ob wirklich der Notarzt der Feuerwehr mit Beatmungsm�glichkeit erforderlich w�re, oder der Bereitschaftsarzt der Kassen�rzte ausreichend sei. Sie erkl�rte, dass er blass sei, nach Luft schnappe und wie damals starke Schmerzen im linken Arm h�tte. Es war ganz eindeutig eine "Notarzt  Indikation". Ich alarmierte die Feuerwehr.

Dann kam die R�ckmeldung: "Max jetzt reicht's! Unser Arzt schnaufte m�hsam um 1��Uhr nachts die vier Treppen hoch, daneben die Floriansj�nger mit dem schweren Wiederbelebungsger�t, Sauerstoff, Defibrillator. Der Patient sieht uns, springt hoch, l�uft im Nachthemd ins Stiegenhaus, flitzt die Treppen hinunter, unser Arzt nach, er war schneller, er erklimmt die Treppen im Hintergeb�ude. Unser Arzt gibt ersch�pft auf. Es war kein Herzinfarkt, sondern wie die vielen leeren Bierflaschen zeigten, ein Alkoholentzug. Wir r�ckten ab".Drei Fehleins�tze durch einen erfahrenen Notarzt der Feuerwehr am Telefon veranlasst! Das durfte nicht weitergehen! Die n�chste Anruferin klang eigenartig:"Ich wollte nur fragen, was ich machen soll, mein Mann schnauft so eigenartig. Nein, bitte kommen sie nicht". So ging es am Telefon �ber eine Stunde. Sie wollte sich nur "erkundigen". Eigentlich h�tte der Notarzt hingeschickt geh�rt. Sie war �ber 80 Jahre alt, keine verwertbaren Angaben. Es sah aber eindeutig nach Plaudern einer Schlaflosen aus. Sie lehnte immer wieder einen Hausbesuch ab. Sie w�rde morgen wieder anrufen. Da entschloss ich mich nach �ber 1 Std. plaudern, doch den Gebietsarzt hinzuschicken. Diese �rztin rief mich dann w�tend zur�ck, es sei doch eine Unversch�mtheit von mir, sie mitten in der Nacht aus dem Bett zu holen zu jemand, der seit mindestens 10 Stunden steif und kalt, tot im Bett lag.

Dann rief ein Arzt an und fragte, ob ich wusste, dass das Kind, das er besuchen musste, Masern hat. Ich bejahte. "Dann mache ich Sie daf�r verantwortlich, wenn ich, der Taxifahrer oder meine Familie Masern bekommen".

Ich schrieb eine Meldung, dass dieser Kollege nicht mehr zum Notdienst geeignet sei. So ging es weiter. Leute, die Kranke anonym am Telefon beraten sollen, sind nicht zu beneiden

 

1970 Hirnkranken Giftmeidung und Sanierung empfohlen

Immer wird diese Frage an uns gestellt: Soll ein Patient mit MS, ALS, Muskelatrophie, Infarkt, Alzheimer oder Gliom eine Amalgam- oder Eitersanierung bei sich durchf�hren lassen oder bringt das nichts mehr?

W�hrend wir glauben, dass dies alles vom Amalgam kommt, aber selbst wenn dies nicht so sei:

Seit man wei�, dass Eiter unter den Z�hnen Nerven sch�digen kann, habe ich auch empfohlen, jeden Eiter unter den Z�hnen so fr�h wie m�glich zu entfernen, um Nervensch�den zu verhindern und dies nat�rlich bei schon erkannten Nervensch�den erst Recht.

Hirnkranken schaden alle Hirngifte. Man sollte sie so intensiv wie m�glich meiden und nat�rlich ihre Speicher aus dem Kopf entfernen.

Herk�mmliche Mediziner empfinden Hirnkrankheiten schicksalhaft, die man als Strafe Gottes hinnehmen soll.

 

1971 Drogenabh�ngige bekamen eine Heimat

Vor Einrichtung der Intensivstation kam ein pummeliges 14j�hriges M�del zur Aufnahme ins Krankenhaus weil sie in Schwabing 30 Minuten vorher 20 Tabletten des Aufputschmittels "Rosimon Neu" geschluckt hatte. Vor 30 Minuten 20 Tabletten. Die �rzte wussten nicht so recht, was sie tun sollten. "Aus erzieherischen Gr�nden" entschlossen sie sich zur Magensp�lung im Stationszimmer von Station 8a. Nach einiger Zeit kam es zum Herzstillstand, das M�dchen lie� sich nicht mehr wieder beleben. Meine Frau war als angehende �rztin dabei, ich hatte dienstfrei.

Nun erkundigte ich mich eingehend �ber Ursachen und Folgen, ging zu Clarmann, dem Toxikologen des Nachbarkrankenhauses, und erstellte einen gr�ndlichen Therapieplan. Ein halbes Jahr sp�ter ereignete sich dasselbe.

Zu Dienstschluss abends kam auf meine neu errichtete Intensivstation wieder ein 14j�hriges M�dchen zu Fu� an, die 20 Tbl. Rosimon Neu geschluckt hatte.

Nun trat mein ganzer Plan in Kraft. Von Magensp�lung mit Spezialzus�tzen bis zum Herzschrittmacher wurde alles eingesetzt. Nach vier Stunden trat wieder ein Herzstillstand ein, der nach elfst�ndigen Wiederbelebungsversuchen ersch�pft als bleibend anerkannt wurde. Verbittert gab ich damals unwissend Presseauskunft. Die "Quick" schrieb: Drogenarzt h�lt Rosimon Neu f�r ein extrem gef�hrliches, verkapptes Aufputschmittel. Die Herstellerfirma am Bodensee drohte daraufhin mit einer Schadenersatzklage von 500.000.-DM. Ein Rechtsanwalt wollte 30.000.-DM Vorschuss. Verzweifelt ging ich zum Rechtsmediziner, Prof. Spann. Dieser: "Du Depp, bei uns hat die Industrie das Sagen". Zuf�llig hatte er beide Gehirne in Alkohol konserviert. Er wollte sie auf Giftsch�den untersuchen. Dabei fand er einen Untergang der Kleinhirnk�rnerschicht, also eine hoffnungslose Vergiftungsfolge.


Er und ich trugen die Ergebnisse auf der 50. Jahrestagung der Rechtsmediziner in Mainz vor. Ich erhielt daf�r meine erste Auszeichnung (1971), das Mittel wurde verboten, der erfolgreiche Kampf gegen eine skrupellose Chemieindustrie hatte begonnen.

Durch die Ver�ffentlichung in einer Illustrierten, die mich f�lschlich als erfahrenen Drogenarzt bezeichnet hatte, kamen jeden Tag auf meine TOX- Intensivstation unz�hlige Kinder und Jugendliche sowie Probierer und Abh�ngige, t�glich etwa ein Dutzend Fixer, Hascher, LSD-Schlucker und Politoxikomane, die irgend eine Hilfe ben�tigten und wollten mit mir reden. Zweifellos war ein Teil sehr schwer und oft hoffnungslos krank. Anfang der 70er Jahre wandten sich alle �rzte angewidert von den oft unappetitlichen Hippiej�ngern ab. Wenn man sich jedoch eingehend mit ihren Schicksalen befasste, musste man feststellen, dass alle sehr hilfsbed�rftig waren. Alle erinnerten mich an meine vier Kinder zu Hause und ich versuchte, jedem eine F�rsorge teilhaben zu lassen. Im �rztekasino bat ich alle Kollegen und Kolleginnen im Winter alte warme Winterkleidung zu stiften. Auf meiner Station gab es eine W�schekiste aus der sich jeder Drogenabh�ngige warme Handschuhe, Wollm�tze, Pulli u.�. holen konnte. Die Stationsschwester erkl�rte sich bereit, dass zu jeder Tageszeit (meist am sp�ten Abend) Hungrige R�hreier mit Schwarzbrot erhalten w�rden. Ich versorgte Spritzenabszesse, eitrige Anginen, fischte frische Syphilis, eitrige Herzmuskelentz�ndungen und Gelenksvereiterungen heraus, um sie zu den Fach�rzten im Haus zu schicken.

Dies war die erste Drogenambulanz, die es gab. Krankenkassen bezahlten damals noch nichts, da es die Diagnose einer Drogenabh�ngigkeit noch nicht gab. Das Krankenhaus hatte auch keine Genehmigung f�r ambulante Behandlungen. So wie Drogen verboten war, war auch deren Behandlung verboten.

Getreu meinen ersten Ver�ffentlichungen �ber Drogen habe ich damals bis heute nie einem Drogenabh�ngigen irgendeine Droge gegeben. Wie ein Fixstern am Himmel, an dem sich Seefahrer orientieren, galt mein oberstes Ziel ein Leben ohne Drogen.

Kurioserweise wurde dies von ausnahmslos allen Drogenabh�ngigen respektiert und sogar hoch gesch�tzt. Vielen half dies rasch zur�ck aus der Drogen-Scheinwelt. Hoffnungslos Kranken konnte dies nat�rlich auch nicht helfen. Von 700 Drogenabh�ngigen der Anfangsjahre sind bis auf 10 alle verstorben. Fast alle verstarben an ungewohnten auf Rezept verschrieben Mitteln wie Valoron, Valium,

Lexotanil, Polamidon u.�.,das sie zu ihren gewohnten Drogen einnahmen. Vier  Jugendliche machten stets eine Entgiftung auf den Allgemeinstationen. Da weder die Krankenkassen eine Entgiftung erlaubten, noch der Chef, wurden sie "zur Abkl�rung einer Leberentz�ndung oder Magenentz�ndung" aufgenommen. W�chentlich bei der Chefvisite erz�hlten wir ihm �ber die diagnostischen Fortschritte.

Konsilar�rzte wie Psychiater durften wir auch nicht befragen, weil diese die Patienten sofort mit der Funkstreife ins Bezirkkrankenhaus nach Haar zwangsverwahrten. Der erste so "Behandelte" brachte sich sofort dort um. Der Krankenhausverwaltung waren die Drogenabh�ngigen ebenfalls ein Dorn im Auge. Bei jedem Diebstahl im Haus, verwiesen sie die Polizei an die "Daunderer- Patienten� nat�rlich ergebnislos.

Im Max-Planck-Institut interessierte sich der Vater der Verhaltenstherapie, Prof. J:C:Brengelmann f�r die Drogenabh�ngigen. Mit einem interessiertem Studenten schrieb ich Leitzordnerweise Forschungsantr�ge an das Bundesforschungsmiunisterium um Behandlungsprojekte. Als Prof. Hippius, der Ordinarius f�r Psychiatrie, die genehmigten Gelder ganz f�r sein Projekt in Beschlag nehmen wollte, lehnte die Regierung alles ab und wir erhielten auf einen raschen Neuantrag die gesamte Summe von 40 Mio.DM. Ein Haus gegen�ber dem Schwabinger Krankenhaus wurde gemietet, 10 Psychologen und eine Sekret�rin angestellt und nun 15 Fixer zur gleichen Zeit im Krankenhaus entgiftet und nachbehandelt auf dem Bauernhof in Aiglsdorf. Die Effizienz war die gleiche wie vorher, als ich alleine war. Da ich auf mein Honorar f�r einen zus�tzlichen Mitarbeiter verzichtet hatte, durfte ich jedes Semester mit allen meinen Studenten dorthin zu einem rauschenden Fest kommen und alle wurden im Garten verk�stigt und waren sehr ausgelassen.

 

1971 Wer nichts wei�, muss B�cher lesen

F�r den Giftbegeisterten waren Toxikologieb�cher wie die Bibel.

Moeschlin war das gro�e Vorbild. Ein M�dchen, das nachweislich vor 3 Tagen Unmengen von Schlaftabletten geschluckt hatte, wurde nicht der Magen gesp�lt, da Moeschlin schrieb, das sei nach 6 Stunden sinnlos. Als das M�dchen starb, war der Magen wie mit Gips voll Tabletten ausgef�llt. Nur eine Magensp�lung h�tte sie retten k�nnen.

Als ein Mann Batteries�ure geschluckt hatte, schickte Max seine Krankenschwestern auf mehrere Stationen, um Milch und Eier zu sammeln f�r eine "Eiermilch". Im Moeschlin stand, dies sei die einzige richtige Ma�nahme. Als dann die Eiermilch fertig war, starb der Patient im Schock, von dem nichts im Moeschlin stand.

Einen Patienten mit schweren Herzrhythmusst�rungen durch Psychopharmaka lie�en wir sterben, da im Moeschlin stand, dass es hierf�r keine Behandlungsm�glichkeit g�be. Das n�tige Gegengift Physostigmin wurde als Eserin wieder vom Markt genommen, da es in Europa niemand kannte. Nur die Amerikaner setzten es ein.

Viele solche Beispiele f�hrten dazu, dass ich eigene Therapieschemata entwarf und sammelte.

Ab 1970 waren diese hektographierten Zettel ein Geheimtipp. Viele Krankenh�user benutzten sie. Pharmafirmen fertigten danach Handelspr�parate an. �rzte riefen Tag und Nacht beim Praktiker an.

 

 

 

1971 Hilfe mein Kind hat Gift verschluckt

Seit Ende 1971 war meine private Telefonnummer in der Aufnahmestation des Krankenhauses M�nchen-Schwabing und im Notarztwagen angebracht, damit alle Kollegen rund um die Uhr vor Ort sofort unb�rokratisch eine Auskunft im Vergiftungsfall erhalten. Es wurde davon rege Gebrauch gemacht. Die dadurch reichhaltigen Erfahrungen f�hrten zu einer Giftkartei. Da sie erstmalig in der Welt die neuesten Erkenntnisse der Schocktherapie und Intensivmedizin enthielten, interessierten sich viele Chef�rzte und An�sthesisten in ganz Deutschland daf�r - ein Umstand, der meine jeweiligen Chefs zwar sehr stolz aber auch sehr eifers�chtig machte. Da jeder in den Besitz dieser Kartei kommen wollte, bekam ich viele Stellenangebote, bis nach Hamburg.

Die offizielle Kartei der Giftnotrufzentren war �ber 20 Jahre alt und v�llig �berholt, jeder zweite Satz bestand in "keine Erfahrungen beim Menschen". Dies war der Anlass, dass Prof. Begemann, der Leiter der Mammutklinik mit 3.000 Betten mich dann bat, diese Kartei in Tabellenform als Beilage in der "Medizinischen Klinik", einer Monatszeitschrift, zu ver�ffentlichen. Das fertige Werk wurde ein Jahr sp�ter, 1972, als Taschenbuch herausgegeben und war dann das erfolgreichste Taschenbuch der gesamten Medizin.

Seit 1976 f�hrte ich den Giftnotruf rund um die Uhr als Leitender Oberarzt des Giftnotrufes der Toxikologischen Abteilung der Technischen Universit�t am Klinikum rechts der Isar mit einem Piepser der Berufsfeuerwehr M�nchen fort. Viele Chef�rzte hatten trotzdem immer noch meine private Telefonnummer in ihrem Notizbuch. �ber 150 Hubschrauberfl�ge, meist mit SAR der Bundeswehr, zur �bernahme der schwersten Vergiftungsf�lle in Bayern waren die Folge. Einmal wurden 5 schwerste, sp�t erkannte Knollenbl�tterpilz-Vergiftete und einmal ein P�rchen (M�del 16, Junge 18) mit schwerster E605-Vergiftung nach erfolgreicher Wiederbelebung eingeflogen. Der spektakul�rste Giftnotrufeinsatz war nach Saudi-Arabien ins K�nigshaus. Dort wurde angeregt, dass ich alleine den Giftnotruf f�r die gesamte Welt �bernehme.

Deren gr��enwahnsinnige Projekte zerschlug jedoch die Politik, der ein Ungleichgewicht in Arabien verhindern wollte. Ich war f�r sein Eingreifen sehr dankbar, denn mittlerweile hatte sich ein unendliches Heer von Geldgierigen in das Projekt eingeschlichen.

Am TOX CENTER in M�nchen wurde der kostenlose Giftnotruf still weitergef�hrt. Ein absoluter H�hepunkt war nach dem Unfall in Tschernobyl mit �ber 2.000 Anfragen und Anfang der 90er Jahre mit einem vielfachen davon um die Amalgamgefahren. Nach der Pensionierung standen die Vergiftungen bei S�uglingen und Kleinkindern neben den Allergien auf Gold nach Amalgam und den Wohngiften im Vordergrund.

Einmalig in der Welt war unser Service: Ohne Fragen nach dem Anrufer wurden wie aus der Pistole geschossen ohne jegliches Nachschlagen zu jeder denkbaren Vergiftungsursache (30 Mio. bekannt) sofort die Gefahren, m�gliche Folgen, Nachweis, Erste-Hilfe und Kontaktadresse des daf�r n�chsten und Erfahrensten genannt. R�ckrufe waren jederzeit m�glich durch die gespeicherte Ruferkennung im ISDN-Telefon. F�r die gesamten Kosten kam ich stets selbst auf. Nie hat irgendjemand daf�r etwas gespendet, obwohl der Verein gemeinn�tzig ist.

1972 Frau und Kinder sind die S�ulen des Erfolges

Meine Frau, die �rztin Gertrud, war von Anfang an die Triebfeder f�r mein Tun. Sie war die einzige Frau, die meinem Wunsch nach "6" Kindern nicht abweisend gegen�ber stand. So kam jedes Jahr in der

3. M�rzwoche ein Kind, zuletzt Zwillinge, die viel Arbeit machten.

Da mich meine Eltern in keiner Weise unterst�tzten, musste ich von Anfang an viel arbeiten, Notarzt, Notdienst, B�cher schreiben, Vortr�ge. Meine Frau blieb - obwohl sie fertig ausgebildete �rztin ist - stets tapfer zu Hause und versorgte die quicklebendigen vier Kinder vorbildlich. Sie war eine Traumfrau. Da nur nachts Ruhe war, gew�hnte ich mir an, dann B�cher zu schreiben. Geduldig korrigierte meine Frau alle Manuskripte. Je mehr es waren, desto schlampiger wurden sie. Im Umweltbereich waren die Worte oft sehr aggressiv. Durch ihre kluge, sprachenerfahrene Wortwahl, ersparte sie mir hinterher sicher viel �rger. Durch ihre vielseitigen Interessen im k�nstlerischen Bereich schuf sie stets eine warme, beruhigende Wohnatmosph�re. Stets trug ich eine der vielen ideenreich von ihr bestickten modernen Krawatten, die mir viel Freude machten. Ihr T�pfern schuf neben Haushaltsgegenst�nden meine Praxistasse, die Gef��e f�r Injektionsnadeln und lustige Keramikbilder- und Uhren. Neben Kl�ppeln und Holzeinlegen, neben Malen und T�pfern fand sie Zeit, den gro�en Garten stets in ein nat�rlich wirkendes Blumen-, Obst- und Gem�semeer zu verwandeln. Ihr Hobby f�r Englisch und Ivritt brachte au�er den vielen immer nur �ber die Toxikologie Schw�tzenden ein Heer von lustigen Sprachenanh�ngern ins Haus.

Unsere vielen kleinen Kinder waren genau das, wovon ich meine ganze Kindheit getr�umt hatte. Vom sechsten Lebensjahr an baten wir unsere in S�uglinge vernarrte Mutter immer um einen kleinen Bruder. Vater war strikt dagegen  und hatte es nat�rlich in der Hand.

Meine Frau organisierte so wie f�r jedes Kind zum Geburtstag, zu dem die ganze Kindergartengruppe oder die jeweilige Schulklasse eingeladen, verk�stigt und mit vielen lustigen Spielen unterhalten wurde, f�r mich, meine Assistenten und Schwestern  Feste mit Essen, Kuchen und vielen Gags. So wurde ein richtiger wei�blauer Maibaum im Garten aufgestellt mit Blasmusik und Tanzen.

Viele Grillfeste im Garten schlossen sich an. Einmal war das Maifeuer so hoch, dass die Feuerwehr aus Sorge anr�ckte. Der kleine vierj�hrige Michael empfing sie mit meinem Feuerwehr-Arzthelm auf dem Kopf und sagte: "Denkt Euch nichts, mein Papa ist selbst bei der Feuerwehr." Das letzte gro�e Fest war die Er�ffnung des umgezogenen TOX CENTERS in Gr�nwald mit �ber 150 G�sten aus aller Welt, einem Fernseh-Team und einer Tombola f�r vergiftete Kinder bei str�mendem Regen in einem gro�en Zelt des Katastrophenschutzes im Garten.

Unsere kleinen Kinder waren einfach wonniglich. Michael, Peter und die Zwillinge Johannes und Christine waren einfach zum Verlieben. Meine Frau hat sie mit viel Liebe und mit k�nstlerischem Auge individuell gekleidet und jedem eine eigenst�ndige Entwicklung erm�glicht. Jeder ergriff "sein Hobby". Michael Judo, Peter Laserfotos, Johannes Schwimmen, Christine Klavierspielen. Das Mitfliegen im Rettungshubschrauber oder Mitfahren im Notarzteinsatzfahrzeug mit Vater begeisterte die Buben zum Rettungsdienst. Michael war seit seinem 14.Lebensjahr bei den Johannitern, sp�ter als Leiter des Jugendzuges, Peter ebenso. Johannes trat fr�h zur Wasserwacht ein und wurde Vertreter des Leiters der Wasserwachtstation M�nchen S�d. Christine widmete sich dem Leistungssport und brachte st�ndig Siegerpokale als L�uferin heim.

Die beiden gro�en Buben studierten Medizin, der kleine Jura, die Tochter Biologie mit Begabten-Stipendien incl. Doktorarbeit.

Die Kinder gaben stets Anregungen durch ihr Fragen. Anfangs stand aus meiner Toxikologie das Interesse an Drogen im Vordergrund. Geraucht hat niemand: den Kindern hatte ich vertraglich zugesichert, sie bekommen mit 18 Jahren je 1000.- DM, wenn sie nie geraucht haben. Alle erhielten die Summe. Erfolgreich haben sie alle alterstypischen Gefahren abgewehrt. Die Tochter hat bis 1994 noch keinen Tropfen Alkohol getrunken.

Sp�ter stand das Interesse an Umweltfragen im Vordergrund.

Eingebunden in das moderne Leben versuchen alle redlich ein, gesundes, umweltschonendes Leben zu f�hren.

Allerdings haben alle meine toxikologische Arbeit weder verstanden noch gesch�tzt.

 

1972 Gegengifte Erstanwendung durchl�cherte den eisernen Vorhang

Feiernd nach einem langen Arbeitstag sa� das Intensivstationsteam auf der Schwabinger TOX zusammen. Da st�rzte unangemeldet ein kleiner Mann herein, der mit seinem Auto bis zur Stationst�r im Klinikgel�nde gefahren war.

Er schrie: "Helft'mir ich hab'eine Blaus�urevergiftete". Auf seinem R�cksitz lag eine Bewusstlose. Sie war sehr schwer. M�hsam wurde sie hereingeschleppt. Sie war hellrot und roch s��lich aus dem Mund (Bittermandelgeruch). Alles schien sehr makaber. Der Diensthabende Arzt  intubierte die Bewusstlose, die nicht mehr atmete, legte einen Venenzugang, die Schwestern einen Blasenzugang. Eine k�nstliche Beatmung wurde eingeleitet, das Herz schlug unregelm��ig. Eine Magensp�lung wurde eingeleitet. Da erinnerte  ich mich, von Prof. Weger, dem Toxikologen der Bundeswehr, vor langem eine Ampulle mit einem neuartigen Blaus�ure-Antidot erhalten zu haben. Es war eine selbst Zugeschwei�te  2 ml Ampulle mit Handbeschriftung. (Foto der zweiten anbei) Die Bundeswehr hatte sie gegen russische Kampfstoffe entwickelt. Das Gegengift war noch nie am vergifteten Menschen eingesetzt worden. Der erheblich betrunkene Mann der Vergifteten erz�hlte, dass seine Ehefrau eine Chemielaborantin beim nahe gelegenen Aluminiumwerk sei, die stets drohte, beim n�chsten Streit schlucke sie eine gewaltige Dosis Zyankali in sauerem Wein.

Er hatte sich immer �berlegt, was er dann tun w�rde. Nach einer Feier mit viel Alkohol kam es wieder zum Streit, sie st�rzte ins Badezimmer, l�ste einen geh�uften Essl�ffel Zyankali im Wein, trank und fiel sofort bewusstlos um. Er zerrte die Bewusstlose die Treppe hinunter, verfrachtete sie auf den Autor�cksitz (die T�re ging nicht zu, trotz heftigen Schlagens, da die Gro�zehe dazwischen lag) und er raste �ber viele Rotlichter hinweg nachts in die Klinik. Die Story erschien so unwahrscheinlich, dass ich sofort die Polizei verst�ndigte unter dem Verdacht eines Mordversuchs. Sie best�tigte die vorgetragene Version voll.

Nach Finden der Gegengift Ampulle (4 DMAP) in meinem Klinikschrank kam ich euphorisch auf die Station. Trotz aller Ma�nahmen schien die Patientin gerade zu sterben, das Herz schlug nur selten, die Haut war hellrot, der Sauerstoff konnte nicht mehr in die Zelle gelangen. Gro�spurig verk�ndete ich nun: "Jetzt werdet ihr eine Wunderheilung sehen, gleich steht sie auf". Ich spritzte rasch die kleine Ampulle in den gelegten Zentralvenen - Zugang. Daraufhin wurde die Patientin binnen 60 Sekunden blitzblau (Meth�moglobin�mie). Ich bekam Angst. Es schien, als ob dies den Tod bedeutet. In panischer Angst spritzte ich dann das zweite vorgeschriebene Gegengift (Natriumthiosulfat) nach. Alle �brigen wandten sich ab  und rechneten mit dem Tod. Nachdem ich 100 ml des zweiten Gegengiftes gespritzt hatte, wand ich mich auch entt�uscht ab. Pl�tzlich tat sie einen Schrei, blitzschnell richtete sie sich auf, riss Tubus, Venen- und Blasenkatheter heraus, stieg aus dem Bett, lief zum Spiegel, strich sich �bers Haar und rief laut angesichts ihres tiefblauen Gesichtes "Was habt's Ihr mit mir getan?". Bis dahin waren alle wie versteinert, jetzt st�rzten sie zu ihr, f�hrten sie ins Bett und sprachen mit der v�llig Vern�nftigen.


Ich sammelte nun weiter wie vorher alle 5 Minuten Blut- und Urinproben und sandte sie noch in der gleichen Nacht zum Toxikologie Kollegen v. Clarmann an der Uni. Bei der anschlie�enden Feier verk�ndete ich stolz "das wird mein Habilitationsfall", jetzt gehe ich an die Uni als Oberarzt. Da dies von einem St�dtischen Krankenhaus aus fast unm�glich war, bel�chelten mich alle still. Clarmann hat die Proben aus Eifersucht unterschlagen, erst nach �berwechseln zu ihm Jahre sp�ter tauchten sie auf und waren verdorben.

Die Ver�ffentlichung des Falles ohne die dazugeh�rigen Werte war nat�rlich wesentlich reizloser, aber es war trotzdem ein Markstein der Klinischen Toxikologie.

Trotz aller Eifers�chteleien und Anfeindungen f�hrte die Weltpremiere zur Habilitation. Nebeneffekt der ersten zivilen Ver�ffentlichung war, dass die chemische Billigwaffe der Russen ihre Gef�hrlichkeit verlor. Mit Blaus�urekontainern h�tten sie die Zivilbev�lkerung bei uns ausl�schen k�nnen und die unbesch�digte Industrie �bernommen. Die Medizin half, die Welt friedlicher zu machen und den eisernen Vorhang zu �berwinden.

 Die Erstanwendung des Blaus�reantidots 4-DMAP war m�glich durch exakte Vorinformation, warten auf den Fall, geeignete Bevorratung und den Mut zur Tat.

Nach dem hervorragenden Ergebnis, bei dem eine beinahe tote Patientin erwachte und kurz darauf ohne jegliche Nebenwirkungen nach Hause entlassen werden konnte, wurde das Antidot in zahlreichen weiteren F�llen selbst angewandt und empfohlen.

Es folgte die Entdeckung der Antidotwirkung von 4-DMAP bei H2S, Schwefelwasserstoff, deren Vergiftungen erfolgreich behandelbar sind, sowie die Entdeckung der Antidotwirkung von 4-DMAP bei Aziden. Dies waren meine Habilitationsf�lle.

 

1972 Eigene Kenntnisse nieder schreiben im ersten Buch

1971 fragte der neue Chefarzt Prof. Begemann an, ob ich meine Therapieschemata zur Behandlung von Vergiftungen nicht in seiner �rzte Zeitschrift ver�ffentlichen wollte. Begeistert sagte ich zu.

Prof. Koeppe, der Herausgeber der Zeitschrift "Medizinische Klinik".bat mich um 12 Beilagen zur �rztezeitschrift. Das Erscheinen brachte einen Sturm der Begeisterung. Die kurzen, �bersichtlichen Tabellen mit neuestem Inhalt kamen prima an. Erstmals war die Intensivmedizin in die Klinische Toxikologie eingebaut. Intubation, Beatmung,  Kreislaufhilfen, Vergiftungsdiagnostik und Vergiftungstherapie zusammen, das war eine Revolution. Unz�hlige wollten die Tabellen  auch. Die Auflage der Zeitschrift wurde verf�nffacht. Als die vereinbarten 12 Hefte fertig waren, bat Prof. Koeppe flehentlich um eine Fortsetzung. Nun folgten ausf�hrlich die Drogen und vieles anderes. Nach 54 Tabellen war Max ohne Lust. Der Nachfrageboom blieb ungebrochen. Daraufhin wurde beschlossen, die Tabellen quer in Buchform herauszugeben. Davon sind bis heute �ber 200.000 Exemplare verkauft.

Viele Verlage h�ngten sich an. Der Springer Verlag bat um ein �hnliches Taschenbuch, alphabetisch geordnet, der Urban Verlag um �rztliche Notf�lle, �bersetzungen folgten. Der Autor der Giftliste, Dr. Lutz Roth, bat um einen Notfallteil zu seiner "Giftliste", die Clarmann 2 Jahre vorher versprochen hatte.

Binnen 14 Tage hatte Roth das Manuskript, gerade noch rechtzeitig zum Drucken. Dies war der Auftakt zu einer langj�hrigen besten Zusammenarbeit.

Erfolgreich war auch die italienische und die serbo-kroatische Auflage.

 

1972 Ersten Toxikologischen Notarztwagen gegr�ndet

Nach Einrichten des ersten Notarztwagens der Berufsfeuerwehr am Schwabinger Krankenhaus im Jahre 1972 und �bernahme des toxikologischen Notarztdienstes und des leitenden Notarztes der Berufsfeuerwehr 1976 wurde mit Herrn Aicher Peter, der Ambulanz M�nchen, 1989 der toxikologische Notarztdienst Aicher eingerichtet. Der toxikologische Notarztdienst wurde zu zahlreichen seltenen, schweren oder Massenvergiftungen (siehe dort) gerufen. Gerade hier waren die besonderen Kenntnisse der Ersten Hilfe bei Vergiftungen, des raschen Erkennens und von Spezialbehandlungen wie besonderen Gegengiften gerne gesehen. W�hrend fr�her der Schwerpunkt bei Vergiftungen lag, zu denen spezielle Gegengifte erforderlich waren (E605, Arsen, Blaus�ure, Quecksilber, Nitrose Gase), waren es sp�ter die Umweltgifte und deren schwieriger Nachweis, der f�r die Vergifteten und ihre behandelnden �rzte im Vordergrund stand (bebaute M�lldeponie, Anlieger einer Pre�spanplattenfabrik, Anlieger einer arsenhaltigen Sonderm�lldeponie).

Da die Objektivierung einer Lebensgef�hrdung von Umweltgiften ein Politikum darstellt, wurde es zuletzt grunds�tzlich untersagt, die �rztevereinigung verh�ngte gegen mich ein Bu�geld von 8000.-DM.

 

1972 Lehrberechtigung an der Uni erworben

Mein Habilitationsfall: Blaus�urevergiftete erh�lt erstmalig in der Welt neues Gegengift.

Feiernd nach einem langen Arbeitstag sa� das Intensivstationsteam zusammen. Da st�rzte unangemeldet ein kleiner Mann herein, der mit seinem Auto bis zur Stationst�r im Klinikgel�nde gefahren war.

Er schrie: "Helft mir, ich hab 'eine Blaus�urevergiftete". Auf seinem R�cksitz lag eine Bewu�tlose. Sie war sehr schwer. M�hsam wurde sie hereingeschleppt. Sie war hellrot und roch s��lich aus dem Mund (Bittermandelgeruch). Alles schien sehr makaber. Der Diensthabende Arzt Theml  intubierte die Bewusstlose, die nicht mehr atmete, legte einen Venenzugang, die Schwestern einen Blasenzugang. Eine k�nstliche Beatmung wurde eingeleitet, das Herz schlug unregelm��ig. Eine Magensp�lung wurde eingeleitet. Da erinnerte  ich mich, von Prof. Weger, dem Toxikologen der Bundeswehr, vor langem eine Ampulle mit einem neuartigen Blaus�ure- Antidot erhalten zu haben. Es war eine selbst zugeschwei�te  2 ml Ampulle mit Handbeschriftung. Die Bundeswehr hatte sie gegen russische Kampfstoffe entwickelt. Das Gegengift war noch nie am vergifteten Menschen eingesetzt worden. Der erheblich betrunkene Mann der Vergifteten erz�hlte, dass seine Ehefrau eine Chemielaborantin beim nahe gelegenen Aluminiumwerk sei, die stets drohte, beim n�chsten Streit schlucke sie eine gewaltige Dosis Zyankali in sauerem Wein.

Er hatte sich immer �berlegt, was er dann tun w�rde. Nach einer Feier mit viel Alkohol kam es wieder zum Streit, sie st�rzte ins Badezimmer, l�ste einen geh�uften Essl�ffel Zyankali im Wein, trank und fiel sofort bewusstlos um. Er zerrte die Bewusstlose die Treppe hinunter, verfrachtete sie auf den Autor�cksitz (die T�re ging nicht zu, trotz heftigen Schlagens, da die Gro�zehe dazwischen lag) und er raste �ber viele Rotlichter hinweg nachts in die Klinik. Die Story erschien so unwahrscheinlich, dass ich sofort die Polizei verst�ndigte unter dem Verdacht eines Mordversuchs. Sie best�tigte die vorgetragene Version voll.

Nach Finden der Gegengift Ampulle (4 DMAP) in meinem Klinikschrank kam ich euphorisch auf die Station. Trotz aller Ma�nahmen schien die Patientin gerade zu sterben, das Herz schlug nur selten, die Haut war hellrot, der Sauerstoff konnte nicht mehr in die Zelle gelangen. Gro�spurig verk�ndete ich nun: "Jetzt werdet ihr eine Wunderheilung sehen, gleich steht sie auf". Ich spritzte rasch die kleine Ampulle in den gelegten Zentralvenen- Zugang. Daraufhin wurde die Patientin binnen 60 Sekunden blitzblau (Meth�moglobin�mie). Ich bekam Angst. Es schien, als ob dies den Tod bedeutet. In panischer Angst spritzte ich dann das zweite vorgeschriebene Gegengift (Natriumthiosulfat) nach. Alle �brigen wandten sich ab  und rechneten mit dem Tod. Nachdem ich 100 ml des zweiten Gegengiftes gespritzt hatte, wandte ich mich auch entt�uscht ab. Pl�tzlich tat sie einen Schrei, blitzschnell richtete sie sich auf, riss Tubus, Venen- und Blasenkatheter heraus, stieg aus dem Bett, lief zum Spiegel, strich sich �bers Haar und rief laut angesichts ihres tiefblauen Gesichtes "Was habt's Ihr mit mir getan?". Bis dahin waren alle wie versteinert, jetzt st�rzten sie zu ihr, f�hrten sie ins Bett und sprachen mit der v�llig Vern�nftigen.


Max sammelte nun weiter wie vorher alle 5 Minuten Blut- und Urin-proben und sandte sie noch in der gleichen Nacht zum Toxikologie Kollegen v. Clarmann. Bei der anschlie�enden Feier verk�ndete Max stolz "das wird mein Habilitationsfall", jetzt gehe ich an die Uni als Oberarzt. Da dies von einem St�dtischen Krankenhaus aus fast unm�glich war, bel�chelten ihn alle still. Clarmann hat die Proben aus Eifersucht unterschlagen, erst nach �berwechseln zu ihm Jahre sp�ter tauchten sie auf und waren verdorben.

Die Ver�ffentlichung des Falles ohne die dazugeh�rigen Werte war nat�rlich wesentlich reizloser, aber es war trotzdem ein Markstein der Klinischen Toxikologie.

Trotz aller Eifers�chteleien und Anfeindungen f�hrte die Weltpremiere zur Habilitation. Nebeneffekt der ersten zivilen Ver�ffentlichung war, dass die chemische Billigwaffe der Russen ihre Gef�hrlichkeit verlor. Mit Blaus�urekontainern h�tten sie die Zivilbev�lkerung ausl�schen k�nnen und die unbesch�digte Industrie �bernommen. Die Medizin half, die Welt friedlicher zu machen und den eisernen Vorhang zu �berwinden.

 

1974 Tox-Koffer entwickelt

1974 hatte ich nach meiner erfolgreichen Behandlung der "toten" Blaus�urevergifteten mit dem Antidot  4-DMAP, das erstmalig in der Welt am Menschen eingesetzt wurde, eine mobiles Gegengiftdepot zusammengestellt, das alle Medikamente, Ger�te und Nachweismethoden zur erfolgreichen Behandlung aller Vergifteten am Unfallort enthielt, zusammen gestellt. Die  Firma Roth in Karlsruhe vertreibt es bis heute. Viele Chemiebetriebe, Fabriken und Kliniken in aller Welt haben es sich angeschafft und aktualisieren den Inhalt gem�ss den 85 Erg�nzungslieferungen der "Giftliste" im Ecomed-Verlag, in der alles ausf�hrlich auf dem neuesten Stand beschrieben ist. Dies war die Voraussetzung, dass alle �rzte vor Ort sofort die modernste und effiziente Therapie anwenden.

 

1974 Psychisch Kranken einen Traum erschaffen

Planung einer Verhaltenstherapie  Klinik.

Der Chef der Verhaltenstherapie am Max-Planck-Institut, Prof.J.C.B. Brengelmann wollte �ber den Betreiber Prof. Herding und dem ber�hmten Architekten Prof. Sepp Ruf eine verhaltenstherapeutische Kurklinik f�r psychosomatisch Kranke auf Kosten der BfA in Feldafing �ber dem Starnberger See errichten.

Die Verhandlungen und Planungen mit den Architekten, der BfA, dem geplanten Klinikpersonal usw. waren sehr interessant.

Zugleich wurde eine in Konkurs gegangene orthop�dische Klinik in Windach am Ammersee billigst aufgekauft, die mit Feldafing eng zusammen arbeiten sollte. Als dortigen Chefarzt hatte ich Dr.F.J.St. angeworben, der als Oberarzt von M.v.C. der toxikologischen Abteilung rechts der Isar so herrisch und tyrannisch war, dass sich St.l extrem gemobbt f�hlte. Ich vermittelte Stickl eine R�ntgenausbildung in Gauting, da er dies f�r seinen Facharzt brauchte.

Die Planung der Verhaltenstherapie in einer Kurklinik war 1974  sehr aktuell. Das Projekt war von allen Seiten genehmigt. Da erkl�rte die Betreiberfirma, dass ich als Chefarzt aus Kostengr�nden mit 1/4 des Personals zufrieden sein m�sste.

Tags�ber sollte bei 220 Kranken nur eine examinierte Schwester t�tig sein. Da stieg ich aus. Das Projekt starb, ebenso bald darauf der Betreiber. Zuvor bat mich C., die Oberarztstelle der Toxikologischen Abteilung der Techn.Universit�t zu �bernehmen.

Sp�ter kaufte ich in Gr�nwald ein Haus, das der Architekt Prof. Sepp Ruf 1936 entworfen hatte und richtete nach meiner Pensionierung dort den Giftnotruf ein.

 

 1974Universalantidot Medizinalkohle im Einmalbecher

Schwer Vergifteten wird das Blut �ber Kohle geleitet und damit entgiftet. In manchen F�llen wurde solange gewartet, bis der Behandlungseintritt erforderlich war. Ich �berlegte, warum solange warten, bis das Gift im Blut ist und nicht sofort die Kohle zum Gift geben. Von nun an bekam jeder, der Gifte verschluckt hatte, soviel Kohle wie n�tig. Da Kohle auch Mageninhalt bindet, war oft viel n�tig.

Dies ersparte dann meist ein unappetitliches Erbrechen oder eine Magensp�lung. Viele S�uglinge und Kleinkinder, von denen man nie sicher wusste, ob sie viel oder �berhaupt nichts geschluckt hatten, konnten nach Kohlegabe mit Marmelade oder Sirup zuhause bleiben.

Auf meine Anregung hin brachte die Arzneimittelfirma Dr K�hler einen Fertigbecher mit Pulverkohle auf den Markt, die sich im Ernstfall in Sekunden aufl�st und alle Gifte im Magen aufnimmt. Dies wurde zur wirkungsvolleren Alternative zum gef�hrlichen Apomorphin-Erbrechen und dem zu lange dauernden Ipecacuanhae-Erbrechen.

Alle Laien k�nnen hervorragend damit umgehen.

So wurden viele weitere Gegengifte erprobt und auf den Markt gebracht (Toluidinblau, DMPS Ampullen, 4-DMAP-Fertigspritze, Physostigmin, Atropin hochdosiert 1%).

 

1974 Rauchverbot in Krankenh�usern erwirkt

Jeder weiss, dass Krankenschwestern, Pfleger und manche �rzte und Psychologen infolge des grossen Psychostresses wie die Schlote rauchen. Als Suchtforscher wollte ich dies beseitigen. Bitten halfen nichts. Bei einer Feuerwehrbesprechung fragte ich den Chef der Berufsfeuerwehr. Er fand eine Bestimmung heraus, wonach auf meiner Station, weil dort ein unverbaubarer Fluchtweg war, ein totales  Rauchverbot bestand. Es wurden Rauchverbote ausgeh�ngt und �berpr�ft. Zun�chst drohte das ganze Personal mit K�ndigung, keiner f�hrte sie durch. Dann wurde viel mehr gearbeitet, die ganzen Rauchpausen fielen weg. Nach Jahrzehnten haben sich bei mir sehr viele f�r "die gewaltsame Gesundheitsverbesserung" bedankt.

Sp�ter wurde dies in vielen anderen Kliniken ebenfalls durch-

gesetzt. Oft waren Briefe an die Verwaltung n�tig, ob sie es deshalb tolerieren, weil dann "die frisch Herzoperierten bald wieder k�men" u.a.

 

1975 Antidot Polyethylenglykol entdeckt

Bei den vielen selbst durchgef�hrten Magensp�lungen Bewu�tloser fiel immer wieder auf, da� die zusammengeklumpten, oft brettharten Tablettenmassen sich schlecht entfernen lie�en.

Ein junges Photomodell, das �ber 400 Schlaftabletten geschluckt hatte - man fand die leeren Tablettenfolien neben ihr - war mit keiner Methode behandelbar. Selbst nach 400 L Magensp�lwasser war im R�ntgenbild der Tablettenklumpen unver�ndert. Die Gastroskopie erwies sich als Spielerei ohne Effekt. Dann versuchte ich mehrere Sp�lmittel. Nach einem, dem Polyethylenglykol 400, waren die Tabletten im R�ntgen pl�tzlich verschwunden, das Sp�lwasser glasklar und die Patientin erwachte bald aus ihrer Bewu�tlosigkeit. Der anschlie�ende Labortest best�tigte, jetzt war das ungef�hrliche L�semittel f�r die Tablettenmasse entdeckt. Heute werden fast alle Tabletten mit PEG hergestellt. Die gleiche Fl��igkeit hilft zur Entgiftung. Ab da war Magensp�len ein Kinderspiel. Das Mittel (Roticlean) wurde patentiert.

 

1975 Mykonos Traum f�r den Goldenen Schuss

Als die beiden 14- und 16j�hrigen T�chter des Kommissar-Fernseh-Regisseurs in die toxikologische Abteilung mit drohendem Leberversagen nach Tri-Schn�ffeln eingeliefert waren und nur durch eine Intensivtherapie gerettet werden konnten, begann eine Serie von Kommissar-Filmen mit toxikologischen Problemen, bei denen Max kostenlos die Regieberatung vor Ort durchf�hrte. Mykonos, die Geschichte einer 14j�hrigen Fixerin in Schwabing, die in die Nervenklinik abgeschoben werden sollte und von Eric Ode davor bewahrt wurde, war die begehrteste Folge. Viele Gespr�che mit Eric Ode, Fritz Wepper, Claus Legal und vielen anderen im Team weckte die Begeisterung aller zur Hilfe von chronisch Vergifteten. In Nebenrollen trat Max und seine Frau Gertrud auf. Sp�ter folgten �ber 150 Fernsehspots zu allen m�glichen toxikologischen Problemen wie Wunderkerzen, Seveso Bhopal, Sandoz-Unfall, Amalgam, Tablettensucht, Gifte in Kleidern, M�llverbrennungsgifte, Rauchertod, Palladium, M�llverbrennungsgifte, Politikertod, "Sprechstunde", Holzgifte u. v. m. Oft waren in einer Woche bis zu drei Fernseh-Teams zur Aufnahme da. Dies w�hrte bis zur Pensionierung.

 

1976 Uni-Ruf zur kranken TOX-Konkurrenz

Da mein Konkurrent und Neider an der Techn.Universit�t-M�nchen schwer krank war und  viele Mitarbeiter deswegen verloren hatte, bat er mich inst�ndig, seine Vertretung zu �bernehmen. Ich k�ndigte meinen Chefarzt- und Beratervertrag f�r die Verhaltenstherapie-Klinik der BfA in Feldafing und ging nach Abschluss meiner R�ntgenausbildung als Internist auf die TOX der TU-M�nchen. Zwei Wochen

nach dieser Entscheidung  erlitt mein Vater  einen schweren Herzinfarkt  und blieb bettl�gerig. Ich musste seine Praxisaufgabe abwickeln. Der Toxikologe  musste in letzter Sekunde notoperiert werden und war 6 Monate krank. Uneingef�hrt pl�tzlich die gesamte Abteilung mit Giftnotruf und Vorlesung sowie der Stelle des Leitenden Notarztes (von 7 Not�rzten) zu f�hren, war eine wahre Herausforderung.

 Ich hatte zwar immer vor, die Praxis meines  verehrten Vaters zu �bernehmen, was ich nun vorl�ufig nicht mehr konnte. Erst f�nf Jahre sp�ter konnte ich mich aus der Klinik herausschleichen und er�ffnete eine Kassenarzt- Praxis als Internist in der Maximilianstrasse mit Blick auf die Statue Maximilian II.

 

1976 M�ttern von vergifteten S�uglingen sollte man Magen sp�len

1976 musste ich auf der Tox der TU als erstes einem S�ugling den Magen sp�len, weil er schwer mit Nicotin und Blaus�ure vergiftet war, nachdem er den gesamten Inhalt des m�tterlichen Aschenbechers in den Mund gesteckt und teils verschluckt hatte. Alles ging gut. Meine Mutter sagte stets: �Bei vergifteten Kindern sollte man der Mutter den Magen sp�len.� Zur�ck blieb bei mir der Wunsch, alle M�tter aufzukl�ren, wie giftig das Rauchen vor Kindern ist.

Damals wussten wir noch nicht, dass die Zigarettenindustrie 40 Millionen bezahlte L�genartikel von der gesamten f�hrenden �rzteschaft in Deutschland ins Internet stellen lie�. Ich wunderte mich nur, warum kein Fachblatt einen �bersichtsartikel �ber die Gefahren des Rauchens annehmen wollte. Ich �berbr�ckte mit der Akut-Toxikologie: Blaus�ure und Nicotin in Zigarettenkippen ist f�r S�uglinge t�dlich, Blaus�ure in der Ausatemluft extrem hoch. Zur chronischen Giftwirkung gab es � wie beim Amalgam � nur L�gen: kein Giftnachweis m�glich, krank durch Schicksal (Krebs), Befindlichkeitsst�rungen sind psychisch usw.

Erst im Handbuch konnte ich ungehindert �ber die Gefahren des Nicotinmissbrauchs schreiben. Meine Monographie �Passivrauchen� wurde ein Renner. Durch die amerikanischen Schadensersatzprozesse fiel die Geheimhaltung der Machenschaften der Zigarettenindustrie und wurde die h�ufigste Todesursache der Industrienationen bekannt. Unser Gesundheitsminister Seehofer stimmte im Kabinett erfolgreich gegen die EU f�r die Zigarettenwerbung vor Kindern. Heute fallen alle in die andere Richtung. Noch sind wir weit davon entfernt, dass Zigarettenfirmen die immensen Folgen des Rauchens bezahlen. Dann w�re unser Gesundheitssystem saniert.


1976 Seveso hier funktionierte nur die Vertuschung

Die mit unserer �rztin am Giftnotruf befreundete Leiterin des Giftnotrufs Mailand, Frau Dr. Bozza, rief Juli 1976 an und fragte, was 3,4,7,8-TCDD sei, diese unbekannte Substanz sei in Seveso kiloweise freigesetzt worden, und zerst�re alle Lebewesen, die Leute h�tten alle Hautausschl�ge. Das Gesundheitsministerium h�tte den Befehl zur Geheimhaltung gegeben, sie wolle jedoch den Betroffenen helfen. Wir hatten keinerlei Unterlagen. Alle befreundeten Toxikologen wurden befragt. Prof. Weger aus Innig erinnerte sich schwach an einen Studenten der, Schuster, der damit im Pharmakologischen Institut arbeiten wollte , was jedoch vom Leiter Prof. Kiese verboten wurde, da sie extrem gef�hrlich war. Schuster brachte am gleichen Tag einen Pack fotokopierter Originalunterlagen, die noch am gleichen Abend mit der Alitalia Maschine nach Mailand geflogen wurden.

Wir waren bei deren Studium entsetzt. Noch entsetzter waren wir �ber die Regierungsbulletins:

1. Oft H�nde waschen (wasserunl�slich!)

2. Im Schritt-Tempo Auto fahren (auf der offenen Autobahn!)

3. Keine Kinder bekommen (Schwangere?) usw.

Wir boten der italienischen Regierung unsere Sachkunde an. Sie lehnten ab, wollten Geheimhaltung. Der Stoff galt als wichtigster

NATO  Kampfstoff. Prof. Weger bot �ber die Bundeswehr umfangreiche

Hilfe mit Transportflugzeugen incl. Medikamenten und zur Dekontamination an. Alles wurde abgelehnt. Offizielle Beschwerde in Bonn �ber die mangelnde Geheimhaltung war die Antwort. Da entschloss ich mich am Freitagabend um 22 Uhr (alle Beh�rden sind 3 Tage unbesetzt!) zur Bekanntgabe an die Deutsche Presse Agentur. Ungl�ubig fragten diese mehrmals am Giftnotruf M�nchen zur�ck: da sa� ich am Telefon und beantwortete alles. Am Samstag stand in allen Zeitungen der Welt: Gro�er Chemieunfall in Seveso mit TCDD. Deutsches Toxikologenteam steht abflugbereit mit Hilfsg�tern am Flughafen in M�nchen Riem.

Auch das half nicht. Nur wusste die betroffene Bev�lkerung von da an Bescheid. Wer konnte zog weg. Die Toxikologen der Welt mussten  sich mit dieser Substanz befassen. Der letzte wichtige Kriegskampfstoff war dadurch unwirksam gemacht, der eiserne Vorhang massiv durchl�chert.

Die Geheimhaltungsstrategie bei Dioxinen liegt noch in der Brust jedes alten Toxikologen  und vieler Politiker. Stoiber, der jetzige bayrische Ministerpr�sident, verlangte als Innenminister ein Verfahren gegen mich, nachdem ich ver�ffentlicht hatte, dass bei Fernseherbr�nden viel Dioxine und Furane frei werden. Ein Weglassen des Feuerhemm-Lackes und die Aufnahme in die Bestimmung der Brandschutzversicherungen sowie eine Empfehlung des Umweltbundesamtes waren jedoch die positive Folge.

 

Daraufhin versuchten sie es aufgrund meiner Warnung, die massiv dioxinverseuchte Bille Siedlung in Hamburg nicht prim�r als Beobachtungsmodell zu sehen, sondern unbewohnbar zu machen.

Menschliche Toxikologie hat bei Politik und Wirtschaft heute noch nicht das Sagen.

 

1976 Massenvergiftungen durch sorglosen Umgang mit Giften

Bei zahlreichen Massenvergiftungen fanden sich immer wieder die gleichen Verhaltensweisen bei Verursachern und Betroffenen.

-In der Toni Pf�lf Grundschule wollte ein Kindergarten Schwimmen gehen. Der Bademeister hatte die Chlorkonzentration verwechselt. Chlorgaswolken zogen durch die Umkleider�ume. Der vorausgehenden Klasse von M�dchen wurde es �bel, sie waren erregt, eine fiel um. Es wurde als typische Hysterie von M�dchen abgetan. Die Kindergartenkinder reagierten anders auf die Giftgaswolken: sie wurden apathisch und husteten viel und heftiger als die �lteren.

Die Kinderg�rtnerinnen schlugen auch wegen des bei�enden Geruchs Alarm. Die Kinder wurden von mir im Giftbus der Feuerwehr mit Dexamethason- Spray behandelt, untersucht und nach Stunden zu ihren Eltern heimgefahren.

- An der Streitfeldstra�e hatte ein betrunkener Chemiefahrer in den Kellertank mit S�ure eine Lauge gef�llt, weil er die Einf�llstutzen verwechselte. Eine Chlorgas Nietrosegaswolke breitete sich aus.

Da man meinte, drei Lehrlinge seien eingeschlossen, kam es zu einer gro�en Feuerwehraktion. �ber 50 Firmenangeh�rige dr�ngten sich dicht als Zuschauer. Sie wurden von der ausdringenden Giftgaswolke vergiftet, drei von ihnen sogar schwer. In der Anfangshektik hatte niemand Zeit f�r die Schaulustigen.

-In einer Berufsschule hatten die Imbissverk�ufer die Laibe Leberk�se bis 6 Monate (!) lang hinten im K�hlschrank stehen und jeweils die vorderen verkauft. Als sie die alten verkauften, mussten sich die Sch�ler kurze Zeit darauf erbrechen. Als nach der Pause 2 Sch�ler sich beim Direktorat deswegen krank meldeten, wurden sie als Simulanten abgewiesen. Erst als auch ein Lehrer, der mitgegessen hatte, erkrankte, wurde die Sache aufgerollt. Ausger�ckt an den Unfallort wurde von mir auch eine angebissene Semmel aus einem Abfallkorb zur Untersuchung mitgenommen. H�misch �u�erte darauf der Lieferant des Leberk�se, nachdem er die verdorbene Semmel aus dem Behandlungsraum geklaut hatte: "Was machen Sie jetzt, wenn Sie den Verursacher nicht mehr haben?" Ich lie� von allen das Erbrochene untersuchen und bei allen fand man die gleichen Bakterien des verdorbenen Essens im Mageninhalt.

- Dramatisch wurde es nach dem Anruf des Feuerwehrarztes Dr. Nardy von Regenstauf, der vom Giftnotruf wissen wollte, wie man Nitrosegase im Blut nachweist. Zahlreiche Feuerwehrleute seien durch L�schwasser, das nach einem Scheunenbrand in das D�ngemittellager einbrach, schwer damit vergiftet. Ich riet ihm alle, die damit Kontakt hatten, vorsorglich mit Dexamethason- Spray zu versorgen, damit er keine Sp�ttodesf�lle riskiert. Ich bot ihm die Vorr�te der Toxikologie an.

Nachts kam dann der R�ckruf, er brauche jetzt Medikamente und Personal, denn er habe den Katastrophenfall ausrufen lassen und alle Autofahrer, die am ganzen Freitag an diesem Brand vorbeifuhren an seinen Ort zur�ckbeordert. Von den gesch�tzten 18.000 standen schon 4.000 vor seiner T�re. Ich r�ckte mit beiden Giftbussen der Berufsfeuerwehr aus. Bei meiner Ankunft standen schon mehrere Tausend frierende, erbost Wartende vor der T�r. Ich entwarf ein Informations-und Behandlungsblatt, lie� es eilig vervielf�ltigen, informierte mit Megaphon die Wartenden, beriet den Katastropheneinsatzstab, alarmierte die Bundeswehr mit der Bitte um �rzte und weitere Dexamethason- Sprays und informierte die Presse ohne auf die Hintergr�nde einzugehen. Zum Gl�ck kamen nur 4500 zur Behandlung. Die wirklich bedrohten Feuerwehrleute waren vorher schon l�ngst korrekt behandelt  Aber lustige Details waren zu beobachten, wie das Landen eines Hubschraubers mit �rzten, die aufgeregt fragten "wo die E 605-Vergifteten seien und was sie machen sollten". Sie waren zum Teil von Operationen aus dem OP geholt worden. Ich beruhigte sie, schickte sie zur "Gulasch-Kanone" und schickte sie dann heim, denn zwei Bundeswehr�rzte hatten jeweils in den Giftbussen nach exakter Einweisung die Sache fest im Griff. Die Unterteilung in M�nner und Frauen zum Abh�ren der Lunge hatte sich prima bew�hrt.

- Wirklich schlimm war aber der Fall in M�nchen Ismaning. Ein Wochenenddienst Arzt rief am Giftnotruf an, er und seine Familie seien auch schwer krank, er habe nachts 50 Hausbesuche bei Schwerkranken gemacht. Alle h�tten nach Eislutschen Durchf�lle und hohes Fieber. Er denke an Ruhr. Wir waren zwar nicht zust�ndig, aber niemand helfe ihm, denn es war ein langes Wochenende vor dem ersten Mai. Die Antibiotika seien im weiten Umkreis vergriffen. Ich empfahl ihm, jeweils Stuhlr�hrchen und Kohle auszugeben. Er bat flehentlich um Hilfe. Ich r�ckte mit beiden Giftbussen aus und verst�ndigte alle Beh�rden per Funk. Der Leiter des Rettungsdienstes, Herr Seu�, �bernahm vor Ort die Aufstellung und Adress�bermittlung von Notarzt-Teams. Der damalige Rot Kreuz Arzt und sp�tere Justitiar der �rztekammer, Herr Kollege Frenzel, �bernahm auf mein Gehei� ein Team.


Als ich h�rte, dass im Altenheim und im S�uglingsheim ebenfalls Schwerkranke mit den gleichen Erscheinungen lagen, vermutete ich als Quelle das Trinkwasser. Dann fiel das Telefon des Dienstarztes, die einzige Kontaktstelle f�r Kranke aus. Die Bundespost sah keine M�glichkeit zur Hilfe. Da bat ich per Funk �ber den Chef der Feuerwehr den technischen ABC-Zug um Hilfe. Sie kamen sofort mit einer Wagenkolonne. Einer stieg aus, ging in die Arztpraxis, klemmte das defekte Nebentelefon ab und kam nach 5 Minuten freudestrahlend zu mir. Alles klappte wieder.

Mein Vater sagte immer, derjenige ist der beste Arzt, der wei�, wer was am besten kann.

Der Chef des Gesundheitsamtes und der Chef des staatlich chemischen Untersuchungsamtes f�r die Stuhlproben waren im langen Wochenende fort. Die Polizei suchte sie vergeblich.

Da holte ich den Chef der Infektionsabteilung, Dr. Holzer,  Krankenhaus Schwabing an den Unfallort. Er sagte zu, binnen weniger Stunden 200 der Schwerkranken in sein Haus aufzunehmen. Er glaubte nicht an eine Ruhr. Nachts kamen die gesuchten Chefs dazu, alle diskutierten lebhaft. Die �rzte versorgten pausenlos hunderte von Bettl�grigen zuhause. Das Klinikum rechts der Isar lieferte aus Katastrophenvorr�ten tausende Kohlekompretten.

Morgens kam nun das erste Ergebnis der Bakteriologie: Shigella sonnei crusei, die Ruhr. Jetzt musste es das Trinkwasser sein. Ich verlangte eine umfassende Information der Bev�lkerung �ber Radio und Lautsprecher. Es wurde der Katastrophenfall ausgerufen. Ich richtete in der Schule das Hauptquartier ein, bestellte von einer

Arzneimittelfirma Antibiotika, lie� Alkohol zur Desinfektion von unserer Klinikapotheke abf�llen, organisierte Informations- und Arzneiabgabe in der Bev�lkerung und informierte laufend die Wartenden �ber Megaphon. Der Landrat, der B�rgermeister, die Feuerwehr, der ABC Zug, alle waren enorm hilfsbereit. Die Feuerwehr stellte Container mit Trinkwasser und die Verpflegung der �ber 300 Helfer sicher. Dann kam die Best�tigung: Ruhr im Trinkwasser. Herr Majewski grub sich eine Toilette am Wasserturm  und brachte  aus Israel die Ruhr mit.

Zuletzt verst�ndigte ich meinen Chef zur �bernahme als Leitender

Notarzt. Bis dahin hatte er seinen 50. Geburtstag gefeiert. Seine Frau sagte: "das war sein sch�nstes Geburtstagsgeschenk".

Die gr��te Massenvergiftung in M�nchen nach dem Kriege k�ndigte sich in mehreren Telefonanrufen verschiedener Gro�firmen an, in denen gleichlautend geschildert wurde, da� etwa 30 Minuten nach dem Verzehr von Schaschlik in Rahmso�e alle gleichzeitig zur Toilette rasten. Der erste hatte Gl�ck, die anderen mussten  sich erbrechen und machten oft gleichzeitig mit Durchfall in die Hose. Ich lie� die Gro�k�che ermitteln, sie war in F�rstenfeldbruck.

Sie erkl�rte, 5500 Essen ausgeliefert zu haben und bef�rchtete, dass die Eier der So�e m�glicherweise verdorben waren. Aufgrund der schnellen Symptomatik und dann auch im bakteriologischen Nachweis war klar, da� es sich um Staphylokokken, d.h. Eitererreger in der So�e handelte. Ich lie� alle M�nchner Kliniken verst�ndigen, schickte beide Giftbusse an die Einrichtungen mit den meisten Schwerkranken, zu den drei leichteren schickte ich informierte Not�rzte. Erkrankte bekamen Kohle, Schwerkranke Kochsalzinfusionen. Die ersten 50 Patienten schickten wir in Kliniken weit vor M�nchen. Die Krankenh�user baten wir, Betten leer zu machen. Auf der Theresienwiese, dem Oktoberfestplatz, planten wir ein Notlazarett der Bundeswehr. aufzustellen. Das ben�tigte aber sehr lange Zeit.

Nur 220 Schwerkranke (Alte, Schwangere) mussten  in Kliniken aufgenommen werden, der Rest durfte nach Kohlegabe wieder heim.

Alles verlief glimpflich, da alle Betroffenen rechtzeitig behandelt wurden. Viertelst�ndlich erfolgten Rundfunkmeldungen.

- Der toxikologische Notarztdienst Ambulanz M�nchen wurde vom Gesundheitsamt nach Aichach geholt um Dutzende Patienten mit den Katastrophenvorr�ten DMPS zu spritzen. Zahlreiche Anlieger einer arsenhaltigen Sonderm�lldeponie, die von einem Fluss ausgewaschen wurde, waren chronisch damit vergiftet.

Auf Anforderung eines Hautarztes wurden dann �ber 120 Bewohner des unmittelbar neben der Deponie gelegenen Ortes Gallenbach mit dem Gegengift behandelt. Er hatte alle Patienten mit arsentypischen Ver�nderungen sie Warzen zusammengefasst.

Danach wurde die Arsenquelle beseitigt.

- zum Beistand eines Arztes in Bergisch Gladbach musste  der toxikologische Notarztdienst Ambulanz M�nchen zur Erkennung und Behandlung von chronischen Vergiftungen einer bebauten Sonderm�lldeponie ausr�cken. Die Ergebnisse f�hrten dazu, dass die Stadt entgegen ihren jahrelangen Beschl�ssen die H�user r�ckkauften und die Wohnsiedlung verwaiste. Obwohl die Bewohner dadurch schlagartig gesund wurden, verweigerten die Krankenkassen die Bezahlung, als ob sie mit der Genesung nicht einverstanden w�ren.

- Der toxikologiche Notarztdienst Ambulanz M�nchen wurde auf den Flughafen gerufen, als eine Maschine mit 220 schwer vergifteten Urlaubern aus Sri Lanka landete. Schnell stellte ich auf dem Flugfeld fest, dass  die Mayonnaise im Mittagsessen die Ursache einer Massenvergiftung mit Staphylokokken war. Allein mit meinen Rettungssanit�tern und ihrem Chef versorgte ich alle Passagiere. Bis auf wenige, die ins Krankenhaus mussten, konnten alle nach Trinken einer Kohlel�sung beschwerdefrei nach D�sseldorf heimfliegen.  

- Eine Anliegerin der Formaldehyd-Produktionsanlage der Spanplatten-

fabrik Pfleiderer in Bad T�lz litt unter schwersten Nervenausf�llen, die bis zur Schlaganfall Symptomatik f�hrten. Sie hatte extrem hohe Ameisens�urewerte, das Abbauprodukt von Formaldehyd, wenn die Nervenst�rungen am h�chsten waren. Viele Anlieger litten an �hnlichen Vergiftungszeichen, ein Bub an Asthma, wenn es stank. 

Der Notarztdienst r�ckte an einem belasteten Tag aus. Beim Eintreffen vor Ort stellte die schuldbewusste Firma sofort ihre Anlage ab. 50 Bewohner wurden untersucht. Sie hoben den Gifturin erst dann auf, als es aus der Firma stank n�mlich gleich nach Abr�cken des Notarztteams. Bei allen Kranken wurden wieder extrem hohe Giftwerte gefunden. Die h�chsten Werte hatte der asthmakranke Bub. Weil die Werte so hoch waren, glaubten die Gegner an Laborfehler.

In Wirklichkeit waren es typische Werte von extrem durch Gift gesch�digten Leuten, da t�glich dort 40.000 Liter Formaldehyd verdunsteten.

Die Firma Pfleiderer stellte eine Betrugsanzeige gegen den Notarzt dienst, weil dieser den Einsatz nur gefahren h�tte, um Geld zu verdienen. Es wurde jedoch kein Pfennig daf�r gezahlt. Das Strafverfahren wurde wegen erwiesener Unschuld gegen den Notarztunternehmer eingestellt. Ich erhielt vom �rzteverband eine Disziplinarstrafe von 8000.-DM, da ich als Notarzt angeblich nicht zu Vergifteten au�erhalb der Stadt h�tte fahren d�rfen. Als toxikologischer Notarzt der Berufsfeuerwehr M�nchen durfte ich es jedoch vorher oft und nachher auch noch (Brand in Aalen).

Die Firma Pfleiderer stellte die 20 Jahre alte Formaldehydanlage ein, als  die Regierung Formaldehyd- Me�ststellen im Ort einrichten wollte; das Geb�ude steht seither leer.

Die Wahrheit siegt:

Diese Erfolge werden besser als ein Verdienstorden empfunden.

 

1976 Schnelle TOX Hilfe �ber Fliegenden Toxikologen

�ber 150 Hubschraubereins�tze flog ich zu schweren Vergiftungen, bei denen die �rtlichen Krankenh�user �berfordert waren.

- Beim ersten Einsatz lief in Passau eine Wiederbelebung bei einer schweren Zyankalivergiftung. Das Krankenhaus hatte den lebensnotwendige Gegengift 4-DMAP nicht vorr�tig und erbat es und meine Beratung. Ich hatte mich ja damit habilitiert und eine (fast) Tote damit wiederbelebt. Der ADAC-Hubschrauber musste in Erding zwischenlanden zu tanken. Verzweifelt funkten die �rzte, dass es der Patientin so schlecht ginge und die Herzmassage l�uft.

Dann kamen wir bei M�hldorf in ein Gewitter, der Hubschrauber musste tief fliegen. Pl�tzlich riss der Pilot das Steuer hoch, beinahe w�re er in eine Starkstromleitung gerast: der sichere Tod f�r alle. Er wollte umkehren. Wir fragten an der Klinik nach. Flehentlich baten sie uns, doch zu kommen. Blitz, Donner und ein Wolkenbruch machten den Weiterflug zur H�llenfahrt. Dann waren wir durch die Gewitterfront durch, da kam der Funkspruch: "Die Reanimation ist abgebrochen, danke". Wir kehrten um und mir wurde es f�rchterlich �bel, ich erbrach alle Beh�ltnisse voll, die wir an Bord hatten. Daraufhin bestellte ich mir stets den ger�umigen, sichereren SAR-Hubschrauber der Bundeswehr, der sicherer flog und zudem ger�umiger war. Stets nahm ich einen Assistenten, nachts eine Schwester oder am Wochenende einen Sohn als Helfer mit. Dies war f�r Schwervergiftete, die beatmet werden mussten sehr wertvoll.

Aus Kempten wurde ein P�rchen, die vor Liebeskummer gemeinsam ein Fl�schchen E605-forte f�r 6,50 DM geschluckt hatten und wegen ihres Herzstillstandes wiederbelebt werden mussten, eingeflogen. Leider dauerte es zu lange, bis sie das lebensnotwendige Antidot Atropin erhielten, so dass sie infolge ihres Hirn�dems Hirntod blieben. Ich blieb zwar 5 Tage und N�chte bei ihnen, um zahlreiche Komplikationen zu beheben, aber der Tod war unausweichlich.

- Eine Woche sp�ter wurde ihre Mutter nach Einnahme von 300 Tabletten mit einer schweren Carbromalvergiftung von mir in Dialyse eingeflogen. Sie �berlebte.

- Aus einem Kreiskrankenhaus wurde eine 16j�hrige eingeflogen, nachdem sie bei einer forcierten Diurese 20 l vom Chefarzt der An�sthesie zuviel bekommen hatte. Weil der Chef rechtliche Probleme bef�rchtete, holten wir das M�dchen auf die TOX. Der Transport im Lungen�dem unter Maskenbeatmung war extrem schwierig. "Die stirbt sicher", rief mir der Chef h�misch nach. Sie �berlebte die Vergiftung, starb jedoch nach drei Wochen an den Folgen der Schocklunge auf der An�sthesie.

- Kurz danach rief der Chef wieder an und sagte, "kommen�s rasch, ich habe einen schweren Vergiftungsfall f�r sie". Bei der Ankunft stand er schon am Hubschrauberplatz. Der Patient war sein Sohn, ein 21j�hriger Fixer mit einer schweren Vergiftung mit Alkohol, Morphium und Psychopharmaka. Ich spritzte sofort Physostigmin und er erholte sich schlagartig. Der Transport war nach Aufheben der schweren erzrhythmusst�rungen nicht mehr so riskant. Der Patient �berlebte. Sein Vater sprach danach auf allen �rztekongressen �ber den Segen des Physostigmintestes.

1976 Kampfstoff-Antidot entdeckt

- Ein junger Mann kam Samstag nachts zur Aufnahme nachdem er in Selbstmord-Absicht ein Fl�schchen E605 forte und ein altes Pestizid vom Typ der Carbamate geschluckt hatte. Er lies sich nicht den Magen sp�len, was unbedingt zur Lebensrettung bei der vielfach t�dlichen Giftmenge erforderlich gewesen w�re, "weil er frisch magenoperiert war". Dies w�re kein Gegengrund gewesen, zudem wollte er ja sterben. Die unerfahrene Dienst�rztin aus der Cardiologie glaubte ihm jedoch. Von dem Zugang h�rte ich nichts und regte mich bei der Visite am Montag-morgen recht auf. Komischerweise lebte der Patient noch und war ansprechbar. Alkyl-phoshate und Carbamate im Blut waren extrem hoch. Ich bemerkte, dass sie sich gegenseitig aufhoben. Draufhin fragte ich Prof.Weger, den Kampfstoffexperten der Bundeswehr. Der sagte, "um Gottes willen, jetzt hast Du die ganze geheime NATO-Forschung blosgelegt, nur nichts ver�ffentlichen". Carbamate blockieren vor�bergehend die Cholinesterase und wenn in der Zeit die irreversiblen Zerst�rer der Cholinesterase, die Alkylphosphate in den K�rper kommen, dann wird nach und nach so viel Cholinesterase wieder frei, dass trotz einer mehrfach t�dlichen Giftmenge ein �berleben m�glich ist. Soldaten der NATO h�tten bei einem Tabun-Sarin-Angriff daher prophylaktisch eine Carbamat-Tablette geschluckt und h�tten �berlebt. Nur die Zivilisten w�ren gestorben. Die Entdeckung hielt ich aus Furcht vor der Rache des BND geheim. Heute ist alles Kriegsgeschichte.

 

1976 Neue E-605-Therapie entdeckt

-Ein 4oj�hriger Selbstm�rder hatte sich im Schlachthof mit der Tierspritze E-605 in den Handr�cken gespritzt. Wir unterbanden es und behandelten intensiv mit Antidoten, aber er verstarb.

Daraufhin unternahm ich im Labor Versuche zur Neutralisierung des Giftes in der Haut. Erwartungsgem�� kam nach einiger Zeit ein Arbeitskollege, der dasselbe versuchte. Sofort liess ich mit Natriumbikarbonat aus einer Infusionsflasche unterspritzen, es wirkte sofort und er hatte nur eine leichte Vergiftung.

Daraufhin lie�en wir alle, die in einer Pestizidwolke standen und sich vergiftet hatten, ausziehen und die ganze Haut damit entgiften. Das veringerte den Schweregrad einer Pestizidvergiftung gewaltig.

-Ein schwerst mit Alkylphosphaten vom E-605-Pestizid Vergifteter hatte schon am Tatort einen Herzstillstand und ein Lungen�dem.

Unter hochdosierte Gegengift-Behandlung und Herzdruckmassage lief die Magensp�lung, jedoch blieben die Pupillen extrem eng und das durch die Bronchialflut wie ein Lungen�dem wirkende Bild blieb bestehen. Daher gab ich von der 1% Atropinl�sung immer mehr. Nach 100 ml = 1 Gramm Atropin trat eine leichte Besserung ein. Erst nach weiteren 150 ml wurden die Pupillen weiter, Haut und Lunge wurden trocken. Diess war die Geburtsstunde der h�chstdosierten Atropintherapie bei schwersten und (zu) sp�t behandelten Alkylphosphatver-giftungen. Prof.Weger, der Laborleiter des Kampfstofflabors der Bundeswehr stellte die Situation bei Versuchen mit Beagle-Hunden nach und best�tigte die lebensrettende Wirkung bei sp�tem Therapiebeginn oder h�chster Giftmenge. Danach wurden 21 solche Vergiftungen von ausw�rtigen Krankenh�usern von mir mit Hubschrauber abgeholt, die l�ngst aufgegeben wurden und von denen dann 16 �berlebten.

Die Bundeswehr interessierte sich dann f�r meine Vorlesungen, da ich habilitiert mit dem Kamfstoff-Gegengift 4-DMAP nun Spezial-Kenntnisse �ber den zweiten wichtigen Kampfstoff hatte.

 

1976Blaus�ure bei Br�nden entdeckt

-Eine Altenheim-Insassin sammelte gerade wieder Plastikt�ten f�r ihr Zimmer, dort waren schon 600 volle. Ihre brennende Kerze auf dem Fensterbrett fiel um und verursachte einen Schwelbrand. Als das Fenster �ber der T�re barst, kam es

explosionsartig zum Ausbruch des offenen Feuers, dabei kam gerade

der diensthabende Chef der Feuerwehr und sein Fahrer mit dem Lift

hoch und fielen schlagartig im 5. Stock um.

Hier wurde von mir erstmalig in der Weltgeschichte nachgewiesen, dass bei Kunststoffbr�nden eine t�dliche Blaus�urekonzentration frei wurde. �ber zwei Stunden versuchte ich, den diensthabenden Leiter der M�nchner Feuerwehr und seinen Fahrer wiederzubeleben, die im Lift von einer Brand-Schwelgasmenge �berrascht, sofort tot umfielen, ehe sie die Gasmaske aufsetzen konnten. Sie hatten eine hellrote Hautfarbe. Bei ihnen und den anderen 6 Toten waren im Blut Blaus�ure (+C0) stark erh�ht.

-In einem zweiten Fall versuchte eine junge Frau, �l in den erloschenen, hei�en �lofen nachzuf�llen. Dabei kam es zur Implosion der �lgase, die die Wohnung in Brand setzten. Der Mann sprang aus dem Fenster in den Hof und kam in die TOX-Klinik rechts der Isar zu mir. Dort fand ich Blaus�ure in der Ausatemluft. Daraufhin fuhr ich zur toten Frau. Sie hatte sich, nachdem ihr Perlonnachthemd in Flammen stand, auf ihr Schaumgummibett gesetzt, das verbrannte und versuchte dann zu fl�chten und starb hinter ihrer Eingangst�r.

Auch bei ihr und ihren beiden erstickten Hunden war Blaus�ure im Blut stark erh�ht. Sogar die ermittelnden Brandfahnder der Polizei bekamen in dieser Wohnung Kopfschmerzen und wiesen erh�hte Blaus�ure-Werte in der Ausatemluft nach.

Nach dieser Ver�ffentlichung r�steten sich alle Feuerwehren der Welt mit schwerem Atemschutz f�r die Bek�mpfung von Wohnungsbr�nden aus und die Brandfahnder meiden ungel�ftete Brandherde.

Selbst die Firma Bayer als Hersteller von Schaumgummimatratzen verzichtete auf einen Schadenersatzproze� gegen meine Ver�ffentlichung nachdem sie die Sache �berpr�ft und best�tigt hatte.

-In einem weiteren Fall brannte bei einem Saunabrand im Keller eines Einzimmer-Appartementhauses eine Rolle PVC an. Bei allen 40 Bewohnern konnte in der Ausatemluft Blaus�ure nachgewiesen werden und als Ursache eine sehr hohe Konzentration am PVC selbst noch nach Stunden. Ich war leitender Notarzt am Unfallort und f�hrte die Untersuchungen selbst durch. Bei allen Vergifteten verschwanden am Unfallort die Kofschmerzen durch Injektion des Antidots Natriumthiosulfat.

Durch zahlreiche Ver�ffentlichungen und Vortr�ge wurde durch mich erreicht, dass alle Feuerwehren der Welt zu einem Wohnungsbrand nicht mehr mit Gasmaske ausger�stet ausr�ckten, sondern stets mit schwerem Atemschutz ausger�stet anr�ckten.

Durch einen Vortrag im Hause des Bayer-Konzerns konnte ein Prozess vermieden werden, da man dort meinte, dass die Kenntniss, dass bei einem Brand von Schaumgummi oder Kunststoffen gef�hrliche Konzentrationen von Blaus�ure frei werden, ihrem Gesch�ft schaden wurde und man den "�berbringer" der hiobsbotschaft am besten mit teuren Prozessen ausschaltet. als sie aber merkten, dass ich den Nachweis mit einer kleinen Pumpe des Dr�gerschen Gassp�rger�tes schon �berall publiziert hatte und sich alle schon von der Richtigkeit �berzeugt hatten, machten sie einen R�ckzieher. Dann durfte ich auch erfahren, dass ihr Chemieprofessor dies schon l�ngst in der Brandkammer nachgewiesen hatte. Nur ein Unabh�ngiger konnte dies zuf�llig neu entdecken und ungestraft ver�ffentlichen !

 

1978 Formaldehyd-Stoffwechselst�rung-Entdeckung

Aufger�ttelt durch einen Todesfall durch Formaldehyd bei einem Anlieger einer Spanplatten  Fabrik mit hohen Ameisens�urewerten, dort einem 12j�hrigen Buben, der immer Asthma bekam, wenn er in die Atmosph�re kam und exzessiv hohe Ameisens�urewerte hatte und einer Kunstlehrerin mit st�rkster Formaldehydallergie und hohen Methanolwerten bei Formaldehyd - Aufnahme, untersuchte ich alle Kranken. Dabei fand ich, da� es verschiedene Stoffwechselst�rungen gibt. Dies erkl�rt, warum es keine sicheren Grenzwerte f�r Formaldehyd gibt. Neuerdings wurde bei einem Viertel der Deutschen ein Enzym  Defekt (Gluthathion - S Transferase) entdeckt, der einen Formaldehydabbau unm�glich macht.

Zu Beginn wurde - wie immer - die Arbeit am Formaldehyd Stoffwechsel als "Laborente" u.�. abgewertet.

Da ein Passivraucher die 50-fache Konzentration eines Rauchers an Formaldehyd aufnimmt, ist er am meisten dadurch betroffen.

So l��t sich die Giftaufnahme auch am besten testen.

Da auch beim Autofahren durch Einatmen der Abgase des Vordermannes gro�e Giftmengen eingeatmet werden, eignet sich Autofahren auch als Formaldehydtest.

1950 Formaldehyd im Passivrauch als carcinogen entlarvt

Von allen Verwandten rauchte nur der Gro�vater v�terlicherseits. Daf�r umso intensiver. Die kleine Wohnk�che in der Frauenhoferstra�e war dicht mit Zigarren- oder Pfeifenrauch eingenebelt. Der Gestank war f�r mich f�rchterlich. Viel schlimmer als Erbrochenes. Der Gro�vater erz�hlte als geborener M�nchner immer sehr viel interessantes, von seiner Mitbegr�ndung der Bayerischen Volkspartei und der Witwen- und Waisenkasse mit wenigen Freunden zusammen, von seiner Nazi-Verfolgung und seiner Bef�rderung zum Ministerialdirektor der Post nach 1945. Trotzdem wurde es mir durch sein  Rauchen immer spei�bel. Die Gro�mutter litt auch sehr unter dem Qualm. Als sie dann einen Bauchspeicheldr�senkrebs bekam, sagte sie immer:"Das kommt vom Zigarrenrauch vom Gro�vater". In der Tat war dies das einzige Gift, dem sie ausgesetzt war. Sonst lebte sie extrem gesund und achtete stets auf gesunde Ern�hrung.

Erst heute wei� man, da� Passivrauchen tats�chlich die Ursache zum Krebstod sein kann.


Die Gro�mutter starb, als ich 12 Jahre alt war. Seither lie� mich die Frage des Passivrauchens nicht mehr los.

Der Gro�vater h�rte bei ihrem Tod fast v�llig zu rauchen auf, trotzdem bekam er Gef��verschl�sse in beiden Beinen, die er nicht auf das Rauchen bezog. Eine Nacht vor seinem Tod, als ihm beide Beine amputiert werden sollten, rief er mich in die Klinik und erz�hlte mir: "Max, ein Leben ohne F��e kann ich mir nicht vorstellen". Vier Stunden sp�ter war er tot. Heute wei� ich, da� Rauchen zu bek�mpfen viel wichtiger ist, als etwas gegen Umweltgifte zu unternehmen. Raucher sind bewu�te Selbstm�rder. Mit Selbstm�rdern �ber andere Todesarten zu plaudern ist ineffektiv.

Die H�ufigkeit der Formaldehyd-Sch�digung wurde erst offenbar durch den Blut-Lymphozyten-Allergietest auf Formaldehyd.

 

1976 Soforthilfe Lexikon aller Chemikalien

Da es an keinem Giftnotruf der Welt Unterlagen �ber die Wirkung der heute t�glich verwendeten Chemikalien und chemischen Grundstoffe gab, war es die Idee von Dr. Roth, in Karlsruhe, dem Nestor der Sicherheitsma�nahmen im Bundesgesundheitsamt ein Lexikon dar�ber zu erstellen. Kein einziger Arzt in Deutschland sah sich in der Lage, zu den oft endlos langen chemischen Grundstoffen eine Information zu geben, was ein erstbehandelnder Arzt f�r Ma�nahmen ergreifen mu�, um das Leben eines Vergifteten zu retten bzw. ein Krankenhaus mit Spezialger�ten. Der Leiter der toxikologischen Abteilung in M�nchen, Dr. M. v. Clarmann, hatte zwar zugesagt, aber in 2 Jahren fand er zu keiner einzigen von 10.000 Chemikalien die geforderte Information.

14 Tage vor Drucklegung reiste Herr Dr. Roth 1976 nach M�nchen und klagt mir sein Leid. Sofort sagte ich ihm zu, das zu �bernehmen. Binnen acht Tagen hatte er das druckfertige Manuskript mit den medizinischen Sofortma�nahmen. In den n�chsten 25 Jahren folgten 85 Erg�nzungslieferungen, so da� in 5 B�nden und auf CD-ROM alle heute bekannten Chemikalien und Gifte mit ihrer Beschaffenheit, chem. Einteilung, ihrer Wirkgruppe und den exakten medizinischen Erste-Hilfe-Ma�nahmen sowie den Nachkontrollen in der Klinik beschrieben sind. �ber 100.000 Sicherheits- und Notfalldaten sind zu �ber 13.000 giftigen Stoffen hierin zusammengetragen. Erst nachfolgende Generationen werden den Wert erfassen, denn fast nichts konnte in der Literatur nachgeschlagen werden, sondern beruht auf meinen umfangreichen pers�nlichen Erfahrungen mit Chemikalien.

 

1977 Mein Vater starb durch Pfusch der Zahn�rzte

Nur durch den Pfusch aller seiner Zahn�rzte starb mein Vater im 65. Lebensjahr an Herzinfarkten. Lebenslang hatte mein Vater Zahnschmerzen durch eitrige Z�hne. Die unteren Wei�heitsz�hne sa�en jahrelang auf Eiter. Ehrlich gaben die Zahn�rzte die er kannte (�seine�) zu, dass sie keine Wei�heitsz�hne ziehen k�nnten. Sie machten ihm Angst, es sei ein gro�es Risiko, er m�sste 14 Tage an der Klinik an Infusionen h�ngen, was er seine Praxis mit vielen Schwerkranken nicht zumuten wollte. Oft w�rden die Patienten trotzdem an einer Blutvergiftung sterben. Sie gaben ihm bei Schmerzen Antibiotika zum Schlucken. Der Zahnschmerz blieb weitgehend unver�ndert. Ebenso erging es Anfangs mit den oberen Schneidez�hnen, die er im Krieg bei seinem Flugzeug-Absturz gebrochen hatte und dem Magenzahn � Neunmal wurden die Wurzeln der Schneidz�hne mit neuen Giften versorgt, jeweils gefolgt von jahrelanger Migr�ne. Zuletzt verdarb ihm die schlecht sitzende herausnehmbare Teilprothese die Lust auf weitere Prothesen.

Im 64. Lebensjahr bekam er in der Praxis als kassen�rztlicher Allgemeinarzt einen schweren Herzinfarkt mit Herzwandaneurysma. In den n�chsten 9 Monaten musste ich ihn mehrmals wiederbeleben. Dabei fiel mir sein eitriger Mundgeruch auf, und, dass eine totale Unterkieferprothese auf den unteren Wei�heitsz�hnen auf Palladium sa�en und in der Prothese Goldz�hne zum Aufstecken waren, ein verbotener Batterieeffekt. Die Wei�heitsz�hne stanken nach Eiter, also typische t�dliche Herzherde. Mein Vater h�tte sich unendlich �ber seine 7 Enkelkinder in seiner demn�chst anstehenden Rente gefreut.

 

1977 Narkose Gegengift Physostigmin  entdeckt

Exakt vor 30 Jahren sollte ich abends in Fulda einen Vortrag �ber die Entgiftungsbehandlung vor An�sthesisten halten. An�sthesisten waren immer sehr dankbar f�r praktische Erfahrungen, die locker an vielen Beispielen vorgetragen wurde.

Kurz vor der Abfahrt holte mich ein junger An�sthesist aus dem Hause, da seit vielen Stunden jemand nicht aus der Narkose erwachen wollte. Ich ging hin und fand die Patientin mit dem Bild einer schweren Atropinvergiftung mit hei�er, trockener Haut, extrem weiten Pupillen und schnellen Herzrhythmusst�rungen. Ich dachte, jemand hat versehentlich viel zu viel Atropin gespritzt.

Von meinem Privatschrank in der Klinik holte ich den Rest des amerikanischen Mittels �Antilirium�, einem vom Markt genommenem Mittel gegen Atropinvergiftungen. Seine Wirksubstanz ist �Physostigminsalicylat�.

Binnen weniger Minuten erwachte die Patientin wie aus einer Leichenstarre, war v�llig munter und ansprechbar.

Dann kam der Chefarzt unserer An�sthesie und freute sich sehr. Er meinte, so etwas g�be es in schwacher Form sehr oft und eben selten so extrem ausgepr�gt.

Kurzum, ich hatte die erfolgreiche Behandlung des �Zentralen Anticholinergen Syndroms� postoperativ entdeckt.

Nat�rlich hatte ich meinen Zug nach Fulda vers�umt. Ich fuhr Richtung Frankfurt und wie ein Wunder gab es unterwegs noch eine Stichverbindung nach Fulda. Trotzdem kam ich �ber eine Stunde zu sp�t. Ein anderer Professor redete verzweifelt weiter, bis ich kam.

Ich platzte in die ver�rgerte Runde und sagte: �Heute habe ich etwas f�r die An�sthesisten entdeckt, was ebenso wichtig ist, wie die Entdeckung von Lachgas�.

Als ich in der Runde den alten Firmenchef Dr. Franz K�hler sah, erg�nzte ich: �So, wie ich Herrn Dr. K�hler kenne, baut er Ihnen diese Ampulle in vier Wochen nach und Sie haben dann keine Probleme mehr mit Patienten, die einfach nicht aus der Narkose erwachen wollen�

So war es auch. Heute hei�t die Ampulle Anticholium � und enth�lt 2,5 mg Physostigminsalicylat (Dr. Franz K�hler-Chemie, Alsbach). Es ist f�r Problemf�lle in der An�sthesie immer noch das Traummittel.

Weitere systematische Untersuchungen durch mich erbrachten, dass es das Gegengift bei einer lebensbedrohlichen akuten Alkoholvergiftung ist, von Lausbuben f�r Trinkwetten missbraucht wird und die Mutter f�r alle Alzheimer-Medikamente ist bzw. f�r Studenten zum Intensivlernen verwendet wird.

 

1977 Alkohol-Todesf�lle durch Physostigmin-Test verhindert Entdeckung

Viele Vortr�ge und alle B�cher drehten sich um die Gegengifte bei der Vergiftungsbehandlung. Systematisch wurden alle alten und theoretisch neue untersucht.

- Eines Tages wurde eine 30j�hrige gepflegte junge Frau bewusstlos aufgenommen. In ihrer Handtasche waren leere Packungen von �ber 200 tricyclischen Antidepressiva. Sie lag bewusstlos unter B�schen am Isarhochufer in der Stadt. Da sie auch schnelle Herzrhythmusst�rungen hatte und unterk�hlt war, dachten wir an eine schwere Psychopharmakavergiftung. Ich war der erste Arzt bei ihr, da die Assistenten gerade mit einem Zwischenfall besch�ftigt waren. Noch vor einer Magensp�lung spritzte ich eine Ampulle mit 2,5 mg Physostigmin i.v. In drei Minuten war sie erwacht und erz�hlte, dass sie in Selbstmordabsicht zwei halbvolle Flaschen Schnaps getrunken h�tte. Die Psychopharmaka waren ihr verschrieben worden und sie hatte sie vorher geschluckt. Da ich Selbstm�rdern nie glaubte, f�hrte ich noch eine Magensp�lung durch. Im Giftnachweis fand sich im Magensp�lwasser kein Medikament, jedoch im Blut ein sehr hoher Alkoholspiegel. Sp�ter erfuhren wir, dass sie eine schwere Alkoholikerin war, die stets beim Absetzen ein Entzugsdelir bekam, nur diesmal nicht.

Dadurch war zuf�llig entdeckt, dass Physostigmin nicht nur ein Gegengift gegen die akute Alkoholvergiftung ist, sondern auch zum Zeitpunkt der maximalen Vergiftung auch ein Alkoholentzugsdelir verhindert. Ein Doktorand wurde von mir beauftragt, dies an mindestens 100 Patienten zu �berpr�fen. Es hat sich best�tigt.

Danach f�hrte ich bei Bewusstlosen den Physostigmin-Test ein, der entscheiden sollte, ob eine Bewusstlosigkeit durch Gifte Alkohol oder Psychopharmaka bedingt war, bei denen keine Dialyse n�tig oder m�glich war oder, falls er nichts brachte, sofort eine Dialyse n�tig war.

W�hrend beim anticholinergen Syndrom durch Psychopharmaka oder Alkohol stets schnelle Herzrhythmusst�rungen im Vordergrund standen, hatte ich einen Fall in dem eine alte Patientin eine extreme Tachykardie mit dem Bild des sterbenden Herzens im EKG hatte, nachdem sie einen Selbstmordversuch mit �ber 400 diversen Psychopharmaka unternommen hatte. Zu einem hoffnungslosen

Zeitpunkt mit Unterk�hlung und frustranen Kammerkontraktionen, die keinen ausreichenden Hirnkreislauf mehr erm�glichten und dem vorhandenen Nachweis durch das TOX-Labor, dass keine Gifte vorhanden waren, die durch Dialyse zu entfernen waren, spritzte ich trotz der damaligen Meinung, dass hier Physostigmin verboten sei, nach Dokumentation durch Fotos, eine Ampulle i.v. Schlagartig normalisierten sich das Ekg zu einem Sinusrhythmus und nach wenigen Minuten erwachte die Patientin, wollte sich aufsetzen und den Tubus aus der Luftr�hre herausziehen. Etwa zweist�ndlich ben�tigte sie eine Nachinjektion des Antidots, da sie wieder ins Koma zu fallen drohte und wieder Herzrhythmusst�rungen auftraten. Nach 24 Stunden konnte sie beschwerdefrei  die Intensivstation verlassen, um sich nach der Klinikentlassung erfolgreich das Leben zu nehmen.

Heute w�rde die Bekanntheit dieses Testes manchem Jugendlichen nach einem Komasaufen den Tod auf einer Intensivstation ersparen!

 

1977 Physostigmin verhindert ein Alkoholentzugsdelir

Ein 42j�hriger Sektvertreter kam zur TOX-Ambulanz mit einer Orange, in die fl�ssiges Quecksilber von au�en durch Erpresser gespritzt war. Davon hatte er noch nichts gegessen, beim Gespr�ch fiel mir sein Verhalten auf und ich machte einen Alkotest in der Ausatemluft, der dick positiv war und im Blut 4,2 Promille ergab. Er war - wie immer mit dem Auto gefahren. Wir nahmen ihn auf Station auf. Er hatte eine hei�e, trockene Haut, Herzrasen, Wahnvorstellungen und war stark erregt, ein klassisches anticholinoges Syndrom wie bei der Atropinvergiftung. Ich spritzte eine Ampulle Physostigmin zu 2,5 mg (damaliger Inhalt einer Ampulle) in den Muskel. Nach etwa 10 Minuten war er wie n�chtern, alle erw�hnten Anzeichen waren schlagartig verschwunden und er erz�hlte -  so wie seine zwischenzeitlich einbestellte Frau -, dass er schwerer chronischer Alkoholiker sei, der stets beim Absetzen ein Delir bekam. Jetzt war auch ein Delir zu erwarten. Als dies nicht eintrat, vermutete ich einen delirvermindernden Effekt durch Physostigmin. Wieder setzte ich mich in die Bibliothek und fand einen Artikel eines Berliner Arztes, der in Nordafrika das Gottesurteil-Gift "Kalabar-Bohne" 1850 den volltrunkenen Einheimischen einen Schluck zu trinken gab, worauf diese n�chtern wurden und kein Entzugsdelir bekamen. Ein Doktorand hat im folgenden Jahr an �ber 300 chronischen Alkoholikern best�tigt, dass die einmalige Injektion von 2 mg Physostigmin zum Zeitpunkt der maximalen Intoxikation ein Entzugsdelir sicher verhindert. Begeistert �bernahmen dies nach zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen die Kliniken der Welt.

 

1977 Morphium Blitz Entzug durch Naloxon

Bei einer klinischen Studie zur Testung der Antidotwirkung von Naltrexon habe ich entdeckt, dass es nicht nur Entgifteten die Giftwirkung beim R�ckfall aufhebt und damit die erw�nschte Euphorie vorenth�lt, sondern demjenigen, der chronisch morphinabh�ngig ist, einen raschen Entzug erm�glicht.

- Entdeckt wurde dies als ein Drogenabh�ngiger glaubw�rdig versicherte, dass er drogenfrei sei und um das Antidot zur Entw�hnung bat. Das Nachweisger�t EMIT hatte gerade eine kurzfristige St�rung. Er hatte gelogen. Nach wenigen Stunden rief seine Freundin an, dass er sechs Stunden lang heftige Entzugserscheinungen hatte und danach sich wie neugeboren f�hlte. Er blieb im weiteren Verlauf clean.

Damit war die rascheste und harmloseste h�usliche Entzug f�r Morphinisten entdeckt. In zahlreichen F�llen wurde dies ambulant durchgef�hrt. Es ist spottbillig und erforderte nur ein Viertel einer Tablette Naltrexon (Nemexin�).

 

1977 Gifthilfe f�r die Weltbev�lkerung

Gr�ndung des WORLD TOX CENTER in Rhiad/ M�nchen

Einer der vielen Notarzteins�tze ging nach Saudi Arabien ins K�nigshaus. Eine schwere akute Vergiftung war zu behandeln.

Eiligst wurde ich Anfang Dezember in Klinikkleidung zum Flughafen

gebracht, w�hrend ein Rettungswagen zuhause den Pass abholte. Die Lear-Jet mit dem Assistenten Greither wurde feierlich in Riad empfangen.

In sechs wei�en Rolls Royce-Autos wurden wir ins Krankenhaus gefahren. Dort wurde der Patient in wenigen Tagen sehr erfolgreich behandelt. Es handelte sich um ein Spezialgebiet von mir. Die Sache bleibt streng geheim. Der K�nig wollte eine Weiterbehandlung in M�nchen, der Patient lehnte ab. Ich wollte nicht.

Daraufhin verlangte der K�nig die �bernahme. Ich lehnte ab. Man wollte mich zwingen, ich w�rde das Land nicht lebend verlassen.

Mein Assistent bangte. Ich erkl�rte, falls meinem Wunsch nicht entsprochen w�rde, w�rde ich das Rote Kreuz verst�ndigen. Ich rief bei der Leitstelle in M�nchen an und erkl�rte, ich h�tte Schwierigkeiten. Falls sie binnen 3 Stunden von mir nichts h�rten, sollten sie die Presse verst�ndigen, dann sei mir etwas zugesto�en. Das Gespr�ch wurde vom Geheimdienst aufgezeichnet.

Dann bat ich um einen kurzen Ausflug in die W�ste. Die Wagenkolonne brachte meinen Assistenten und mich in die nahe gelegene W�ste. Ich nahm in einer Plastikt�te f�r meine vier Kinder W�stensand mit und fotografierte �ble Verkehrsunf�lle.

Nach der R�ckkehr war alles wie umgewandelt. Der K�nig akzeptierte wohl erstmalig den Wunsch eines Fremden, belobigte uns, beschenkte uns f�rstlich und organisierte den Heimflug. In M�nchen gab ich Entwarnung.

Zur Heimreise erkl�rte er, dass ich noch einen gro�en Wunsch offen h�tte, eine Farm in Australien oder eine Jacht im Mittelmeer. Ich lachte. Nein, es war ihm ernst.

Im Heimflug entwickelte ich mit dem Vertrauten des K�nigs einen Plan f�r einen Welt-Giftnotruf der Saudis.

Daraus wurde ein "World Tox Center" in Riad, dessen TOX CENTER in

M�nchen zur Ausbildung der Mitarbeiter geplant war.

Baupl�ne und Modelle der beiden Zentren umfassten Ausgaben von �ber 4 Milliarden Mark. Je mehr offizielle Stellen eingeschaltet wurden, desto gr��enwahnsinniger wurde das Projekt. Und dies alles, obwohl man wei�, dass es niemand gibt, der etwas von Vergiftungsbehandlung versteht.

Probleme mit Nachbarn, die ihr Land bedroht f�hlten, waren f�r mich der ideale Anlass zum Ausstieg. Die Pl�ne starben.

 

1980 Gegengifte f�r alle Kliniken per Hubschrauber verf�gbar

W�hrend mein Chef ehrgeizig dar�ber wachte, dass alles, was mit Giften zu tun hat, �ber seinen Schreibtisch l�uft, organisierte ich 1980 mit dem Vize-Chef der Berufsfeuerwehr in Oberhausen auf Wunsch seines Chefs B�ttcher ein mobiles Gegengiftdepot. Dies war in vier Kisten verpackt und konnte mit Blaulicht oder Hubschrauber rund um die Uhr zum Vergifteten gebracht werden. Die Gegengifte waren geordnet nach meiner Einteilung in Nummern gem�� meiner Giftliste. In einer Kiste waren mein Lehrbuch der "Klinischen Toxikologie", die "Giftliste" und die Taschenb�cher. Allj�hrlich wurden in der Feuerwache Fortbildungsveranstaltungen f�r die umliegenden �rzte und Rettungssanit�ter mit anschaulichen Dias �ber die Anwendung der Gegengifte von mir abgehalten. Sp�ter kam noch ein Giftnachweisger�t f�r Drogen, ein EMIT-St von Syva hinzu. Zuletzt wurde auch f�r die Feuerwehr in Essen ein mobiles Gegengiftdepot eingerichtet. �rtliche An�sthesisten �bernahmen 1996 die weitere Pflege.

 

1981 Gifthilfe in M�nchen optimiert

Nach der Aufl�sung des WORLD TOX CENTER  schnitten wir von allen Schildern und Stempeln das Wort "World" weg und ich gr�ndete mit 7�rzten, Wissenschaftlern und Juristen 1982 das TOX CENTER als eingetragenen gemeinn�tzigen Verein, der die Aufgabe hatte zur Prophylaxe und Behandlung von Vergiftungen alles bereitzustellen. Am wichtigsten war der Giftnotruf, Vortr�ge und Ver�ffentlichungen zu allen aktuellen Vergiftungsproblemen. Die Experten trafen sich regelm��ig und regten sich gegenseitig zu neuen Projekten an. Der Verein schickte aus eigenen Mitteln nach meinem Einsatz in Bhopal zwei Medizinstudenten mit Medikamenten und Ger�ten 3 Monate nach Bhopal, um dort Soforthilfe zu leisten. Viele B�cher wurden in den letzten Jahren an Interessierte verschenkt. Im Laufe der Zeit wurde die erste Giftnotruf Bibliothek auf CD-ROM von mir geschaffen. Ein toxikologischer Notarztwagen wurde von der Fa.Aicher betrieben. F�r tausende Vergiftete wurde ein mobiles Gegengiftdepot und eine Katastrophenversorgung eingerichtet. Zu Massenvergiftungen wurde dies in Gallenbach mit 120 Arsenvergifteten, zur bebauten Deponien in Dortmund-Dorstfeld mit 40 Vergifteten und nach Bad T�lz zu den mit Formaldehyd vergifteten Anliegern der Fa.Pfleiderer mit Erfolg eingesetzt.

 

1981 Lehrbuch des Papstes der Akuttoxikologie

Bei einem Autorengespr�ch zur Giftliste erfuhr der Verlagsleiter Heim, dass ein gro�es 12 b�ndiges Lehrbuch "Klinische Toxikologie" in Vorbereitung sei. Der letzte Chef Clarmann wollte dies mit mir als sein Lebenswerk herausbringen. Ich packte es an, Clarmann tr�umte immer mit Worten. Als es weitgehend fertig war, drohte Clarmann, dass dies ein sofortiger K�ndigungsgrund sei, wenn sein Oberarzt diesen, "seinen Titel" herausbringe. Andererseits weigerte er sich beharrlich, auch nur eine einzige Seite zu verfassen.

Heim war nun sehr begierig, bald dieses Werk in seinem Verlag "Moderne Industrie" herauszubringen. Dies lehnte ich ab. Nach langem Ringen einigten wir uns auf die Gr�ndung einer Verlagstochter "Ecomed". Als Clarmann mit seinem Generalschl�ssel heimlich ein fertiges Manuskript der Giftliste aus meinem verschlossenen Oberarztzimmer  klaute, verlie� ich fristlos die Klinik, da Beschwerden nichts halfen. Daraufhin wurden meine ersten sechs Leitz Ordner "Klinische Toxikologie" sofort in Druck gegeben. Clarmann schrieb nicht mal ein Taschenbuch und ging in Pension  und starb ohne von seinen klinischen Erfahrungen etwas zu ver�ffentlichen.

Insgesamt  sind von mir 183 Erg�nzungslieferungen in 14 B�nden erschienen.

 

1981 Zahn�rzten Hygiene beigebracht

1949 als mein Vater aus der Kriegsgefangenschaft heimkam, begleitete ich ihn stets auf Schritt und Tritt, hatte ich doch bis dahin keinen Vater.

So sa� er auch beim Zahnarzt, den ich bat, auch in meinen Mund zu sehen. Er nahm dazu den gleichen Spiegel wie beim Vater. Ich fragte ihn, ob das nicht unhygienisch sei. Daraufhin meinte er, dass �alle Menschen die gleichen Keime h�tten und er daher noch nie Ger�te au�er abwischen vom Blut noch nie gereinigt h�tte�. Mutter zuhause hatte vorher ganz anderes erz�hlt und spritzte in ihrer Kinderarztpraxis viel mit Ethylalkohol zum Desinfizieren.

Sogleich erz�hlte ich Mutter meine neuen Kenntnisse. Nie kann ich mich erinnern hat Mutter daraufhin mehr getobt als damals: �Die Zahn�rzte haben statt Hygiene einen Schei� im Gehirn�. Diesen Satz habe ich ihr oft vorgeworfen, fand ihn jedoch bis heute immer wieder best�tigt. Noch heute gehen alle Zahn�rzte mit dem gleichen Bohrer von einem Eiterloch zum n�chsten, nehmen keine v�llig neuen Ger�te und wechseln das sterile Tuch am Arbeitsplatz nicht nach jedem Eiterzahn. Dies ist der Grund, warum ein Eiterkiefer nie ausheilt und sp�ter unz�hlige Male erneut er�ffnet werden muss. Die gerne geschluckten Antibiotika kommen nicht an den Eiterknochen heran.

1981 suchte ich einen einzigen Zahnarzt in M�nchen, der wenigstens Einmalhandschuhe verwendet. Eine Zahnarzthelferin berichtete aus ihrer Schule, dass ein einziger Zahnarzt in M�nchen seit einem Jahr mit Einmalhandschuhen arbeitet. Er war zuf�llig bei mir ums Eck. Mit diesem arbeitete ich sofort zusammen, bat, dass er als zweiter Zahnarzt in M�nchen ein OPT-Ger�t kauft. Er war sehr hilfsbereit, auch wenn er bis heute diese Bilder nicht lesen kann.

Mein Nachbar in der Praxis hielt von allem nichts. Nun hatte ich pl�tzlich viele AIDS-Patienten, da sich herumsprach, dass ich durch Meiden von Drogen und Umweltgiften das Immunsystem erheblich verbesserte. Nat�rlich mussten alle ihre toten Z�hne, Amalgam und Palladium aus dem Mund entfernen. Mein Nachbar weigerte sich, Aidskranke zu behandeln, obwohl ich meinte, dass ihn Einmalhandschuhe und Mundschutz davor sch�tzen w�rden. Das wollte er jedoch nicht. Da es kein Gesetz gab, dass ein Aidskranker dies dem Zahnarzt auf die Nase binden muss, empfahl ich, nicht davon zu sprechen. Da diese Patienten sehr gepflegt waren, AIDS von Bluttransfusionen u.�. hatten, gab es keine Probleme.

Als ich meinen Nachbarn wieder traf bedankte ich mich f�r die gute Behandlung eines renommierten Aidskranken. Daraufhin war er hell entsetzt und lehnte grunds�tzlich die Behandlung ab, wenn er erfuhr, dass der Patient vorher bei mir war.

Aber allm�hlich gew�hnte er sich an die heute endlich geforderte Hygiene.

 

 

1981 Drogen weg ohne Kummer

Gleich nach meiner Praxiser�ffnung kamen viele Drogenabh�ngige Alkoholiker, Schlafmittelabh�ngige und Fixer zur ambulanten Entgiftung und Entw�hnung. Die Entgiftung geschah mit Antidoten Physostigmin, Anexate und Naloxon, die Entw�hnung mit verhaltenstherapeutischen Gruppensitzungen und autogenem Training. Bei jedem Kontakt wurde eine Drogenfreiheitskontrolle durchgef�hrt. Alles wurde von den Kassen bezahlt, die stolz waren auf ihren kassen�rztlichen Klinischen Toxikologen und seine hohe Erfolgsquote. Selbst Patienten, die mehrmals eine station�re Behandlung abgebrochen hatten, blieben clean und arbeiteten unter der Therapie immer flei�iger. Der Andrang und die Begeisterung der Patienten waren so gro�, dass es auch mit einer Assistentin nicht zu beherrschen war. Die Rettung war, dass nach einer korrekten 

Amalgamsanierung und Entgiftung mit DMPS, der Hunger nach Drogen schlagartig behoben war und R�ckf�lle und langwierige Gespr�chstherapien nicht mehr notwendig waren. Nach Niederlegung der Kassenzulassung wegen �berbelastung wurde die ambulante Drogentherapie nur noch in Einzelf�llen durchgef�hrt.

 

1982 Erste kassen�rztliche Umweltambulanz

Durch den Giftnotruf und die ersten Umweltgifteb�cher  der Welt kamen viele Patienten, die durch Umweltgifte gesch�digt, wie Lehrer und Sch�ler von Schulen, die nach einem Giftnachweis geschlossen wurden oder Arbeiter einer Giftanlage nach einem Unfall oder Kindergartenkinder nach Schlie�en ihres Kindergarten wegen Gift u.v.a.

Der Nachweis geschah mit Kieferpanorama, Kernspin-Kopf und den relevanten Allergietesten auf der Haut �ber 7 Tage. Im TOX-Labor in Bremen wurde das verursachende Gift vorher und nach dem Expositionsstopp vor Ort gemessen.

Ende der 70er Jahre standen u.a. Pestizide im Vordergrund - aus der Nahrung und der Holzbehandlung (PCP), dann Pyrethroide aus dem Teppich, 1985 die Radioaktivit�t von Tschernobyl, dann Amalgam, dann Gold aus Zahnkronen, dann Formaldehyd in Textilien und Pressspan, sp�ter PCB aus Fensterfugen und alten Kondensatoren.

Hunderte �rzte, Zahn�rzte, Studenten und Doktoranden waren bei diesen Beratungen dabei, um die Umweltmedizin zu erlernen.

  

1984 Bhopal unfassbar f�r einen Augenzeugen

25 Jahre danach stichpunktartig das Wichtigste vom gr��ten Chemieunfall der Welt ohne jegliche toxikologische Hilfe:

 

Ursachen:

        Reinigungsversuch des Tanks in Abwesenheit von Fachpersonal

        Ignoranz, denn Wasser darf nie zu Methylisocyanat

        Flucht des T�ters als er den Schaden bemerkte

        Alarmsirene lockte Tausende in den Tod zum Unfallort

        kein Alarmplan

        kein Expositionsstopp, keine Dekontamination, kein Lungengegengift, kein Beatmungsplatz, keine Hilfe angefordert, sich durchwursteln

        fremde Hilfe bedeutet Ohnmacht zugeben, daher unm�glich

 

Verlauf:

-         Prof. Chandra, Rechtsmediziner und Toxikologe bat mich telefonisch um Hilfe, das Ausw�rtige Amt organisierte die Hilfe rasch und unb�rokratisch

-         der deutsche Botschafter in Delhi, Dr. Vogler, half rasch und au�erordentlich tatkr�ftig

-         die indischen Beh�rden taten alles, um eine effiziente Hilfe f�r die Opfer zu verhindern

-         das Ger�cht, alles sei ein Riesen-Chemiewaffenversuch der Amerikaner, blieb unbest�tigt, aber erkl�rte die Unt�tigkeit der Offiziellen

-         nach der Ankunft in Delhi w�hrte eine stundenlange wertlose Diskussion im Gesundheitsministerium mit  den Resum�e, Indien br�uchte keine ausl�ndische Hilfe

-         als �persona non grata� machte ich dann im gepanzerten Mercedes des Botschafters einen Ausflug in der Altstadt von Delhi, beobachtete einen Zahn ziehenden Hindu am Stra�enrand und wurde dann per Funk aufgefordert, sofort nach Bhopal weiter zu reisen, flog mit dem n�chsten Flugzeug

-         w�hrend ich am Ankunftstag vergeblich in der Warteschlange nach Abgabe meiner 10 Erste-Hilfe-Koffer gewartet hatte und wegen einer japanischen Film-Crew an Land bleiben musste, wurde ich dann von 2 Geheimdienstoffizieren begleitet und gut betreut

-    Am Flugplatz im Bhopal empfing mich Prof. Chandra, zeigte mir Pl�ne der Stadt mit 40 000 Opferzahlen und seine  Sektionsbefunde. Er kl�rte mich �ber die Informationstaktik mit Pressezensur der indischen Beh�rden auf: anfangs wird stets eine Leichenzahl mit h�chstens ein Zehntel festgelegt, bei der man dann bis zum Ende in 10 Jahren festh�lt: 1450. Chandra hatte 40.000 Leichen gez�hlt und auf riesigen Scheiterhaufen verbrennen lassen. Er f�hrte mich durch die Keller mit �ber 100 teilbedeckten Leichen, oft Frauen mit ihren toten S�uglinge an der Seite. Alle gespenstisch blau durch das Lungen�dem durch Methylisocyanat, ein zehntel hellrot wie durch Kohlenmonoxid (Blaus�ure!)

-         An 12 Leichen f�hrte ich sofort nach Er�ffnung einen Schnelltest von Tr�ger mit Methylisocyanat und Blaus�ure in Salzs�ure mit den Pr�fr�hrchen f�r Blaus�ure/ Methylisocyanat durch. Alle hatten Methylisocyanat und Blaus�ure positiv, 2 extrem hohe, t�dliche Blaus�ure-Konzentrationen.

-         Prof. Chandra fuhr mit mir in die Fabrik und in die Areale mit den meisten Toten, zu den anderen Krankenh�usern, zeigte die glimmenden Scheiterhaufen f�r die Tausenden

-         Vom Botschafter erhielt ich zwei Dolmetscherinnen, zwei deutsche Lehrerinnen, eine f�r Englisch, die andere f�r Hindu. Dies erm�glichte eine prima Anamnese und H�ren aller Bemerkungen bei den Diskussionen.

 

Hilfreich waren:

1)     Der Laborchef des Krankenhauses, in dem ich vor dem Abflug einen lange geplanten Vortrag hielt, bereitete in 30 kleinen Glasflaschen mit zwei Schl�uchchen am St�psel und Inhalt 1 molarer Salzs�ure vor. An einer Seite wurden 2 ml Blut eingef�llt, an der anderen das Pr�fr�hrchen der Gifte mit der Saugpumpe aufgesetzt, gesch�ttelt, 10 H�be. Quantitativ konnte man die Giftmenge im Blut ablesen (Schnelltest). Ein geeichtes Muster hatte er vervielf�ltigt.

2)     Der deutsche Botschafter hat sich erfahren und v�terlich um seinen Sch�tzling gek�mmert. Er schrieb das Empfehlungsschreiben: �To whom it may concern�, das jede Hilfsbereitschaft initiierte. Ohne ihn w�re das riskante und angefeindete Unternehmen sicher gescheitert. Seine Warmherzigkeit war einmalig. Seine Kommentare � auch in den Besprechungen � zeugten von unglaublicher Erfahrung und Engagement. Er war das �berragende Erlebnis dieser f�rchterlichen Zeit, er gab ungeheuer viel Kraft. Sein Ideenreichtum war beeindruckend. 2 bewaffnete BND-Agenten begleiteten und beruhigten mich � ebenso wie die beiden Dolmetscherinnen � auf allen lebensbedrohlichen Wegen � insbesondere nach der ausgesprochenen Morddrohung. Kurz vorher war ja Indira Ghandi ebenfalls von gedungenen M�rdern f�r 5 Rupien ermordet worden.

 

Die sinnvolle Hilfe torpedierte:

-     Der indische Botschafter in Frankfurt, bei dem ich mein Visum abholen musste mit einem vergifteten Krabben-Cocktail, der im Flugzeug heftigste Durchf�lle ausgel�st hatte. Ein Kohlebecher hat alles kuriert, Cola den Magen-Darm beruhigt.

-     Der indische Gesundheitsminister, der keinen Toxikologen in Bhopal wollte und erst nach Stunden �berstimmt war.

-     Der Vertreter der Ungl�cksfirma, der ein Zimmer im Uni-Krankenhaus hatte und gegen eine hohe Summe mein sofortiges Abreisen � vergeblich � wollte.

-     Viele US-Anw�lte, die von den schwerst Kranken auf der Stra�e eine Unterschrift verlangten, sonst �bek�men sie keine Behandlung�, obwohl niemand ihr Englisch verstand. Sie erwiderten mir: keine Beweise sind besser, weil dann nicht um Details gestritten wird.

-         Von keinem Erstvergifteten gab es Personalien, von den Leichen ebenso wenig, nicht einmal f�r die Zahlen interessierte sich jemand: wo keine Dokumentation, da keinerlei Konsequenzen!

-         Nach der Freigabe unserer umfangreichen Hilfslieferungen an Gegengiften (Cortison-Spray, Natriumthiosulfat, Spritzen, Infusionen) holten sich alle �Helfer� alles privat ab, Kranke erhielten nichts.

-         Der �rtliche Ministerpr�sident meinte, in einer �Privataudienz� alles N�tige sei geschehen, Indien br�uchte nie eine Hilfe von au�en zumal von �fr�heren Kolonialherren� und meinte, mein Leben sei durch Morddrohungen stark gef�hrdet.

-         Bei der sofortigen Abschiebung begleiteten mich zwei Geheimdienstoffiziere.

-         Da ich meinen Schnellteste-Koffer von Dr�ger nicht ihnen schenken wollte, verlangte man eine hohe Transportgeb�hr � im Gegensatz zum kostenlosen Transport bei der Einreise. Die gesamte medizinische Ausr�stung lie� ich ohnehin in Bhopal und sandte zwei meiner Doktoranden (Sch�ngut) f�r 3  Monate hin.

-         Der indische Geheimdienst drehte aus meiner Kamera in der zweiten Nacht den Diafilm heraus.

 

Die Diskrepanzen h�tten nicht krasser sein k�nnen:

-         Schnee in Deutschland

-         in Schlossgarten von Delhi zwitschernde Papageien

-         in Bhopal unendlich viele Leichen, junge M�tter mit S�uglingen in die Achsel gelegt, Verwesungsgeruch und tagelang Rauch von der Verbrennung der 40 000 Leichen

-         auf Station Dutzende mit blauen Gesichtern nach Luft ringend, 20 Angeh�rige uns Bett sitzend mit flehentlichem Blick zu den Deutschen, der Wunder vollbringen soll

-         Chef�rzte, die unbedingt Tee mit mir trinken wollten, weil die 2000 vor der T�r ruhig warten sollten

-         Familienoberh�upter von 40 toten Angeh�rigen, die erz�hlten, man musste nur ein feuchtes Tuch vor Augen und Nase halten und sitzen bleiben, dann war in 30 Minuten alles vorbei. Seine Leute rannten zum Explosionsort und starben sofort.

-         Gesunde �rzte und Pfleger holten sich 100er Packungen von Antidoten als �Souvenir�

-    Patienten, die im Kreis ihrer 20 Angeh�rigen ergeben auf ihren schicksal-�������� ���� haftenTod warteten

-    flehentliche hilflose Angeh�rige

-    Alle �rzte aus dem Bundesland waren herbei geordert worden, niemand

���� wusste wof�r. Keiner kannte das Gift, geschweige denn, die n�tige Hilfe.

 

-     Riesige Ausgabepl�tze an denen jeder � oft mehrfach am Tag� Tabletten

mit Antibiotika und/oder Cortison und Magenmittel erhielt � ohne �����Wiederholung, eine staatliche Placebotherapie.

 

-��� jede Hilfe durch Ausl�nder wurde als verhasste �Kolonialherren�

abgelehnt

 

-���� Erste wissenschaftliche Diskussionen mit Erstellung eines Diagnose- und ��

����� Therapieplans, was aber dann allen Beteiligten stets verheimlicht wurde.

 

-    Der Eindruck eines Riesen-Experimentes mit Giftgasen entstand, weil

alle Verantwortlichen alles Denkbare unternahmen, um den Opfern nicht zu helfen, um zu sehen, was ohne Hilfe mit ihnen in der Zukunft passiert.

 

-    Zuletzt im Garten des Botschafters ein Essen im Freien mit einem

���� RiesenR�ucherlachs. Ein Adlerp�rchen st�rzt sich drauf und wird liebevoll

���� von der Botschafterin wie immer weggescheucht.

 

-��� Bei der Landung in Frankfurt warteten ca. 40 sensationshungrige

Fernsehteams am Flugsteig. Ich lie� mir Zeit am Zoll f�r das

Mitbringsel f�r Frau und Kinder. Dann waren sie weg. Sp�ter interessierte sich niemand mehr f�r das Ungl�ck.

 

Bhopal � Augenzeugenbericht Erinnerungen nach 20 Jahren

Die Situation vor Ort

Durch einen Defekt an allen vier Sicherheitseinrichtungen eines 40-Tonnen-Tanks voll Methylisocyanat, einem technischen Produkt, und durch Vergessen der alternativen Handabschaltung kam es in Verbindung mit zur�ckgebliebenem Reinigungswasser zu einer exothermen Reaktion, zu einem Druckanstieg und dem Entweichen von 40 Tonnen Gas aus Methylisocyanat, Blaus�ure, Nitrosegasen und anderen Substanzen. Die exotherme Reaktion erzeugte eine Temperatur zwischen 400 und 600 �C. Von 23.00 Uhr bis 1.00 Uhr nachts legte sich der Gaspilz auf die Altstadt mit den Slums von Bhopal und zog dann 200 km weiter. Etwa in diesem Umkreis traten Todesf�lle auf. Panikartig fl�chtete die Bev�lkerung w�hrend der h�chsten Giftgaskonzentration mit ihren Habseligkeiten. Nur einzelne Firmenangeh�rige blieben mit einem feuchten Tuch vor Nase und Mund in ihren H�tten und �berlebten mit der gesamten Familie. Es war eigenartig, dass nur Slumbewohner von der Vergiftung betroffen waren. Bewohner der �brigen Teile der Stadt, insbesondere die Hotelbewohner, hatten in dieser kalten Nacht Fenster und T�ren verschlossen, blieben dann auch in ihren Wohnungen und erlitten keinerlei Vergiftungserscheinungen. Allerdings hatten auch die �rzte der verschiedenen Krankenh�user Vergiftungserscheinungen. Hunderte der Slumbewohner wurden im Schlaf �berrascht und tot in ihren Lehmh�tten aufgefunden. Etwa 300.000 Personen waren von der Vergiftung betroffen. Etwa jeder Hundertste starb sofort, ein Drittel der Bev�lkerung wurde schwer vergiftet und muss mit lebenslangen Folgesch�den rechnen.

 Um 2.00 Uhr nachts ert�nte die Werksirene. Einige M�nner liefen dann zum Epizentrum zur�ck und wurden dort vergiftet. Es gab keine Warnung und keine Alarmpl�ne. Die Werkarbeiter zogen, bis auf einen, rechtzeitig Gasmasken an und blieben verschont.

Kein einziger Patient in Bhopal, mit Ausnahme einiger leicht vergifteter Mediziner, wurde korrekt behandelt. Es wurde keine Versorgung am Unfallort bez�glich einer Vitaltherapie durchgef�hrt. Die Vergifteten mussten sich von Angeh�rigen oder von Taxis ins Krankenhaus bringen lassen. Privat�rzte bekamen keine Informationen �ber Therapiem�glichkeiten. In den Kliniken erfolgte keine intensivmedizinische Behandlung. Es gab keine Intubation oder maschinelle Beatmung und keine funktionierenden Beatmungsbeutel in der gesamten Stadt. Nur jeder zwanzigste Patient mit Lungen�dem bekam Sauerstoff zugef�hrt. Sterile Spritzen fehlten. 40.000 sterile Spritzen, die wir aus Bundeswehrbest�nden mitgebracht hatten, verschwanden spurlos. Patienten im Pr�lungen�dem warteten nach einem beschwerlichen Anmarsch stundenlang in der Sonne auf die erhoffte Hilfe im Krankenhaus. Dort gab es keine Selektion. Nur Tote wurden sofort selektiert.

 

Diagnostik

Es gab keine Messung des verursachenden Giftgases, obwohl in der Firma das Gassp�rger�t routinem��ig angewandt wurde. Die exzellente, umfangreiche Monographie �ber Methylisocyanat, die von der Mutterfirma Union Carbide erstellt war, wurde nicht herausgegeben. Es gab keine Verlautbarung vom Verursacher, was passiert war und wie man den Betroffenen helfen k�nnte, daf�r Verwirrungs- und Vertuschungsaktionen. Auch kam es zu Verwechslungen zwischen Zyanid und Zyanat. Der offizielle Vertreter der WHO hatte noch am 11. Tag nach der Katastrophe in einer gro�en Besprechung in Delhi die Meinung vertreten, dass das Gift keine t�dliche Vergiftung und keine Ver�tzung hervorrufen k�nnte, sondern h�chstens eine Allergie. Das hatte dann zur Folge, dass in den ersten Tagen lediglich ein Antihistaminikum ausgegeben wurde. Katastrophenpl�ne waren nicht vorhanden. Es erfolgte keine Ausbildung von Laienhelfern. Selbst Augentropfen durften nur von �rzten verabreicht werden. Hinter einem Arzt warteten 5.000 Patienten darauf, einen Tropfen ins Auge zu bekommen, und bekamen h�chstens jeden dritten Tag einen Tropfen.

 

Entgiftung

Bis zuletzt wurden keinerlei Entgiftungsma�nahmen der Augen und der Haut durchgef�hrt. Die Patienten blieben bis zum Tod in ihren kontaminierten Kleidern. Patienten auf der Intensivstation behielten ihre Kleider an. Dadurch hatten sich nat�rlich auch das Pflegepersonal und die Leichentr�ger sekund�r vergiftet. Weder der h�usliche noch der berufliche Bereich wurden dekontaminiert. Giftfreie Nahrungsmittel wurden weder empfohlen, noch zur Verf�gung gestellt. Eine Ausnahme bildeten die Ausl�nder. Das gleiche galt f�r das verseuchte Trinkwasser. Zur Entgiftung der fettl�slichen Substanz standen keine entsprechenden Mittel zur Verf�gung.

 

F�rsorge

Die Bev�lkerung wurde weder gewarnt, noch aufgefordert, sich zu sch�tzen. Wir sahen an den einzelnen Firmenangeh�rigen, die sich lediglich durch eine feuchtes Tuch vor Nase und Mund und Schlie�en der Fenster und T�ren optimal sch�tzen konnten, wie einfach die Ma�nahmen der ersten Stunden gewesen w�ren, wenn die Warnsirene zwei Stunden vorher ert�nt w�re und die Bev�lkerung einmal vorher erfahren h�tte, wie man sich sch�tzen kann. Es war fr�her bereits zu drei gr��eren Massenvergiftungen in Bhopal gekommen. Erst vor zwei Jahren war es durch ausstr�mendes Phosgen zu drei Todesf�llen gekommen. Alarmpl�ne gab es nicht; man hatte Angst, dass die Bev�lkerung dadurch nur beunruhigt w�rde. Die Vergifteten wurden nicht systematisch erfasst und keine Aufzeichnungen angelegt. Eine Dokumentation von Vorsch�den wurde nicht durchgef�hrt. Die Vergifteten suchten dann auch mehrere Behandlungseinrichtungen hintereinander auf.

Alles, was irgendwie als Beweis f�r sp�tere Schadenersatzforderungen der Betroffenen h�tte dienen k�nnen, wurde unterlassen oder verheimlicht. Den Vorschlag, einzelne F�lle von Spezialisten im Ausland behandeln zu lassen, lehnten die Verantwortlichen ab. Ein Gro�teil der ca. 3.000 zum Zeitpunkt des Ungl�cks im ersten Trimenon Schwangeren muss mit zerebralen Sch�den bei den Kindern rechnen. Es wurde keine Interruptio empfohlen.

 Antidote standen nicht zur Verf�gung. Medikamente aus dem Ausland wurden strikt abgelehnt oder zur�ckgeschickt. Uns wurde empfohlen, die Medikamente von der Bundeswehr wieder mitzunehmen. Auch Dexametason-Spray als Antidot bei Lungenreizstoffvergiftungen h�tte bei ca. 100.000 Personen die schweren, heute bestehenden Ver�nderungen im Sinne einer Lungenfibrose verhindern oder zumindest lindern k�nnen. Unsere mitgebrachten 1.050 Sprays, deren Anwendung dem Pflegepersonal von unserer Hindidolmetscherin demonstriert wurde, f�hrten bei etwa 1.000 Personen zu einer drastischen Besserung des Zustandes. Nachgewiesene Lungen�deme besserten sich darunter �berraschenderweise zum Teil erheblich. Patienten mit einem schaumigen Auswurf konnten nach einigen Stunden die Kliniken verlassen. Der Wunsch der �rtlichen �rzte nach 100.000 weiteren Packungen, die in Deutschland zum Transport bereitstanden, wurde von der Regierung ignoriert. Man f�rchtete, dass dann alle behandelt werden wollten.

Ein Chemiker der indischen Regierung hatte �berraschenderweise am 5. Tag in der Umgebung der Fabrik angeblich nicht nur Zyanate, sondern auch Zyanide nachgewiesen. Auch fand er beides im Leichenblut. Ein von uns entwickelter Schnelltest konnte dies best�tigen. Insbesondere tief bewusstlose Patienten mit Hirn�dem hatten hohe Zyanidkonzentrationen im Blut. Versuche mit Injektionen von Natriumthiosulfat brachten hier �berraschend gute Erfolge. Ausnahmslos alle �rzte und das Pflegepersonal f�hlte n sich selbst nach einer Minimaldosierung von einem Zehntel der empfohlenen Dosierung (10 ml der 10%igen L�sung) beschwerdefrei. Die �rzte baten um weiter Antidote. 13.000 Infusionsflaschen, die ganz schnell in Deutschland zubereitet wurden und dorthin verbracht wurden, kamen jedoch nicht zur Anwendung. Lediglich �rzte und Pfleger wurden damit behandelt.

Alle Patienten hatten neben anf�nglichen Augenver�tzungssymptomen eine Lungensymptomatik mit qu�lendem Husten, Bluthusten und fleckige Verschattungen im R�ntgenbild sowie eine Azidose. Ma�nahmen der indischen Regierung, wie sie anfangs empfohlen wurden, wie die Gabe des Antihistaminikum, eines Antigastritikums, antibiotikahaltige Augentropfen und die Gabe von Atropin als Universal-Antidot, waren wirkungslos. In der sp�teren Phase wurden tagelang orale Kortikoide ausgegeben. Anstelle des lokal anzuwendenden Dexamethason-Sprays bekamen die Patienten pro Tag etwa 18 Tabletten unbekannter Dosierung eines Dexamethasons sowie Betasympatikomimetika, Hustensaft, Vitamine und Spurenelemente. Ferner wurden h�chste Dosen an Antibiotika ganz ungezielt eingesetzt. Diese Ma�nahmen waren sinnlos oder sogar gef�hrlich.

KATASTROPHENMEDIZIN Probleme des Massenanfalls Kranker und Verletzter

Deutscher �rzte-Verlag, K�ln 1986

 

Bhopal Umweltschreck

Auf Wunsch des deutschen Ausw�rtigen Amtes, sollte ich bei dem Giftgasungl�ck nach Bhopal reisen und die Anwendung der von Deutschland in riesigen Mengen bereitgestellten Gegengifte den indischen �rzten erkl�ren.


Am Abend des Alarmierungstages hatte ich noch einen Vortrag in der Universit�tsklinik in Gie�en. Alle hielten es f�r einen Gag, dass ich mit zahlreichen Alukoffern und Schutzausr�stung anreiste und meinte, dass ich in wenigen Stunden in Bhopal sei.

Vom Laborchef wurde mir noch hochkonzentrierte S�ure f�r den Blaus�urenachweis im Blut, die ich vergessen hatte, gebracht.

Der indische Botschafter fragte beim Abschiedsempfang in Frankfurt, ob man das dortige Trinkwasser trinken k�nne. Sein Krabbencocktail dabei war jedoch massiv voll Bakterien. Nach kurzer Zeit setzten bei mir im Flugzeug heftige Durchf�lle ein, zuletzt musste ich mit schmerzhaften Leibkr�mpfen blutiges Wasser entleeren. Ruhr? Ersch�pft, wie vom Fieber gesch�ttelt, erinnerte ich mich an die Kohle  Demonstrationspackung im Handgep�ck. Zittrig bereitete ich sie zu. Nach einer Viertelstunde war der Stuhl schwarz, dann kehrte pl�tzlich wie durch ein Wunder Ruhe ein, die Bakterien waren weg. Ich schlief einen tiefen Heilschlaf bis zur Ankunft. In Dehli betrog mich der Taxifahrer und verlangte das Zehnfache. In der deutschen Botschaft war ein denkbar liebensw�rdiger Empfang. Auf meinen Wunsch erhielt ich zwei deutsche Frauen zugeteilt, die Sprache des indischen Landesteiles beherrschten, eine Lehrerin und eine medizinischtechnische Laborantin. Dadurch war ein einmaliger Kontakt zu den Kranken geschaffen. In Gespr�chen mit Offiziellen konnte die Lehrerin Englisch dolmetschen und ich hatte Zeit zum H�ren der anderen Meinungen. Die �rtlichen �rzte baten um meine eilige Ankunft. Gesundheitsminister und Amts�rzte  so wie Politiker f�hrten stundenlange theoretische Gespr�che bis in die Nacht. Der Flug Dehli  Bhopal wurde vom Geheimdienst vereitelt, offizielle Begr�ndung, dass mein Platz belegt sei, war, dass eine japanische Fernsehgesellschaft eilig dorthin musste. Jetzt riss  mir der Geduldsfaden, ich sagte, ich fliege morgen mit der Lufthansa heim und verst�ndige die Weltpresse, die ohnehin vom Abflug an jeden Schritt beobachtete. Ich bat den Botschafter um ein Auto zur Besichtigung der Altstadt von Dehli. Aufgrund meines energischen Auftretens gegen�ber den Regierungsmitgliedern war er sehr besorgt. Er stellte mir seinen gepanzerten Mercedes mit Funk und Fahrer zur Verf�gung. Meine Helferinnen zeigten mir alle Sch�nheiten der Hochbl�te von Indien. Mitten im Dezember schwirrten hier Papageien, Adler und seltene V�gel zwischen Palmen und Blumen, w�hrend die Menschen in Bhopal weiter ohne die vor Ort vorhandene Hilfe starben. Die Regierung funkte laufend, wir sollten kommen, sie h�tten umdisponiert. Ich f�hrte mein Programm ungest�rt fort und lehnte ab. Drohungen negierte ich, ich war als Privatmann von keiner Weisung abh�ngig. Das war f�r alle Beteiligten wohl v�llig neu und brachte enormen Respekt ein. Ich h�rte, da� es zahlreiche �rzteteams aus den USA, Frankreich und anderen L�ndern ebenso erging, als einziger wurde ich dann zugelassen. Ob die Angst vor der Presse oder die f�r sie einmalige Frechheit den Ausschlag gab, wei� niemand. Nach meiner Stadtbesichtigung waren alle wie ausgewechselt und hilfreich. Die indischen Geheimdienstoffiziere lie�en mich zwar Tag und Nacht nicht mehr aus den Augen, waren jedoch �u�erst behilflich.

Nach Ankunft in Bhopal wurde ich vom Chef der Rechtsmedizin, Prof.Chandra, der mich angefordert hatte, in Empfang genommen. So wie er sagte, kam es mehrmals. Nach Betreten der Hauptarbeitsst�tte, dem Medical Hospital, wurde ich ins dort vorhandene Zimmer der Ungl�cksfirma "Union Carbide" gebeten und von ihrem Chef gefragt, wie viel Geld ich wollte, wenn ich nichts  von ihnen sagte. L�chelnd ging ich hinaus, so verdutzt war er wohl noch nie im Leben. Schnell hatte ich meinen ersten Todfeind. Er sollte siegen. Der Chef der Augenklinik wollte mich zum Tee-Plausch einladen. Ca. 1000 Patienten, die geduldig in Schlange warteten kr�mmten sich vor Schmerzen. Etwa dreimal am Tag bekamen sie von ihm pers�nlich einen Tropfen ins Auge. Er meinte: "Ich bekomme nichts daf�r, wenn ich sie jetzt behandle".

Der Chef der Kinderklinik machte mit mir Visite. Er begann mit einem Fr�hgeborenen, der nackt neben einer warmen, gef�llten Glasflasche unter einer Glashaube lag und angeblich schwer vergiftet sei. Ich h�rte das Kind ab und sagte, es sei blau, da es einen schweren Herzfehler habe. Daraufhin lachten alle h�misch, sagten es sei richtig, es w�re ein Test gewesen. Meine Helferinnen waren w�tend. Sie kannten die �rztementalit�t nicht. Ich wusste, jetzt bin ich akzeptiert. Viele Sterbende im toxischen Lungen�dem h�tten Sauerstoff ben�tigt. Weder diesen noch Nasensonden daf�r gab es. So verabreichten meine Helferinnen nur einen Cortisonspray (Auxiloson), dessen korrekte Anwendung den jeweiligen Angeh�rigen gelehrt wurde. Wir hatten nur die pers�nliche Ausr�stung von mir dabei: �rztemuster und wegen �berschreitung des Verfalldatums weggeworfene Klinikpackungen.

Mit diesen 1.000 haben wir mindestens 10.000 Schwervergiftete behandelt. Die �ber 100.000 Packungen der Ersthilfe der deutschen Bundesregierung lie� das indische Gesundheitsministerium �ber den Zoll nicht freigeben. Der indische Nationalstolz erlaubt keine Annahme von ausl�ndischer Hilfe  auch wenn diese nicht englisch ist, die sie niemals akzeptieren w�rden.

Nach den Visiten in den verschiedenen Abteilungen, der Klinik folgte eine eingehende Untersuchung der Gestorbenen. Hunderte Tote lagen in den Kellerr�umen der Rechtsmedizin und auf Bergen zum Verbrennen. Man hatte 30.000 Tote gez�hlt. Die offizielle Version vom ersten Tag war und blieb 1450 Tote. 30.000 gab man als Gesamtzahl der Betroffenen an. Die �rtlichen �rzte sch�tzten die Zahl aufgrund der Todesf�lle im Randbereich der Giftwolke auf �ber 300.000. 750.000 Einwohner hatte die Stadt. Keiner blieb ganz verschont. Die abziehende Giftwolke sch�digte noch in 200 km Entfernung, nur wusste man dort noch weniger als vor Ort. Dies berichtete uns eine deutsche Schaustellergruppe.

Achtlos hatte ein Arbeiter den noch nicht leeren Tank mit Methylisocyanat mit Wasser reinigen wollen, dabei kam es zur Hitzeentstehung und Giftgaswolken. Von den unz�hligen dabei freiwerdenden Giften waren Methylisocyanat, Blaus�ure und Phosgen die giftigsten.

Sofort starben viele an Blaus�ure, leichter Vergiftete litten am Kampfgas Phosgen. Jeder nicht sofort behandelte erkrankte an der Lunge  besonders die vielen Tuberkulose-Kranken.


Amerikanische Rechtsanw�lte schwirrten aus, um Unterschriften Betroffener zu sammeln, f�r die sie Geld bekamen. Krankengeschichten, die Voraussetzung f�r eine Entsch�digung, wurden auf Gehei� der Verursacherfirma Union Carbide keine angelegt.

Also war das einzig m�gliche, vielen unb�rokratisch zu helfen. Wir errichteten St�tzpunkte an den betroffenen Stadtvierteln, zeichneten in Stadtpl�ne die Hauptzugrichtung des Windes und bildeten Ersthelfer mit der Auxiloson-Spray-Anwendung aus. Je mehr Patienten geholfen wurde, desto abweisender wurde die indische Regierung.

St�ndig setzten sie Strategiekonferenzen an, fragten: "warum wollen Sie helfen". Ein Chefarzt meinte, das ist so, wie wenn in M�nchen ein Pennerlager brennt. 2 Menschen verbrennen und die ganze Welt r�t, wie man den 48 Brandopfern helfen kann. Die Erkrankung der Bev�lkerung sei "Gott" gewollt. Sie meinten ihren Gott. In der Tat sa�en um einen sterbenden 18j�hrigen sechzehn Familienangeh�rige schweigend friedlich herum und sahen tatenlos zu, wie er an seiner Wasserlunge und seinem eigenen Schleim erstickte. Kein Vorwurf. Kein Ruf nach einer Schwester.

Dann wieder der Gang �ber die Keller. Tote S�uglinge im Arm ihrer toten M�tter. Ich dachte an meine vier kleinen Kinder zuhause.

Viele erinnerten mich daran. Abgehetzt, m�de, durstig, immer wieder Tote, Tote, Tote oder Sterbende, die wir zuhause ganz anders betreuen w�rden. Die Verbitterung stieg ins Unermessliche. Der st�ndige Kontakt mit der deutschen Botschaft erbrachte eine immer geringer werdende Bereitschaft der Regierung zum Handeln. Alle Angebote lehnten sie ab: eine deutsche ABC Truppe zur Entgiftung aller Betroffenen (die Gifte h�ngten in den Kleidern, den Habseligkeiten), deutsche Medikamente, ausgebildetes Personal. Offiziell war alles beendigt, harmlos.

Die Giftgaswolke war �ber einen Stadtteil mit Zelten und Lehmh�tten der �rmsten, meist Arbeitern von Union Carbide als erstes gezogen. Der Effekt war auch positiv, denn viele der Betroffenen, die man als Schmarotzer empfand, zogen weg. Dies freute die Superreichen, deren H�user mit goldenen T�rgriffen und Wasserh�hnen ausger�stet waren. Die Gegens�tze und Konflikte waren unfassbar.

Dann kam der Funkspruch vom Geheimdienstchef am vierten Tag: "Um mein Leben k�nne nun nicht mehr garantiert werden. Ich m�sse sofort abreisen". Ein Gespr�ch mit dem �rtlichen Ministerpr�sidenten half nichts. Der Rechtsmediziner bat um die restlichen Gegengifte - sie blieben die Einzigen vor Ort. Der Geheimdienst bettelte erfolglos um das umfangreiche Diagnoseset. Es wurde ein schriftliches Protokoll angefertigt, was alles ben�tigt w�re - es blieb beim Papier. Zwischen Geheimdienstchef und neugieriger Ehefrau des Ministerpr�sidenten erfolgte das Ausfliegen aus Bhopal, nachdem ich die Linienmaschine bei laufenden Motoren 1 Std. auf dem Rollfeld warten lie�, da ich einen Koffer "vergessen" hatte, zu holen. Ich wollte wissen, ob das eine Abschiebehaft war.


In Dehli gab es wieder die �blichen Regierungsgespr�che, Reden vom WHO  Vertreter, dass man nicht mehr unternehmen k�nne und viel Eigenlob. Auch habe man den Lungenreizstoffspezialisten aus M�nchen geholt, der best�tigt habe, dass alles vorbildlich war.

Der sprachlose deutsche Botschaftsrat sa� daneben, mein bei�ender Kommentar half nichts mehr.

Dann folgte der n�chste Kontrast: das Abschiedsessen beim Botschafterehepaar. Mitte Dezember bei hei�er Sonne hemds�rmelig an einem gro�en Tisch tief im gr�nen, blumenmeerartigen Garten.

Mit der Hand dicke Scheiben eines roten Seelachses abschneidend st�rzt ein Riesen-Adlerpaar vom Dach und schnappt sich das St�ck.

"Sch, sch", ruft Frau Botschafterin, "meine Vorg�ngerin hat sie immer gef�ttert, jetzt sind sie es gew�hnt".

Auf dem Heimflug nach Frankfurt neben zwei st�ndig fragenden Geheimdienstoffizieren, entstand der felsenfeste Entschluss, alles zu unternehmen, dass sich weltweit eine solche Katastrophe nicht mehr wiederholt, die Unwissenheit und Vertuschungslust, beseitigt wird.

In Frankfurt wartete  ich eine Stunde vor dem Passagierausla�, um den Fernsehteams erfolgreich zu entgehen. Meine Kommentare w�ren zu bei�end gewesen, das will der Deutsche abends vor dem Fernseher vor seinem Bier und seiner Zigarette nicht h�ren. Mit seinem Geld geschehen nur tolle, erfolgreiche Dinge.

Bei der Schlussbesprechung in Bonn im Ausw�rtigen Amt stie� ich auf Beamte, f�r die dieses t�gliches Brot war: "Herr Daunderer, wirkliche Hilfe ist nur mit Privatleuten vor Ort m�glich, nicht mit spektakul�ren Regierungsaktionen."

Viel Positives blieb: die deutsche Firma Thomae �nderte den schwer

bedienbaren Kopf des Auxiloson Sprays, brachte ein Notfall-P�ckchen auf den Markt, die indischen �rzte studierten den Unterschied  zwischen Cyanid und Cyanat, deren �hnliche Aussprache die entscheidenden Missverst�ndnisse brachte (ei und i).

 

1988 Amalgamwirkung bei Kind 6 Monate im Koma entdeckt

Die 10j�hrige Heidi N., die 6 Monate in der Kinderklinik im Coma nach 4 Zahnarztterminen zum gro�fl�chigen Amalgamstopfen lag und bei der der DMPS-Test deutlich erh�ht war, brachte den ersten Hinweis darauf, dass tragische Einzelf�lle durch eine Amalgamunvertr�glichkeit zu erwarten sind. Ein Nobelpreistr�ger, der eigens aus London zum DMPS-Test zu mir kam und der exorbitant hohe Werte und eine dramatische Verbesserung nach dieser einmaligen Therapie feststellte, brachte den Stein ins Rollen. Weitere unerwartet hohe Werte fanden sich dann bei meiner Arzthelferin und einem Wiener Journalisten, der schon sehr lange keine Amalgamz�hne mehr im Mund hatte und den ich bei einer Fernsehsendung spritzte.

Durch denn Kaugummitest wurde entdeckt, dass man bei Gesunden die niedrigsten Werte von Quecksilber im Speichel nach Kaugummikauen findet, Raucher haben wesentlich h�here Quecksilber- Werte, Fixer und Alkoholiker haben noch h�here Werte, h�chste Werte haben die psychisch Kranken, die h�chsten Spitzenwerte wurden gefunden bei Patienten, die wegen Selbstmordgefahr auf der geschlossenen Station von psychiatrischen Kliniken lagen. Eigenartigerweise wurde einigen vom Zahnarzt, der mit Gasmaske zum Selbstschutz in der psychiatrischen Klinik ( Haar) arbeitete, gegen den Willen der Patienten zus�tzlich neues Amalgam gelegt. Die Ursache aller dieser Organsch�den durch Quecksilber besteht in der bekannten St�rung des Glutaminstoffwechsels durch Blockade des Coenzym-A.

W�chentlich einmal konnten wir einen Patienten aus der geschlossenen Psychiatrie entlassen lassen nachdem er durch eine einzige DMPS-Spritze nicht mehr suizidal war - sehr zum �rger der behandelnden Psychiater.

 

1988 Drogenabh�ngigkeit-Ursache entdeckt

Drogenabh�ngige, die bei uns seit langem in Behandlung standen, oft aufgrund von Gerichtsauflagen oder nach einem F�hrerscheinentzug und oft r�ckf�llig waren, wurden im Rahmen einer Dissertation amalgamsaniert. Neben den stets stark erh�hten Quecksilberwerten im Kaugummitest fiel allen auf, dass nach der DMPS-Spritze eine radikale �nderung des psychischen Verhaltens auftrat. Zusammen mit der korrekten Amalgamsanierung und Einsetzen von allergiefreien Alternativen ohne Metalle stabilisierte sich �berraschend die Drogenfreiheit. R�ckf�lle ereigneten sich nun pl�tzlich nicht mehr unter der Therapie im Gegensatz zu fr�her.

Gerade zur Raucherentw�hnung wurde dieser Effekt intensiv genutzt.

 

1988 Amalgam-Teste entdeckt

W�hrend die Zahn�rzte seit vielen Jahrzehnten behaupteten, dass Amalgam eine feste "Legierung" sei, bewies ich erstmalig in der Welt das Gegenteil.

Ein Zahnarzt hatte eine schwerste Vergiftung mit irreversibler Verbl�dung nachdem er das von einem Patienten Herhausgefallene Amalgam beim Telefonieren versehentlich auf die Heizplatte seiner Kaffeemaschine gelegt und vergessen hatte: sie verdampfte v�llig.

-Ein junger Patient erlitt eine schwere chronische Quecksilbervergiftung mit Zittern und Ataxie nach jahrelangem Kaugummikauen auf 20 Amalgamf�llungen. Dies bewegte mich, einem Doktoranden untersuchen zu lassen, ob es eine Korrelation zwischen der Anzahl (Fl�che) der Amalgamf�llungen, der H�he der Quecksilberkonzentration im Kaugummi oder im Speichel und der Schwere der Quecksilbersch�den gibt. Dies wurde voll best�tigt. Manchmal fanden wir bei �u�erlich unauff�lligen F�llungen exzessiv hohe Werte, weil sich die F�llungen herausl�sten. Dabei waren die Werte im untersuchten Kaugummi wesentlich h�her als im Speichel. Sp�ter fanden wir auch noch, dass dies auch mit der H�he der Amalgamgifte in einem Tumor �bereinstimmt. Pl�tzlich verstummte diese L�ge und man h�rte dann nur noch vom Geld. Allen wurde aber verheimlicht, dass nichts so teuer ist, wie die Amalgamfolgen zu behandeln.

 

1988 DMPS f�rdert die Ausscheidung gespeicherter Metalle

�ber meine T�tigkeit als Dozent in der Sanit�tsakademie erfuhr ich Anfang der 70er Jahre von dem streng geheim gehaltenen Gegengift des Ostblocks, der uns angeblich mit arsenhaltigen Chemiewaffen angreifen wollte und der seine Soldaten mit "Unithiol" sch�tzen wollte. Bei Versuchen stellte man fest, dass Soldaten mit Amalgam

damit nicht vor Arsen gesch�tzt werden konnten, weil das Antidot dann Quecksilber ausscheiden wollte. Daher interessierte ich mich daf�r als "Amalgam- Diagnostikum". Lange brauchte ich, ehe mir ein Aralbesucher einen Karton Ampullen, der dort wenige Pfennige kostete und der damit von seiner Amalgamvergiftung erfolgreich geheilt wurde, mitbrachte. Ich erreichte, dass eine deutsche Pharmaziefirma dies nachbaute. Allerdings kostete dies dem leitenden Bundeswehrtoxikologen und Geheimdienstoffizier Weger den Kopf, weil er mir dabei half und sich dabei gewaltig bereichern wollte.

- Eine 18j�hrige Botanikstudentin schluckte einen Kaffeel�ffel voll Arsen, als sie einen kleinen Streit mit ihrem Freund hatte. Der Notarzt vor Ort lie� mich gleich zu Hause verst�ndigen. Sofort beschaffte ich das russische Arsengegengift, das gegen chemische Kriegswaffen bei der Bundeswehr ebenfalls erprobt wurde.

Prof. Weger besorgte es schnell. Beim Eintreffen der Patientin in der Klinik war schon alles alarmiert. Noch auf der Trage des Notarztes liegend umarmte das s��e M�dchen mich:"Gell, Herr Doktor, Sie schauen, da� nichts an meiner Leber zur�ckbleibt". Niemand rechnete zu dieser Zeit mit ihrem �berleben. Die Patientin bekam das Gegengift zweist�ndlich in riesigen Mengen. �berraschenderweise blieb ein Nierenversagen durch das Gift aus, obwohl die Giftwerte extrem hoch waren. Das M�dchen bekam keinerlei Organsch�den. Das verwendete Gegengift DMPS wurde sp�ter das bekannteste Gegengift - insbesondere bei Amalgam.

W�hrend der Kaugummitest eher ein Politikum war, war der DMPS-Mobilisationstest ein wertvolles Diagnostikum der in der Niere gespeicherten Amalgamgifte und zugleich ein heilbringendes Therapeutikum. W�hrend Anfang der 90er Jahre manchmal Patienten mit exzessiv hohen Werten herausgefischt wurde, war dies nach Millionen Gegengift-Spritzen im neuen Jahrtausend eher die Ausnahme. Zuletzt wurde das Antidot meist dann appliziert, wenn wir es nie gegeben h�tten bei gleichzeitig im Mund befindlichem Palladium oder Gold, die Amalgam wie ein Magnet festhalten. Beim Vorlesungsversuch wandert Quecksilber in  kleinen K�gelchen um den Ehering, der wie ein Magnet wirkt.

Da es DMSA nur in China als Spritze gibt, muss hier Pulver verwendet werden, das wie das DMPS-Pulver �ber die Leber in den Darm ausgeschieden wird. Die Entgiftung wird hier im 3.Stuhl gemessen.  

 

1989 Amalgam als Kunstfehler entlarvt und ver�ffentlicht

Durch die Entdeckung des Kaugummi- und des DMPS-Testes konnte

eindeutig nachgewiesen werden, dass die wirkliche Ursache f�r die erh�hte Speicherung von Quecksilber, Silber, Zinn, Palladium und Kupfer im Gehirn, der Niere, der Leber, in Tumoren und anderen Organen ausschlie�lich das Amalgam ist.

Je h�her die Quecksilber-Werte im Kaugummitest waren, desto st�rker waren die psychischen Ver�nderungen durch die Quecksilber-Bedingten Glutaminst�rungen ausgepr�gt.

Durch die korrekte Amalgamsanierung und im Allergietest als vertr�glich befundene Alternativen ohne Metalle besserte sich eine riesige Zahl von Krankheiten (�ber 400). Dadurch war bewiesen, dass Amalgam als Verursacher und Kofaktor f�r viele Krankheiten wirkt. Hitler hatte dies mit 16 Amalgam fr�h bei sich erkannt, obwohl er vorher dies als Regelversorgung vorgeschrieben hatte, denn Gold hasste er als "Judenversorgung" (er lie� es ausbrechen, wo es ging).

Prof. Stock hatte Amalgam als "arge Vers�ndigung an der Menschheit" bezeichnet,

Carl als "Mord auf Krankenschein".

So etwas Kindern, Kranken und Unwissenden als Non plus ultra in der Kopf zu stopfen, ist keine "�rztliche Kunst", sondern ein Kunstfehler.

Da die Zahnarzt-Fachzeitschriften als Meinungsunterdr�ckung die Falldarstellungen nicht ver�ffentlichen wollten, geschah die im �Forum des Praktischen Arztes�, das zitiert wurde in �Natur� und in der Laienpresse.

Daraufhin ging ein Aufschrei nach meiner Feststellung als ��rztlicher Kunstfehler� durch das Land. Zahn�rzte hatten Angst vor Schadenersatzforderungen.

Heute wird wieder alles totgeschwiegen, obwohl sogar mikrobiologisch nachgewiesen ist, dass dies ein Wahnsinn ist. Reitz wies die DNS-Hemmung nach, Keim die Astrozytenhemmung nach geringsten Mengen im Gehirn, die Sch�digung ist also nicht dosisabh�ngig.

In allen uns bekannt gewordenen F�llen ist der Langzeit- Epikutantest �ber 7 Tage positiv, was einer Metall-Allergie vom Typ IV entspricht. Eine Allergie auf ein lebenslang im Nervensystem eingelagertes Gift f�hrt zu verheerenden Folgen! Dies wissen alle Amalgam-Bef�rworter, deswegen verlangen sie den Allergie-Blitztest, der nur in 80 F�llen der Weltliteratur Positiv war. Aber wer ver�ffentlicht seinen Allergietest in der Weltliteratur?

Sp�testens als das Bundesforschungsministerium am 5.8.1895 warnte, dass Quecksilber zu Autoimmunkrankheiten f�hren kann, war klar warum Diabetes, MS,Krebs, Infarkt und Alzheimer durch Amalgam ausgel�st werden kann.

Wenn unsere Kinder daran erkranken, m�ssen sie wissen, wer die Verantwortung daf�r tr�gt, dass sie auf Krankenschein eine t�dliche Erkrankung bekamen dank Schiele, Ott,  Halbach, St�hle, Schmalz, Hickl, Visser, Wirtz, Zilker u.v.a.

Alle diese Verharmloser k�nnen an der Bahre Tausender stehend nicht behaupten, sie h�tten es nicht gewusst, wie hochgiftig Amalgam ist.

Das Geld, das der Amalgam-Hersteller Degussa zur Prozesseinstellung in Frankfurt zahlte, wurde im M�nchner Modell von Zilker aufgebraucht. Es ist Betrug zu behaupten, dass hier die Amalgamsch�den �berpr�ft wurden. Nach Amalgamentfernung ohne Schutz, d.h. nach einer akuten Vergiftung bekam die erste Gruppe nichts, die zweite Placebo, die dritte ein Gesundheitstraining, niemand eine Entgiftung mit DMPS. Danach wurde  "hochwissentschaftlich" festgestellt werden, dass eine falsche

Amalgamentfernung nichts bringt, sondern die Patienten eher krank werden und durch die dadurch ausgel�ste MS evtl. im Rollstuhl landen. Die Studie f�hrten Psychiater der TOX re.d.Isar durch!

 

1990 Umweltgifte Lexikon wo wie Gifte weg

Nach Beendigung meiner Klinik Zeit von 1970-1981 hatte ich vor, mich eingehend dem B�cherschreiben zu widmen. Ich hatte so viele Vergiftete gesehen und erlebt, was ihnen half, da� ich es zu Papier bringen mu�te. Das Lehrbuch der "Klinischen Toxikologie" war zwischenzeitlich auf 10 B�nde erweitert. Die chronischen Vergiftungen durch Umweltgifte nahmen einen immer gr��eren Raum ein.

Neue Erkennungsmethoden erbrachten, da� sogar Haus�rzte sich gut damit auskennen konnten. Je besser die Diagnose war, desto gr��er wurden die Heilungserfolge. Die Kranken lernten, die Ursachen zu meiden. So wurden entwickelt der Kaugummitest, der DMPS-Test f�r die Praxis, der Paraffin�l-Test, die Staubprobe, die Kohle-Probe, der Passivrauchertest und vieles mehr. Die Hauszeitschrift "Forum des praktischen Arztes" ver�ffentlichte bis zum Tode Zierhuts in jeder Nummer diese Teste. Dann wurde die Zeitschrift eingestellt. Die Sammlung aller Ver�ffentlichungen mit den vorhandenen Erfahrungen wurde als "Handbuch der Umweltgifte" weltweit als erstes Buch �ber Umweltgifte 1989 herausgebracht. F�r einen Handbuch-Autor ist es sehr schwierig, wenn er nicht vorhandenes Wissen seines Faches  als Basis ben�tzen kann. Es war jedoch nichts vorhanden. Diese Einmaligkeit brachte dem Werk jedoch einen zunehmend gro�en Leserstamm ein, so dass es bereits im dritten Jahr zum Loseblattwerk mit der zweith�chsten Abonnentenzahl des Verlages wurde.

Im Laufe der Zeit wurden alle Chemikalien erstmalig auf ihre chronische Wirkung untersucht und somit das Umweltgiftebuch zum ersten Lexikon der Welt �ber die chronische Giftwirkung.

Die letzte meiner zahlreichen Lektoren im Ecomed-Verlag, Frau Kindermann, geb�hrt das einmalige Verdienst, die beste zu sein, die je mit mir arbeitete. Sie beherrscht alle meine Werke und Monografien und regte mich durch ihr einf�hlsames, reges Geschick laufend zu weiteren Aktivit�ten an. Allein in den letzen zwei Jahren entstanden so �ber 60 Nachlieferungen und 14 B�cher.

 

1990 Drogentherapie Lexikon

Ein Lektor bat mich aufgrund seiner pers�nlichen Erfahrungen

um ein gute und �bersichtliche Information �ber alle Drogen. Er sagte, jede Drogenberatungsstelle werfe alle Drogen in einen Topf und kenne keine Unterschiede. Die fach�rztlichen medikament�sen M�glichkeiten kenne zudem kein Arzt. Gro�z�gig werde mit allen Ersatzdrogen auf Rezept umgegangen. Er wusste, ich bin zur Zeit der einzige Autor, der f�r Drogenabstinenz pl�diert. Auf Vortr�gen erz�hlte ich, welche gro�e Lust Exuser h�tten, die �rzte umzubringen, die ihnen auf ihr Gewinsel hin, Ersatzdrogen besorgt h�tten. Von einem Arzt erwarten Kranke eine wirkliche Hilfe und nicht eine Drogenbeschaffung und Aufrechterhaltung der Leidenszeit. Er wusste, dass ich auf allen Drogenvortr�gen erz�hlt hatte, wie f�rchterlich die Zeit um die Jahrhundertwende war, als man in Deutschland 30.000 Opiums�chtige mit dem heroischen Wundermittel Heroin von Bayer in eine viel schlimmere Krankheit mit Tod katapultierte als mit ihrem harmloseren Opium. Heute wird wieder Heroin auf Rezept zugelassen - eine aktuelle Euthanasie. Das Drogen-Handbuch sollte nur f�r richtige Therapeuten und nicht f�r Politiker geschrieben werde. Manche seiner Ideen haben sich nicht bew�hrt, wie die Formeln bei allen Drogen - daf�r interessierte sich niemand. Die Adressen der deutschen Drogen-Beratungsstellen waren auch ein Reinfall. Soviel Wechsel gibt es bei keiner Berufsgruppe - eigentlich m�sste man monatlich neue Listen herausgeben. Eine Anfrage nach deren Arbeitsmethoden ist nach 15 Jahren noch nicht beantwortet. Das positive Echo aus den Reihen der Therapeuten ist aber au�erordentlich gro�.

 

1990 Zahn�rzte verteidigen ihren Thron verbissen

Als ich meine ersten Amalgamerfahrungen im Mitteilungsblatt der Zahn�rzte ver�ffentlichen wollte, wurden sie abgelehnt "da es nicht opportun" sei. Daraufhin ver�ffentlichte ich sie im Blatt der praktischen �rzte Deutschlands und auf einem Amalgam - Hearing der �sterreichischen Zahn�rzte im H�rsaal der Universit�t Wien.

Dies berichtete die Presse.

Amalgam  Scheinhearing

Die bayerischen Zahn�rzte beschlossen daraufhin in einer Gro�veranstaltung alles zu widerlegen. Sie luden alle Repr�sentanten ein, um Amalgam zu verteidigen, es waren alle Lehrstuhlinhaber und Verantwortlichen, jedoch niemand, der sich mit der Sache selbst befasst hatte.

Sie luden weder Patienten ein noch Experten, die neue Kenntnisse hatten, ein. Die von mir mitgebrachten, erfolgreich therapierten Patienten, durften den Saal nicht betreten, es wurde einstimmig beschlossen, "dass ihnen eine Aussage zu sehr schade". Ihren Anflug von Wien, Hamburg und Bremen musste ich aus eigener Tasche bezahlen, da "sie nicht eingeladen waren". Der Laborchef aus Bremen durfte zwar kurz sprechen, war jedoch nicht erw�nscht und seine Auslagen wurden ebenso nicht erstattet.

Zahn�rzte beeinflussen seit jeher erfolgreich die Meinung mit viel Geld.

Vorher war eine Presseerkl�rung vorbereitet worden, die besagte, dass meine Ergebnisse nicht �berzeugend vorgetragen wurden. Trotz meines Protestes wurde sie als "gemeinsam" dann herausgegeben. Daraufhin ver�ffentlichte ich eine Gegendarstellung. Obwohl zu diesem Zeitpunkt schon eine vor Amalgam warnende WHO-Schrift vertraulich im Umlauf war, berichteten alle Offiziellen fr�here eindeutig falsche Meinungen:

 

Forth, Ordinarius f�r Toxikologie in M�nchen erkl�rte, dass

        aus Amalgam kein Quecksilber frei w�rde,

        der Kaugummitest falsch sei (Laborente).

        Organisches Quecksilber k�nne im K�rper nicht aus Anorganischem gebildet werden - obwohl ich ihm 40 Weltarbeiten entgegenhielt, die dies belegten, er kannte keine einzige.

Spann, Ordinarius f�r Rechtsmedizin, kannte noch nicht die Untersuchungen der hohen Quecksilber-Werte von Kindstod-Kindern, deren M�tter viele Amalgamf�llungen hatten. Der anwesende Chemiker Drasch versprach, es zu untersuchen, obwohl es l�ngst bekannt war und zum Handeln verpflichtet h�tte.

Wirtz, der Ordinarius f�r Zahnmaterialien in Bern, erkl�rte vertraulich, warum Amalgam ein Problem sei: "in der Uniklinik braucht man pro F�llung 1,5 Stunden, die deutsche Kassenzahnarztleistung l�ge bei 10 Minuten".

Schiele, Arbeitsmedizinerin Jena, meinte, mit DMPS k�nne man keine Depotgifte messen, er hielt die Ampulle f�r verboten. Spann widersprach ihm. Schiele empfahl ein Jahr sp�ter schriftlich die Ampulle den Gerichten f�r Gutachten. Seinen Irrtum hat er nie zugegeben.

So viele Leute auf einem Fleck, die so wenig �ber ein Thema wissen, zu dem sie sich als Spezialisten f�hlten, gab es sicher noch nie in der Medizin.

Durch mein umfassendes toxikologisches Wissen, durch die neu von mir entwickelten Teste zum Giftnachweis (Speichelteste), den neu entwickelten Test zum Nachweis der Giftspeicherung (DMPS-Test) und die damals schon in 700 F�llen nachgewiesene Giftwirkung war die Sch�dlichkeit von Amalgam nachgewiesen.

Nun z�hlten nur noch finanzielle Gesichtspunkte, da die ungiftigen Alternativen nicht so viel Gewinn abwarfen. Die Zahn�rzte f�hlten sich seither in ihrem Besitzstand bedroht.

Allerdings erkrankte bzw.starb zwischenzeitlich ein Gro�teil der "Spezialisten" an ihrem eigenen Amalgam (Kr�nke, Knolle).

 

1990 20 000 Amalgamvergiftete und die Weltliteratur gen�gen Zahn�rzten nicht

Handbuch der Amalgamvergiftung in drei B�nden mit 15 Erg�nzungslieferungen.

Nachdem ich eine �berraschende Beobachtung machen musste, dass es ein Gift gibt, n�mlich Amalgam, von dem alle damit Vergifteten liebend gerne geheilt w�rden, kaum ein Zahnarzt hingegen hierf�r eine Notwendigkeit sah, beschloss ich in einem Handbuch die wichtigsten Fakten zu den einzelnen Giftstoffen zusammenzufassen.

Die Angst vor diesem Thema war sogar bei meinem Verlag so gro�, dass er erst nach Abschluss einer traumhaft hohen Versicherungssumme bereit war, das Buch herauszugeben.

Amalgam als universelles Nerven- und Immungift begegnete mir in �ber 20.000 Stellen in der Weltliteratur auf Schritt und Tritt.

Kaum eine Diagnose fand sich, bei der Amalgam nicht zu einer wesentlichen Verschlechterung der Krankheit f�hrt. Als Arzt meint man nat�rlich naiv, dass alle Kollegen begeistert sind, wenn man einen gewaltigen Sch�digungsfaktor ihrer Patienten identifiziert.

Weit gefehlt! Als absolute Neuigkeit in der deutschen Medizingeschichte verteidigte das Bundesgesundheitsamt das "Arzneimittel" Amalgam, obwohl in diesem "Handbuch der Amalgamvergiftung" �ber 20.000 Nebenwirkungsf�lle inklusive Todesf�lle und Kindssch�den durch M�tter aufgelistet waren. Wie beim Contergan warten alle auf das Machtwort der Gerichte. Nur bleibt das lange aus, da viele Richter sich auch an ihr Amalgam gew�hnt haben und alle Gutachter befangen sind. Deutschland hat mit Hitler und seinen 16 Amalgamf�llungen (sp�ter nur noch 11 Z�hne, 3Wurzeltote, Rest Br�cken) und seiner amalgamtypischen psychischen Ver�nderungen eine lange Tradition, solches zu ertragen. Auch bei uns jagen viele verr�ckte Amalgam-Vergiftete Ihren Vertrauten und sich eine Kugel in den Kopf.

Die von Hitler eingef�hrten, in der Welt einmaligen - Vertrauens�rzten dringen auch darauf, dass die "Hitler-Versorgung", der sie ihre Existenz verdanken, beibehalten bleibt. So viele Hitler-Verehrer wie es noch in Deutschland gibt, so viele Amalgam-Bef�rworter gibt es noch (�Subjekte, Menschenmaterial�).

Die Amalgam-Patienteninformation daraus erfuhr bisher ihre 6.Auflage mit �bersetzung ins Franz�sische Englische, Spanische und Portugiesische.

 

1991 Alkohol am Steuer durch Giftpilz  u.a. Gerichtsgutachten

Der Einfluss eines Klinischen Toxikologen wird erst merkbar, wenn er gegen die Wurstigkeit des Volkes gegen�ber Giften vor Gericht k�mpft. Da Vergiftungen strafbare Handlungen sind, die Vorbeugung von Vergiftungen jedoch viel wichtiger als die Behandlung ist, ist

letztlich der Kampf gegen Vergiftungen meist nur erfolgreich vor Gericht auszutragen. Da vor Gericht der Beweis ausschlaggebend ist, wird die Kenntnis der Beweise von Vergiftungen dort erstmals richtig gew�rdigt. Patienten und Krankenkassen hingegen halten Beweise stets f�r einen �berfl�ssigen Kropf. Was f�r den gebrochenen Fu� das R�ntgenbild ist, ist f�r die Vergiftung der Giftnachweis. Zur ernstzunehmenden Behandlung geh�rt er unbedingt.

Unz�hlige Gerichtsgutachten  schriftlich und m�ndlich, charakterisierten meinen Weg und die Entwicklung der Klinischen Toxikologie.

Zahlreiche Strafprozesse lehrten mich, dass es sich lohnt, f�r die Kenntnisse zum Schutz vor Giften zu k�mpfen. Der Beginn war am eindrucksvollsten: Der eigene Chefarzt und zugleich Chef der ganzen Klinik litt pl�tzlich unter einer schweren Depression und wollte sich das Leben nehmen. Alle Mitarbeiter traf es hart, keiner wusste warum. Pl�tzlich bat der leitende Oberarzt mich darum, sich um die Ursache anzunehmen: In acht Tagen sei ein Prozess, bei dem er auch angeklagt wurde so wie die leitende Oberin, da beide verantwortlich seien f�r die fehlende Ausbildung. Eine alte Amalgampatientin mit L�hmungen trank wohl versehentlich zu ihrem Milchreis die quecksilberhaltige Desinfektionsl�sung, in der ihr Fieberthermometer am Bett stand.

Sie bekam auf der Intensivstation 2 Liter Kochsalzl�sung zu trinken und konnte trotzdem nicht erbrechen. Kochsalz ist bei diesem Quecksilbersalz streng verboten, da es die Aufnahme ins Blut f�rdert. Pl�tzlich verstarb die Patientin an einer schweren Lungenembolie wegen massiver Kochsalzdurchf�lle. Die vorher aufgenommene Quecksilbermenge war eher harmlos. Man h�tte nichts dagegen unternehmen m�ssen. Ein Rechtsmediziner diagnostizierte jedoch aufgrund falscher Messwerte eine t�dliche Quecksilbervergiftung. Die Diensthabende Nachtschwester wurde wegen fahrl�ssiger T�tung angeklagt, weil sie dies nicht verhindert hatte. Ihr Anwalt schob die Schuld auf den Chefarzt und die Pflegedienstleitung. Er meinte gegen das falsche rechtsmedizinische Gutachten k�nne man nichts unternehmen. Ich unternahm in den verbleibenden 5 Tagen alles Menschenm�gliche.

Neben der verantwortungsvollen T�tigkeit als Stationsarzt mit 40 Betten Leuk�miekranker suchte er aus der Staatsbibliothek alle Artikel, besuchte Pathologen und Toxikologen und stellte ein eindeutiges Gegengutachten in fortlaufender Nachtarbeit zusammen. Der Anwalt weigerte sich, dies dem Gericht vorzulegen. Unmittelbar vor der Gerichtsverhandlung sprach Max mit dem Professor der Rechtsmedizin. Dieser sagte daraufhin den Richtern, als sie in den Raum kamen, da� die Anklage auf einem Fehler beruhe, ein Assistent h�tte sich get�uscht und er h�tte versehentlich unterschrieben. Dann erkl�rte ich  kurz die Gr�nde: die Giftmenge war zu gering, die Leichenver�nderungen stammten von der F�ulnis. Dass die Patientin an einem Behandlungsfehler verstarb, erfragte niemand.

Daraufhin weigerte sich das Gericht, einen Prozess zu er�ffnen. Viele gingen mit Freudentr�nen heim. Der Chefarzt der physikalischen Therapie, Gadomski, rannte auf dem Heimweg schnell in einen Blumenladen und kam mit einem Lorbeerkranz heraus, den er mir auf den Kopf setzte. Dies war der einzige Dank (eines Unbeteiligten!) f�r ein kostenloses Gutachten und einen m�rderisch anstrengenden Kampf eines ebenso Unbeteiligten.

Die daraus gezogene Lehre war jedoch f�r mich ungeheuer wertvoll, eine Obrigkeitsh�rigkeit fiel f�r die Zukunft weg und der Wert von Flei� und Detailkenntnissen richtig vorgetragen, r�ckte in den Vordergrund.Am Anfang standen Gutachten gegen die gedankenlose Morphiumersatzgabe ohne Therapie, dann die Anregung, auch Apothekeneinbrecher statt zur Strafe zur Drogenentzugstherapie zu verpflichten. Dann folgten zahlreiche Gutachten zur chronischen gewerblichen Vergiftung, die wesentlich von den bisherigen akuten Giftwirkungen abwichen. Richtungweisend waren die Gutachten im Erdalproze�, wo der Kausalzusammenhang zwischen Giftaufnahme eines Giftgemisches und der Giftwirkung bewiesen wurde (Multiple Sklerose) und dem Holzschutzmittelprozess mit der gleichen Kausalkette. In beiden F�llen wurden daraufhin die Verursacher strafrechtlich verurteilt und zum Schadenersatz verpflichtet.

Daneben behielt ein Rot Kreuz-Chef mit einem hohen Blutalkohol  seinen F�hrerschein, da ich nachwies, dass er nach einer Pilzsuppe Alkohol getrunken hatte und im Acetaldehydsyndrom sich sinnlos betrank.

Einem Studenten konnte ich nachweisen, dass er seine Freundin mit Thallium ermorden wollte. Einen Tag nach seiner Verurteilung erh�ngte er sich in seiner Zelle.

Eine Amalgamvergiftete bekam eine hohe Entsch�digung, nachdem ich die Vergiftung eindeutig gutachtlich nachgewiesen hatte.

Bewohnern einer Deponie wurden (s.a. Kapitel Notarztwagen) von der Stadt ihre H�user nach einem gemeinsamen Gutachten mit Prof. Braungart zur�ckgekauft.

Ein Aluminium Recyclingwerk wurde nicht gebaut, die ganze Aluminiumkette ging in Konkurs, nach einem gemeinsamen Gutachten mit Prof. Braungart, Hamburg erstellt worden war.

�sterreich stieg aus dem Prinzip der M�llverbrennung aus nach einem gemeinsamen Gutachten mit Prof. Braungart.

Die Sonderm�llverbrennung in Schwabach wurde nach meinem Gutachten wesentlich saniert und steht vor dem aus.

Eine Hausm�lldeponie in Gallenbach wurde nach meiner Untersuchung von 120 Arsenvergifteten Anliegern geschlossen und der Arsenabfall, der einen Bach vergiftete versucht zu entfernen. Dies geschah, obwohl der Chemiker der Rechtsmedizin vergeblich f�r die Betreiber k�mpfte.

Meine Anzeige gegen die Amalgamhersteller wurde auch auf sein Betreiben gegen eine l�cherliche Geldbusse eingestellt. Er hatte mit dem Geld der Amalgamhersteller best�tigt, was wir schon 10 Jahre fr�her von kanadischen Rechtsmedizinern wussten, dass Neugeborene entsprechend der Anzahl der Amalgamf�llungen der Mutter hohe Quecksilberkonzentrationen in  Gehirn, Leber u.a. .aufweisen, seine Ergebnisse durften jedoch nicht gegen die Gifthersteller verwendet werden, da sie es nachtr�glich bezahlt hatten.

-1989 wollte mich ein Mitarbeiter der Fa.Degussa erpressen, damit ich deren geheime  Forschungen �ber die Zellsch�digung durch geringste Quecksilbermengen aus dem Amalgam abkaufe. Dann brachte er heimlich hinter meinem R�cken eine v�llig falsche 2.Erg.lieferg. meines Handbuches der Umweltgifte heraus, die aber nach Auslieferung wieder zur�ckgezogen wurde. 

1981Giftherd-Entdeckung

Nachdem ich eine (positive) Buchkritik �ber die 3000 Jahre alten chinesischen Bezugspunkte zwischen Zahnwurzeln und Organen geschrieben hatte, ging ich ins Nachbarhaus zum Zahnarzt Dr.Lorenz, mit dem ich intensiv zusammenarbeitete und liess mir den rechten unteren 3er (43) anspritzen, um zu sehen, ob sich irgendetwas tut mit meinem rechten Knie, das seit �ber 30 Jahren immer wieder dick angeschwollen und sehr schmerzhaft war. Ich sollte es operieren lassen, da dort eine angeborene Missbildung der Kniescheibe bestehe. Im Kieferpanorame sah ich diskrete entz�ndliche Ver�nderungen der Zahnwurzel. Nach 0,5 ml des 0,5% Meaverin (Lidocain) an die Knochenhaut gespritzt, konnte ich kaum die Treppe vom 3.Stock herabgehen, das Knie war wie taub. Dies verschwand  in 15 Minuten. Dann vergass ich alles w�hrend meiner Sprechstunde. Die n�chsten Tage war das Knie frei und die Schwellung ging binnen weniger Tage v�llig weg. Ich hielt es f�r Zauberei. Dann versuchte ich es mit einem Herd am ehemaligen Weisheitszahn 48, der Zahn war seit Jahrzehnten gezogen, an seiner Stelle waren im OPT verd�chtige Schatten. Als ich wieder einmal "nerv�se" Herzbeschwerden hatte, liess ich mir diese Stelle anspritzen. Schlagartig waren die Beschwerden weg. Sp�ter massierte ich kurz an dieser Stelle mitrr demselben Effekt.

�brigens hatte ich nach Ziehen des 43 nie mehr ein dickes Knie.

Seither glaube ich orthop�dischen Chef�rzten, die dies diagnostiziert hatten, nichts mehr.

Immer dann, wenn ich eindeutig eine Vergiftung diagnostiziert hatte, liess ich mir das Kieferpanorama = OPT zeigen zum Ausschluss von Zusatzfaktoren. Dabei stellte ich fest, dass Giftgruppen immer an einer Stelle im Kiefer eingelagert werden und dies mit einem jeweils charakteristischen Bild.

Das war die Geburtsstunde der "Giftherde", die genauso eine Organfernwirkung haben wie die Eiterherde unter den Z�hnen.

Es wurde ein Atlas dieser Giftherde in allen meinen Lehrb�chern ver�ffentlicht. Noch warten tausende von charakteristischen F�llen auf ihre Ver�ffentlichung. Aber es interessiert sich heute noch kein Arzt f�r diese Zusammenh�nge. Die Verschreibung von Psychotherapie bringt mehr Geld. Wohl braucht es Jahrzehnte, bis man den Zusammenhang "neu entdeckt".

Vervollst�ndigt wird das Bild bei Hirngiften durch ein Kernspin des Kopfes, in dem man die Organl�sionen lokalisieren kann und autoimmun wirkende Folgen wie lokale oder generalisierte Atrophien erkennen kann. Im Giftatlas sind auch einige typische F�lle mit Zusammenh�ngen.

Entdeckt hatte ich die im Kernspin erkennbaren prim�ren Gifteinlagerungen an einem 24 j�hrigen Patienten, der suizidal 100 ml metallisches Quecksilber geschluckt hatte. Urspr�nglich wollte die Klinik den Schwerkranken aufgeben, obwohl er bettelte, am Leben bleiben zu k�nnen. Er hatte ein Nierenversagen, eine starke Gelbsucht, Lungenkomplikationen und Hirnst�rungen wie ein Verr�ckter. Ich liess 2 st�ndlich eine Ampulle DMPS i.v.spritzen.

Nach 600 Ampuzllen besserten sich alle Organst�rungen (Zink war �brigens nie erniedrigt oder musste zugef�hrt werden!).

Zum Nachweis der Hirnentgiftung liess ich zu Beginn der Therapie und nach Besserung der Organe jeweils ein Kernspin aller relevanten Organe  durchf�hren. Die Metalleinlagerung sah man in allen Organen, die messtechnisch ver�ndert waren: Niere Creatinin stark erh�ht, Nierenversagen, Dialyse n�tig; Leber: Bilirubin und Leberwerte stark erh�ht; Gehirn: starke Denkst�rungen.

W�hrend ich vorher schon organisches Quecksilber in Rinderhirne gespritzt hatte und die Depots im Kernspin wieder sah, konnter ich hier erstmalig am Menschen sehen, dass riesige Mengen des metallischen Quecksilbers im Gehirn eingelagert wurden und zwar an Stellen, die jetzt ganz exakt die "psychischen Symptome" erkl�rten. Am Kernforschungszentrum in J�lich laufen gerade viele �hnliche Experimente mit Metallsalzen zum Erstellen einer Psycho-Landkarte des Gehirns. Jedes Metall hat eine bevorzugte Orgasnspeicherung und in der Tumorforschung wird dies f�r die Diagnostik ausgen�tzt. Auch kann man mit den neuesten Programmen jedem Metall eine Farbe zuordnen und so differenzieren, welcher Art die "weissen Flecken"im Gehirn sind, die heute besonders bei �lteren Menschen bei Ged�chtnisst�rungen sehr h�ufig sind.

Aber den Zahn�rzten, die komischerweise heute noch Metalle in den Mund (Kopf) pflanzen, sind solche Fakten sehr unbeliebt. Wir hoffen, dass zuk�nftig viel weniger Kinder in der Schule versagen, wenn ihnen die Nervensch�denn durch Nickelallergien erspart werden seitdem nicht mehr alle obligatorisch eine Nickelspange von der Krankenkasse bezahlt bekommen. Es gen�gen die Ged�chtnissch�den durch Handys und Mobiltelefone. Eigenartig war immer, dass Kieferorthop�den stets auf eine Kieferspange verzichteten, wenn die Kinder einen Epicutanpass mit einer Nickel- und Chromallergie vorzeigten. War sie dann von vorne herein unn�tig?

 

1982 Furanfreisetzung aus Elektroger�ten entdeckt

-Von einem renommierten Ger�tehersteller erhielt ich ein Gutachten. Ein Arzt hatte seinen Videorekorder an die Firma zur�ckgeschickt, nachdem er eindeutig festgestellt hatte, da� er immer wenn er davor sa�, danach erh�hte Leberwerte hatte.

Die Firma lie� das Ger�t in einer Me�kammer laufen und �bersandte mir die Daten zur Bewertung. So wie bei den Textilien schrieb ich in das Gutachten: "Die gemessenen Werte an Ammoniak erkl�ren nicht Krankheitserscheinungen, aber der Kausalzusammenhang zwischen Giftaufnahme und Organsch�den ist eindeutig."

Zuf�llig sprach ich die Dioxinepertin Spill auf die Sache an. Sie besorgte sich diesen Videorekorder und neun andere Fernseher und Computer und untersuchte die Dioxinfreisetzung. Wie ich vermutet hatte, fanden sich aus den Flammenschutmitteln , den polybromierten Diphenylethern (PBDE) aller Ger�te sehr hohe Furan-Freisetzungen, wenn das Ger�t beim Betrieb hei� wurde. Furane  sind fettl�slich und f�hren zu erh�hten Leberwerten und sp�ter zu Krebs. Der Stern ver�ffentlichte dies anonym, was dazu f�hrte, da� in Deutschland das bromierte Flammschutzmittel gemieden wurde - nicht jedoch bei Importger�ten. Diese Umweltgifte wurden nachgewiesen in Luft, Boden, Wasser, Fisch, Fleisch, Milch und Eiern. Sie reichern sich nat�rlich im Gehirn und im Brustgewebe an. Das Ausmass der "Computerkrankheit" kennt noch nniemand.

Intelligenter wird man dadurch aber sicher nicht.

Erst im Jahre 2002 startete das BGVV eine Studie zur Messung dieser Gifte in der Muttermilch.

Stoiber, der damals in Bayern noch Innenminister war, verlangte von der �rztekammer ein Disziplinarverfahren gegen mich zum Approbationsentzug, weil ich ver�ffentlicht hatte, dass bei einem Fernsehbrand gef�hrliche Dioxin-und Furankonzentrationen frei werden. Da aber die Brandschutzversicherung auf Weisung des BGA die s�ndteure Messung (1500 E) in ihre Versicherungsleistung aufgenommen hatte, hatte er keine Chance mehr zum Haberfeldtreiben.

 

1982Pentachlorphenol als Holzgift entdlarvt

Ein Bekannter meiner Assistentin hatte sein Einfamilienhaus mit Xyladecor von der Fa.Bayer dick gestrichen, dann trat eine schwere An�mie auf. Er hatte hohe PCP-Werte im Blut und erz�hlte, wie es ihm beim Streichen �bel wurde. Alle Blumen im Haus verwelkten, die Katze starb. Im Sternalmark trat eine Agranulozytose auf. Dort waren auch die h�chsten PCP-Werte. Jahrelang betreute ich ihn, infundierte Blut, liess eine Knochenmark-Transplantation durchf�hren, impfte ihn sofort gegen Hepatitis B. Nach Jahren verstarb er. Der sichere PCP-Todesfall wurde - wie jede Vergiftung - nicht akzeptiert. Es war der Anlass f�r meine Strafanzeige gegen den Hersteller, die Tochter Desowag, in Frankfurt. Dort lag sie 5 Jahre unbearbeitet herum, bis der Staatsanwalt Sch�ndorf sie 3 Tage vor ihrer Verj�hrung aufgriff. Zu Beginn der Verhandlung sprach ich den Richter Seybert, dieser sagte, dass alles keinen Sinn hat, denn der Starverteidiger, der auch die Firma Gr�nenthal bei ihrem Contergan-Skandal vertreten hatte, hatte mit vielen Kniffs eine Verurteilung umgangen und versprach, wegen Formfehlern zum Bundesgerichtshof zu gehen, der sicher alles aufhebt. Also wusste ich zu Beginn, dass ausser einem Schauprozess in Deutschland gegen die �berm�chtige Industrie kein Aufb�umen m�glich ist. Genau so kam es. Das 10 Jahre alte Handbuch der Fa.Bayer, das warnte vor der extremen Gef�hrlichkeit von PCP (Atemschutz, Gummihandschuhe) kam beim Prozess nicht zur Sprache, obwohl die Richter es besassen. Die Tochter Desowag behauptete, nichts von einer Gef�hrlichkeit zu wissen. Bei einem Prozess �ber PCP im Jahre 2002 behauptete Drexl aus Erlangen als Arbeitsmediziner nichts von einer Gef�hrlichkeit von Oentachlorphenol zu wissen.

 

1982Palladium als Allergen entdeckt

Eine Patientin hatte nach dem Einsetzen von zahlreichen Palladium-Kronen offene Beine, die stark juckten, sp�ter griff das Hautekzem auch auf Bauch, R�cken und Arme �ber. Gro�fl�chig war die Haut offen und blutig. Der Dermatologe  Prof. Luderschmid diagnostizierte eine schwere Allergie. Es gab noch keinen Epikutantest. Ich bestand darauf. Daraufhin lie� Luderschmid eigens von der Fa. Hermal einen Test anfertigen, der dick positiv war. Nach der Entfernung der Palladium-Kronen verschwanden die Hauterscheinungen und der Juckreiz v�llig. 

Nach Ver�ffentlichung dieses Falles kamen 300 Patienten mit der gleichen Krankheit. Alle hatten eine Kreuzallergie mit Nickel, wie wir dies bei Amalgam auch gefunden hatten. Luderschmid schrieb auch eine Arbeit in seinem Fachblatt und trug die Ergebnisse auf dem internationalen Dermatologen-Kongress vor.

Wie beim Amalgam l�sst die Hersteller aber alles kalt.

 

1985BSE-Forschung an Patienten

Motiviert durch wissenschaftliche Ver�ffentlichungen, dass eine "Rinderseuche" m�glicherweise den Menschen gef�hrden k�nne, befassten wir uns seit 1985 intensiv mit der Originalliteratur, insbesondere �ber Gajdusek und seine Erfahrungen mit Kuru, dem Sterben nach Verzehr von menschlichem Gehirn. Ab 1989 experimentierten wir mit Rindergehirnen im Kernspin mit Dr.Heller.
Dabei entdeckten wir, dass organisches Quecksilber aus Amalgam im Kernspin das Bild einer Multiplen Sklerose vort�uscht, toxikologisch fanden sich dort Metalle. Seither fanden wir in hunderten von menschlichen Kernspin-Bildern unbehandelter Amalgamkranker schwammartige Rundherde, die zu dem histologischen Bild von Creutzfeld-Jakob-Krankheiten passten. Alle Patienten wurden intensiv toxikologisch untersucht.

Als Ursache f�r die Aufnahme der Prionen �ber die Mundh�hle fanden wir die Eiterherde unter den Z�hnen, die durch Allergien auf Zahnflickmaterialien wie Amalgam, Gold oder Kunststoffe sowie Wohngifte entstanden waren. Auch Rachenmandeln, der entz�ndete Blinddarm und Entz�ndungsherde bei Kolitis (Morbus Crohn) spielen bei der Prionenaufnahme eine - untergeordnete- Rolle. Die B-Lymphozyten in den wei�en Blutk�rperchen sind die Transporteure f�r die Prionen. man fand sie in den obigen Eitertaschen. Auch Rinder erkranken nur, wenn sie Eiterherde im Magen-Darm-Trakt haben, z.B. nach Antibiotikagabe.

Therapeutisch empfahlen wir am Giftnotruf, bei Hinweisen auf BSE alle Eiterherde radikal zu operieren, z.B. nach Ziehen der Z�hne �rtlich das getestete Antibiotikum in die Wunde zu tropfen. Den Erfolg sieht man im bakteriologischen Abstrich und im Kontroll-Kiefer-R�ntgen.

Dabei h�rten wir, dass beschwerdefreie Patienten, die jedoch im Kernspin vorher Metallherde hatten und denen wir rieten, ihr Amalgam unter Dreifachschutz entfernen zu lassen, d.h.vorher Gegengift DMPS oral, dabei Sauerstoff und Kofferdam, danach Gegengift Natriumthiosulfat, von ihrem Zahnarzt Amalgam ohne jeden Schutz entfernt bekamen, weil der Zahnarzt dies f�r v�llig unn�tig erachtete. 400 solcherma�en behandelte Patienten, die vorher mit Ausnahme von psychischen Beschwerden v�llig beschwerdefrei waren, landeten nach der pfuscherhaften Amalgamsanierung im Rollstuhl. Stets diagnostizierten dann Kliniken und Neurologen "den ersten MS-Schub". Nachtr�glich sahen wir uns die Kernspinbilder an und mussten feststellen, dass dort nun schwammartige Ver�nderungen waren, die auch blieben und ohne Ziehen der Z�hne mit Eiterentfernung auch immer mehr wurden. Nach totaler Zahnentfernung und Ausfr�sen der Metalle im Kiefer kam die Schwammvermehrung langsam zum Stillstand. Der �lteste Patient ist heute 92 Jahre alt, vor zehn Jahren sollte er wegen "Alzheimer" in die geschlossene Psychiatrie. Ab 1995 machten wir bei allen diesen Patienten Autoimmunteste. Synchron mit den schwammartigen Ver�nderungen waren die Autoimmunteste GFAP, Neuroendothel, Serotonin, Ganglioside u.a. positiv. Etwa ein Jahr nach Abschluss der korrekten Amalgamsanierung wurden die Autoimmunteste negativ, die Beschwerden wurden weniger, die Allergieteste auf der Haut besserten sich und die Vermehrung der schwammartigen Ver�nderungen kam langsam zum  Stillstand. Allerdings mussten wir auch feststellen, dass in einer gro�en Anzahl von F�llen durch eine Allergie auf Wohngifte (auch Zigarettenrauch) die Krankheit weiter ging. Erst nach Giftexpositionsstopp, d.h.v�lliger Giftmeidung besserte sich auch hier etwas.

Daraus schlossen wir,

- dass Amalgam �ber den Eiter durch die Allergie einer der Wegbereiter f�r die menschliche Variante von BSE, d.h. HSE, ist,

- dass Amalgam die h�ufigste Ursache f�r vereiterte Kiefer ist,

- dass nur der Prionen aufnimmt, der Eiterherde hat,

- dass Autoimmunkrankheiten akut durch amalgambedingten Eiter ausgel�st werden k�nnen,

- dass wahrscheinlich die meisten Autoimmunkrankheiten Prionenkrankheiten sind (im Januar 2000 hatte eine Kuh (Erding) eine Bauchspeichelentz�ndung, verursacht durch BSE),

- dass sehr viele Deutsche heute prionenkrank sind und althergebracht wegen irgendwelcher Symptome behandelt werden,

- dass es sicher Jahrzehnte ben�tigt, bis das Wissen �ber Prionen in die Medizin Eingang finden wird,

- dass die Patienten zu Recht sauer sind, dass ihre wirklichen Beschwerden als "psychosomatisch" bis zum sicheren Tode abgetan werden.

 

1985Gifte in Textilien entdeckt

Eines Tages kam eine Trachtenbotiquen-Besitzerin in die Praxis mit der Frage, warum sie sich immer todelend f�hlte, wenn eine neue Lieferung Trachtenkleider ausgepackt wurde. Zudem trug sie stets ihre neueste Kollektion selbst. Wei�es Pulver entleerte sich beim Ssch�tteln der neuen M�ntel. Sie lie� das Pulver untersuchen, es war reines Lindan. Im Laden, in der Wohnung und im Blut fand es sich ebenfalls in h�chsten Konzentrationen. Arbeitsmediziner der Universit�t M�nchen bescheinigten ihr, da� "es nichts macht".

Ich sagte ihr nach eingehender Pr�fung: "Das, das wir gerade messen, ist sicher nicht die eigentliche Ursache ihrer Krankheit, die sicher von Ihren neuen Trachten stammt. Wenn Sie nicht eiligst ihren Laden schhlie�en, sterben sie daran." Zudem riet ich ihr, ihre Amalgamf�llungen in Kunststoff zu tauschen und spritzte ihr selbst Eisen in die Venne unter Intensivbedingungen, da es t�dliche Zwichenf�lle geben kann.Sie konnte geschlucktes Eisen nicht resorbieren und hatte einen schweren Eisenmangel wenn sie lange im Laden war.

Ges�nder wurde sie erst, als sie den Laden schlo�. Sp�ter wurde nachgewiesen, da� die Arbeitsmedizin den Blutwert von Lindan von dem Faktor 1000 nach unten gef�lscht hatte, und deswegen wegen Betrug bestraft werde. Dies blieb jedoch nicht der einzige Betrug in diesem Fall. Das Opfer bekam drei rechtskr�ftige Urteile:

1. Sie bekkommt keine Berufsunf�higkeitsrente, da das Gift keine Organsch�den macht.

2. Die Blutwerte von Lindam k�nnen nicht stimmen, da sonst die Patientin gestorben w�re im Renten- Verfahren.

3. Die Lindam Blutwerte erkl�ren voll das schwere Krankheitsbild mit Lindan im Verfahren gegen die �rzte der Arbeitsmedizin.

Zwei waren also juristische Fehlurteile, die ein B�rger hinnehmen mu�. Erstmalig bekamen wir durch die Ermittlungen in diesem Fall den "Textilhilfsmittelkatolog" in die Hand, der allj�hrlich im Kohlhammer-Verlag erscheint und 10.000 Abfall-Chemikalien enth�lt, die die deutsche Textilindustrie in die 5 % deutschen Textilien kippt, angeblich um die Schneidfestigkeit, Knitterarmut oder wasserabsto�ende Wirkung zu erreichen. Vom E-605 bis zum Zyankali sind alle Ultragifte vertreten. Ca 200..000 to Abfallchemikalien werden so hochgiftig und allergisierend �ber "des deutschen Hemd" entsorgt. Von den Import-Textillien gibt es keine Zahlen. Alle Arbeitsmediziner und �rzte arbeiten an diesen Komplott zusammen, z. Z. l�uft ein Betrugsverfahren gegen den Leiter der Toxikologischen Abteillung in M�nchen Zilker, (s.IV/8), der als Bellegfall drei verschieden v�llig unterschiedliche Me�daten vor Gericht vortrug.

Neue Textilien kann man erst vertragen, wenn sie mehrmals hei� gewaschen wurden oder bei Leder chemisch gereinigt wurden.

 

1987 M�llverbrennungsanlagen verhindert

Nach Tschernoyl, als niemand mehr Lust hatte, neue Kernkraftwerke zu bestellen, beschlossen alle Baufirmen, M�llverbrennungsanlagen zu bauen. Endlich wurde verlangt, da� diese Anlagen ihre Abgase filtern mu�ten und damit waren sie teuer. Die sclechteste kostete 250 Mio DM, die beste 1,5 Mia DM. 400 neue Anlagen zu den bestehenden 48 Anlagen wurden vorgeschlagen und mit Farbprospekten auf Glanzpapier versucht, der Bev�lkerung schmackhaft zu machen.

Auf Anregung von Prof. Braungart befa�te ich mich intensiv mit den Gesundheitsgefahren durch solche Anlagen.

Es war ungeheuer, was dabei entdeckt wurde: Altanlagen, die ohne Filter arbeiteten hatten pechschwarze Rauchwolken nachts ausgesto�en und bis in 50 km Entfernung geschah eine Entlaubung  wie in Vietnam durch die entstandenen Dioxine und Furane. Aus einer v�llig ungiftigen Plastik-Milchflasche entstand mit dem Katalysator Kupfer aus weggeworfenen Ger�ten im k�hleren Bereich des Kamins das hochgiftige Ultragift Dioxin, das im K�rper eingelagert wird und beim Stillen in der Muttermilch abgegeben wird. Allein durch unsere Forderungen nach verbesserten Filteranlagen senkte die Dioxinkonzentrration in der Muttermilch in den letzten 15 Jahren um etwa 70 Prozent.

Durch die erste Zusammenfassung der aus diesen Anlagen freigesetzten Chemikalien und ihre klinisch-toxikologische Bewertung in einem Sonderdruck des Handbuches "Klinische Toxikologie" und Vortr�ge vor Ort verhinderte ich allein im Jahre 1989 19 geplante M�llverbrennungsanlagen bis der heutige Ministerpr�sident von Bayern, Stoiber, ein Disziplinarverfahren deswegen bei der �rztekammer beantragte. Die legte dies auf Eis und zahlreiche �rzteinitiativen gegen die M�llverbrennung wurden daraufhin gegr�ndet. Statt der 400 neu geplanten wurden dann letztendlich nur zwei Anlagen geplant, deren Anh�rungsverfahren fortgeschritten war. Greim, der Leiter der staatlichen GSF k�mpfte mit allen Mitteln daf�r.

 

1989 Amalgam als Kunstfehler entlarvt und ver�ffentlicht

Durch die Entdeckung des Kaugummi- und des DMPS-Testes konnte

eindeutig nachgewiesen werden, dass die wirkliche Ursache f�r die erh�hte Speicherung von Quecksilber, Silber, Zinn, Palladium und Kupfer im Gehirn, der Niere, der Leber, in Tumoren und anderen Organen ausschlie�lich das Amalgam ist.

Je h�her die Quecksilber-Werte im Kaugummitest waren, desto st�rker waren die psychischen Ver�nderungen durch die Quecksilber-Bedingten Glutaminst�rungen ausgepr�gt.

Durch die korrekte Amalgamsanierung und im Allergietest als vertr�glich befundene Alternativen ohne Metalle besserte sich eine riesige Zahl von Krankheiten (�ber 400). Dadurch war bewiesen, dass Amalgam als Verursacher und Kofaktor f�r viele Krankheiten wirkt. Hitler hatte dies mit 16 Amalgam fr�h bei sich erkannt, obwohl er vorher dies als Regelversorgung vorgeschrieben hatte, denn Gold hasste er als "Judenversorgung" (er lie� es ausbrechen, wo es ging).

Prof. Stock hatte Amalgam als "arge Vers�ndigung an der Menschheit" bezeichnet,

Carl als "Mord auf Krankenschein".

So etwas Kindern, Kranken und Unwissenden als Non plus ultra in der Kopf zu stopfen, ist keine "�rztliche Kunst", sondern ein Kunstfehler.

Da die Zahnarzt-Fachzeitschriften als Meinungsunterdr�ckung die Falldarstellungen nicht ver�ffentlichen wollten, geschah die im �Forum des Praktischen Arztes�, das zitiert wurde in �Natur� und in der Laienpresse.

Daraufhin ging ein Aufschrei nach meiner Feststellung als ��rztlicher Kunstfehler� durch das Land. Zahn�rzte hatten Angst vor Schadenersatzforderungen.

Heute wird wieder alles totgeschwiegen, obwohl sogar mikrobiologisch nachgewiesen ist, dass dies ein Wahnsinn ist. Reitz wies die DNS-Hemmung nach, Keim die Astrozytenhemmung nach geringsten Mengen im Gehirn, die Sch�digung ist also nicht dosisabh�ngig.

In allen uns bekannt gewordenen F�llen ist der Langzeit- Epikutantest �ber 7 Tage positiv, was einer Metall-Allergie vom Typ IV entspricht. Eine Allergie auf ein lebenslang im Nervensystem eingelagertes Gift f�hrt zu verheerenden Folgen! Dies wissen alle Amalgam-Bef�rworter, deswegen verlangen sie den Allergie-Blitztest, der nur in 80 F�llen der Weltliteratur Positiv war. Aber wer ver�ffentlicht seinen Allergietest in der Weltliteratur?

Sp�testens als das Bundesforschungsministerium am 5.8.1895 warnte, dass Quecksilber zu Autoimmunkrankheiten f�hren kann, war klar warum Diabetes, MS,Krebs, Infarkt und Alzheimer durch Amalgam ausgel�st werden kann.

Wenn unsere Kinder daran erkranken, m�ssen sie wissen, wer die Verantwortung daf�r tr�gt, dass sie auf Krankenschein eine t�dliche Erkrankung bekamen dank Schiele, Ott,  Halbach, St�hle, Schmalz, Hickl, Visser, Wirtz, Zilker u.v.a.

Alle diese Verharmloser k�nnen an der Bahre Tausender stehend nicht behaupten, sie h�tten es nicht gewusst, wie hochgiftig Amalgam ist.

Das Geld, das der Amalgam-Hersteller Degussa zur Prozesseinstellung in Frankfurt zahlte, wurde im M�nchner Modell von Zilker aufgebraucht. Es ist Betrug zu behaupten, dass hier die Amalgamsch�den �berpr�ft wurden. Nach Amalgamentfernung ohne Schutz, d.h. nach einer akuten Vergiftung bekam die erste Gruppe nichts, die zweite Placebo, die dritte ein Gesundheitstraining, niemand eine Entgiftung mit DMPS. Danach wurde  "hochwissentschaftlich" festgestellt werden, dass eine falsche

Amalgamentfernung nichts bringt, sondern die Patienten eher krank werden und durch die dadurch ausgel�ste MS evtl. im Rollstuhl landen. Die Studie f�hrten Psychiater der TOX re.d.Isar durch!

 

1989Entdeckung der Sch�den durch Vitamine

Jeder, der Vitamine schluckt, merkt selbst, dass mit seinem K�rper danach etwas nicht in Ordnung ist. Wenn eine chronische Vergiftung daf�r die Ursache ist, haben Vitamine die verheerende Folge, dass alle Gifte dadadurch methyliert werden  und in organischer Form im Gehirn eingelagert sind. Eine Hirnvergiftung ist jedoch wesentlich schlimmer als die Vergiftung des Blutes und anderer Organe.

Da der Deutsche in braver Chemieh�rigkeit am liebsten die Gesundheit in der Apotheke kauft, schluckten oder lie�en sich spritzen fast alle ehemals vergifteten Patienten Vitamin C (obwohl es in jeder Konserve als Konservierungsmittel steckt), Selen (obwohl man wei�, dass k�nstliches krebserzeugend ist), B-Vitamine (obwohl es t�dliche Allergien gibt) und vieles mehr.

Der Nahrungsmittelerg�nzungsboom bringt Milliarden  dem Verk�ufer.

Hellh�rig wurden wir erstmalig durch einen Todesfall, bei dem der Arzt verhaftet wurde und ins Gef�ngnis kam. Ein Arzt am Bodensee hatte nach der Scheidung seiner 16 j�hrigen Tochter, die sich beim Bootfahren einen Sonnenbrand zugezogen hatte, zur Verhinderung der Hautl�sionen eine Ampulle Eisen in die Vene gespritzt. Danach bekam das M�dchen einen Schock und starb trotz versuchter Wieder-Belebung. Ich bekam den Fall als Gutachten. Alles sprach f�r einen anaphylaktischen Schock. Da die Leiche in der Rechtsmedizin untersucht war, war alles andere ausgeschlossen. Die Konzentration der  Ampulle stimmte mit der der Gewebeproben �berein. Der Arzt erhielt eine mehrj�hrige Haftstrafe.

Bis dahin hatte jeder Arzt aus Nichtigkeit solche Eisenspritzen durchgef�hrt. Danach wurden nur noch Eisentabletten verordnet. Als eine clevere Arzneimittelfirma Zahn�rzten, die mit Amalgam arbeiten empfahl, als Gegengift Selen Trinkampullen t�glich zu schlucken, liefen unsere Telefone hei� mit Beschwerden von Z�hn�rzten mit Impotenz, Kopfschmerzen, Ged�chtnisst�rungen, Zittern und Gereiztheit. Als sie h�rten, dass Selen Quecksilber so "entgiftet", dass es ins Hirn eingelagert wird und dort nat�rlich Sch�den anrichtet, waren alle sprachlos. Bis es sich herumgesprochen hat, hatte sich die Firma jedoch dumm und d�mlich verdient. Das BGA konnte nichts machen, da es "Nur ein Nahrungserg�nzungsmittel ist. K�nstlich an Natrium gebundenes Metall oder Vitamin ist jedoch viel sch�dlicher als nat�rliches in der Nahrung, das an Eiwei� gebunden ist wie im Fisch.

Die zahlreichen empfohlenen Vitamine f�hren zu einer Methylierung der Gifte und damit ebenso zur Einlagerung ins Gehirn, was zu Depressionen, Ged�chtnisst�rungen und Abwehrschw�che f�hrt.

Die Gifteinlagerungen ins Gehirn k�nnen anschlie�end mit nichts r�ckg�ngig gemacht werden. Sch�n f�r die Psychiater. Je mehr solche Nahrungserg�nzungsmittel geschluckt werden, desto verr�ckter wird das Volk. Aber Verr�ckte kaufen dann noch mehr selbstverordnete Medikamente. Dies ist wohl der Sinn der Sache.

So haben Arzneimittelhersteller so lange wie m�glich Ultragifte, die auch in Spuren unsere Gesundheit irreversibel sch�digen verkauft wie Fa.Bayer E 605, Hoechst Pentachlorphenol, Pyrethroide u.v.m.; als Behandlung verkauft sich dann besser Aspirin gegen Gef��sch�den u.a.

Niemand liest die Warnungen des ehem.Bundesgesundheitsamtes BgVV 13/2001, in dem vor den gesundheitlichen Risiken durch jodreiche Algenprodukte /Chlorella) gewarnt wird. W�hrend der Grenzwert f�r Jod 20 mg Jod pro kg Trockenmasse betr�gt, wurde in Algen bis 6500 mg Jod pro kg Trockengewicht von der Lebensmittel�berwachung gefunden (Website www.bgvv.de "Lebensmittel").

W�hrend die hohe Jodzufuhr  in der Regel nur zur Gereiztheit, Schlaflosigkeit, Depression und Gewichtsabnahme f�hrt, kann sie bei �lteren Menschen nach chronischem Jodmangel auch zu einer lebensbedrohlichen �berfunktion der Schilddr�se f�hren. Da dies jedoch nur "auf die falsche Ern�hrung" zur�ckzuf�hren ist, weiss weder der Kranke noch sein Arzt, woher die Krankheit f�hrt, die in der Regel zuerst zum Psychiater f�hrt. Bei Weiterschlucken des urs�chlichen Giftes kann es t�dlich enden.

Dass die Chlorella-Alge mit 400.-DM pro 100g extrem �berteuert ist, st�rt niemand. Verbl�fft waren nur einige, als sie im Labor extrem hohe Arsenwerte fanden (100 �g/kg, krebserzeugend), in einigen Chargen sogar Quecksilber. Dies fanden wir erst, als im Nachweis der Aussscheidung sich hohe Quecksilberwerte fanden, mit denen Klinghart warb. Da wir jedoch wussten, dass Algen kein Gift aus der Zelle ausscheiden - und um die in der Zelle eingelagerten Gifte geht es ja bei der Behandlung der chronisch Vergifteten- liessen wir das Ausgangsmaterial untersuchen.

Geworben wird zwar, dass es sich bei der angepriesenen Ware um S�sswasseralgen handelt, aber die Untersuchung zeigte, dass dies in diesem Falle nicht stimmt. Der Patient wurde schwer krank. Nur dadurch, dass er den Zusammenhang mit Schlucken der Chlorella-Alge selbst erkannte, konnte man ihm helfen. Viele andere landeten in der Psychiatrie.

Die einzige Wirkung der Chlorella-Alge ist die durch Chlorophyll.

In 100 Gramm Algen ist soviel Chlorophyll wie in einer Staude Kopfsalat f�r 1.-DM - nur nicht so viel Hokuspokus. Niemand w�rde von Kopfsalat zu behaupten wagen, dies sei geeignet zum Ausscheiden von Amalgam aus dem K�rper. Aber zumindest enth�lt Kopfsalat keine (gef�hrlichen) Jodmengen.

Von Nahrungserg�nzungsmitteln nimmt man an, dass sie unsch�dlich sind. Nicht-Kamikaze-Patienten sollten zumindest den Jodgehalt ihrer Wunderdrogen erfragen.

 

1990 Metallherde durch Amalgam im Kernspin durch Tierversuche entdeckt

Nachdem wir Ende der 80er Jahre festgestellt hatten, dass durch die korrekte Amalgamsanierung unter Dreifachschutz und DMPS-Nachbehandlung graue Flecken im Gehirn wieder verschwanden, versuchten wir, den Metallnachweis im Gehirn durchzuf�hren.

Rinderhirn vom Metzger versetzten wir mit organischem Quecksilbersalz in kleinsten Mengen, dem Merfen der Chirurgen (1,3% organisches Quecksilber) zur Hautdesinfektion vor jeder Operation, und legten es neben den Kranken ins Kernspinger�t.

Nun stellten wir fest, dass die Flecken im Rinderhirn identisch mit den wei�en Flecken im Gehirn der Amalgamkranken (in der T1-Gewichtung des Kernspins) waren.

Der damals �bliche Begriff in (fast) jeder KernspinbefundungUBOs� - Unknown Bright Objekts � verschwand nach meiner Ver�ffentlichung im Deutschen �rzteblatt schlagartig. Kein Radiologe wollte zugeben, dass er Amalgam im Hirn bewiesen hatte.

Heute hei�en diese Flecken �sklerotische Ver�nderungen�.

Unser Radiologe konnte aufgrund der Vergleichsbilder exakt Metallherde von Entz�ndungsherden oder Infarktarealen unterscheiden.

Als der Radiologe in Rente ging.  hat sich kein Nachfolger mehr f�r diese Fragestellung interessiert.

Unsere MR-Kenntnisse halfen viele Amalgam-Tumore rechtzeitig zu erkennen. So sahen wir bei einer Patientin im riesigen Hirntumor (Meningeom) Amalgam. Im entfernten Operationspr�parat hat das TOX-Labor neben hohem Zinn 925 �g/kg Quecksilber gemessen, der eindeutige Nachweis von Amalgam. Durch die korrekte Amalgamsanierung blieb die Patientin in den letzten 15 Jahren beschwerdefrei.

Dann untersuchten wir  systematisch Tumore vor ihrer Entfernung im Kernspin auf die Amalgamwirkung im Kernspin. Die Dichte der Ver�nderungen korrelierte exakt mit dem im Operationspr�parat gefundenen Mengen n Quecksilber und Zinn vom Amalgam.

Dann untersuchten wir S�uglinge mit Atemst�rungen wie beim Kindstod, einmal einen S�ugling einer Mutter mit sehr vielen Amalgamen im Mund, dessen Zwilling am Kindstod verstorben war. Stets fanden wir im Atemzentrum im Stammhirn Areale mit hoher Metalldichte. Dort hatten Jahre zuvor Kanadische Rechtsmediziner bei Kindstod-Leichen 2000 ppm Quecksilber gefunden. Die Amalgamwelt schweigt diese Befunde tot. (Verlogene �Wissenschaft� wie beim Rauchen!).

Die im Computer gespeicherten Metallbefunde zum Vergleich f�r den Kernspin hei�en �Metallmodus�).

An 2009 wird man im Riesen �MR plus PET� in J�lich ohne Spezialkenntnisse Giftspeicher sichtbar machen.

 

1991 Alkohol am Steuer durch Giftpilz  u.a. Gerichtsgutachten

Der Einfluss eines Klinischen Toxikologen wird erst merkbar, wenn er gegen die Wurstigkeit des Volkes gegen�ber Giften vor Gericht k�mpft. Da Vergiftungen strafbare Handlungen sind, die Vorbeugung von Vergiftungen jedoch viel wichtiger als die Behandlung ist, ist letztlich der Kampf gegen Vergiftungen meist nur erfolgreich vor Gericht auszutragen. Da vor Gericht der Beweis ausschlaggebend ist, wird die Kenntnis der Beweise von Vergiftungen dort erstmals richtig gew�rdigt. Patienten und Krankenkassen hingegen halten Beweise stets f�r einen �berfl�ssigen Kropf. Was f�r den gebrochenen Fu� das R�ntgenbild ist, ist f�r die Vergiftung der Giftnachweis. Zur ernstzunehmenden Behandlung geh�rt er unbedingt.

Unz�hlige Gerichtsgutachten  schriftlich und m�ndlich, charakterisierten meinen Weg und die Entwicklung der Klinischen Toxikologie.

Zahlreiche Strafprozesse lehrten mich, dass es sich lohnt, f�r die Kenntnisse zum Schutz vor Giften zu k�mpfen. Der Beginn war am eindrucksvollsten: Der eigene Chefarzt und zugleich Chef der ganzen Klinik litt ohne erkennbaren Grund unter einer schweren Depression und wollte sich das Leben nehmen. Alle Mitarbeiter traf es hart, keiner wusste warum. Der leitende Oberarzt bat mich eindringlich die Ursache zu finden: In acht Tagen sei ein Prozess, bei dem er auch angeklagt wurde so wie die leitende Oberin, da beide verantwortlich seien f�r die fehlende Ausbildung. Eine alte Patientin  mit L�hmungen trank wohl versehentlich zu ihrem Milchreis die quecksilberhaltige Desinfektionsl�sung, in der ihr Fieberthermometer am Bett stand. Sie bekam auf der Intensivstation zwei Liter Kochsalzl�sung zu trinken und konnte trotzdem nicht erbrechen. Kochsalz ist bei diesem Quecksilbersalz streng verboten, da es die Aufnahme ins Blut f�rdert. Nach trinken der Kochsalzl�sung verstarb die Patientin an einer schweren Lungenembolie wegen massiver Kochsalzdurchf�lle.

Die vorher aufgenommene Quecksilbermenge war eher harmlos. Man h�tte nichts dagegen unternehmen m�ssen. Ein Rechtsmediziner diagnostizierte jedoch aufgrund falscher Messwerte eine t�dliche Quecksilbervergiftung. Die Diensthabende Nachtschwester wurde wegen fahrl�ssiger T�tung angeklagt, weil sie dies nicht verhindert hatte. Ihr Anwalt schob die Schuld auf den Chefarzt und die Pflegedienstleitung. Er meinte gegen das falsche rechtsmedizinische Gutachten k�nne man nichts unternehmen. Ich unternahm in den verbleibenden 5 Tagen alles Menschenm�gliche.

Neben der verantwortungsvollen T�tigkeit als Stationsarzt mit 40 Betten Leuk�miekranker suchte er aus der Staatsbibliothek alle Artikel, besuchte Pathologen und Toxikologen und stellte ein eindeutiges Gegengutachten in fortlaufender Nachtarbeit zusammen. Der Anwalt weigerte sich, dies dem Gericht vorzulegen. Unmittelbar vor der Gerichtsverhandlung sprach Max mit dem Professor der Rechtsmedizin. Dieser sagte daraufhin den Richtern, als sie in den Raum kamen, dass die Anklage auf einem Fehler beruhe, ein Assistent h�tte sich get�uscht und er h�tte versehentlich unterschrieben. Dann erkl�rte ich  kurz die Gr�nde: die Giftmenge war zu gering, die Leichenver�nderungen stammten von der F�ulnis. Dass die Patientin an einem Behandlungsfehler verstarb, erfragte niemand.

Daraufhin weigerte sich das Gericht, einen Prozess zu er�ffnen. Viele gingen mit Freudentr�nen heim. Der Chefarzt der physikalischen Therapie, Gadomski, rannte auf dem Heimweg schnell in einen Blumenladen und kam mit einem Lorbeerkranz heraus, den er mir auf den Kopf setzte. Dies war der einzige Dank (eines Unbeteiligten!) f�r ein kostenloses Gutachten und einen m�rderisch anstrengenden Kampf eines ebenso Unbeteiligten.

Die daraus gezogene Lehre war jedoch f�r mich ungeheuer wertvoll, eine Obrigkeitsh�rigkeit fiel f�r die Zukunft weg und der Wert von Flei� und Detailkenntnissen richtig vorgetragen, r�ckte in den Vordergrund. Am Anfang standen Gutachten gegen die gedankenlose Morphiumersatzgabe ohne Therapie, dann die Anregung, auch Apothekeneinbrecher statt zur Strafe zur Drogenentzugstherapie zu verpflichten. Dann folgten zahlreiche Gutachten zur chronischen gewerblichen Vergiftung, die wesentlich von den bisherigen akuten Giftwirkungen abwichen. Richtungweisend waren die Gutachten im Erdalproze�, wo der Kausalzusammenhang zwischen Giftaufnahme eines Giftgemisches und der Giftwirkung bewiesen wurde (Multiple Sklerose) und dem Holzschutzmittelprozess mit der gleichen Kausalkette. In beiden F�llen wurden daraufhin die Verursacher strafrechtlich verurteilt und zum Schadenersatz verpflichtet.

Daneben behielt ein Rot Kreuz-Chef mit einem hohen Blutalkohol  seinen F�hrerschein, da ich nachwies, dass er nach einer Pilzsuppe Alkohol getrunken hatte und im Acetaldehydsyndrom sich sinnlos betrank.

Einem Studenten konnte ich nachweisen, dass er seine Freundin mit Thallium ermorden wollte. Einen Tag nach seiner Verurteilung erh�ngte er sich in seiner Zelle.

Eine Amalgamvergiftete bekam eine hohe Entsch�digung, nachdem ich die Vergiftung eindeutig gutachtlich nachgewiesen hatte.

Bewohnern einer Deponie wurden (s.a. Kapitel Notarztwagen) von der Stadt ihre H�user nach einem gemeinsamen Gutachten mit Prof. Braungart zur�ckgekauft.

Ein Aluminium Recyclingwerk wurde nicht gebaut, die ganze Aluminiumkette ging in Konkurs, nach einem gemeinsamen Gutachten mit Prof. Braungart, Hamburg erstellt worden war.

�sterreich stieg aus dem Prinzip der M�llverbrennung aus nach einem gemeinsamen Gutachten mit Prof. Braungart.

Die Sonderm�llverbrennung in Schwabach wurde nach meinem Gutachten wesentlich saniert und steht vor dem aus.

Eine Hausm�lldeponie in Gallenbach wurde nach meiner Untersuchung von 120 Arsenvergifteten Anliegern geschlossen und der Arsenabfall, der einen Bach vergiftete versucht zu entfernen. Dies geschah, obwohl der Chemiker der Rechtsmedizin vergeblich f�r die Betreiber k�mpfte.

Meine Anzeige gegen die Amalgamhersteller wurde auch auf sein Betreiben gegen eine l�cherliche Geldbusse eingestellt. Er hatte mit dem Geld der Amalgamhersteller best�tigt, was wir schon 10 Jahre fr�her von kanadischen Rechtsmedizinern wussten, dass Neugeborene entsprechend der Anzahl der Amalgamf�llungen der Mutter hohe Quecksilberkonzentrationen in  Gehirn, Leber u.a. .aufweisen, seine Ergebnisse durften jedoch nicht gegen die Gifthersteller verwendet werden, da sie es nachtr�glich bezahlt hatten.

-1989 wollte mich ein Mitarbeiter der Fa.Degussa erpressen, damit ich deren geheime  Forschungen �ber die Zellsch�digung durch geringste Quecksilbermengen aus dem Amalgam abkaufe. Dann brachte er heimlich hinter meinem R�cken eine v�llig falsche 2.Erg.lieferg. meines Handbuches der Umweltgifte heraus, die aber nach Auslieferung wieder zur�ckgezogen wurde.

 

1993Entdeckung der Ursache von MCS

Eine Patientin hatte selbst ihr Wohnhaus innen mit dem Pentachlorphenol haltigem Xyladecor gestrichen, daraufhin starben ihr die oberen Schneidez�hne ab. Ein besonders sadistischer Zahnarzt f�llte ihr die Zahnwurzeln mit dem Ultragift von reinem fl�ssigem Quecksilber und stopfte dies noch in das Oberkiefer. Daraufhin wurde sie sofort schwer krank. Selbst nach Ziehen aller Z�hne und mehrmaligem Nachoperieren zum Entfernen der tausende kleinsten Quecksilberk�gelchen aus dem Kieferknochen bestand das Multiple-Chemical-Syndrom mit positivem Allergietest auf der Haut (Epikutantest) und im Blut (LTT-Test) auf alle denkbaren Chemikalien in der Umwelt fort. Sie vertrug keine Prothese, obwohl f�r sie 11 verschiedene angefertigt wurden. Als ich wieder einmal bei einer Operation beim Kieferchirurgen dabei war, entdeckte ich den zwischen den oberen Schneidez�hnen wie ein Wurm aus dem blutigen Gewebe heraush�ngenden Riechnerven. Ich bat, ihn frei zu pr�parieren und herauszuschneiden. Wie ein Gummiband lie� er sich weit herausziehen und abschneiden. Im TOX-Labor in Bremen wurde darin eine exzessiv hohe Quecksilber-Konzentration gemessen. Das MCS-Syndrom war danach wesentlich leichter. Nach einem halben Jahr trat wieder eine Verschlechterung ein, im R�ntgenbild sah man wieder an dieser Stelle eine weissen Strich, der Riechnerv wurde wieder frei gelegt und abgeschnitten. Wieder war die Quecksilber-Konzentration hoch. Erst nach der dritten Operation verschwand das MCS-Syndrom fast v�llig, die Patientin vertrug pl�tzlich entgiftete, d.h. k�nstlich gealterte Prothesen und die psychische Beeintr�chtigung verschwand auch.

 

1993 Mein gesprochene Wort lehrt F�lle und Theorie

Anfang der 70er Jahre interessierte sich das junge Rauschgiftdezernat der M�nchner Polizei und sp�ter des Bayerischen Kriminalamtes f�r die medizinische Seite der Rauschgiftszene, Wirkung und Behandlung der Drogen. In lebhaften Vortr�gen schilderte ich das Elend und die Schwierigkeiten der Behandlung.

Sp�ter bat mein Chef, wenn er keine Lust hatte, die Vorlesung in der Sanit�tsakademie der Bundeswehr oder in der Dauer seiner 6 monatigen Krankheit die Vorlesung "Klinische Toxikologie" zu halten. Da ich anfangs binnen 10 Minuten erst erfahren hatte, einzuspringen, gew�hnte ich mir an, plastisch den heutigen Fall zu schildern und daran die Prinzipien der Toxikologie -Behandlung zu erkl�ren. Dies wurde dann zum Vortragsstil, der �berall gerne geh�rt wurde. Zuletzt hielt ich j�hrlich 75 gro�e Ausw�rtsvortr�ge, �ber 1000 insgesamt.

Die Vortr�ge vor Laien, B�rgerinitiativen und Rettungssanit�tern dauerten oft bis zu 6 Stunden, bis der letzte Fragende zufrieden

war. Unter der H�ufigkeit, den immensen Anstrengungen und den steten kostenlosen Vortragsw�nschen litt die Forschungst�tigkeit so sehr, dass alles 1993 eingestellt werden musste.

Heute halte ich Vortr�ge nur vor Erfahrenen, die Spezialfragen zu

Vergiftungen haben, nicht mehr vor Querulanten, die bestreiten, dass Gifte auf den Menschen wirken und solange rauchen wollen, bis sie die Folgen selber merken.

Im Sommersemester 1976 hielt ich erstmalig die Vorlesung "Klinische Toxikologie", weil mein Chef krank war. Es waren nur 8 Studenten eingeschrieben, weil sie so langweilig war. Ich nahm stets den spektakul�rsten Kranken, meist ein Hubschrauber-Fall mit in die Vorlesung, oft aus der Intensivstation. Jedes Semester stellte ich meinen Habilitationsfall erneut vor (nachdem ich die Klinik verlie� schluckte sie erneut Zyankali und starb).

Einmal stellte ich eine Volksschullehrerin aus W�rishofen vor, die 30 Jahre lang mit ihren Schulkindern Exkursionen zu Pilzen gemacht hatte. Zuletzt brachte ihre Tochter ihr einen Korb selbst gepfl�ckter Pilze und fragte vorsichtshalber, ob sie alle kochen d�rfte. Sie pickte einen kleinen "Wiesenchampignon" heraus, der ihr ungeheuer war und a� ihn, es war ein noch nicht reifer Knollenbl�tterpilz, wie die Sporenbestimmung aus ihrem Stuhl ergab. Im Krankenhaus zuhause wurde sie wegen heftigster 40 w�ssriger Durchf�lle als "Sommergrippe" infundiert. Als das Leberversagen hinzu trat, holte ich sie mit Hubschrauber zu mir.

Die Studenten fragten die liebensw�rdige Frau, wie dieser Pilz geschmeckt hatte. "Es war der beste, den ich je gegessen habe".

Als sie hinausgefahren war sagte ich: "Aber der letzte." Das n�chste Mal fragte die Studenten, wie es ihr ginge. Ich sagte:� Ich sagte ja, es war der letzte Pilz, 3 Tage sp�ter war sie tot."

Ich bat eine Raucherin mit Roth�ndle-Zigaretten in das Gassp�rger�t mit Blaus�ure-Pr�fr�hrchen einen Zug aus ihrer Zigarette hineinzublasen. Alle waren sprachlos, als 50ppm Blaus�ure auf der Skala waren. Dann besprachen wir die Hirnsch�digung von Blaus�ure in dieser H�he ("Verbl�dungseffekt).

Dankbar waren viele Student(-innen) und erz�hlten mir sp�ter, dass dadurch sie und viele Bekannte mit dem Rauchen aufgeh�rt hatten.

Tag f�r Tag kamen immer mehr Studenten, zuletzt kamen f�r angek�ndigte aktuelle Sensationsf�lle bis zu 100 Zuh�rer.

Am Ende lud ich die Studenten zu einer Feier ein, die wir ausgelassen im Isarbett oder an einem Baggersee feierten. Heute noch habe ich eine geschnitzte Arztfigur mit pers�nlicher Widmung vom SS 1976. Zugleich hielt ich die Vorlesung "Der toxische Schock" in der Sanit�tsakademie der Universit�t in Neuherberg. Anfangs waren die �rzte, Offiziere mit vielen Sternen, entsetzt, wie ich in der Lederhose bayerisch das zweist�ndige Referat hielt.

Fast geh�ssig unterbrachen sie mich. Dann gefielen ihnen die zynisch vorgetragenen Fallbeispiele. Die Bundeswehr legte dann meinen Vortrag auf den Abschlusstag, weil danach die Kursteilnehmer eine Beurteilung des Lehrganges abliefern mussten, die danach auch f�r Nieten als Referenten besser ausfiel.

Das �nderte sich jedoch schlagartig, als ich sp�ter auch �ber Dioxine oder Amalgam sprach. Das reizte die Zahn�rzte unsagbar.

Einmal sa� deswegen sogar der Generalarzt im Publikum. Es war mir jedoch vorher zugetragen worden.  Nach 20 Minuten Vortrag rauschte er befriedigt von dannen und l�sterte �ber die Falschaussagen der letzten Kursteilnehmer.

Im Sommersemester 2002 las ich wieder die Vorlesung �ber die Umweltgifte an der Ludwigs-Maximilians-Universit�t im H�rsaal der Zahnklinik in M�nchen, da dieser sehr verkehrsg�nstig nahe am Hauptbahnhof liegt. Beispielhaft f�r die Vielfalt sind die

Vortr�ge von 1991:

25.01.        Westerland

30.01.        Rosenheim

06.02.        Englschalking

08.02.-11.02. Br�ckenau-Kongress

23.02.        Essen

19.02.        Notdienst

20.02.        Marl

27.02.        Fimm FS

06.03.        Oberschlei�heim

12.03.        Luxemburg

15.03.        Freudenstadt

20.03.        Stuttgart-Wangen

22.03.        Notdienst

03.04.        Hamburg

12.04.        W�rzburg

14.04.        Regensburg

17.04.        N�rnberg

20.04.        Stuttgart

27.04.        Schliersee

02.05.        Interlaken

04.05.        Frankfurt

25.05.        N�rnberg

08.06.        Regensburg

11.06.        Olching

12.06.        Vorlesung

14.06.        Heidelberg

19.06.        Regensburg

26.06.        M�nchen

06.07.        Bamberg

17.07.        Memmingen

30.07.        M�nchen

08.08., 24.08.  Fort Lauderdale, Texas USA

30.08.        Unterf�hring

10.09.        Oldenburg

01.10.        M�nchen

09.10.        Notdienst

16.10.        Hannover

18.-20.10.    Hannover

22.10.        Garmisch

23.10.        Villingen

26.10.        Ludwigsburg

02.11.        Baden-Baden

05.11.        Warburg

08.11.        Freyung

10.12.        Osnabr�ck

13.12.        M�nchen

 

1995 Erster Umweltarzt der Welt

Auf meine Anregung und auf mein Betreiben hin wurde in Bayern erstmalig die Zusatzbezeichnung "Umweltarzt" geschaffen. Als erster und bisher einziger Autor eines Lexikons der Umweltgifte hin, erhielt ich als erster diese Zusatzbezeichnung zum Internisten.

Daraufhin schwoll eine Welle von Aggressionen von �rzten aus Norddeutschland auf mich zu, die dies als selbst erfundene, unerlaubte Werbung bezeichneten, bis die anderen Bundesl�nder nachzogen. Einer Reihe von Kollegen, die bei mir die Ausbildung in Umwelttoxikologie gemacht hatten, bescheinigte ich die Kenntnisse, so dass sie auch diese Bezeichnung erhielten.

Sp�ter hatten die Arbeitsmediziner die Ausbildung �bernommen und alle Umweltkranken als Psychopathen bezeichnet, so dass kein Arzt mehr die 5000 Mark f�r die �Ausbildung� bezahlte und das Ganze abgeschafft wurde.


1995 Wohngifte- Allergietest anstatt Umweltanamnese

Alle Patienten, die nach der Behandlung von Umwelt�rzten sich noch nicht besser f�hlten, wurden nachdem sie "austherapiert waren" von uns auf Wohngifte untersucht. Fr�her verglichen wir alle umfangreichen Umweltanamnesen, die in der Literatur bekannt waren oder in Umweltkliniken von Patienten ausgef�llt wurden mit unseren 20 wichtigsten 7-Tages Epikutantesten auf Wohngifte. Stets fanden wir in den dann angeforderten Fotos der jeweiligen Wohnung das Allergen, das zur Positiven Reaktion im Epikutantest gef�hrt hatte. In keinem einzigen Fall hatten die Patienten bei ihrer Anamnese dieses Allergen genannt.

Daher lie�en wir uns Fotos der unaufger�umten Wohnung bringen.

Kein Patient gab in der Anamnese sein krankmachendes Allergen an!

Weder im Mund, noch in der Wohnung!

Kassen�rztlich ist daher das Mindestscreening auf die wichtigsten Krankmacher unumg�nglich!

Dabei fanden wir in absteigender H�ufigkeit Langzeit-Allergien auf

Latex - Matratzen

Nicotin  - Passivrauchen

Terpentin - Lacke

Xyladecor - k�nstlich vergiftete H�lzer und Leder (Schuhe)

Formaldehyd - Zahnflickstoff, Kleber, Tapeten, Papier, Pressspan, Lacke

Lindan - k�nstlich vergiftete H�lzer, Teppiche und Kleider

Pyrethrum - k�nstlich vergiftete Teppiche

Toluol-Formaldehyd - Kunststoffe

Phenol - Lacke

Dichlofluanid - k�nstlich vergiftete H�lzer

Kobalt - Zahnflickstoff, Computer

Phenylisocyanat - Lacke

Steinkohlenteer - Teerestrich unter den B�den

Dimethylphtalat - Flammschutzmittel in Polstern oder Vorh�ngen

Fumecyclox - k�nstlich vergiftete H�lzer

d-Limonen + Alpha-Pinen � frisches Holz, Xyladecor, Dichlofluanid 

Linoleum - Bodenbelag

Toner - Fotokopien 

PVC+Kleber - Bodenbelag

Silicon - Kunstbusen, Fotokopien 

Zaponlack - Lack

Zement-Bio - Bau

Sperrholz-Bio - Billigholz

 

1995 Allergietest als Umweltanamnese zur Diagnosefindung

Da eine exakte ungeheuer zeitaufwendig ist und eine sehr gro�e Erfahrung des behandelnden Arztes voraussetzt, was bei uns infolge der fehlenden Ausbildung nicht vorhanden ist (Umweltkranke werden nur als psychisch krank und eingebildet abgetan), f�hrten wir probehalber bei �ber 3000 Patienten einen Langzeit-Allergietest �ber 7 Tage auf der Haut durch und verglichen ihn mit Fotos der Wohnung, des Arbeitsplatzes, dem Kieferpanoramabild und den Therapieversuchen. Dabei stellte sich hochsignifikant eine �bereinstimmung der Ergebnisse ein. Nach restloser Entfernung des Allergens aus der Wohnung, dem Kiefer und dem Arbeitsplatz verschwanden sowohl die Symptome als auch der positive Epikutantest. K�rzere Verweildaten des Pflasters erbrachten keine reproduzierbaren Ergebnisse. Bei der Testung von Prothesenmaterialien mussten unsere Patienten tief in die Tasche greifen, wenn der Allergietest nur 3 Tage auf der Haut blieb, denn hier wurde keine Allergie entdeckt und der Patient zahlte dann aus eigener Tasche 2000.-E, obwohl er es nicht vertrug und ihm die Kasse daf�r nichts erstattete.

Hochinteressant war, ob der Patient eine Allergie auf organisches Quecksilber hatte, das sich dann auch im Kernspin wieder fand und psychische Probleme ausl�ste, h�ufig fand sich bei Amalgamallergikern auch eine Allergie auf Gold, Titan und die Basiskunststoffe, was die Therapieversager nach einer Amalgam- Entfernung und anschlie�endem Einsatz von allergisierenden Alternativen erkl�rte. Von den Wohngiften war am h�ufigsten eine Allergie auf Formaldehyd durch Kleber und Presspanm�bel, die Allergie auf Nicotin durch Passivraucher, die Allergie auf Pentachlorphenol durch uralte, lackierte Holzverkleidung und die Allergie auf Steinkohlenteer durch den krebserzeugenden Teererstrich unter den B�den. All dies hatten wir nie erkannt durch die alleinige Anamnese.

Am folgenschwersten war der Nachweis einer Amalgamallergie in 60% der F�lle, in denen vor Jahren statt Amalgam Gold eingesetzt wurde. Das Gold wurde wieder entfernt und in allen F�llen war heimlich Amalgam darunter eingebaut worden. Es gab viele Prozesse.

Am eindrucksvollsten war der einer Zahnmedizinstudentin, die wegen einer Amalgamallergie von ihrem Professor in M�nchen Amalgam entfernt bekam und dann Goldkronen. Sie lie� das Gold unter laufender Dokumentation entfernen und bewies, dass das Amalgam �berall darunter geblieben ist trotz gegenteiliger Beteuerung.

Die fr�heren Erfahrungen der Universit�ts-Hautklinik, die Nachbar der v�terlichen Arztpraxis war half uns sehr dabei. Damals wurden 4 Allergene 14 Tage auf die Haut geklebt. Prof.Braun-Falco sagte mir, bei meiner Dermatologie-Ausbildung, dass Allergieteste nicht zulange auf der Haut kleben k�nnen; nur muss man durch Nachkontrollen sicherstellen, dass nicht nur eine �rtliche Hautreizung vorliegt. Der beste Beweis ist, dass nach Meiden des positiven Allergens Krankheitssymptome verschwinden, wie wir immer feststellten.

 

1995Fehldiagnosen berichtigt

Die Mutter des damaligen Ministerpr�sidenten sollte im Alkoholentzugsdelir auf die TOX �bernommen werden. Der Notarzt aus Garmisch lenkte jedoch um und steuerte zur Strafe das Bezirkskrankenhaus Haar an,weil die alte Frau so aggressiv um sich schlug. Dort wurde sie sofort an eine hochdosierte Distraneurin -Infusion zur Schlaftherapie angeh�ngt. Als der Wert des Aufnahmblutes mit Blutzucker eintraf, bemerkte man, da� die Patientin im Schock des langanhaltenden Unterzuckers bereits verstorben war. Der Unterzucker im Alkoholraussch ist die h�ufigste t�dliche Fehldiagnose bei der ersten Alkoholvergiftung. Paradoxerweise starb ihr Sohn nach einem Oktoberfestbesuch ebenfalls nach kr�ftigem Alkkoholgenu�, weil er an Erbrochenem erstickte und sein begleitener Leibarzt den Tubus statt in die Lunge in den Magen steckte.

Als Vergiftung laufen viele seltene Erkrankungen, die ein unerfahrener Arzt nicht kennt. Zuf�llig sah ich auf der TOX-rechts der Isar einen kr�ftigen, 18-j�hrigen jungen, dem wegen heftiger Bauchschmerzen nach dem Essen wegen " Leberk�svergiftung" der Magen gesp�hlt wurde. Er hatte zwar erbrochen, aber keinen Durchfall, der unbedingt dazu geh�rt h�tte. Ich stoppte die Magensp�lung, untersuchte ihn und lie� ihn eiligst in die chirurgische Nothilfe bringen. Dort wurde sofort sein durchgebrochener eitriger Blinddarm operiert und er genas rasch.

-Viele Schwerkranke nach einer Hirnentz�ndung (Encephalitis) nach Zeckenstich, Herpes, Meningokokken u. �. kamen, weil sie sich durch �bliche Wohngifte schlecht f�hlten und ihnen die Psychiater einen Vergiftungswahn (Psychose) f�lschlich angedichtet hatten. Die dabei routinem��ig erhobene Kernspin-Diagnose zeigte die wirkliche Ursache, die dann durch Entfernung aller Allergene aus Mund und Wohneng gebessert wurde. Mein �lterster Sohn Michael, der einen Forschungsauftrag der Universit�t am Kernforschungszentrum in J�lich hatte, sprach dort die f�hrenden Psychiater aus der Forschung in Deutschland. Sie sagten u. a., da� die Sammeldiagnose "Schizophrenie" durch 80 verschiedene Kernspinver�nderungen hervorgerufen ist. Diesen Wahnsinn versteht nur derjenige, der wei�, da� alle Krankheiten dann mit  einem einzigen Psychopharmakon behandelt werden, das als Pillenmasse Titan enth�lt, auf das die Allergiker �bel reagieren - nie gesund, nur kr�nker werden und sp�ter eine Hirnschrumpfung bekommen.

-Bei Konsilien wurden in verschiedenen Krankenh�usern �ber 50 Alte gerettet, die kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus wegen Schreiens als vermeintliches Alkoholentzugsdelir in die Psychiatrie verlegt werden sollten. Nach dem Aufheben der Bettdecke stellte ich stets fest,dass der H�ftkopf herausstand, beim Ber�hren war er hoch schmerzhaft: die H�fte war gebrochen. Vor Schmerzen schrien alle, da sie dadurch auch ausgetrocknet waren, waren sie unverst�ndlich und verwirrt. Manche hatten auch durch den Blutverlust eine Minderdurchblutung des Gehirns bis hin zum Schlaganfall. Nicht ein Abschieben in die Psychiatrie, sondern ein sofortiges Verlegen in die Chirurgie half. Auch hier sah ich, je schlechter ein Arzt ist, desto mehr psychiatrische F�lle sieht er - anstelle der wirklichen Ursache.

- F�nfzehnmal wurde ich in Gef�ngniszellen der M�nchner Polizeireviere als Notarzt gerufen, weil Passanten oder Gefangene typische Zeichen eines Alkoholentzugs-delirs hatten. Bis auf dreimal handelte es sich jedoch um einen lebensgef�hrlichen Unterzucker bei neun Diabetikern und drei Jugendlichen, die erstmalig eine leichte Alkoholvergiftung hatten. Der Blutzuckerschnelltest, der routinem�ssig bei einer ver�nderten Bewusstseinslage durchgef�hrt wurde, brachte es an den Tag. Anfangs spritzten wir den Tobenden m�hsam eine hochprozentige Zuckerl�sung in die Vene (100 ml der 50% L�sung), sp�ter fl�ssten wir nur Coca-Cola ein, da das Coffein zus�tzlich half. Dreimal spritzte ich - so wie bei schweren Alkoholvergiftungen in unz�hligen F�llen das Antidot Physostigmin und nach f�nf Minuten waren alle wie n�chtern und voll kooperativ.

-Als Notarzt  wurde ich zu einem �lteren Patienten gerufen, der wegen eines Schlaganfalles vom Hausarzt auf eine Privatstation eingewiesen wurde, der Transport aber wegen schwerer Herzrhythmusst�rungen ohne Arzt lebensgef�hrlich war. Bei meinem Eintreffen fiel mir auf, dass die Pupillen extrem weit waren und die Haut trocken und heiss war, er f�hrte bewusstlos agitiert Bewegungen durch, das typische anticholinerge Bild durch Atropin. Ich spritzte daher eine Ampulle Physostigmin in die Vene. Kurz darauf erwachte er und berichtet, dass er beim Hundausf�hren von einem Strauch vermeintliche schwarze Brombeeren gegessen hatte, was nachweislich Tollkirschen waren. Danach wurde er bekam er einen starken Durst und Angst, dann wusste er nichts mehr. Statt auf die Privatstation, auf der er sicher gestorben w�re, kam er kurz auf die TOX.

-Eine Patientin hatte Doppelbilder und bekam von einem renommierten Schwabinger Augenarzt dagegen tagelang Infusionen verabreicht. Dann rief sie bei mir an. Ich fragte sie nach dem Essen vor einer Woche. Bohnen u.a.hatte sie nicht gegessen. Ich bestellte sie auf die TOX und liess ihr Blut auf Botulismus untersuchen, es war Positiv. Dann bekam sie hochdosiert Botulismus-Serum, weil der Therapiebeginn sehr sp�t lag. Dedektivisch stellte ich fest, dass sie als einzige von einem privat ger�ucherten Schinken gerade das St�ck gegessen hatte, durch das die Aufh�ngeschnur gezogen war, die sich am Boden vorher mit den Erregern infiziert hatte. Sie wurde v�llig geheilt.

-Ebenso mysteri�s war die Erkrankung eines Studenten, der im Januar nach Lackieren eines Schranken pl�tzlich Zeichen eines toxischen Leberversagens hatte. Da ohne Giftnachweis keine sinnvolle Behandlung m�glich ist, befasste ich mich tagelang mit ihm allein. Dabei stellte ich fest, dass ihm eine Freundin aus Italen zu Weihnachten ein Glas mit selbstgesammelten und eingemachten Pilzen geschickt hatte. Darunter war ein Knollenbl�tterpilz, der ohne spezielle Ma�nahmen nicht so glimpflich verkraftet worden w�re.

-Im Kasino erz�hlte ein Notarzt, dass er gerade einen Gast in einem Lokal erfolgreich wiederbelebt hatte, der jetzt auf der Cardiologie l�ge, aber immer noch bewusstlos ist. Ich fragte nach und h�rte, dass er stecknadelkopfgrosse Pupillen und ein "Lungen�dem" hatte. Ich sagte, das wird halt eine E-605-Vergiftung sein.

Schnell st�rzte der Notarzt ans Telefon. Es stellte sich heraus, dass er immer der Tochter sagte, wenn ein Konkurs droht, schluckt er sein E-605 und alles ist aus. So war es. Die notwendige Gegengiftbehandlung kam zu sp�t. Normalerweise werden so Vergiftete als Herzinfarkt oder Schlaganfall beerdigt!

-Ein Krankenhaus am Bodensee bat um �bernahme eines Schwervergifteten. Es wurde vermutet, dass er in Selbstmordabsicht ein Pestizid vom Typ des E 605 geschluckt hatte. Er bekam dort Toxogonin und Atropin, entwickelte aber ein starkes Atropinbild, sodass vermutet wurde, dass es versehentlich �berdosiert war.

Bei meiner Ankunft fand ich einen sterbenden, hirntoten Patienten vor, den ich nicht so lange im Hubschrauber transportieren konnte, daher nahm  ich nur Asservate mit heim. Klinisch war es keine Pestizidvergiftung. Daheim angekommen war der Patient in der Klinik gestorben.Im Giftnachweis und in der Anamnese stellte sich heraus, dass er an einer Magen-Blocker Intoxikation (Ranitidin) gestorben war.

-Aus dem Krankenhaus Landsberg �bernahm ich mit dem Giftbus und einem Vorausfahrzeug mit Sirene (wir fuhren langsam und kontinuierlich) eine alte Frau, die sich vor Tagen im Garten einen rostigen Nagel in die Zehe gerammt hatte und dort Schmerzen hatte.

Am Giftnotruf wurde deswegen angefragt, welches Gift Kieferkr�mpfe und eine toxische Psychose macht. Ich �bernahm sie mit Verdacht auf Tetanus. Die Patientin sass wie eine Geisteskranke angezogen in der Nothilfe, es war nichts �ber sie aufgeschrieben. Alle waren sprachlos, "die stirbt doch am Tetanus" und liess alles nachholen.

Trotz intensiven Bem�hungen verstarb sie nachdem sie vorher ein Vorlesungs- und Ausbildungsfall war.

-Ein Mann wurde von den naheliegenden optischen Werken mit Verdacht auf eine grossfl�chige Verbr�hung auf die Verbrennungsstation eingewiesen.Er war in einen Tribottich gefallen. Seine Haut sah so aus, als ob sie sich grossfl�chig abgel�st h�tte, es war aber nur eine Entfettung, die keine schwerwiegenden Folgen hatte. Jedoch war das Anschliessende Leberversagen durch das L�semittel sehr ernst, wurde jedoch erfolgreich mit forcierter Abatmung beherrscht.

-EineTochter rief an, dass ihr mir bekannter 76 j�hriger krebskranker Vater heute fr�h gestorben sei.Ich sagte, nach Beendigung meiner Umweltsprechstunde komme ich zur Leichenschau, da es nicht eilt. Da ich noch einen Notfall hatte, kam ich sechs Stunden sp�ter hin. Da meine Arzthelferin eine Leichenschau sehen wollte, nahm ich sie mit. Er war versehen, aufgebahrt, Kerzen am Bett, Tochter und erwachsene Enkelin beteten. Ich bat sie hinaus. Ich deckte ihn ab,tastete den Puls, legte ein Notfall-Ekg an, war still, immer hektischer, sah nach den Pupillen, zwickte ihn und pl�tzlich schrie ich ihn an:"Herr Zaus, h�ren Sie mit dem Theater auf, stehen Sie sofort auf." Unwirsch liess er die F�sse zum Boden hinab, ich packte ihn unter der Achsel, f�hrte den voll Aktiven zur T�r hinaus und sah die hell entsetzten Angeh�rigen, die vor Schreck oder Freude beinahe tot umgefallen w�ren. Erst dann war meine Wut �ber das Theaterspielen verraucht und ich kam zur Besinnung. Der Opa machte sich nur einen Spass mit seinen �berf�rsorglichen Angeh�rigen und lebte noch muntere Jahre.

 

1995Entdeckung der Giftursache von Autoimmunkrankheiten

Ein flehentliches Fax des Bundesforschungsministeriums vom 7.8.95 �ber ein 13 Mio.DM-Projekt r�ttelte uns wach. Bei gesunden M�usen hatte man gefunden, dass Spuren von Quecksilber oder Gold Autoimmunkrankheiten wie Alzheimer, Diabetes, Infarkt, Krebs, Rheuma u.v.a. ausl�sen. Jetzt wurde uns klar, warum ausschlie�lich unsere Amalgampatienten unter Autoimmunkrankheiten litten.

Sofort packte ich alle Unterlagen und fuhr f�r 6 Wochen nach Kreta, schrieb dort das erste Buch �ber Autoimmunkrankheiten durch Metalle, faxte es an den Ecomed-Verlag und sofort wurde es gedruckt. Seither hatten wir bei ausnahmslos allen Patienten ein Screening empfohlen, das in 95% positiv war. �berraschend fanden wir, dass am h�ufigsten die Hirn-Antik�rper positiv waren, was die ausgepr�gten psychischen Ver�nderungen erkl�rt, gefolgt von den Antik�rpern gegen Nerven, gegen Schilddr�se/Leber/Niere, gegen Thrombose/Vasculitis und der Autoimmun-Basisdiagnostik.

Das zweite �berraschende Ergebnis war, dass durch eine DMPS-Entgiftung nach korrekter Amalgamsanierung zu 90% die positiven Teste wieder negativ wurden. Allerdings begann sich die Symptomatik erst nach f�nf Jahren langsam zu bessern

 

1995 Erster Umweltarzt der Welt

Auf meine Anregung und auf mein Betreiben hin wurde in Bayern erstmalig die Zusatzbezeichnung "Umweltarzt" geschaffen. Als erster und bisher einziger Autor eines Lexikons der Umweltgifte hin, erhielt ich als erster diese Zusatzbezeichnung zum Internisten.

Daraufhin schwoll eine Welle von Aggressionen von �rzten aus Norddeutschland auf mich zu, die dies als selbst erfundene, unerlaubte Werbung bezeichneten, bis die anderen Bundesl�nder nachzogen. Einer Reihe von Kollegen, die bei mir die Ausbildung in Umwelttoxikologie gemacht hatten, bescheinigte ich die Kenntnisse, so dass sie auch diese Bezeichnung erhielten.

Sp�ter hatten die Arbeitsmediziner die Ausbildung �bernommen und alle Umweltkranken als Psychopathen bezeichnet, so dass kein Arzt mehr die 5000 Mark f�r die �Ausbildung� bezahlte und das Ganze abgeschafft wurde.

 

1995 Wohngifte- Allergietest anstatt Umweltanamnese

Alle Patienten, die nach der Behandlung von Umwelt�rzten sich noch nicht besser f�hlten, wurden nachdem sie "austherapiert waren" von uns auf Wohngifte untersucht. Fr�her verglichen wir alle umfangreichen Umweltanamnesen, die in der Literatur bekannt waren oder in Umweltkliniken von Patienten ausgef�llt wurden mit unseren 20 wichtigsten 7-Tages Epikutantesten auf Wohngifte. Stets fanden wir in den dann angeforderten Fotos der jeweiligen Wohnung das Allergen, das zur Positiven Reaktion im Epikutantest gef�hrt hatte. In keinem einzigen Fall hatten die Patienten bei ihrer Anamnese dieses Allergen genannt.

Daher lie�en wir uns Fotos der unaufger�umten Wohnung bringen.

Kein Patient gab in der Anamnese sein krankmachendes Allergen an!

Weder im Mund, noch in der Wohnung!

Kassen�rztlich ist daher das Mindestscreening auf die wichtigsten Krankmacher unumg�nglich!

Dabei fanden wir in absteigender H�ufigkeit Langzeit-Allergien auf

Latex - Matratzen

Nicotin  - Passivrauchen

Terpentin - Lacke

Xyladecor - k�nstlich vergiftete H�lzer und Leder (Schuhe)

Formaldehyd - Zahnflickstoff, Kleber, Tapeten, Papier, Pressspan, Lacke

Lindan - k�nstlich vergiftete H�lzer, Teppiche und Kleider

Pyrethrum - k�nstlich vergiftete Teppiche

Toluol-Formaldehyd - Kunststoffe

Phenol - Lacke

Dichlofluanid - k�nstlich vergiftete H�lzer

Kobalt - Zahnflickstoff, Computer

Phenylisocyanat - Lacke

Steinkohlenteer - Teerestrich unter den B�den

Dimethylphtalat - Flammschutzmittel in Polstern oder Vorh�ngen

Fumecyclox - k�nstlich vergiftete H�lzer

d-Limonen + Alpha-Pinen � frisches Holz, Xyladecor, Dichlofluanid 

Linoleum - Bodenbelag

Toner - Fotokopien 

PVC+Kleber - Bodenbelag

Silicon - Kunstbusen, Fotokopien 

Zaponlack - Lack

Zement-Bio - Bau

Sperrholz-Bio - Billigholz

 

1995 Allergietest als Umweltanamnese zur Diagnosefindung

Da eine exakte ungeheuer zeitaufwendig ist und eine sehr gro�e Erfahrung des behandelnden Arztes voraussetzt, was bei uns infolge der fehlenden Ausbildung nicht vorhanden ist (Umweltkranke werden nur als psychisch krank und eingebildet abgetan), f�hrten wir probehalber bei �ber 3000 Patienten einen Langzeit-Allergietest �ber 7 Tage auf der Haut durch und verglichen ihn mit Fotos der Wohnung, des Arbeitsplatzes, dem Kieferpanoramabild und den Therapieversuchen. Dabei stellte sich hochsignifikant eine �bereinstimmung der Ergebnisse ein. Nach restloser Entfernung des Allergens aus der Wohnung, dem Kiefer und dem Arbeitsplatz verschwanden sowohl die Symptome als auch der positive Epikutantest. K�rzere Verweildaten des Pflasters erbrachten keine reproduzierbaren Ergebnisse. Bei der Testung von Prothesenmaterialien mussten unsere Patienten tief in die Tasche greifen, wenn der Allergietest nur 3 Tage auf der Haut blieb, denn hier wurde keine Allergie entdeckt und der Patient zahlte dann aus eigener Tasche 2000.-E, obwohl er es nicht vertrug und ihm die Kasse daf�r nichts erstattete.

Hochinteressant war, ob der Patient eine Allergie auf organisches Quecksilber hatte, das sich dann auch im Kernspin wieder fand und psychische Probleme ausl�ste, h�ufig fand sich bei Amalgamallergikern auch eine Allergie auf Gold, Titan und die Basiskunststoffe, was die Therapieversager nach einer Amalgam- Entfernung und anschlie�endem Einsatz von allergisierenden Alternativen erkl�rte. Von den Wohngiften war am h�ufigsten eine Allergie auf Formaldehyd durch Kleber und Presspanm�bel, die Allergie auf Nicotin durch Passivraucher, die Allergie auf Pentachlorphenol durch uralte, lackierte Holzverkleidung und die Allergie auf Steinkohlenteer durch den krebserzeugenden Teererstrich unter den B�den. All dies hatten wir nie erkannt durch die alleinige Anamnese.

Am folgenschwersten war der Nachweis einer Amalgamallergie in 60% der F�lle, in denen vor Jahren statt Amalgam Gold eingesetzt wurde. Das Gold wurde wieder entfernt und in allen F�llen war heimlich Amalgam darunter eingebaut worden. Es gab viele Prozesse.

Am eindrucksvollsten war der einer Zahnmedizinstudentin, die wegen einer Amalgamallergie von ihrem Professor in M�nchen Amalgam entfernt bekam und dann Goldkronen. Sie lie� das Gold unter laufender Dokumentation entfernen und bewies, dass das Amalgam �berall darunter geblieben ist trotz gegenteiliger Beteuerung.

Die fr�heren Erfahrungen der Universit�ts-Hautklinik, die Nachbar der v�terlichen Arztpraxis war half uns sehr dabei. Damals wurden 4 Allergene 14 Tage auf die Haut geklebt. Prof.Braun-Falco sagte mir, bei meiner Dermatologie-Ausbildung, dass Allergieteste nicht zulange auf der Haut kleben k�nnen; nur muss man durch Nachkontrollen sicherstellen, dass nicht nur eine �rtliche Hautreizung vorliegt. Der beste Beweis ist, dass nach Meiden des positiven Allergens Krankheitssymptome verschwinden, wie wir immer feststellten.

 

1995Fehldiagnosen berichtigt

Die Mutter des damaligen Ministerpr�sidenten sollte im Alkoholentzugsdelir auf die TOX �bernommen werden. Der Notarzt aus Garmisch lenkte jedoch um und steuerte zur Strafe das Bezirkskrankenhaus Haar an,weil die alte Frau so aggressiv um sich schlug. Dort wurde sie sofort an eine hochdosierte Distraneurin -Infusion zur Schlaftherapie angeh�ngt. Als der Wert des Aufnahmblutes mit Blutzucker eintraf, bemerkte man, da� die Patientin im Schock des langanhaltenden Unterzuckers bereits verstorben war. Der Unterzucker im Alkoholraussch ist die h�ufigste t�dliche Fehldiagnose bei der ersten Alkoholvergiftung. Paradoxerweise starb ihr Sohn nach einem Oktoberfestbesuch ebenfalls nach kr�ftigem Alkkoholgenu�, weil er an Erbrochenem erstickte und sein begleitener Leibarzt den Tubus statt in die Lunge in den Magen steckte.

Als Vergiftung laufen viele seltene Erkrankungen, die ein unerfahrener Arzt nicht kennt. Zuf�llig sah ich auf der TOX-rechts der Isar einen kr�ftigen, 18-j�hrigen jungen, dem wegen heftiger Bauchschmerzen nach dem Essen wegen " Leberk�svergiftung" der Magen gesp�hlt wurde. Er hatte zwar erbrochen, aber keinen Durchfall, der unbedingt dazu geh�rt h�tte. Ich stoppte die Magensp�lung, untersuchte ihn und lie� ihn eiligst in die chirurgische Nothilfe bringen. Dort wurde sofort sein durchgebrochener eitriger Blinddarm operiert und er genas rasch.

-Viele Schwerkranke nach einer Hirnentz�ndung (Encephalitis) nach Zeckenstich, Herpes, Meningokokken u. �. kamen, weil sie sich durch �bliche Wohngifte schlecht f�hlten und ihnen die Psychiater einen Vergiftungswahn (Psychose) f�lschlich angedichtet hatten. Die dabei routinem��ig erhobene Kernspin-Diagnose zeigte die wirkliche Ursache, die dann durch Entfernung aller Allergene aus Mund und Wohneng gebessert wurde. Mein �lterster Sohn Michael, der einen Forschungsauftrag der Universit�t am Kernforschungszentrum in J�lich hatte, sprach dort die f�hrenden Psychiater aus der Forschung in Deutschland. Sie sagten u. a., da� die Sammeldiagnose "Schizophrenie" durch 80 verschiedene Kernspinver�nderungen hervorgerufen ist. Diesen Wahnsinn versteht nur derjenige, der wei�, da� alle Krankheiten dann mit  einem einzigen Psychopharmakon behandelt werden, das als Pillenmasse Titan enth�lt, auf das die Allergiker �bel reagieren - nie gesund, nur kr�nker werden und sp�ter eine Hirnschrumpfung bekommen.

-Bei Konsilien wurden in verschiedenen Krankenh�usern �ber 50 Alte gerettet, die kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus wegen Schreiens als vermeintliches Alkoholentzugsdelir in die Psychiatrie verlegt werden sollten. Nach dem Aufheben der Bettdecke stellte ich stets fest,dass der H�ftkopf herausstand, beim Ber�hren war er hoch schmerzhaft: die H�fte war gebrochen. Vor Schmerzen schrien alle, da sie dadurch auch ausgetrocknet waren, waren sie unverst�ndlich und verwirrt. Manche hatten auch durch den Blutverlust eine Minderdurchblutung des Gehirns bis hin zum Schlaganfall. Nicht ein Abschieben in die Psychiatrie, sondern ein sofortiges Verlegen in die Chirurgie half. Auch hier sah ich, je schlechter ein Arzt ist, desto mehr psychiatrische F�lle sieht er - anstelle der wirklichen Ursache.

- F�nfzehnmal wurde ich in Gef�ngniszellen der M�nchner Polizeireviere als Notarzt gerufen, weil Passanten oder Gefangene typische Zeichen eines Alkoholentzugs-delirs hatten. Bis auf dreimal handelte es sich jedoch um einen lebensgef�hrlichen Unterzucker bei neun Diabetikern und drei Jugendlichen, die erstmalig eine leichte Alkoholvergiftung hatten. Der Blutzuckerschnelltest, der routinem�ssig bei einer ver�nderten Bewusstseinslage durchgef�hrt wurde, brachte es an den Tag. Anfangs spritzten wir den Tobenden m�hsam eine hochprozentige Zuckerl�sung in die Vene (100 ml der 50% L�sung), sp�ter fl�ssten wir nur Coca-Cola ein, da das Coffein zus�tzlich half. Dreimal spritzte ich - so wie bei schweren Alkoholvergiftungen in unz�hligen F�llen das Antidot Physostigmin und nach f�nf Minuten waren alle wie n�chtern und voll kooperativ.

-Als Notarzt  wurde ich zu einem �lteren Patienten gerufen, der wegen eines Schlaganfalles vom Hausarzt auf eine Privatstation eingewiesen wurde, der Transport aber wegen schwerer Herzrhythmusst�rungen ohne Arzt lebensgef�hrlich war. Bei meinem Eintreffen fiel mir auf, dass die Pupillen extrem weit waren und die Haut trocken und heiss war, er f�hrte bewusstlos agitiert Bewegungen durch, das typische anticholinerge Bild durch Atropin. Ich spritzte daher eine Ampulle Physostigmin in die Vene. Kurz darauf erwachte er und berichtet, dass er beim Hundausf�hren von einem Strauch vermeintliche schwarze Brombeeren gegessen hatte, was nachweislich Tollkirschen waren. Danach wurde er bekam er einen starken Durst und Angst, dann wusste er nichts mehr. Statt auf die Privatstation, auf der er sicher gestorben w�re, kam er kurz auf die TOX.

-Eine Patientin hatte Doppelbilder und bekam von einem renommierten Schwabinger Augenarzt dagegen tagelang Infusionen verabreicht. Dann rief sie bei mir an. Ich fragte sie nach dem Essen vor einer Woche. Bohnen u.a.hatte sie nicht gegessen. Ich bestellte sie auf die TOX und liess ihr Blut auf Botulismus untersuchen, es war Positiv. Dann bekam sie hochdosiert Botulismus-Serum, weil der Therapiebeginn sehr sp�t lag. Dedektivisch stellte ich fest, dass sie als einzige von einem privat ger�ucherten Schinken gerade das St�ck gegessen hatte, durch das die Aufh�ngeschnur gezogen war, die sich am Boden vorher mit den Erregern infiziert hatte. Sie wurde v�llig geheilt.

-Ebenso mysteri�s war die Erkrankung eines Studenten, der im Januar nach Lackieren eines Schranken pl�tzlich Zeichen eines toxischen Leberversagens hatte. Da ohne Giftnachweis keine sinnvolle Behandlung m�glich ist, befasste ich mich tagelang mit ihm allein. Dabei stellte ich fest, dass ihm eine Freundin aus Italen zu Weihnachten ein Glas mit selbstgesammelten und eingemachten Pilzen geschickt hatte. Darunter war ein Knollenbl�tterpilz, der ohne spezielle Ma�nahmen nicht so glimpflich verkraftet worden w�re.

-Im Kasino erz�hlte ein Notarzt, dass er gerade einen Gast in einem Lokal erfolgreich wiederbelebt hatte, der jetzt auf der Cardiologie l�ge, aber immer noch bewusstlos ist. Ich fragte nach und h�rte, dass er stecknadelkopfgrosse Pupillen und ein "Lungen�dem" hatte. Ich sagte, das wird halt eine E-605-Vergiftung sein.

Schnell st�rzte der Notarzt ans Telefon. Es stellte sich heraus, dass er immer der Tochter sagte, wenn ein Konkurs droht, schluckt er sein E-605 und alles ist aus. So war es. Die notwendige Gegengiftbehandlung kam zu sp�t. Normalerweise werden so Vergiftete als Herzinfarkt oder Schlaganfall beerdigt!

-Ein Krankenhaus am Bodensee bat um �bernahme eines Schwervergifteten. Es wurde vermutet, dass er in Selbstmordabsicht ein Pestizid vom Typ des E 605 geschluckt hatte. Er bekam dort Toxogonin und Atropin, entwickelte aber ein starkes Atropinbild, sodass vermutet wurde, dass es versehentlich �berdosiert war.

Bei meiner Ankunft fand ich einen sterbenden, hirntoten Patienten vor, den ich nicht so lange im Hubschrauber transportieren konnte, daher nahm  ich nur Asservate mit heim. Klinisch war es keine Pestizidvergiftung. Daheim angekommen war der Patient in der Klinik gestorben.Im Giftnachweis und in der Anamnese stellte sich heraus, dass er an einer Magen-Blocker Intoxikation (Ranitidin) gestorben war.

-Aus dem Krankenhaus Landsberg �bernahm ich mit dem Giftbus und einem Vorausfahrzeug mit Sirene (wir fuhren langsam und kontinuierlich) eine alte Frau, die sich vor Tagen im Garten einen rostigen Nagel in die Zehe gerammt hatte und dort Schmerzen hatte.

Am Giftnotruf wurde deswegen angefragt, welches Gift Kieferkr�mpfe und eine toxische Psychose macht. Ich �bernahm sie mit Verdacht auf Tetanus. Die Patientin sass wie eine Geisteskranke angezogen in der Nothilfe, es war nichts �ber sie aufgeschrieben. Alle waren sprachlos, "die stirbt doch am Tetanus" und liess alles nachholen.

Trotz intensiven Bem�hungen verstarb sie nachdem sie vorher ein Vorlesungs- und Ausbildungsfall war.

-Ein Mann wurde von den naheliegenden optischen Werken mit Verdacht auf eine grossfl�chige Verbr�hung auf die Verbrennungsstation eingewiesen.Er war in einen Tribottich gefallen. Seine Haut sah so aus, als ob sie sich grossfl�chig abgel�st h�tte, es war aber nur eine Entfettung, die keine schwerwiegenden Folgen hatte. Jedoch war das Anschliessende Leberversagen durch das L�semittel sehr ernst, wurde jedoch erfolgreich mit forcierter Abatmung beherrscht.

-EineTochter rief an, dass ihr mir bekannter 76 j�hriger krebskranker Vater heute fr�h gestorben sei.Ich sagte, nach Beendigung meiner Umweltsprechstunde komme ich zur Leichenschau, da es nicht eilt. Da ich noch einen Notfall hatte, kam ich sechs Stunden sp�ter hin. Da meine Arzthelferin eine Leichenschau sehen wollte, nahm ich sie mit. Er war versehen, aufgebahrt, Kerzen am Bett, Tochter und erwachsene Enkelin beteten. Ich bat sie hinaus. Ich deckte ihn ab,tastete den Puls, legte ein Notfall-Ekg an, war still, immer hektischer, sah nach den Pupillen, zwickte ihn und pl�tzlich schrie ich ihn an:"Herr Zaus, h�ren Sie mit dem Theater auf, stehen Sie sofort auf." Unwirsch liess er die F�sse zum Boden hinab, ich packte ihn unter der Achsel, f�hrte den voll Aktiven zur T�r hinaus und sah die hell entsetzten Angeh�rigen, die vor Schreck oder Freude beinahe tot umgefallen w�ren. Erst dann war meine Wut �ber das Theaterspielen verraucht und ich kam zur Besinnung. Der Opa machte sich nur einen Spass mit seinen �berf�rsorglichen Angeh�rigen und lebte noch muntere Jahre.

 

1995Entdeckung der Giftursache von Autoimmunkrankheiten

Ein flehentliches Fax des Bundesforschungsministeriums vom 7.8.95 �ber ein 13 Mio.DM-Projekt r�ttelte uns wach. Bei gesunden M�usen hatte man gefunden, dass Spuren von Quecksilber oder Gold Autoimmunkrankheiten wie Alzheimer, Diabetes, Infarkt, Krebs, Rheuma u.v.a. ausl�sen. Jetzt wurde uns klar, warum ausschlie�lich unsere Amalgampatienten unter Autoimmunkrankheiten litten.

Sofort packte ich alle Unterlagen und fuhr f�r 6 Wochen nach Kreta, schrieb dort das erste Buch �ber Autoimmunkrankheiten durch Metalle, faxte es an den Ecomed-Verlag und sofort wurde es gedruckt. Seither hatten wir bei ausnahmslos allen Patienten ein Screening empfohlen, das in 95% positiv war. �berraschend fanden wir, dass am h�ufigsten die Hirn-Antik�rper positiv waren, was die ausgepr�gten psychischen Ver�nderungen erkl�rt, gefolgt von den Antik�rpern gegen Nerven, gegen Schilddr�se/Leber/Niere, gegen Thrombose/Vasculitis und der Autoimmun-Basisdiagnostik.

Das zweite �berraschende Ergebnis war, dass durch eine DMPS-Entgiftung nach korrekter Amalgamsanierung zu 90% die positiven Teste wieder negativ wurden. Allerdings begann sich die Symptomatik erst nach f�nf Jahren langsam zu bessern

 

 1997Elektrosmog-Forschung betrieben

Im 65 Jahre alten "Bio-Haus" von Sepp Ruf als Architekt gesund gebaut, hatten wir den Giftnotruf mit allen technischen Hilfsmitteln wie DECT-Mobiltelefon, Handy, FAX, Computer u.a.

Ein Kabelwirrwahr verband 7 Telefone und zahlreiche Elektroger�te. Nachts konnte niemand mehr schlafen. Kopfschmerzen und Gereiztheit standen pl�tzlich im Vordergrund. Die 15 Katzen wurden ebenfalls allm�hlich immer streits�chtiger und schliefen viel mehr als fr�her. Ein Baubiologe stellte extrem hohe elektromagnetische Felder und Hochfrequenzeinwirkung fest. Ein eingehender Anruf am Mobiltelefon blockierte alle Messger�te. Der Meister der Elektroinnung und Vorstand des elektrobiologischen Arbeitskreises vervollst�ndigte die Messungen an den Bewohnern, die sich aufluden.

Jetzt wurden die kontinuierlich auftretenden Immunsch�den bei den Bewohnern mit Allergien erkl�rlich. Der Elektromeister riss mit seinem Team alle Leitungen mit Pressluftbohrern heraus und legte �berall abgeschirmte Leitungen. In der Umbauzeit wurde alles noch schlimmer. Telefonistinnen zogen aus (wurden rausgebissen vom Strom). Die Ehefrau sp�rte zwar den Strom im Hause nicht mehr, aber die Einwirkungen von drei Handyfunkt�rmen, die dann in der Nachbarschaft gebaut wurden. Auch war die Allergie auf die Katzen dann st�rker sp�rbar.

Eine eingehende Besch�ftigung mit den Gefahren f�hrte zu den Nachweisen an den Betroffenen wie Fehlen der Melatoninproduktion, dem Schlafhormon nachts und Ausbleiben eines Schlaf-EEGs nachts im mobilen EEG zu Hause. Die Klage von zehn Dauertelefonierern mit Handys, die alle einen Hirntumor bekamen sensibilisierte die USA, zumal es hier um Milliarden-Entsch�digung ging und der Anwalt der war, der gegen eine Zigarettenfirma schon ein Milliarden-Urteil erwirkt hatte.

Dass meine junge Frau trotz aller s�ndteuren Versuche, wenigstens zu Hause ein strahlenarmes Milieu zu schaffen, nicht abgehalten wurde, mich zu verlassen, f�rderte die Verbitterung gegen DECT-Telefone und Handys. Anderen steht diese Erfahrung noch bevor.

Am schlimmsten werden Amalgam- und Goldtr�ger betroffen sein, insbesondere diejenigen, die sehr viele Metalle im Kernspin des Kopfes eingelagert vorfinden. Es ist gut, dass wir auch hier der Welt die Grenzen des Fortschrittes aufweisen.

Unsere amalgamfreien Katzen sind zwar wieder aktiver und friedlicher aber den Menschen geht es nur sehr langsam besser, obwohl Handy und Mobiltelefon verbannt sind und alles durch abgeschirmte Leitungen und Netzfreischalter strahlungsarm ist.

 

1997 Vergiftet oder psychisch krank durch ein Gift oder Wahn

Die Kardinalfrage eines Toxikologen besteht in der Abkl�rung, ob ein Patient durch eine chronische Gifteinwirkung psychisch krank wurde oder sich wahnhaft eine Vergiftung einbildet oder sich nach einer Vergiftung der Wahn, erneut vergiftet zu werden, aufpfropft.

Im Gegensatz zur Meinung von Laien ist es hier wie bei jeder schwierigen Diagnostik so, dass ausschlie�lich eine exakte Diagnostik zur Wahrheit f�hrt.

Vermutungs- oder Blickdiagnosen sind blanker Unsinn.

Zur Abkl�rung jeder chronischen Vergiftung geh�ren:

-         Kieferpanorama (eingeatmete Gifte)

-         Kernspin Kopf (eingelagerte Gifte)

-         Allergieteste (Verursacher identifizieren)

Eine saubere Diagnose ist f�r die meisten zugleich der wichtigste therapeutische Schritt, da die Angst wegf�llt.

 

1997 Alzheimer durch Prionen ansteckend

Alzheimer wird auch durch Prionen ausgel�st (fr�her: BSE, HSE). Klinisch ist diese Form schwer zu unterscheiden, jedoch im Kernspin und im Bluttest (GFAP).

Auf einen Blick sieht man im Kernspin Kopf:

        Alters-Alzheimer: generalisierte Hirnschrumpfung au�en und innen

        Prionen-Alzheimer: isolierte Nekroseherde, zentral mit Schizophrenie-Symptomatik

Die Unterscheidung hat aber gro�e Konsequenzen im Pflegebereich.

Eine fr�her nicht erkannte BSE-kranke Kuh konnte �ber ihr Fleisch und fleischliche Nebenprodukte etwa 20 000 Personen mit BSE/Alzheimer anstecken.

W�hrend die Latenzzeit beim Alters- Alzheimer 30-50 Jahre betr�gt, betr�gt sie bei der Aufnahme von Prionen nur wenige Jahre.

Anamnestisch hatten sich Prionenkranke vorher meist mit Chemienahrung ern�hrt.

So wurde vor einiger Zeit im Neurochirurgischen Operationssaal im Klinikum Gro�hadern der Universit�t M�nchen ein Patient operiert, der danach verstarb.

Bei der Sektion wurde festgestellt, dass es sich um eine Prionenerkrankung gehandelt hatte.

Danach wurde der gesamte Operationssaal mit einer Planierraupe inklusive der Wandflie�en entkernt und das gesamte Operationsbesteck, der An�sthesiewagen und die gesamte Kleidung des Operationspersonals als Sonderm�ll entsorgt � ebenso wie der Aluminiumtisch des Sektionssaals.

Dies geschah nicht ohne Grund!

Alle pl�tzlich an Alzheimer erkrankten Patienten m�ssen m�glichst fr�h ein Kernspin und einen Bluttest zum Ausschluss einer Prionenerkrankung bekommen.

Bis dahin m�ssen peinlichst genau die Ausscheidungen entsorgt werden und der Pfleger sich gr�ndlich desinfizieren. Dies gilt besonders f�r die Kranken, die rundum mit Kot schmieren (und sp�ter die Maler beim Restaurieren gef�hrden).

Nachgewiesen Prionenkranke sollten auf Infektionsabteilungen betreut werden.

Untersuchungen des Institutes f�r Hirnforschung in T�bingen weisen darauf hin, dass Alzheimer ansteckend sein k�nnte. Extrakte aus dem Hirn verstorbener Patienten wurden M�usen injiziert. Im Gehirn der Tiere entwickelten sich Klumpen aus dem Eiwei�stoff Beta- Amyloid, wie sie auch bei Alzheimer-Patienten wachsen. Folge: Nervenzellen, die f�r das Lernen zust�ndig sind, sterben ab. Im Hirn von Alzheimer-Patienten muss es also einen infekti�sen Stoff geben, der diese Verklumpung f�rdert

 

  

 1997Elektrosmog-Forschung betrieben

Im 65 Jahre alten "Bio-Haus" von Sepp Ruf als Architekt gesund gebaut, hatten wir den Giftnotruf mit allen technischen Hilfsmitteln wie DECT-Mobiltelefon, Handy, FAX, Computer u.a.

Ein Kabelwirrwahr verband 7 Telefone und zahlreiche Elektroger�te. Nachts konnte niemand mehr schlafen. Kopfschmerzen und Gereiztheit standen pl�tzlich im Vordergrund. Die 15 Katzen wurden ebenfalls allm�hlich immer streits�chtiger und schliefen viel mehr als fr�her. Ein Baubiologe stellte extrem hohe elektromagnetische Felder und Hochfrequenzeinwirkung fest. Ein eingehender Anruf am Mobiltelefon blockierte alle Messger�te. Der Meister der Elektroinnung und Vorstand des elektrobiologischen Arbeitskreises vervollst�ndigte die Messungen an den Bewohnern, die sich aufluden.

Jetzt wurden die kontinuierlich auftretenden Immunsch�den bei den Bewohnern mit Allergien erkl�rlich. Der Elektromeister riss mit seinem Team alle Leitungen mit Pressluftbohrern heraus und legte �berall abgeschirmte Leitungen. In der Umbauzeit wurde alles noch schlimmer. Telefonistinnen zogen aus (wurden rausgebissen vom Strom). Die Ehefrau sp�rte zwar den Strom im Hause nicht mehr, aber die Einwirkungen von drei Handyfunkt�rmen, die dann in der Nachbarschaft gebaut wurden. Auch war die Allergie auf die Katzen dann st�rker sp�rbar.

Eine eingehende Besch�ftigung mit den Gefahren f�hrte zu den Nachweisen an den Betroffenen wie Fehlen der Melatoninproduktion, dem Schlafhormon nachts und Ausbleiben eines Schlaf-EEGs nachts im mobilen EEG zu Hause. Die Klage von zehn Dauertelefonierern mit Handys, die alle einen Hirntumor bekamen sensibilisierte die USA, zumal es hier um Milliarden-Entsch�digung ging und der Anwalt der war, der gegen eine Zigarettenfirma schon ein Milliarden-Urteil erwirkt hatte.

Dass meine junge Frau trotz aller s�ndteuren Versuche, wenigstens zu Hause ein strahlenarmes Milieu zu schaffen, nicht abgehalten wurde, mich zu verlassen, f�rderte die Verbitterung gegen DECT-Telefone und Handys. Anderen steht diese Erfahrung noch bevor.

Am schlimmsten werden Amalgam- und Goldtr�ger betroffen sein, insbesondere diejenigen, die sehr viele Metalle im Kernspin des Kopfes eingelagert vorfinden. Es ist gut, dass wir auch hier der Welt die Grenzen des Fortschrittes aufweisen.

Unsere amalgamfreien Katzen sind zwar wieder aktiver und friedlicher aber den Menschen geht es nur sehr langsam besser, obwohl Handy und Mobiltelefon verbannt sind und alles durch abgeschirmte Leitungen und Netzfreischalter strahlungsarm ist.

 

1997 Vergiftet oder psychisch krank durch ein Gift oder Wahn

Die Kardinalfrage eines Toxikologen besteht in der Abkl�rung, ob ein Patient durch eine chronische Gifteinwirkung psychisch krank wurde oder sich wahnhaft eine Vergiftung einbildet oder sich nach einer Vergiftung der Wahn, erneut vergiftet zu werden, aufpfropft.

Im Gegensatz zur Meinung von Laien ist es hier wie bei jeder schwierigen Diagnostik so, dass ausschlie�lich eine exakte Diagnostik zur Wahrheit f�hrt.

Vermutungs- oder Blickdiagnosen sind blanker Unsinn.

Zur Abkl�rung jeder chronischen Vergiftung geh�ren:

-         Kieferpanorama (eingeatmete Gifte)

-         Kernspin Kopf (eingelagerte Gifte)

-         Allergieteste (Verursacher identifizieren)

Eine saubere Diagnose ist f�r die meisten zugleich der wichtigste therapeutische Schritt, da die Angst wegf�llt.

 

1997 Alzheimer durch Prionen ansteckend

Alzheimer wird auch durch Prionen ausgel�st (fr�her: BSE, HSE). Klinisch ist diese Form schwer zu unterscheiden, jedoch im Kernspin und im Bluttest (GFAP).

Auf einen Blick sieht man im Kernspin Kopf:

        Alters-Alzheimer: generalisierte Hirnschrumpfung au�en und innen

        Prionen-Alzheimer: isolierte Nekroseherde, zentral mit Schizophrenie-Symptomatik

Die Unterscheidung hat aber gro�e Konsequenzen im Pflegebereich.

Eine fr�her nicht erkannte BSE-kranke Kuh konnte �ber ihr Fleisch und fleischliche Nebenprodukte etwa 20 000 Personen mit BSE/Alzheimer anstecken.

W�hrend die Latenzzeit beim Alters- Alzheimer 30-50 Jahre betr�gt, betr�gt sie bei der Aufnahme von Prionen nur wenige Jahre.

Anamnestisch hatten sich Prionenkranke vorher meist mit Chemienahrung ern�hrt.

So wurde vor einiger Zeit im Neurochirurgischen Operationssaal im Klinikum Gro�hadern der Universit�t M�nchen ein Patient operiert, der danach verstarb.

Bei der Sektion wurde festgestellt, dass es sich um eine Prionenerkrankung gehandelt hatte.

Danach wurde der gesamte Operationssaal mit einer Planierraupe inklusive der Wandflie�en entkernt und das gesamte Operationsbesteck, der An�sthesiewagen und die gesamte Kleidung des Operationspersonals als Sonderm�ll entsorgt � ebenso wie der Aluminiumtisch des Sektionssaals.

Dies geschah nicht ohne Grund!

Alle pl�tzlich an Alzheimer erkrankten Patienten m�ssen m�glichst fr�h ein Kernspin und einen Bluttest zum Ausschluss einer Prionenerkrankung bekommen.

Bis dahin m�ssen peinlichst genau die Ausscheidungen entsorgt werden und der Pfleger sich gr�ndlich desinfizieren. Dies gilt besonders f�r die Kranken, die rundum mit Kot schmieren (und sp�ter die Maler beim Restaurieren gef�hrden).

Nachgewiesen Prionenkranke sollten auf Infektionsabteilungen betreut werden.

Untersuchungen des Institutes f�r Hirnforschung in T�bingen weisen darauf hin, dass Alzheimer ansteckend sein k�nnte. Extrakte aus dem Hirn verstorbener Patienten wurden M�usen injiziert. Im Gehirn der Tiere entwickelten sich Klumpen aus dem Eiwei�stoff Beta- Amyloid, wie sie auch bei Alzheimer-Patienten wachsen. Folge: Nervenzellen, die f�r das Lernen zust�ndig sind, sterben ab. Im Hirn von Alzheimer-Patienten muss es also einen infekti�sen Stoff geben, der diese Verklumpung f�rdert

 

1998 Giftmord als Selbstmord vertuschen versucht

-Ein Zahnarzthelferlehrling erz�hlte eines Tages sehr aufgeregt nach der Schule, dass eine Mitsch�lerin in der Pause erz�hlt hatte, wie man sich beim Zahnarzt r�cht, wenn er sie mit einem Kind von ihm sitzen l�sst. Man reinigt das Amalgambesteck am Freitag nicht gr�ndlich vor dem Sterilisieren und bittet den Zahnarzt den Sterilisator zu �ffnen, wenn es l�utet, man m�sse jetzt fort. Der Zahnarzt atmet dann den Schwall des verdampften Quecksilbers ein und stirbt dann langsam in den n�chsten 6 Wochen. Da er dabei "verr�ckt wie ein Hutmacher" wirkt, denkt jeder an einen Selbstmord, zumal bei den Zahn�rzten die Selbstmordrate sehr hoch ist.

-In der Alkoholikergruppentherapie erz�hlte lautstark die oft geschlagene Ehefrau eines erfolgreich entw�hnten Alkoholikers, wie sie das Martyrium so lange ausgehalten hatte. Ein verstorbener Gyn�kologe hatte ihr geraten, wenn sie es nicht mehr aush�lt, ihrem Mann t�glich auf das Essen einen Essl�ffel frisch gepressten Lauch zu gie�en, dann wurde er binnen sechs Wochen am toxischen Leberversagen durch die Thiole sterben. Begeistert nahmen dies alle Leidensgenossinnen auf (alter Hexentipp).

- Die Ehefrau eines Arztes wurde als angeblicher Selbstmord durch Schmerzmittel eingewiesen. Sie verstarb im Hirn�dem trotz Dialyse.

Wir konnten kein Gift finden und schalteten die Kripo ein. Diese fand Notizen wonach sie der Mann zwingen will, destilliertes Wasser zu trinken. Dies passte voll zu dem klinischen Verlauf.

- Eine Ehefrau brachte ihren Mann bewusstlos mit Atemstillstand zu uns und sagte, er habe selbstm�rderisch mehrere Flaschen Schnaps getrunken. Der Alkotest war jedoch negativ. Die Frau war sehr herrisch und rechthaberisch. Die Wiederbelebung war erfolgreich.

Als ich erfuhr, dass sie eine Krankenschwester ist, untersuchte ich den Patienten rektal, weil er stecknadelkopfgro�e Pupillen wie nach einer Morphiumvergiftung hatte. Dabei fand ich dort eine wei�e Paste, die aussah wie ein Z�pfchen. Dann schickte ich die Kripo in die Wohnung, w�hrend die Frau noch bei uns war. Dort wurde eine 10 ml (!) Spritze mit Morphiumresten gefunden. Danach fanden wir die Injektionsstelle durch die Kleider und im Blut extrem hohe Morphinwerte. Der Mann starb.

-Anfang der 70er Jahre  wurde eine junge Not�rztin zu einem bewusstlosen Fixer mit Atemdepression in einem Schwabinger Hinterhof gerufen. Sie spritzte 1 Amp.Lorfan(wie Naloxon) i.v. Er erwachte, tobte, war unversch�mt und lief weg. Zwei Stunden sp�ter, nachdem ich sie abgel�st hatte, wurde ich in der N�he wieder zu ihm gerufen. Jetzt war er tot. Das Antidot wirkte nur vor�bergehend, die Vergiftung trat wieder ein. (Dieser Fall passt eigentlich nicht hierher!)

-In Bhopal sah ich �ber 40 tote M�tter mit Kleinkindern im Arm. Die weinenden V�ter erz�hlten mir, dass die M�tter schreiend ihre Kinder in Sicherheit bringen wollten und in die Giftwolke liefen, um sofort tot umzufallen, w�hrend sich alle Besonnenen ein Tuch vor Nase und Mund dr�ckten und in eine Ecke kauerten und ohne Symptome �berlebten. Man sieht, wie wichtig eine Katastrophenvorsorge ist.

- Eine ledige Frau wurde tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Bei der rechtsmedizinischen Leichener�ffnung wurde in ihrer Scheide ein mit Blaus�ure getr�nkter Tampon gefunden. Bei der Befragung ihres �lteren Freundes gab dieser an, dass sie immer gedroht hatte, sich so das Leben zu nehmen. Verwandte sagten allerdings das Gegenteil.

Er verwickelte sich bei der Vernehmung in Widerspr�che, leugnete kurz vor dem Tod Blaus�ure gekauft zu haben trotz Gegenbeweisen und kam in Untersuchungshaft. Dort schluckte er eine Riesendosis Schlafmittel und kam zu uns. In der Aufwachphase, als er noch nicht richtig bei sich war befragte ich ihn wie hunderte andere.

Dabei sagte er, dass er zur Orgasmussteigerung seiner Freundin einen mit Blaus�ure getr�nkten Tampon in die Scheide gesteckt hatte und sie nur mit den Fingern dann zu einem Super-Orgasmus stimuliert hatte. Dies wiederholte er mehrmals hintereinander auf ihren Wunsch, bis sie tot war. Ich holte den bewachenden Kripomann herein, dem er alles weitererz�hlte. Rasch wurde aus dem Selbstmord ein heimt�ckischer Giftmord.

-1970 hatte ich einen Schlaganfall-Patienten auf Station, der stets von seiner Ehefrau besucht wurde. Sp�ter erz�hlten die Mitpatienten, wie diese ihn bedroht hatte, weil er seit kurzem eine junge Freundin hatte: "Wart nur, wenn du zuhause bist, dann zahle ich dir alles zur�ck". Kurz vor der Entlassung brachte sie ihm in der Thermosflasche etwas mit, das ihm gegen seinen Willen wegen seiner L�hmung eingefl�sst wurde. Kurz nachdem die Frau gegangen ist, verstarb der Mann v�llig unerwartet unter Kr�mpfen. Noch ehe wir die Hintergr�nde erfuhren, war die Leiche feuerbestattet, der Stationsarzt hatte unwissend den Leichenschauschein ausgestellt. Wir vermuteten eine E605-Vergiftung. Die Witwe erbte viel.

Im St�dtischen Krankenhaus erlebten wir �hnliches, Unbeweisbares oft. Die alte Stationsschwester sagte zur Besuchszeit am Sonntag immer: "Gehen wir, die Erbschleicher kommen." Viele Versuche, Giftmorde aufzukl�ren, scheiterten aber trotz guten Willens.

- So hatte die Schwester einer Arztfrau, die ich bewusstlos bei uns aufgenommenen habe, bei ihr angerufen und gesagt, ihr Mann habe sie gezwungen, einen Liter destilliertes Wasser zu trinken. Kurz danach wurde sie bewusstlos unter den Zeichen eines Hirn�dems. Trotz sofortiger Dialyse, blieb sie hirntot. Ich konfrontierte ihren Mann mit diesem Verdacht, er sagte hohnlachend: "Wie weisen sie mir dies nach?" Er hatte Recht, auch dieser Todesfall blieb unges�hnt.

- Einem Studenten in Regensburg konnte ich nachweisen anhand von Fotos der Fingern�gel seiner Freundin, dass er dreimal versucht hatte, seine Freundin durch Thallium aus der Zelio-Rattengiftpaste  in der Salatso�e umzubringen. Dreimal hatte sie schubweise einen Haarausfall. Nach meinen Hinweisen fand man in der Studentenbude ein Sch�lchen mit rosa Thalliumresten und ein Chemiebuch mit Einmerkungen bei Thallium. Nach seiner Verurteilung erh�ngte er sich in der Zelle.

- Schwierig war der Nachweis eines Mordversuches eines Chemikers an seiner Frau und beiden T�chtern. Beim Bremsen trat Quecksilber im Winter aus der Heizung aus. Das Auto wurde mir gebracht und unter Schutz wurden daraus 100 Gramm metallisches Quecksilber gekehrt. Bei allen wurden erh�hte Quecksilberwerte gefunden. Ein unvorsichtiger Radfahrer, der Zur Notbremsung zwang, hatte den Mordversuch, der bei der laufenden Heizung im Winter erfolgreich gewesen w�re, zunichte gemacht. Das Antidot DMPS beseitigte rasch alle Folgen. Dem Mann konnte nicht nachgewiesen werden, dass er das Gift ins Auto gef�llt hatte.

- Einer der spektakul�rsten Morde war der Tod von Uwe Barschel, der als Selbstmord von allen Boulevardbl�ttern  verkauft wurde. Jeder Fachmann wusste beim Blick des Mannes im Anzug in der Badewanne liegend, dass dies nie ein Selbstmord war. Als der Fernsehreporter Pr�tting mir die Sektionsprotokolle sandte und �ber die Hintergr�nde berichtete, riet ich ihm zum Schutze seines Lebens  von der Kl�rung ab. Erst als der Rowohlt-Verlag ein Buch des M�rders mit allen Details ver�ffentlichte, konnte man davon reden.

- Zahlreiche Giftmorde wurden als Selbstmord bei uns angek�ndigt.

Daher denkt ein Klinischer Toxikologe wie die Kripo bei jedem Todesfall - und Erkrankungsfall - zun�chst immer an einen Mordversuch. So wurden �ber 50 Morde bzw. Versuche entdeckt. Anfangs gelang nie der Nachweis, daher wurde der Blick daf�r sp�ter besonders gesch�rft.

 

2005 Alzheimer  Tod  der Chemiefanatiker

Alzheimer ist eine Autoimmunerkrankung, d.h. eine unbeachtete Allergie richtet sich gegen unser Gehirn und zerst�rt es.

Synchron mit dem Absinken des Alters der Allergiekranken werden die Alzheimerkranken immer j�nger. 25% unserer Kleinkinder sind heute allergiekrank.

Die Autoimmunkrankheit hat eine mittlere Latenzzeit von 30 Jahren, in den letzten f�nf Jahren erkennen sie auch Laien. Vorher n�hrt sie das Heer der Sozialhilfeempf�nger und Arbeitslosen.

Umweltchemikalien und Zahnflickstoffe wie Amalgam, Palladium, Titan-Implantate und Formaldehyd- Wurzelf�llmaterialien f�hren �ber eine Allergie zu Eiter unter den Z�hnen.

Zahn�rzte f�rdern mit ihren Allergie- Bomben Alzheimer.

Diese Wohlstands- Folge f�hrt zu unserem Untergang � wie im Alten Rom.

Nach den Allergologen sind die Zahn�rzte diejenigen, die Jahrzehnte vorher die Alzheimer- Kranken sehen.

Rechtzeitige Eiterentfernung ist die einzige M�glichkeit, die Alzheimer-Lawine zu stoppen.

Jeder Alzheimer-Kranke hat den Mund voll Eiter.

 Der Test auf Eiter- und Leichengifte im Speichel ist Laien jederzeit m�glich.

In 34 Lehrb�chern auf 34000 Druckseiten und 3000 Kapiteln im Internet (www.toxcenter.org) kann Jeder die fr�hzeitige Therapie zum Stoppen der t�dlichen Erkrankung nachlesen.

 

2007 Schizophrene Todesgefahr f�r N�chststehende

Der aktuelle gescheiterte Mordversuch durch Schizophrene Amalgamvergiftete, die sich bei der Therapie kennen lernten, rei�t Erinnerungen auf.

1972 hatte ein liebensw�rdiger, �berfreundlicher junger Drogenabh�ngiger eine junge, hilfsbereite �rztin in ihrer Praxis erstochen, weil sie ihm keine Ersatzdroge Valoron verschrieb. Beide kannte ich sehr gut.

Schizophrene (schizophren hei�t �gespalten�) sind v�llig unberechenbar, haben wie ein B�r zwei v�llig unterschiedliche Gesichter: eines besonders freundlich, das andere brutal mit einer Neigung auszuflippen. Anfangs geschieht dies nur mit Worten, bei einem Vertrauensverh�ltnis auch mit unberechenbaren Taten, f�r die sie wegen ihrer Krankheit nicht zur Verantwortung gezogen werden k�nnen, also straffrei ausgehen.

Gef�hrdet sind fast ausschlie�lich Vater, Mutter und Arzt, Fremde weniger.

Hier steht der Selbstschutz im Vordergrund.

 Eine wahnhaft Schizophrene �u�erte: �Das Schlimmste an meiner Krankheit ist, dass ich mich nicht mehr auf mein Hirn verlassen kann�, So begr�ndete sie es auch, als sie pl�tzlich mit einem riesigen Fleischermesser dastand und w�hrenddessen munter �ber Belangloses plauderte oder der schizophrener Amalgamvergiftete aus dem Allg�u bei seinem Zahnarzt, der ihm half, eine geladene Pistole zog.

 Schizophrenie ist eine rein organische Erkrankung mit Nekroseherden im Gehirn, verursacht durch Gifte (Amalgam, BSE u.a.), mit psychischen Symptomen je nach Lage des Nekroseherdes bzw. Zahnherdes.

Behandelt werden kann sie nicht durch Pillen oder Einsperren, sondern nur durch verhaltenstherapeutisches Wiedererlernen der verlorenen Gehirnfunktion- wie nach einem Schlaganfall. Falls jedoch die Hirnherde wie beim Alzheimer im Stirnhirn liegen, ist als erstes die Einsichtsf�higkeit aufgehoben; hier ist die Zukunft ganz d�ster.

Schizophrene verstehen sich nur gut mit anderen Schizophrenen, Gesunde halten sie f�r �krank�. Wie Alkoholiker am Biertisch redet jeder vor sich hin und beachtet seinen Mitmenschen nicht.

 Schizophrene sind nicht zu einer Beziehung f�hig, sind extreme Egoisten.

Schizophrene haben einen Hass auf alles Gesunde, wirken zerst�rerisch auf Liebende. Sie stellen die Stalker: �entweder mit mir oder Du stirbst�.

Der Arzt erkennt bei Vergifteten eine Schizophrenie rasch an Floskeln wie:

Schizophrene wollen nicht gesund werden, sondern ihre Krankheit wie ein Bettler nutzen.

Schizophrene f�hlen sich nur in der Verr�cktheit wohl, hier �sind sie sie selbst� und aktiv. Behandlung ist ihnen eher l�stig.

 

W�hrend an Schizophrenie in der Bev�lkerung etwa jeder hundertste leidet, sind es bei Vergifteten mindestens 80%. Dies ist auch der Grund, warum sich fast kein Arzt mit chronisch Vergifteten befassen will.

 

2007 Kinder�rzte kennen Amalgamsch�den durch die Mutter NICHT

Die offiziellen Kenntnisse der Kinder�rzte sind seit 30 Jahren bez�glich des Amalgams eingefroren (www.allum.de).

Sie kennen die damaligen Untersuchungen des Rechtsmediziners Drasch, die auf unsere Forderung beim Amalgamhearing zur�ckgingen noch nicht. Damals wurde bei 100 im Kindstod verstorbenen (!) Kindern festgestellt, dass die (t�dliche) Quecksilber-

Konzentration im Gehirn, der Leber und den anderen Organen von der Anzahl der Amalgamf�llungen der Mutter bestimmt wurde und mit ihr exakt korrelierte. Jeder Laie wei�, dass der Tod die schlimmste Form der Hirnsch�digung ist.

Auch wissen die Kinder�rzte heute noch nicht, dass das organische Quecksilber, das aus dem Amalgam im K�rper durch Umwandlung durch Bakterien und Pilze entsteht, eines der st�rksten Karzinogene ist, das wir kennen.

Stattdessen werden Werbeschriften der Verk�ufer und der T�ter (Zahn�rzte) zitiert, die nat�rlich gro�es Interesse haben.

Ohne Amalgam w�rden die gesamte Pharmaindustrie und die Kinder�rzte am Hungertuch nagen!

Die ureigene Aufgabe der Kinder�rzte und der Geburtshelfer vor zuk�nftigen Sch�den zu warnen wird gr�blich vernachl�ssigt. Ursache ist, dass heute nur die Pharmaindustrie Ver�ffentlichungen finanziert und in ihrem Sinne steuert.

Der Stand der Amalgamdiskussion ist identisch mit dem Gehabe der Medizin mit den Rauchergefahren vor 30 Jahren.

Auch fehlt uns der Hinweis auf den Untergang unserer Jugend durch Fast-Food durch Fett, Zucker und Aromagifte. Auch hierauf m�ssen wir noch 30 Jahre warten, bis jeder zweite Jugendliche irreversibel an Diabetes erkrankt und lebensl�nglich arbeitsunf�hig ist.

Nie schreibt ein Arzt, dass kein einziger Jugendlicher in ein Fast Food Restaurant gehen darf!

Nie schreibt ein Arzt, dass kein junges M�dchen, das einmal Kinder bekommen m�chte, je Amalgam erhalten darf.

Nie schreibt ein Arzt, dass kein Jugendlicher rauchen oder Alkohol trinken darf, wenn er nicht schwer krank werden will!

 

2007 Umweltschutz heute ist reine hei�e Luft

Vor 30 Jahren w�re Umweltschutz noch sinnvoll und m�glich gewesen. Vor 3 Jahren erhielt ich noch einen Glanzprospekt, dass eine �Klimakatastrophe reine Panikmache� sei. Diejenigen, die die Macht f�r einen Kurswechsel haben, hatten sich erfolgreich gewehrt, etwas zu unternehmen. Jetzt ist alles zu sp�t. Raffinierte Politiker gaukeln dem Volk jetzt vor, dass eine Umkehr noch m�glich sei. Bisher hat noch kein Handlungstr�ger den geringsten Ansatz f�r einen Kurswechsel erkennen lassen. Atomkraftwerke werden hochgelobt � obwohl man keine Abfallentsorgung kennt � jedoch keine Energieeinsparung oder herzhaft die umweltunsch�dlichen Naturkraftenergien.

Gewissenhaft achten alle darauf, aus der Angst der Erstbetroffenen das gr��tm�gliche Kapital zu schlagen.

Die ernsthaften Vorschl�ge des �Club of Rome� vor 30 Jahren v�llig in den Wind zu schlagen, r�cht sich jetzt bitter. Alle heutigen Schnell-Alternativen sind hei�er Wind unf�higer Politiker. 30 Jahre Leugnen und Schm�hen der Wissenschaftler wird uns sehr viel Lehrgeld kosten.

 

2007 Patiententelefonate zu ihren �rzten sollen gespeichert werden

Die Speicherung von Telefonkontakten zwischen �rzten und Patienten ist zur �Terroristenerkennung� vorgesehen.

Ich finde es auch sehr gut, wenn der Bundesinnenminister auf einen gro�en Fundus zur�ckgreifen kann, um zu wissen, wie Patienten ihre �rzte terrorisieren.

In den letzten Jahren habe ich zigtausend Male Unglaubliches erlebt, wie:

 

�Heute am Sonntag hatten wir ein pr�chtiges Mittagsessen. Selbst gesammelte traumhafte Pilze waren dabei.

Was ist, wenn einer der Pilze ein Knollenbl�tterpilz war?�

 Dies ist ein typisches Beispiel daf�r, dass die ganze Antiterror-Gruppe des Innenministers ausr�cken muss zur Beseitigung des Terrors.

So etwas gibt es sehr h�ufig.

So k�nnten wir die Tausende unt�tiger Spezialbeamten sinnvoll einsetzen!

Das ist sicher mit �dem gro�en Lauschangriff� gemeint.

  

2007 Engagierte Klinische Toxikologie ausgestorben

W�hrend der Toxikologe seine Kenntnisse aus M�useversuchen und B�cherlesen bezieht, hat der klinische Toxikologe von Anfang an Kranke, die er heilt.

Tiefe Kenntnisse der An�sthesie (Schockbek�mpfung, Beatmung, Dosierung von Medikamenten), der Neurologie (Hirn-, Nervensch�digung), Psychiatrie (Umgang mit ver�nderter Bewusstseinslage), der HNO (Ver�tzungen), der Lungenheilkunde (Lungenreizstoffe), der Gastroenterologie (Magensp�lungen), der Augenheilkunde (Ver�tzungen), der Kinderheilkunde, der Frauenheilkunde sowie der Dermatologie sind erforderlich.

Nur, wer mindestens 5000 akut Vergiftete behandelt hat, von denen etwa 100 verstorben sind, kann chronisch Vergiftete behandeln. Die Voraussetzung f�r die Behandlung einer chronischen Vergiftung sind umfangreiche Kenntnisse dar�ber, wie das Gift akut wirkt. Nur wer wei�, wie heimt�ckisch ein Gift akut wirken kann, kann erahnen, wie gef�hrlich es bei chronischer Einwirkung ist. Todesf�lle nach akutem Giftkontakt sind die beste Lehre �ber die Heimt�cke von Giften.

Zwangsl�ufig kommt hinzu, dass man, wenn man viel �ber Gift wei�, jede weitere Vergiftung verhindern will. Dann st��t man aber gegen eine Mauer von Beh�rden, Firmen, Verb�nden, Kollegen und Patienten. Ausnahmslos alle macht man sich zum Feind. Jeder hat Angst vor Ver�nderungen und schiebt drohende Umsatzeinbu�en vor. Kollegen wollen lieber Folgen statt Ursachen behandeln. Patienten wollen erst eine Intervention, wenn die Folgen un�bersehbar sind. Von der Ausbildung her vermeidet ein Arzt alles, womit er sich unbeliebt machen k�nnte. Die Universit�t erzieht zum folgsamen Assistenten, der alles macht, womit er seinem Professor Freude machen k�nnte. Eine eigene Meinung wird stets mit einer Entlassung quittiert.

Ursachenvermeidung f�llt ausschlie�lich in den Aufgabenbereich der Politiker, diese sind jedoch nur so gut wie ihre Berater, zudem k�nnen sie nur das bestimmen, was die Industrie und das Volk will und bef�rwortet.

 Der letzte Chef Clarmann meinte zwar "ein Toxikologe muss giftig sein", aber man d�rfe "sich nie mit der Industrie anlegen" und "nie selbst etwas machen, nur die zust�ndigen Beh�rden einschalten". Dies verbot ihm vollst�ndig, sich mit Umweltgiften zu befassen. Ver�nderungen kann nur derjenige erreichen, der selbst sehr viel wei�, zugleich eine starke Autorit�t ist und zudem in keinster Weise finanziell oder weisungsabh�ngig von anderen ist, sowie �ber ein starkes Selbstbewusstsein verf�gt. Alle vier S�ulen der Unabh�ngigkeit aufzubauen, ben�tigt etwa 20 Jahre Berufserfahrung. Erst dann war es m�glich, gro�e Probleme anzupacken, wie Chemische Kampfstoffe, Amalgam, M�llverbrennung und Passivrauchen.

Der Beruf des engagierten Klinischen Toxikologen ist ausgestorben. Sicher muss man Jahrzehnte warten, bis wieder ein Engagierter sich �ber die Klippen der Universit�t sich in dieses allseits unbeliebte Gebiet wagt � und �berlebt.

Ein vergiftetes Kind ist depressiv

 

2007 Merks�tze der Klinischen Toxikologie

Allergien f�hren zu t�dlichen Autoimmunkrankheiten.

Amalgam ist das gr��te Medizinverbrechen an der Menschheit.

Arbeit ist die beste Therapie.

�rzte lernen nichts �ber Gifte.

Gifte und Vergiftete sind heimt�ckisch.

Giftforschung finanziert niemand.

Glutamat � fette Kinder und Ratten.

Jeder hat nur eine Krankheit.

Jedes Gift macht psychisch krank.

Kinder sind die hilflosesten Vergifteten.

Langzeitgifte vergiften den K�rper irreversibel.

Psychische Krankheiten sieht man stets im Kernspin.

Psychische Krankheiten sind unerkannte Sch�den durch Umweltgifte.

Psychosomatisch ist die Ausrede aller Ignoranten.

Toxikologische Enzyklop�die Lewins Traum verwirklicht.

Toxikologe muss giftig sein.

Umweltgifte wichtigste sind Zahn- und Wohngifte.

Unbekannte Krankheiten stammen von Vergiftungen.

Vergiften finanziert jeder.

Zahn- und Wohngifte t�ten �ber Allergien.

 

2007 Blick f�r Wesentliches fehlt

Wenn zuviel Eiter von den Z�hnen ins Gehirn gelangt ist, ist alles entschieden.

�Pillen� � hier Kohle oder DMPS sind wertlos, solange nicht der Eiter restlos aus dem Kiefer entfernt ist. Aber die Denkst�rung verhindert dies.

Schwerstkranke sind M�rtyrer f�r Gesunde!

http://www.symptome.ch/vbboard/test-ergebnisse/6694-asiates-opt-and-mrt-toxcenter-ergebnisse-april-2007-a.html

 

2007 Allergien mit t�dlichen Autoimmunkrankheiten unsere Zukunft

In Deutschland gibt es sowohl die meisten Kenntnisse �ber Gifte im Vergleich zur ganzen Welt als auch die meisten chronisch Vergifteten. Dadurch existiert hier ein einzigartiger �berblick �ber die Wirkung von Giften. Zwar leiden unglaublich viele durch die Experimentierfreudigkeit der Wissenschaftler aber die Ergebnisse ersparen dem Rest der Welt unn�tige Qualen.

Die 20.000 missgebildeten Kinder durch die Einnahme des "sicheren Schlafmittels Contergan" w�hrend der Schwangerschaft ihrer M�tter lehrten Millionen den Beschwichtigungen der Industrie keinen Glauben zu schenken und sich selbst ein Urteil zu bilden.

Ein ungez�hltes Heer von Allergikern auf Umweltgifte, die mit schillernden Namen als psychisch Kranke abgekanzelt werden (MCS = Multiple Chemical Syndrom) werden nat�rlich von den Krankenkassen bei der Bezahlung ignoriert, da sie sonst experimentierfreudig alle denkbaren Therapien an ihrem eigenen Leib ausprobieren w�rden. Da es bei Umweltgesch�digten keinerlei Hilfe gibt au�er Weglassen aller allergisierenden Stoffe, hilft den Opfern moderner Umweltgifte das Ignoriertwerden durch die Gesellschaft, ihre Probleme selbst in die Hand zu nehmen.

Dem Sadismus der Zahn�rzte entspricht es, Schwangeren, Kranken und Kleinkindern das h�chstgiftige Langzeitgift, fl�ssiges Quecksilber in den Kiefer zu stopfen. Damit wird jede Nahrung extrem giftig gemacht, besonders beim Kauen oder wenn die Nahrung warm gegessen wird. Alle anderen Nahrungsgifte treten dabei in den Hintergrund. Alle Zahn�rzte wissen, dass die Frau sich nur �ber ein Neugeborenes entgiften kann, das wiederum lebenslang den Zahnarzt seiner Mutter hassen wird durch die vielen dadurch aufgepfropften Krankheiten.

Mutter, Kind und Vater leiden lebenslang an den Amalgambedingten Sch�den ihres Nerven- und Immunsystems. Das ist der Beginn einer Allergiker-Leidensgeschichte. Zur Freude zu wissen, dass andere durch eigenes Handeln leiden m�ssen, gesellt sich der Masochismus, dass der Zahnarzt auch selbst etwas mitleidet durch die eigene Quecksilberaufnahme. Beides wird �bertrumpft durch das tolle Gesch�ft, alles bald wieder privat herausmachen zu d�rfen und gegen ebenso allergisierendes Gold austauschen zu k�nnen. Durch den Amalgambedingten Zahnverfall schaffen sich die Dentisten eine lebenslange nicht versiegende Einkommensquelle, die sonst nicht vorhanden w�re. Bereitwillig toleriert die gesamte Gesellschaft ein solches Opfer produzierendes Gehabe einzelner Wirtschaftszweige in voller Kenntnis dessen, dass Kranke viel mehr Geld ausgeben als Gesunde.

Nur so ist verst�ndlich, dass der damalige Gesundheitsminister Seehofer sein Veto gegen das Verbot der Raucherwerbung einlegte oder der Ministerpr�sident Stoiber dem Klinischen Toxikologen Daunderer ein Berufsverbot erteilen lassen wollte, da dieser 400 weitere M�llverbrennungsanlagen in Deutschland erfolgreich verhinderte.In M�llverbrennungsanlagen entstehen aus ungiftigen Produkten gro�e Mengen giftige Abluft und hochgiftiger Filterstaub.         

Der Sieg �ber Stoiber und Gesinnungsgenossen, die unbedarft der Werbung der Gro�industrie aus Siemens, Babcock und RWE geglaubt hatten, ersparte der Welt zehntausende M�llverbrennungsanlagen, die zudem keine so guten Filteranlagen erhalten h�tten, wie unsere.

Ebenso zwang erst die Verdoppelung des ohnehin schon extrem dichten Netzes an Handy-Funkt�rmen die Bev�lkerung sich mit diesen Gefahren auseinanderzusetzen. Nur die �bertreibung der Industrie erm�glicht diese Betrachtung des Gefahrenpotentials zum gewissenhaften Abw�gen von Nutzen und Schaden, was der ganzen Welt zugute kommt.

 

NICHTS IST SCHWERER UND NICHTS ERFORDERT MEHR CHARAKTER

ALS SICH IM OFFENEN GEGENSATZ ZU SEINER ZEIT ZU BEFINDEN

UND LAUT ZU SAGEN NEIN.                    (K.Tucholsky)

 

Seelenst�rke ist Nein sagen zu k�nnen, wenn die Welt Ja h�ren m�chte

(Erich Fromm)

 

Freunde - G�nner

Lassen wir einmal die lange Liste der familienfremden Freunde beginnen mit

-Oberarzt Br�uninger aus dem Schwabinger Krankenhaus in M�nchen - sp�ter leitender Betriebsarzt Firma Thomae in Biberach. Er f�hrte mich nach dem Mittagessen vor unseren Klinikbau, deutete ins Gras, wo haufenweise bunte Pillen lagen und sagte: "Die da oben sind so schlau, da� sie das Zeug, was ihr ihnen gebt, nicht fressen". Wie revolution�r dies Anfang der 70er Jahre war, wei� nur derjenige, der mindestens 10 verschiedene Pr�parate am Tag im Krankenhaus bekam. "Gib nur h�chstens f�nf verschiedene Medikamente". Diese Faustregel war f�r mich der Beginn �ber Interaktionen nachzudenken.

-Prof.Langer, der Pathologe und sein Oberarzt Keidisch erlaubten mir, an Leichen alle Eingriffe unz�hlige Male zu �ben und dann bei ihrer Sektion nachzusehen, ob die Lage richtig war. Das hatte mir mein Vater geraten, so qu�lte ich keine Patienten mit meinen �bungen und in der Klinik war ich rasch gesch�tzt wegen meinen F�higkeiten beim zentralen Zugang, der venau sectio, der Lumbalpunktion, der sternalpunktion und der Peritonealdialase. Oft standen auf meiner Intensivstation am Vormittag bis 15  alte Patienten zum Anlegen eines zentralen Zugangs zur Ern�hrung, da sie von ihren �rzten nur die damals �blichen subcutanen Infusionen bekamen. Im Gegenzug liess ich alle bei mir Verstorbenen dort sezieren, lernte immens viel �ber Krankheiten, die wir nicht erkannt hatten und erz�hlte den Pathologen viel von den Patienten.Wenn andere interessante Befunde auftraten, zeigten sie es mir.

-Bei Vergifteten setzte ich dies in der Rechtsmedizin fort. Anfangs mit Prof.Spann, sp�ter mit Prof.Eisenmenger, der sehr lustig war: "So Daunderer, wie ham`s den heut` umbracht? Aha, noch Tablettenreste im Magen, also habt`s vergessen zu sp�len. Gebrochenes Brustbein, also nicht richtig wiederbelebt, sondern erdr�ckt (von Laienreanimation!)..." Entsetzt starrten die zust�ndigen Kripobeamten der Kommission f�r Todesermittlung, die meinten, endlich den "T�ter" zu sehen. Entt�uscht waren sie, als sie bemerkten, dass hier zwei Gaudiburschen zusammen kamen. Stets lernte ich dort irgendetwas hinzu. Heute ist dies nicht mehr n�tig, da in allen schweren F�llen in der Universit�tsklinik ein Ganzk�rper-Kernspin durchgef�hrt wird.

- Dr. Franz K�hler, der honorige Alte Herr, Chef einer winzigen Arzneimittelfirma stellte mir selbstlos jedes Medikament, jede Infusion f�r Versuchszwecke her. Daraus wurde dann die wichtigste Gegengift - Firma der Welt, nachdem fast alle neuen Gegengifte von ihm hergestellt wurden.

 Prof. Weger, der Cheftoxikologe der Bundeswehr erz�hlte mir vertraulich �ber alle damals entwickelten Gegengifte, die ich dann nach und nach alle bei Vergifteten mit Riesenerfolg einsetzen konnte. Heute sind sie alle als Zivilpr�parate der Standard der Klinischen Toxikologie. Er erm�glichte meine Habilitation, B�cher, viele SAR - Eins�tze der Bundeswehr, letztlich fast alle Eins�tze zu Massenvergiftungen wie Seveso oder Bhopal und die Kenntnisse zu dem Amalgam-Gegengift DMSA.

 Dr. Lutz Roth, der Besitzer des traditionsreichen Chemiehandels in Karlsruhe, Mitglied im Bundesgesundheitsamt, Initiator der Arbeitsschutzvorschriften in der Chemie und h�chst flei�iger Fachschriftsteller, bat mich um eine Medizineinf�hrung zu seinem Handbuch "Giftliste". Nachdem er diese in 14 Tagen erhalten hatte und vorher von v.Clarmann �ber 2 Jahre vergeblich gewartet hatte, bot er an, als Mitautor die gesamten Chemikalien bez�glich ihrer Wirkung und Behandlung am Menschen von mir beschreiben zu lassen.

Diese Mammutarbeit f�hrte uns so eng zusammen, da� daraus mehrere Buchprojekte wurden und der Verlagsleiter Heim vorschlug f�r mein Handbuch "Klinische Toxikologie" einen eigenen Verlag zu gr�nden, der "Ecomed Verlag" hie�. Dort habe ich 30 Handb�cher und ebensoviele Monografien herausgebracht.

Dr. Roth war stets ein ideenreicher v�terlicher Freund, der auch die neuen Bestrebungen der Umweltgift  Vorbeugung interessiert aufnahm.

-Prof.Dr.Michael Braungart und die Greenpeace-Mitbegr�nderin und Umweltministerin Monika Griefahn wurden in den 80er Jahren zu meinen wichtigsten Wegbegleitern. Anl��lich eines Hearings zu einer bebauten M�lldeponie lernten wir uns kennen, waren begeistert von den gegenseitigen fortschrittlichen Gedanken und befruchteten uns oft bei gro�en Problemen.

Braungart war aktiv dabei beim Amalgam- Scheinhearing in M�nchen, beim Strafproze� gegen mich wegen meines Notarzt Einsatzes in Bad T�lz und bei vielen B�rgerfortbildungen. Sein ungeheueres Wissen als Verfahrenschemiker bei der Herstellung und Entsorgung von Chemikalien und sein lexikonartiger Ideenreichtum zur intelligenten Problembeseitigung halfen mir oft weiter.

- Dr. Schwinger, ein Landarzt aus Hochdorf fiel mir als Zuh�rer bei Dutzenden von Vortr�gen auf, bis wir uns kennenlernten. Der aufrichtige Pfarrersohn hinterfragte die Technik der Klinischen Toxikologie f�r den Kassenarzt so genau, da� praktische Anweisungen entstehen konnten. Seiner scharfen Beobachtungsgabe, exakten Beweisf�hrung und klugen Arztbriefen haben tausende chronisch Vergiftete des Schwabenlandes ihre Heilung zu verdanken.

Als Spezialist mancher Gifte stand er mir oft zur Seite, wie beim Frankfurter Holzschutzmittelproze�.

- Dr. Lorenz, der Zahnarzt im Nachbarhaus, ein �beraus liebensw�rdiger, stiller und bescheidener Mann hat mir in unendlicher Kleinarbeit die f�r mich wichtigen Kenntnisse der Zahnmedizin verschafft. Auch bei dem Scheinhearing zu Amalgam begleitete er mich und war sprachlos, wie unfair und heimt�ckisch die Zahnarztkammer mit ihm und mir verfuhr.

- Dr. Schiwara, ein Laborarzt in Bremen fiel mir zu Beginn der 80er Jahre durch seine exakten, durch mehrere gleichzeitige Proben der Rechtsmedizin �berpr�ften toxikologischen Befunde auf.

Mit diesem �beraus bescheidenen, flei�igen und wie ein analytischer Chemiker im Giftnachweis erfahrenen Mann entstand �ber die weite Entfernung hinweg eine Arbeitsgemeinschaft zum Giftnachweis.Schiwara erprobte alle Ideen und f�hrte sie mit wissenschaftlichen Versuchsreihen zur Serienreife. Was alle universit�ren Institute der Welt zusammen nicht schafften, erm�glichte dieser Mann. Keine einzige Mark Forschungsgelder oder Pr�mien erhielt er daf�r. Schiwara erstellte eine Palette von Testen, mit denen man heute praktisch jede wichtige Umweltsch�digung nachweisen und dann auch beseitigen kann. Schiwara sandte auf meinen Wunsch auf seine Kosten eine bewertete Befundkopie an Patienten, so da� seit 1983 Jahren jeder Patient mit einer Vergiftung "mitdenken" konnte. Dies ist bei Umweltvergiftungen enorm wichtig, da nur der Kranke selbst die Quelle meiden kann. Schiwara untersucht f�r hunderte Labors in Deutschland und in der  ganzen Welt inclusive USA die Giftproben. Viele Nachweistechniken beherrscht nur er,wie Stuhluntersuchungen oder Zahnwurzelanalysen. Ohne Schiwara g�be es heute sicher noch keine f�r Patienten wertvolle Toxikologie der chronischen Gifte.

-Das Zahnarztehepaar Tapparo hat aus kieferchirurgischer Sicht enorme Erfahrungen �ber die Gifteinlagerung in die Z�hne beigesteuert. In vielen Versuchen und langen Gespr�chen wurde endlich ein Therapiekonzept erarbeitet, das machbar war und den Patienten auch wirklich geholfen hat.

-Viele Helfer standen mir zur Seite, wie Dr. Heyl, der mir half DMPS als Ampulle einzusetzen, so dass ich endlich nicht mehr selbst das Pulver aufl�sen mu�te.

-Dr. Heller, bei dem ich kostenlos unter seinem Kernspinger�t Versuche mit pr�pariertem Rinderhirn vom Metzger unternehmen durfte, um die Metallspeicher im Gehirn erkennen zu k�nnen.

-Rechtsanwalt Krahn Zembol, der mir die unz�hligen Nadelstiche, die mir das Leben versalzen sollten, vom �rzteverband abwehren half.

Die lange Reihe der Mitarbeiter ohne die der Klinikdienst (180!), der Notarztdienst oder die Arztpraxis nie m�glich gewesen w�re, wird geschlossen durch die letzte Arzthelferin Christiane. Sie wurde von ihrem Vater, einem Amalgam-Zahnarzt, der daran starb, schwerst vergiftet, bekam jung wurzelgef�llte Z�hne und Palladiumkronen darauf. Trotz schwersten Krankheiten, Magersucht und psychosomatischer Klinik erholte sie sich durch korrekte Entgiftung. Dank profunder Kenntnisse und eigener Heilung, die ihr die Privatkrankenkasse DBV nicht bezahlte, arbeitete sie in allen Sparten au�erordentlich segensreich mit.

 

Feinde

Neben den folgenden drei Todesdrohungen gab es eine Unzahl von abartigen Anrufen und Drohungen von Zahn�rzten und Industrieanliegern, die um ihr Geld (f�lschlich) bangten.

Viel schwerwiegender waren die Geh�ssigkeiten der �rzteorganisationen, die den progressiven Arzt mundtot machen wollten. So verk�ndete Herr Schmerber, der Gesch�fsf�hrer des �rtzlichen Kreis- und Bezirksvereins in M�nchen bei Gericht, als er wieder einmal gegen mich unterlag: "Das macht nichts, wir werden Daunderer so lange mit Prozessen �berziehen, bis er aufgibt". Auf die Erwiderung meines Anwalts, da� ich schwer krank bin mit meinem Bandscheibenvorfll am Hals: "Kein Arzt kann vorzeitig in  Rente gehen, solange er noch reden und sich fortbewegen kann." Vier Wochen sp�ter war ich in Rente. Dann erz�hlte er allen Leuten, wie er mich gesch�tzt und welch gro�e Verdienste ich h�tte.

Solche Doppelz�ngigkeit erlebte ich fast regelm��ig: ins Gesicht freundlich, hintenherum verlogen. Dies macht mi�trauisch.

Arbeitssmediziner, die ihr Gesch�ft wanken sahen, schrieben regelm��ig an die �rztekammer und an das Innenministerium, wann sie mir "endlich die �rztliche Approbation entziehen". Lehnert war besonders schreibaktiv. Ihr Lehrsatz war stets: "Das macht nichts", wenn es um Gift ging.

Zahn�rzte aus aller Welt schrieben unfl�tige Erpresserbriefe. Erst nach Jahren erkannten sie, wie ungeheuer ich ihren Beruf aufgewertet hatte, dadurch, da� ich ihre Kenntnisse zum Schl�ssel f�r das Erkennen von Organfunktionst�rungen bis hin zu Autoimmunerkrankungen erweitert hatte.

Zuletzt schrieben hunderte unzufriedener Paienten unverbl�mte Drohbriefe, weil ich nicht rechtzeitig daf�r gesorgt h�tte, da� ihre Kinder in giftfreien Schulen, ihre Ehem�nner ind giftfreien Betrieben, ihre S�uglinge keine giftigen Blumen im Garten verschlucken h�tten k�nnen, u.v.a. Ich war an allem Schuld, was mit Giften passierte, da "ich ja alles h�tte verhindern k�nnen mit meinen Kenntnissen". Angesprochen zur Mithilfe f�hlten sich aber alle - zu Recht - �berfordert.

Greim, der Leiter der staatlichen GSF in Neuherberg bei M�nchen, war einer der Gutachter, die mich zum "Klinischen Toxikologen" habilitierten und in meiner Antrittsvorlesung vom "besten Pferd im Stall" sprachen. Da er alle Auftr�ge in seinem Haus �ber politische Auftr�ge bekam, die zum Sinn hatten "Gifte sind harmlos", was er besonders bei M�llverbrennungsanlagen hochdotiert verkaufte, waren ihm alle Warnungen vor Gift h�chst unangenehm. So mein schallendes Gel�chter auf der Anh�rung in Weissenhorn zum Bau einer M�llverbrennunsanalge, wo er sagte, was aus dem Kamin einer MVA kommt ist "Reinluft". Ich schlug vor, dann alle Kamine wegzulassen.

Einmal standen wir nach einem Schlagabtausch im Pissoir nebeneinander - jeder mit sich besch�ftigt -, da fragte er mich: "Git es denn wirklich nach Pentachlorphenol im Holz nachweisbar Organsch�den?" Ich sagte: "Herr Professor, da sind sie zu alt, das kapieren sie nicht mehr, dazu m��te man mehr von der Medizin verstehen" und er ging nachdenklich von dannen.

Seine Tochter sagte sich von ihm los wegen seiner Industrieh�rigkeit und ging zu den Gr�nen.

 

Todesdrohungen

Die erste ernstzunehmende Todesdrohung erhielt ich vom K�nig Ibn Saud, als ich in Rhiad nicht seinen Befehl erf�llte. Er wollte, da� ich das "corpus delicti" mit seinem Intensiv-Stations-Flugzeug aus dem Land bringen w�rde und in meinem Heimatland gesund pflegen lassen w�rde. Ich lie� ihm ausrichten, da� ich nach meinem bayerischen Gewissen handeln w�rde. Die Patientin wollte nicht aus ihrem Land weg und daher erf�llte ich seinen Wunsch nicht.

Es kam ein deutscher Arzt, der mich eindringlich warnte, da� er �hnliches schon erlebt habe und derjenige Arzt pl�tzlich verschwunden sein. Mein Assistent Greiter panikte. Die Brutalit�t mit der diese Leute  argumentierten reizte mich so, da� mein Entschlu� felsenfest stand. Unser abgeh�rter Anruf bei der Presseagentur in Deutschland sicherte unser Leben und wir wurden nach einem Kurztrip in die W�ste pl�tzlich gefeiert und geehrt. So lernten die Saudis erstmalig einen bayerischen Querkopf kennen und achten. Dann wurde als Geschenk an die Vergifteten der Welt von mir das gew�nschte WORLD TOX CENTER im Wert von 100 Mio DM zugesagt.

Die zweite Todesdrohung erhielt ich vom Mossad 1980 �ber den Pr�sidenten des TOX CENTER's e.V., Prof. Dr. Weger. Er war, wie wir erst viel sp�ter erfuhren, ein Offizier des BND in Pullach. Er erz�hlte von einer Todessdrohung von einem der 30 Mossad-Offiziere im BND. Israel w�rde sich durch meine Gift-Beratung f�r Saudi-Arabien gest�rt f�hlen, dies w�rde eventuell das milit�rische Gleichgewicht im Nahen Osten st�ren. Meine Kenntnisse w�rden Saudi-Arabien zu stark aufwerten. Wenn ich nicht sofort aufh�ren w�rde, w�rden sie mich liquidieren, z.B. bei der Anfahrt zu einem Vortrag auf der Autobahn in einen t�dlichen Unfall mit einem Lastwagen verwickeln.

Daraufhin beendete ich schlagartig die gesamte T�tigkeit zumal ich ohnehin den Eindruck hatte, da� man mich in etwas hineinman�vriert hatte, was ich keinesfalls beabsichtigt hatte. Vom weltweiten Giftnotruf wurde erweitert auf eine riesige Toxikologen-Ausbildungs-Klinik in M�nchen gegen�ber Gro�hadern und die Hauptklinik in Rhiad, zuletzt hatte beides ein Auftragsvolumen von �ber 4 Mrd. DM -, incl. der obligatorischen Bestechungsgelder f�r die Saudi-Prinzen.

Da durch meinen Ausstieg alles scheiterte, versuchten einige von mir Geld zu fordern wie der Architekt B�rkle aus Gr�nwald, der 11 Mio DM von mir wollte. Aber er starb rasch in seinem Geldwahn. �hnlich erging es dem Kontaktmann der Saudis, Motschmann, der einen Schlaganfall erlitt und nach einer Finanzamt-Razzia total verarmte.

Die dritte Morddrohung bekam ich in Bhopal in Indien am dritten Tag. Der Ministerpr�sident im Bundesland lie� mich kommen und sagte mir, da� 5 Rupien (1 Euro) auf meinen Kopf ausgeschrieben seien. Er verwies auf den k�rzlich ermordeten Mahatma Ghandi, dem �hnliches widerfahren sei. Er vermutete, da� einflu�reiche �rzte und Gesundheitsminister sich wegen ihrer Unf�higkeit auf den Schlips getreten f�hlen. Ein Flugzeug st�nde mit laufenden Motoren bereit, um mich sofort heim zu bringen.

 

Erfolgreicher Umgang mit Feinden

Schon in der Bibel steht: "Liebe deine Feinde". Wer einen Toxikologen hasst, liebt eine alte, fr�here Welt. Also muss man seinem Feind, wenn man ihn t�ten will, das zukommen lassen, was ihn umbringt, ohne da� er es merkt und die Waffe nicht erkennt.

Das klappt prima. Der Jugendliche, der einen Amalgamgegner als Spinner ankreidet, dem empfiehlt man einen Zahnarzt, der fanatisch Nickel-Zahn-Spangen den Amalgamtr�gern empfiehlt. Da wei� man sicher, da� er bald unter seiner Ged�chtnisst�rung leidet. Reichen, die einen sehr ge�rgert haben, empfiehlt man einen Zahnarzt von dem man wei�, da� er schlechte Implantate setzt und sich dann weigert, den auf Eiter sitzenden Fremdk�rper zu entfernen. �ber Schlaflosigkeit und Rheuma bis hin zum Krebs durchlebt der Feind alle Raffinessen der supermodernen Medizin.

Wissenschaftler mit Irrmeinungen k�nnen ja nach Max Planck nicht �berzeugt werden vom Gegenteil. Man mu� abwarten bis sie sterben. Dies  kann man wesentlich beschleunigen. So l��t ein Amalgambef�rworter seine Uralt-Amalgamf�llungen drinnen wenn man ihm unterstellt, f�r sich w�rde er Amalgam nicht bevorzugen. Wenn der Amalgamzahn auseinanderbricht l��t er die Wurzel mit krebserzeugenden Formaldehyd oder Arsen f�llen und darauf Palladiumbr�cken oder Kronen setzen und genie�t die Mundbatterie der verschiedenen Metalle.                                              

So starb Herrmann, von dem die gezielte Falschinformation stammte, da� in der Welt nur eine Handvoll Allergien auf Amalgam best�nden, weil er von der extrem seltenen Sofortallergie vom Typ des Penicillins ablenkte von der immer auftretenden Langzeit-Allergie. Seine Irref�hrung bezahlte er mit dem Tod.

Von Knolle, dem Chef der Arzneimittel-Kommission erhielt ich den Tip des Feer-Syndroms durch Amalgam. Er wu�te, da� alle Kinder von amalgamtragenden M�ttern unter dieser schweren Stammhirnvergiftung leiden. Er selbst wollte dies nicht bekannt geben, da zeigte ich ihn bei der Polizei an. Kurz vor dem Amalgamsymposium verstarb er 1994.

Schiele hatte 14 Amalgamf�llungen und experimentierte an seinem eigenen K�rper mit DMPS. Dann �berzeugte er sich vom Gegenteil und f�hrte den Test bei jedem Gutachten durch. Weil er seine Testergebnisse nicht - wie gewohnt - von der Industrie hoch bezahlt bekam, reagierte er gekr�nkt.

 

Proze�hansl

W�hrend Vergifter stets durch ihre Heimt�cke imponieren, sind Vergiftete charakterisiert durch ihr Querulantentum. Mit Vorliebe klagen sie gegen diejenigen, die ihnen zuletzt helfen wollten, denn vor dem Vergifter haben sie einen masochistische Ehrfurcht.

-So klagte ein Vergifteter, weil auf sein Fax kein Gutachten kam, ohne ihn zu sehen. Die Klage blieb zwar in drei Instanzen erfolglos, aber unser Fax wurde daher nur noch zum Senden benutzt.

- Die �rztekammer klagte erfolgreich, da� Umwelt-Vergiftete nicht mit dem Notarztwagen versorgt werden d�rfen.

- Ein Schizophrener klagte erfolglos, da� er durch das Ziehen der amalgef�llten Z�hne keine Wunderheilung erfuhr und noch Medikamente brauchte, obwohl er fr�her sich vor einen Zug warf und seinen Vater erstechen wollte.

- Eine Amalgamberatungsstelle in Karlsruhe mu�te eine Gegendarstellung bezahlen, da sie behauptete, mir sei die Approbation entzogen und �rzte w�rden gegen mich klagen.

- Ein beinahe-Mordopfer, dem der betrogene Ehemann fl�ssiges Quecksilber auf den Ofen gekippt hatte und durch das die Katze verendete, klagte erfolglos, da ihm die t�dliche Quecksilberdosis im Handbuch zu niedrig erschien.

- Eine Patientin, die sich trotz einer Nickelallergie dreimal eine k�nstliche H�fte einsetzen lie�, klagte trotz ihrer Rechtsschutzversicherung erfolglos mit Strafanzeige und Gegendarstellung, nachdem ich ihren Fall anonym ver�ffentlicht hatte.

- Die Angeh�rigen eines Schauspielers, der keinen Expositionsstop machen wollte und sich stattdessen aus dem Fenster st�rzte, klagten erfoglos inclusive Strafanzeige um eine  Entsch�digung.

- Die M�nchner Boulevardzeitung AZ, die b�sartig in sieben Punkten die Unwahrheit �ber diesen Schauspieler geschrieben hatte, mu�te eine Gegendarstellung bringen.

- Ein Alkoholiker, der nach einem stark positiven Alkotest sich an die Behandlung nicht erinnern konnte, gewann den Proze�, da die Aufzeichnungen das Gericht nicht �berzeugten.

Die vielen ungerechtfertigten Angriffe bewogen meinen j�ngsten Sohn Johannes dazu, Jura zu studieren. Durch die Kenntnisse seines Lehrers erhielt ich dessen Ehefrau, die beste Strafrechtsanw�ltin der Bundesrepublik als Anw�ltin. Danach folgte auf jeden Brief eines Proze�hansls nur noch ein kleiner juristischer Exkurs der Anw�ltin und alles war erledigt. Trotzdem rieten mir Sohn und Anw�lte vorzeitig in die Rente zu gehen, da alles die Nerven extrem belastet und nichts dabei herauskommt. Ein Rat f�r den ich heute sehr dankbar bin, denn die Querulanten k�nnen nicht nur ein Leben zerst�ren, sondern der ganzen Familie schaden.